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Berichte über den 5. und 6. Spieltag der Saison 2016 2017 am 3.12.2016

Die Weihnachtszeit ist Märchenzeit und das Märchen im Squash wird für unseren Club weitergeschrieben. Der Vergleich mit Leicester City im englischen Fußball der letzten Saison drängt sich geradezu auf, als Fast-Absteiger in der kommenden Saison die Meisterschaft zu gewinnen. Und der Vergleich mit Leicester ist schon deshalb geeignet, weil fast alle aus unserem Club auch gut lästern können (kleiner Scherz). Jedenfalls ging es am 1. Samstag im Dezember oder auch am 2. Advent darum, die Ankunft auf dem 1. Tabellenplatz der Oberliga Südwest zu erreichen.

Für die 1. Mannschaft war eine kurze Reise ins Tenniscenter Güdingen zu absolvieren, um sich dort mit dem SC Heidenkopf II und dem SC Rhein-Neckar III zu messen. Wobei von der Papierform her der Gegner aus der Südwestpfalz ein leichter zu sein schien, denn die netten Mädels und Jungs vom Rande unserer Liga-Topographie befinden sich auf dem 10. und letzten Tabellenplatz mit gerade mal einem Sieg. Da hatte man beim Spiel gegen die Heidenkopfer schon mehr Bedenken, befinden sie sich doch im Mittelfeld der Tabelle und dies mit einer bärenstarken Mannschaft. Dazu aber später mehr.


Zunächst ging es im Spiel gegen Rhein-Neckar darum, ernsthaft gegen den Tabellenletzten anzutreten. Unser Junior Rudi musste gegen den erfahrenen und durch eine Vielzahl von Turnieren gestählten Uwe Wendel antreten, der richtig gutes Squash spielen kann. Rudi befindet sich aber in einem gewaltigen Hoch, so dass er Uwe in den 3 Sätzen nicht nur keine Chance ließ, sondern durch technisch versiertes Squash und große Konzentration dieses Sätze doch recht deutlich beherrschte. Auch Marc ließ gegen die bildhübsche Mai-Ly Nguyen jede Höflichkeit bleiben, was sehr gefährlich geworden wäre, denn das 2-Flüsse-Mädel kann ganz schnell im Squash die Oberhand gewinnen, lässt man ihr die Chance mitzuspielen. Marc musste sich folglich konzentrieren und tat dies auch, um die bei Leibe nicht schlechte Gegnerin vom selben zu halten (kapiert?), was dann auch in 3 Sätzen gelang. Und Oliver auf Position 2 zeigte dann auch, dass er in der Lage ist, ein Spiel nicht nur in 5 Sätzen zu absolvieren, sondern dieses auch in 4 zu gewinnen. Sein Gegner Thorsten Janz war dabei aber eine ganz harte Nuss, der Oliver den 1. Satz abluchste, um dann aber in 3 weiteren durchaus knappen Oliver den Vortritt zu lassen. Es war ein spannendes und gutes sowie auch recht ausgeglichenes Spiel mit lediglich 5 Punkten Gesamtdifferenz. Oliver war dennoch an diesem Tag der etwas souveränere Spieler. Und Marius auf Position 1 brachte das Kunststück fertig, gegen seinen durchaus ebenbürtigen Gegner Patrick Meppe in ungemein knappen Sätzen dreimal 12:10 zu gewinnen und dabei erneut seine hervorragende Form zu beweisen. Gerade diese knappen Spiele kann er durch seine Schnelligkeit und Konzentrationsfähigkeit für sich entscheiden, weil er sich bei den wichtigen Punkten extrem fokussieren kann. 2 Supersquasher lieferten sich ein tolles Match mit dem bei 3:0 klaren, aber dennoch äußerst knappen Spielergebnis. Damit war die 1. Hürde übersprungen.

Die 2. Hürden waren deutlich höher, traten die Heidenkopf-Saarbrücker doch mit einem teils Regionalliga erfahrenen Team an. Rudi hatte Thomas Schmitt zum Gegner, der eigentlich der Stammgegner von Marc und sehr unangenehm zu spielen ist. Rudi hat aber zwischenzeitlich nicht nur eine hervorragende Technik, sondern auch eine Ruhe im Spiel, was dem doch eher temperamentvollen und diskussionsfreudigen Thomas nicht unbedingt entgegenkam. Rudi gewann die 1. beiden Sätze recht knapp und musste schon alles aufbieten, um seinen etwas unruhigen Gegner in Schach zu halten. Den 3. verlor er knapp in der Verlängerung, um dann aber im 4. die bessere Kondition auszuspielen und Thomas in die Schranken zu weisen. Eine super Performance von Rudi gegen einen Gegner, gegen den er im Jahr zuvor wohl noch verloren hätte. Auf Position 3 spielte Marc gegen Rainer Bender, einen ungemein sympathischen und technisch versierten, fast fehlerfrei spielendenden Squasher und Bänker. Marc wurde etwas unruhig und Rainer hielt seine Konzentration hoch, machte weniger Fehler als Marc und gewann daher in 3 recht knappen Sätzen, ohne dass Marc eine reelle Chance hatte, einen für sich zu entscheiden. Rainer war an diesem Tag einfach besser. Und Oliver ließ erneut aufmerken, denn gegen den guten Klaus Maas, den ehemaligen Royalisten, benötigte er gar nur 3 Sätze statt 5, was sich zwar hätte vermeiden lassen, aber sicher ist sicher: besser in 3 Sätzen zu gewinnen als in 5 zu verlieren, so das Motto von Oliver, der recht souverän die schwere Aufgabe gegen den Mann mit Regionalliga-Erfahrung meisterte. Für den Gesamtsieg war somit im Spiel der Nr. 1 ein positives Ergebnis von Marius gegen unseren alten Mannschaftskollegen und ehemaligen Saarland-Meister Michael Braun erforderlich. Der spieltechnisch sehr starke Michael gewann dann noch gegen einen sich herantastenden Marius den 1. Satz relativ knapp. Dieser 1. Satz hat aber für Marius gereicht, um seinen Gegner zu entschlüsseln. Was dann folgte, war eine Demonstration von temporeichem Squash, Laufintensität und Konzentration. Michael hatte in den Sätzen 2 und 3 nicht den Hauch einer Chance, kam im 4. Satz nochmal etwas heran, was aber Marius nicht hinderte, erneut in der Verlängerung die Konzentration hochzuhalten und diese mit 12:10 zu gewinnen. Somit setzte es auch einen Sieg gegen die Heidenkopfer und der 1. Tabellenplatz war erobert mit 20 Punkten und gar 2 Spielen Rückstand auf den Tabellenzweiten St. Wendel. Also Herbstmeisterschaft, weiterhin Aufstiegsmöglichkeiten und vor allem die Erkenntnis, dass die Superform unserer 4 Edelsquasher beibehalten werden konnte. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass die Abstände von Platz 1 bis Platz 8 fast durchgehend nur einen Punkt betragen und daher weiterhin jeder jeden schlagen kann. Also Jungs, freut euch auf das Weihnachtsfest, haltet aber weiter die Konzentration hoch und versucht, mit dieser Form und dieser Besetzung die Rückrunde durchzuspielen, damit der Traum wahr wird.


Die 2. Mannschaft war an diesem Wochenende weniger erfolgreich. Zunächst war eine Fahrt in die Karnevalshochburg und Noch-Europaliga-Stadt Mainz anzutreten, um dort gegen die 2. Mannschaften von Mainz und Koblenz etwas Zählbares herauszuholen zu versuchen. Markus spielte auf Position 4 und hatte im Match gegen die Koblenzer mit Sigrid Stein-Petermann eine Gegnerin, die in etwa ebenbürtig war. Markus verlor den 1. Satz sensationell hoch, um dann in den folgenden Sätzen aber das Spiel komplett offen halten zu können. Leider kam dabei nur ein eigener Satzgewinn heraus, während die tapfer kämpfende Sigrid die Sätze 3 und 4 gewinnen konnte. Schade Markus, hier war mehr drin, aber dennoch Kompliment für dieses sehr ansehnliche Spiel. Benedict, unser sechzehnjähriger Jugendlicher, zeigte gegen Arendt Herzog durchaus gute Ansätze und ein besseres Spiel als in der Saison zuvor, musste aber anerkennen, dass sein Gegner doch deutlich weiter ist und einfach weniger Fehler spielte. Die Konzentrationsschwächen von Benedict sind nicht ausgemerzt und er findet, bei durchaus nachvollziehbar Nervosität im Spiel, noch nicht die Konstanz, um auf Dauer mitspielen zu können. Dennoch eine ordentliche Leistung unseres Frisur-Irokesen. Sieger des Tages war Christian auf Position 2 gegen Uli Furpach, den er komplett beherrschte und mit Tempo-Squash in Schach hielt. 3 gewonnene Sätze waren das Ergebnis und damit ein verdienter Sieg. André auf Position 1 spielte gegen Stelio Berikaki, einen technisch und spielerisch sehr starken Squasher, der aber erhebliche Mühe gegen den Läufer und Defensivkünstler André hatte. Stelio meinte nach dem Spiel, er habe gegen André alle Punkte doppelt machen müssen, weil André bei den längeren Ballwechseln einen Vorteil hatte, während Stelio die kurzen meist für sich entscheiden konnte. Fazit: André verlor alle 3 Sätze recht knapp, was aber nichts daran änderte, dass der Sieg von Stelio wegen technischer Überlegenheit durchaus verdient war.

Gegen die Mainzer sah es nicht viel anders aus. Markus spielte gegen einen weiteren Markus mit dem Nachnamen Armbrust und hier hatte unser Markus gegen den Heim-Markus nicht die Spur einer Chance und schaffte nur 5 Punkte gegen einen spielerisch deutlich überlegenen Gegner. Auch Benedict hielt recht tapfer mit, aber auch hier ist auf das oben Gesagte zu verweisen. Sein Gegner Moritz Schwerbel war einfach der bessere und konstantere Spieler. Christian lieferte erneut ein gutes Match gegen Daniel Kirchner, hatte hier aber nicht das Glück wie gegen Koblenz, die entscheidenden Punkte für sich sammeln zu können. Er verlor in 3 Sätzen und dies durchaus knapp. André hatte gegen den Fast-Namensvetter Andreas Reiffs ein besseres Spiel zu bieten als angenommen. Andreas ist eigentlich der deutlich überlegene Squasher, musste aber in den 3 gespielten Sätzen zweimal in die Verlängerung und einmal sich mit einem 11:8 begnügen, um einen sehr gut spielenden André auf Distanz zu halten. Das 3:0 klingt deutlich, die Gesamtpunkte von 35:28 sind aussagekräftiger dahingehend, dass das Spiel durchaus knapp und ausgeglichen war. Nichtsdestotrotz: 2 weitere Niederlagen ließen sich gegen die 2. und 3. der Tabelle nicht verhindern, obwohl man nicht enttäuscht sein darf, fehlten doch speziell mit Frank und Arthur 2 Spieler, die in der Rangliste vor den Spielern an diesem Spieltag liegen und die deshalb möglicherweise das eine oder andere Spiel offener gehalten hätten. Dennoch Kompliment für unsere Truppe der 2. Mannschaft, die immerhin schon 15 Punkte gesammelt hat und damit deutlich über Soll liegt.

Allen ein frohes und gesundes Weihnachtsfest und viel Vorfreude auf die Rückrunde!

Verfasser: Kurt Rauch, 11.12.2016