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Berichte über den 8./10. Spieltag der Saison 2015/2016 am 12.3.2016

Es war der letzte Spieltag der Oberliga und zumindest nach der PDF-Datei auf der Plattform der Squashliga auch der letzte der Verbandsliga, was aber eigentlich nicht sein kann. Ein Hinweis an die Verantwortlichen des Verbandes: wenn man alleine Eure PDF-Dateien heruntergeladen hat und dies zu Saisonbeginn (auch letzte Woche noch), war nicht klar, dass die Saison in der Verbandsliga an diesem Spieltag nicht beendet war. Uns ist es zufällig aufgefallen, dass es weitere Spieltage gibt, so dass die 2. Mannschaft dann auch noch doppelt antreten kann. Bitte überprüft das einmal und versucht, den Fehler künftig nicht zu wiederholen. Für die 1. Mannschaft ging es darum, sich ordentlich aus der Oberliga zu verabschieden, für die 2., einen Punkterekord aufzustellen, was, wie noch auszuführen sein wird, eindrucksvoll gelungen ist.

Die 1. Mannschaft musste nach Bornheim um dort gegen die Granaten der Heimanlage aus Bornheim (Tabellenplatz 3) sowie die Kollegen aus Worms (Tabellenplatz 2) die Rackets zu kreuzen. Vorauszuschicken ist, dass Marius mit einer Muskelverletzung ausgefallen ist und Marc alles andere als topfit war. Frank füllte das Feld von unten auf und sein Albtraum gegen Worms weiblichen Geschlechts nennt sich Margrit Scholl. Die technisch ungemein starke Nibelungenstädterin hatte Frank vollends im Griff, was zu erreichen eigentlich der Traum von Silke ist. Jedenfalls im Spiel auf Position 4 machte sie mit Frank, der überhaupt nicht zu seinem Spiel kam, was sie wollte, ließ ihn auflaufen und dominierte dieses Spiel souverän. Nicht zu erwähnen braucht man bei dieser Schilderung, dass Frank keinen Satz gewinnen konnte. Ein ähnliches Schicksal erlitt Tom, seinerseits aber gegen einen Geschlechtsgenossen, gegen den er eigentlich ein offenes Spiel bot. Alle Sätze waren knapp und Tom hatte nur in den entscheidenden Phasen weniger Sicherheit in den Schlägen als sein Gegner auf Augenhöhe. Dennoch gelang auch Tom keinen Satzgewinn. Oliver fand auch gegen Thomas Schroers nicht zu seinem kraft- und tempovollen Spiel, sondern musste anerkennen, dass sein Gegner an diesem Tag schlagtechnisch und in punkto Sicherheit überlegen war. Dass dann auf der Position 1 Jörg Schoor gegen unseren lädierten Marc keinerlei Probleme hatte, erklärt sich von selbst, denn hier spielen schon Klassenunterschiede in punkto Technik und Spielvariation eine Rolle. Kurz und knapp: kein Satzgewinn, kein Spiel gewonnen, aber wenigstens insgesamt 61 Punkte gemacht.

Nur unwesentlich besser ging es gegen die Gastgeber. Hier hatte Frank gegen Ludwin Michels eine bessere Sternenkonstellation gefunden. Trotz Schwierigkeiten im 3. Satz war Frank hier der beherrschende Spieler, der mit Schlaghärte seinen Gegner in Schach hielt und lediglich den 3. Satz in der Verlängerung abgeben musste. Eine deutliche Leistungssteigerung unseres Linkshänders war zu vermelden, was schließlich dann auch mit einem gewonnenen Spiel zu Buche schlug. Tom spielte gegen Matthias Malcher und hatte gegen einen doch deutlich stärkeren Bornheimer trotz Willens keine echte Siegchance. Die Sätze waren bis auf den 3. deutlich und dies war auch richtig so; Matthias war einfach der ausgereiftere Spieler. Oliver auf Position 2 hatte doch deutliche Schwierigkeiten gegen Ben Benz, der in jeweils knappen Sätzen meist die besseren Schläge gegen Ende der Spielzeit hatte. Oliver hatte nicht einen seiner Sahetage erwischt und dieses Mal war es ihm auch nicht mal vergönnt, den 5. Satz zu spielen, denn Oliver verlor, ohne an seine sonstige Form zu anzuknüpfen, in 4 Sätzen. Der routinierte und mit allen Facetten des Squashsports versehene Christoph Müller, Inhaber der Anlage, brauchte nicht 100 % anzubieten, um Marc in Schach zu halten. Die Sätze verliefen gegen Ende etwas ausgeglichener, Christoph war aber mit seiner Spielanlage überlegen und ließ in 3 Sätzen keinen Zweifel daran, dass er der verdiente Sieger an diesem Tag war.

Zusammengefasst: erhobenen Hauptes verabschiedet aus der Liga und festgestellt, dass zumindest die ersten 3 Mannschaften im Verlauf der Saison außerhalb der Reichweite waren, obwohl man sogar einige gute Spiele ablieferte und Punkte auf der Habenseite gegen diese Teams erzielen konnte. Die anderen Teams waren spielerisch eher in Reichweite und das Ziel des Wiederaufstiegs sollte ernsthaft angepackt werden; wenn dies gelingt, wird es sicherlich in der Oberliga in der übernächsten Saison etwas besser aussehen, sollte die Mannschaft zusammenbleiben, was derzeit so aussieht.

Ich möchte mich an dieser Stelle besonderen Partien der 2. Mannschaft zuwenden, die Heimspiel hatten gegen Rhein-Neckar 4 und gegen Heidenkopf 3. Krankheits- und verletzungsbedingt standen wiederum nur 3 Spieler zur Verfügung, was diese aber angeboten haben, ist mit dem Wort sensationell noch untertrieben beschrieben. Hervorzuheben ist vor allem, dass die 3 Aufrechten aus völlig unterschiedlichen Squash-Vitae stammen: Rüdiger auf Position 3 als alter Haudegen, Routinier und Mann der 1. Stunde des Clubs, André auf Position 2 als ungemein talentierter Ex-Hobbyspieler, der erst die 3. Saison bei uns spielt und schon zur festen Größe geworden ist, und vor allem eines der beiden Juwelen des Clubs, der sechzehnjährige Rudi, der erstmals auf Position 1 in der Verbandsliga spielen durfte und über ihn wird noch zu schreiben sein. Das Spiel gegen Rhein-Neckar begann mit der Partie Rüdiger gegen Paul Schmid. Rüdiger ließ im 1. Satz die Konzentration etwas vermissen und verlor sang- und klanglos mit 3:11, um dann ab dem 2. Satz in einer kämpferischen Steigerung die Verlängerung für sich zu entscheiden und damit Paul geknackt zu haben, denn die nächsten beiden Sätze gingen deutlich an Rüdiger. André hatte mit Patrick Meppe einen sehr starken Gegner mit großen spielerischen Fähigkeiten, denen André zwar seine Schnelligkeit und Schlagkraft entgegensetzen konnte, was aber an diesem Tag nicht reichte. Patrick gewann in 3 Sätzen. Rudi auf Position 1 spielte gegen Thorsten Janz, einen erfahrenen Squasher, der eigentlich Favorit war. Was Rudi aber an diesem Tag bot, war schon Squash-Geschichte, denn er behielt die Ruhe, spielte seine mittlerweile hervorragende Squashtechnik aus und es war eine Freude, ihn beim Spielen zuzusehen. Thorsten hatte eine echte Chance nur im zweiten Satz, den er in der Verlängerung verlor, die anderen dominierte Rudolf derart, dass man sich die Augen reiben musste. Ein klares 3:0 war sicherlich nicht im Soll, war aber letztlich die Realität, so dass ein Unentschieden gegen Rhein-Neckar, das Team, welches noch 2 Plätze über unserem steht, mit 3 Spielern ein unglaublich gutes Ergebnis ist.

Gegen den SC Heidenkopf 3 hatte Rüdiger Damenbesuch der liebenswerten und immerfröhlichen Heike Britten aka Niewel, einer Squash-Fossilin (sorry liebe Heike, lass Dich drücken!!), die technisch sehr stark ist und jeden ihrer männlichen Gegner im Court in Verlegenheit bringen kann. Rüdiger erging es nicht anders, der sich schon gewaltig strecken musste, um in 4 immer knappen Sätzen seinen weiblichen Gegenpart in Schach zu halten. Immerhin gelang es, so dass André gegen Stefan Montag auf Position 2 nachlegen konnte. Dies war das spannendste Spiel des Tages mit jeweils wechselnden Satzgewinnen. Im 5. und entscheidenden Satz hatte dann André doch die bessere Kondition und den längeren Atem, um Stefan mit 11:7 in Schach zu halten. Interessant ist vor allem, dass Stefan die einzelnen Spielpunkte mit 48:43 für sich entscheiden konnte, was bedeutet, dass die Satzgewinne von André knapp und diejenigen von Stefan deutlich waren. Dennoch Spielpunkt für uns und schon die Garantie zum Remis. Mit ungeheurer Spannung wurde dann das Spiel von Rudi auf Position 1 gegen den alten Kempen Thomas Schmitt von Heidenkopf erwartet, der sich ansonsten mit Marc Spiele immer wieder auf Augenhöhe lieferte. Was Rudi mit Thomas veranstaltete, könnte man pathetisch mit Entzauberung beschreiben, rustikal mit Dominieren (Passt ja zu den dominikanischen Teilwurzeln von Rudi). Rudi beherrschte das Spiel in den 1. beiden Sätzen fast nach Belieben, ließ im 3. Satz dann deutlich nach, wobei Thomas dann Morgenluft schnuppern konnte, um dann seitens Rudi im 4. aber wiederum dem armen Kumpel aus Heidenkopf den Hauch einer Chance zu lassen und auch diesen mit 11:3 gewinnen. Nochmals langsam zum Mitlesen: Rudi spielte auf Position 1 und gewann gegen die gewiss nicht schlechten Gegner auf den Spitzenpositionen der anderen Clubs mit nicht für möglich gehaltener Deutlichkeit. Dies ist der Lohn für eine intensive Trainingsarbeit von Rudi auch mit Squashtrainern aus anderen Clubs und hierfür gebührt unseren Youngster ein Riesenkompliment, Squash is his life!! (In diesem Sinne Rudi, eine Frage: was ist Baseball?)

Wie gesagt, die 2. Mannschaft hat noch 2 Spieltage und kann ihr Punktekonto von derzeit 20 noch deutlich erhöhen, wobei die 20 Punkte bereits Vereinsrekord in der Verbandsliga für eine 2. Mannschaft unseres Vereins sind. Weiter so, und wir hören und lesen uns noch zweimal in dieser Saison mit Berichten aus der Verbandsliga.

Verfasser: Kurt Rauch 20.03.2016