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Berichte über den 1. Spieltag der Saison 2018-2019 am 15.9.2018

Es geht mal wieder los mit der Saison und, was fast zu erwarten war, gibt es immer ein Wiedersehen mit einen denselben Protagonisten in den einzelnen Teams des Verbandes Rheinland-Pfalz-Saarland. Leider sind die neuen Namen nicht allzu häufig, obwohl die Squash-Welt doch wieder im Aufwind ist im Südwesten Deutschlands.

Die 1. Mannschaft findet sich in der Oberliga wieder und musste gleich am 1. Spieltag in Richtung Landesgrenze Rheinland-Pfalz-Hessen, um in Koblenz gegen die Schängeler in Form der 2. Mannschaft und gegen den SRC Fassianien, weniger bekannt als Illtal und ebenfalls deren Reserve zu spielen.

Dass das 1. Spiel gegen Illtal schwer würde, war klar, wobei Arthur gegen Christian Schmidt eine beachtliche Leistung zeigte. Er beherrschte die Sätze nach Belieben, hatte im 3. Satz ein gewaltiges Loch, was ihm eine deutliche punktuelle Niederlage einbrachte, fand im 4. aber wieder zurück zu seiner Stärke und ließ den Illinger keine Chancen mehr. Spiel des Tages war wieder mal das Match von Marc gegen den uneingeschränkten König von Illingen und Schiedsrichterwart Jörg Fassian. Was immer Marc auch versuchte, Jörg hielt dagegen. Der Vorteil von Marc in Puncto Schnelligkeit und Dynamik glich Jörg mit Routine, Auge und exaktem Spiel aus. Die Sätze gingen in schöner Abwechslung jeweils an einen von beiden, ehe im 5. Satz die geschilderten Attribute von Jörg den Ausschlag gaben und Marc irgendwann entnervt den Faden verlor. Der 5. Satz lief zugunsten des Mittelsaarländers und dadurch war das Match verloren, obwohl die Differenz insgesamt bei den Punkten nur 3 betrug. Mit Christian Kersten kam Rudi auf Position 2 nicht so zurecht wie gedacht. Er spielte zwar in den Sätzen schön mit, hatte aber bei den entscheidenden Bällen nicht das Glück oder die Konzentration auf seiner Seite. Christian war gegen Ende der Sätze zur Stelle, gewann in 3 Sätzen und das Match zeigte, dass Rudi sein Potenzial ständig abrufen muss, um auch solche Gegner schlagen zu können. Dies war hier nicht ganz der Fall. Schließlich zeigte Oliver gegen Thomas Haas dasjenige, was in seiner derzeitigen Macht steht. Er ist etwas lädiert, konnte daher nicht seine beste Form in den Court bringen und unterlag seinem Gegner trotz großen Kampfes insbesondere im 3. Satz deutlich mit 0:3.

Arthur spielte auf Position 1 im Match gegen Koblenz gegen Michael Sträter. Unser sympathischer Franzose überzeugte mit einer souveränen und treffsicheren Leistung bei hohem Tempo, dem Michael nichts entgegenzusetzen hatte. Arthur gewann glatt in 3 Sätzen. Im Ergebnis gleich, wenn auch mit deutlich mehr Schwierigkeiten und 2 Verlängerungen hielt Marc auf Position 3 den erfahrenen Christian Comes auf Distanz. Die ersten beiden Sätze musste er allerdings in die Verlängerung schleppen und bei 3 Sätzen waren es nur 8 Punkte, die den Unterschied ausmachten. Dennoch war der Sieg durchaus verdient wegen der höheren Dynamik im Spiel von Marc. Unser Rookie Rudi (klingt gut!!) zeigte ein tolles Spiel gegen Stelio Berikaki aus Koblenz. Mit seiner blitzsauberen Technik und dieses Mal auch mit großer Konzentration hielt er seinen Gegner in Schach, wobei er nur im 2. Satz leichte Schwächen zeigte und diesen verloren geben musste. In den anderen hatte er meist die besseren Antworten auf die Fragen seines Gegners und ein Sieg in 4 Sätzen war der verdiente Erfolg unseres Jünglings. Der noch etwas angeschlagene Oliver spielte im Spitzenspiel gegen unseren häufigen Trainingspartner in Ensdorf Achim Mücke. Die beiden kennen sich gut, Achim war aber einfach fitter, spielte sauberer und Freund Oliver konnte seine Form nicht zu 100 % finden, was einerseits zu einem 0:3 führte, andererseits aber völlig egal war, weil der Sieg sowieso unter Dach und Fach war. Das 3:1 gegen Koblenz ist eine gute Leistung, zumal mit Marius und Nathan 2 wichtige Spieler fehlten. Kompliment an das kompakte Team in diesem 1. Spiel.

Damit gelangen immerhin ein Sieg gegen Koblenz und eine recht knappe Niederlage gegen Illingen, wenn man bedenkt, dass Marc das Unentschieden auf der Keule hatte. Dennoch ein guter Start in die neue Saison.

Die 2. Mannschaft musste zweimal gegen starke Saarbrücker Teams spielen, einmal gegen die Schlaganfallschüler (Stroke Eleven), konkret gegen die 2. Mannschaft, und sodann gegen die gottlosen Häupter (Heidenkopf), und auch dort gegen Team 2. Es fehlten wichtige Spieler, was aber den anderen die Chance gab sich zu zeigen. Unser Talent Bénédict hatte auf Position 4 leichtes Spiel gegen die indisponierte Saskia Rübelt und hatte Freude an seinem souveränen Sieg. Unseren Neuling Matthias, der Trainingsfleiß in Person mit großem Talent und unbändigen Ehrgeiz, spielte in seinem ersten offiziellen Match überhaupt gegen den Vater von Saskia und musste sich weit strecken, um mithalten zu können. Es waren 2 Sympathen, die aufeinandertrafen und die beide noch nicht über die riesige Wettkampferfahrung verfügen, schätzungsweise beträgt diese Erfahrung noch nicht einmal 2 Handvoll Ligaspiele. Auch Matthias war etwas angeschlagen, hatte im 3. und 4. Satz pneumologische Probleme, riss sich dann aber im 5. Satz eines durchaus ansehnlichen und spannenden Spiels – unterstützt von seiner besseren Hälfte Charmaine, für die die für Matthias verwandten Squash-Attribute genauso gelten – zusammen und siegte gegen den Saarbrücker Kontrahenten in 5 Sätzen mit dreifacher Verlängerung, aber doch insgesamt 11 Punkten Vorsprung. Die Forderung eines Let war für beide Spieler ein persönliches no-go, aber richtig gefährlich wurde es auch nicht. Tolle Leistung, lieber Matthias, in deinem Jungfernspiel. Unsere Grand Lady Elisabeth hatte die Freude, gegen das Squash-Fossil Johann Janto zu spielen, einem äußerst angenehmen Zeitgenossen, der über jede Menge Routine verfügt und der Elisabeth ganz schön hetzte. Der enorme kämpferische Einsatz, den wir von Elisabeth kennen und der auch an diesem Tag keinen Urlaub hatte, sorgte dafür, dass Elisabeth wie eine Flipperkugel durch den Court hetzte, aber zu oft „tiltete“ und den technischen Fehler vieler machte, bei den Schlägen mit dem Körper zu nah am Ball zu sein, was natürlich Johann dazu veranlasste, Lets mit der Folge zu fordern, kampflos den Ballwechsel zugesprochen zu bekommen. Markus auf Position 1 spielte im 1. Satz gegen Christoph Scherer wie die Feuerwehr und hatte erhebliches Pech, diesen nicht gewinnen zu können. Auch die anderen Sätze waren sehr ausgeglichen bei guter Leistung von Markus, der aber auch direkt zu Beginn des Spiels Probleme mit den Schlägen hatte, denn trotz eindeutiger Let-Situation spielte er den Ball, was den Schiedsrichter dazu veranlasste, dem entspannten Markus die Karte der Farbe des Neides zu zeigen. Durch den Erfolg unseres Neulings Matthias fiel die Niederlage mit 1:3 nicht desaströs aus, sondern war dasjenige Ergebnis, das dem Spiel auch gerecht wurde.

Im 2. Spiel lief es deutlicher für die übermächtigen Gegner. Bénédict zeigte sich mal wieder als Bénédict, was das bedeutet, könnt Ihr in allen Berichten zuvor lesen, die ich über ihn geschrieben habe. Ein junger, äußerst sympathischer und unkomplizierter, lockerer Spieler mit sehr viel Talent, aber erheblichen Konzentrationsschwächen und einem gewissen Phlegma, was sich darin zeigt, dass er seine Fähigkeiten nicht allzu oft vollständig abruft, obwohl das Wort Bene eigentlich nur Gutes verheißt. Wenn er dies tut, kann er richtig gut Squash spielen, wenn er es nicht tut und irgendetwas Geniales machen will, das eigentlich nie gelingt, produziert er für diejenigen seines Vereins, die draußen stehen, regelmäßige Nervenzusammenbrüche. Die Gegnerin Daniela Arcone aus Luxemburg spielte einfach Squash, wenig spektakulär, aber sicher, routiniert und souverän. Bénédict gelangen nur 10 Punkte und wenn er irgendwann einmal sein Potenzial ausschöpft, kann es richtig knapp werden. Auf Position 3 musste Matthias trotz eines guten und beherzten Spiels gegen den Squash-Methusalem im Saarland Peter Ries seine Grenzen erkennen. Trotz guten Spiels und teilweise auch spektakulären Gewinnerschlägen setzte sich die Routine von Peter durch, der ziemlich genau wusste, wo er den Ball hin spielen muss, damit Matthias Probleme bekommt. Dennoch gewann Matthias den 3. Satz und hielt auch in den anderen Sätzen gut mit. Dennoch verlor er in 4 Sätzen. Auch Elisabeth kreuzte die Klingen mit dem Ewig-Squasher Frank Wunn, einem ehrgeizigen und erfahrenen Linkshänder, der nicht an die Grenze gehen musste, um die kämpferisch überzeugende Elisabeth, die aber gegen die Härte der Schläge von Frank weniger Mittel hatte, auf Distanz zu halten. Und beim Spiel von Markus gegen den ebenfalls schon seit 80 Jahren spielenden Klaus Maas, den ehemaligen Squash-Royalisten, lief es bei den ersten Ballwechsel ähnlich wie zuvor. Markus passte nicht richtig auf und traf Klaus am Auge, ohne dass was Wesentliches passiert ist. Markus nahm sich dies aber selbst sehr zu Herzen und fand nicht mehr in sein Spiel. Klaus beherrschte dieses Match nach Belieben und ließ dem Spitzenspieler unserer 2. Mannschaft lediglich 6 Punkte in 3 Sätzen. Dies bedeutet: 0:4, nur ein einziger Satz gewonnen und Lehrgeld bezahlt. Es waren aber auch 2 starke Gegner, mit denen man nicht unbedingt mithalten können muss.

Verfasser: Kurt Rauch, 20. September 2018