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Berichte über den 2. Spieltag der Saison 2018/2019 am 22.9.2018

Es geht richtig Schlag auf Schlag in der neuen Saison; ich kann mich nicht erinnern, wann das letzte Mal innerhalb von einer Woche 2 Spieltage angesetzt waren. Die Spracherkennung auszuschalten hat sich daher nicht rentiert und so fahre ich einfach dort fort, wo ich kürzlich aufgehört habe, nämlich bei den Schilderungen um die Geschehnisse dieses 2. Spieltags.

Dieser führte die 1. Mannschaft in der Oberliga Südwest zum Flip Flop, konkret nach Rohrbach, wo die Squasher des Dudweiler Wiesentals schon seit ewigen Zeiten ihre sportliche Heimat gefunden haben. Gegner war außer der 2. Mannschaft des ehemaligen Bundesligisten auch der SC Bornheim aus dem Südwesten von Rheinland-Pfalz.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Matthias Leinenbacher für die sensationellen Bilder!

Das Spiel gegen die Pfälzer begann André gegen Matthias Malcher. André brachte nicht seine konstant konzentrierte Leistung in den Court, sondern hatte große Qualitätsunterschiede in seinen Schlägen. An diesem Tag musste es wohl so sein, dass er zweimal 5 Sätze geht und mit Matthias fing er an. Trotz 2:1-Führung musste André in den 4. Satz, um dann aber im 5. Satz relativ deutlich bei gesteigerter Konzentration die Oberhand zu behalten. Auf der Habenseite hatten wir daher den 1. Sieg. Marc spielte auf Position 3 gegen Ben Benz und Marc unterliefen jede Menge Flüchtigkeitsfehler. Er wollte zu viel und hatte wohl vergessen, dass die Schläge, die den lautesten Krach verursachen, nicht richtig zählen. Wie jeder Squashkenner weiß, sind die lautesten Schläge die diejenigen, die im Tin landen und dort platzierte Marc seine Kautschukkugel in nie geahnter Regelmäßigkeit. Die Fehlerquote war bei seinem Gegner Ben aber ähnlich hoch und so kam es zwar zu keinem hochklassigen, aber einem spannenden Spiel. Ben war aber etwas exakter in seinen Schlägen und so gewann er in 4 Sätzen. Spiel des Tages war dasjenige der Generationen, folglich von dem achtzehnjährigen Rudi gegen den Routinier und ehemaligen Spitzenspieler in der Liga Christoph Müller aus Bornheim. Rudi spielte sensationell konzentriert und gut, technisch äußerst ausgereift und vor allem fast fehlerfrei. Der clevere Christoph gab natürlich nicht auf, hatte im 3. Satz in der Verlängerung die Oberhand, was er durch einige Let-Entscheidungen zu seinen Gunsten aufwertete. Diesen Satz gewann er in der Verlängerung. Im 4. dann fand Rudi seine Konzentration wieder und ließ seinem Gegner keine Chance. Nicht nur der Sieg von 3:1 ist sensationell, auch die Punktausbeute von 46:30 zeigt die Überlegenheit unseres Jungspunds. Und schließlich gab es unseren 5-Satz-Olli, der wieder zu seiner Gewohnheit findet, alle Spiele bis zuletzt auszukosten. Er kämpfte und rackerte wie immer, durchkreuzte den Court wie ein Flummiball, wobei man Angst haben musste, dass er irgendwo dagegen dotzt. Gegner Claus Brandenburger war aber doch der stärkere Spieler, der trotz 1:2 Rückstand die beiden letzten Sätze gewann und damit einen glücklichen 3:2-Sieg einfuhr. Auch hier ist bemerkenswert, dass die Differenz der Gesamtpunktzahl beider Spieler nur 1 betrug. Es war also Pech im Spiel, aber dafür hat unser neuer Präsident sicherlich Glück in der Liebe.

Im nächsten Spiel gegen Wiesenthal zeigte André ein ähnliches Spiel wie zuvor. In Person der Nr. 4 spielte André gegen Thorsten Kubera. Eigentlich sollte André von der Papierform her im Regelfall dieses Spiel gewinnen, er tat sich aber an diesem Tag recht schwer. In sein Spiel schlichen sich Unkonzentriertheiten und leichte Fehler, so dass Thorsten immer wieder mithalten konnte. Die von André gewonnenen Sätze glich Thorsten immer wieder aus, so dass der 5. Satz den Ausschlag geben musste, der recht spannend verlief und einen glücklichen André mit 11:9 am Ende auswarf. Der 1. Punktgewinn war damit gesichert. Marcs Gegner hieß Michael Bauer und unser Kevin-Kampl-Double knüpfte an seine Tin-Sucht an. Lichtblicke kamen im 2. Satz, in dem er merkte, dass die Bälle, die höher an die Frontwand geschlagen werden, diejenigen sind, die zu Siegpunkten führen können, um dann aber wieder in den Sätzen darauf seinem Motto: „Flach spielen und hoch verlieren“ zu frönen. Rudis Match auf Position 2 gegen den sehr starken Christian Tietz fand auf einem sehr hohen Niveau statt. Beide spielten ein Supersquash, Christian war dann aber doch der erfahrenere und Sieger, obwohl die Zeit letztlich für Rudi spricht, der im kommenden Jahr sicherlich ein solches Spiel knapper gestalten würde. Olli auf Position 1 hatte Christian Schmees, also Thorsten-Junior zum Gegner, der ein super Squash-Händchen hat und dieses auch gezielt einsetzte. Eine sehr gute Technik und eine aufgrund seiner Größe gewaltige Reichweite, diese gepaart mit einer nicht zu ersetzenden Regionalliga-Erfahrung gaben trotz körperlicher Unterlegenheit den Ausschlag auch in diesem 5 Satz Spiel. Christian pflückte die Bälle nach Belieben und sein Volleyspiel reichte, um die Sätze 4 und 5 gegen einen sehr stark spielenden Oliver positiv zu gestalten.

Damit gab es einen gewonnenes Unentschieden gegen Bornheim und einen knappen Spielverlust gegen die starken Wiesentaler, was einer guten Ausbeute entspricht, berücksichtigt man, dass mit Nathan und Marius weiter 2 wichtige Spieler fehlten. Es war insgesamt fröhlicher und lustiger Spieltag mit angenehmen und fairen Spielen.

Bei der 2. Mannschaft merkte man an diesem Spieltag deutlich, welchen Unterschied es macht, wenn die in der Rangliste höher gesetzten Spieler für diese Mannschaft einsatzfähig sind. Die Aufrechten hatten ihre Spiele in St. Wendel in der wunderschönen Anlage in Nähe des Globus auszurichten und nicht nur gegen die Gastgeber von St. Wendel 2, sondern auch gegen Idar-Oberstein 2 zu spielen. Markus, der am Spieltag zuvor noch als Nr. 1 antreten musste, hatte Dietmar Geyer zum Gegner und der Oldie mit großer Erfahrung ließ keine Zweifel offen, wer das Spiel gewinnen würde. Markus hielt recht gut mit, Dietmar musste aber auch nicht an seine Grenzen gehen, so dass ein glatter Spielverlust für unseren Mister Zuverlässig zu Buche stand. Stephan auf Position 3 machte es dann gegen Christian Anhäuser recht deutlich. Im 1. Satz hatte Stefan zwar noch Mühe, konnte aber den 2. und den 4. recht deutlich gewinnen bei einem Satzverlust im 3. Satz. Es war letztlich ein recht ausgeglichenes Spiel mit einem verdienten Sieger Stephan. Christian hatte die starke Francoise Donven zur Gegnerin und Christian weiß, dass man solche Spiele nicht mit weniger als 110 % Konzentration angehen darf. So tat er ist und es entwickelte sich mit der technisch starken Gegnerin aus der Schmuckstadt ein sehr ausgeglichenes Match, das Christian aber nach verlorenem 1. Satz recht souverän nachhause schlug. Dennoch auch eine starke Leistung von dem Mädel im Court. Spiel des Tages hier war dasjenige von Arthur gegen Robert Yaghoubi, über den schon alles auf unserer Homepage geschrieben wurde, was des Schreibens würdig ist. Er spielt ungemein effektiv, unkonventionell und ist kaum zu berechnen, was für Arthur aber gerade die richtige Aufgabe war. Alle Sätze verliefen recht ausgeglichen, so dass der 5. Satz wieder herhalten musste und dieser ging in die sechsfache Verlängerung (!) mit diesmal glücklichem Ausgang für unseren Trikolore-Freund hinter der Grenze. Arthur machte ein hervorragendes Spiel und ließ sich auch durch stark herausgespielte Gegenpunkte nicht aufhalten. Es war aber äußerst glücklich, dass er dieses Spiel gewann. Ergebnis war also ein Sieg mit 3:1 und damit ein guter Einstand in diesen Spieltag.

Gegen die Gastgeber wurde es dann ungleich schwerer, obwohl die St. Wendeler gegen Idar-Oberstein auch nur unentschieden spielten. Der junge Philip Göddel machte mit Markus kein großes Federlesen, spielte seine technische und körperliche Überlegenheit aus und ließ unserem tapferen Markus letztlich keine Chance. Umgekehrt war es bei Stephan auf Position 3 gegen Hans-Jürgen Senger. Stephan hatte zwar einige Schwierigkeiten zu Beginn, konnte aber dennoch mit großem Druck und Tempo seinen Gegner in Schach halten. 4 Sätze gab es und 3 davon gewann Stephan, so dass er als verdienter Sieger aus dem Spiel gegen den nicht enttäuschenden Hans-Jürgen hervorging. Auf der Position 2 macht es Christian gegen Oliver Bruder mal wieder spannend. Er kam nicht richtig ins Spiel, musste anerkennen, dass sein Gegner in den 1. beiden Sätzen deutlich überlegen war, so dass dieser schon an das Duschen nach Sieg dachte, um dann kurz vor Feierabend im 3. Satz diesen in der 4. Verlängerung gewinnen zu können. Den 4. gewann er auch, um dann aber im 5. seinem Gegner wieder den Vortritt lassen zu müssen. Es war Pech dabei, dennoch spielte Wendalinus-Oliver letztlich das reifere Squash und war verdienter Sieger. Schließlich hatte Arthur gegen den Chef der St. Wendeler, den obersympathischen und sehr engagierten Rüdiger Göddel, einen schweren Stand. Es waren zwar knappe Sätze, Rüdiger konnte mit seiner Routine aber dafür sorgen, dass es letztlich 7 Punkte mehr waren, die sich auf seinem Konto fanden, was einfacher ausgedrückt bedeutet, dass er in 4 Sätzen gewann und damit dafür sorgte, dass keine Ausbeute gegen St. Wendel verzeichnet werden konnte. Dennoch waren es gute und schöne Spiele in äußerst angenehmer Atmosphäre und es waren nur Nuancen, die letztlich den Ausschlag gaben.

Verfasser: Kurt Rauch, 27. Sept. 2018