Berichte über den 3. Spieltag der Saison 2017/2018 am 21.10.2017

Das Erfreuliche war zunächst, dass unsere 1. Mannschaft in der Regionalliga keine Niederlage einstecken musste. Die Erklärung hierzu ist, dass sie spielfrei war. Dies kommt daher, weil 10 Mannschaften in der Liga spielen und daher bei 3 Dreierspieltagen ein Team immer spielfrei ist. Dies gab unseren Aufrechten die Gelegenheit, sich zu sammeln, um am 4. Spieltag wieder und dies möglicherweise erfolgreich eingreifen zu können.

Die 2. Mannschaft musste bei unseren Freunden in St. Wendel in deren wunderschöner heller Squashanlage antreten. Marc konnte bei der 2. Mannschaft eingesetzt werden, dies auf Nummer 1, und auch ansonsten trat das Team relativ stark an. Im 1. Spiel gegen Zweibrücken 2 stand irgendwie der Spaß im Vordergrund, was sich auch durch den Genuss des ein oder anderen Getränks zeigte, welches gerüchteweise leichte berauschende Wirkung haben könnte und auch hatte; mit den Westpfälzern ist es immer lustig. Sportlich gesehen war die Sache relativ klar, denn die Zweibrücker haben noch nicht viel Erfahrung, sind aber immer gut drauf. Auf Position 4 spielte Stephan gegen Manfred Sauer gutes Squash, ein Klassenunterschied war festzustellen und der deutliche Dreisatzweg mit nur 8 Punkten für den Gegner war logische Konsequenz. Benjamin machte es mit Tatjana Bauer nicht ganz so deutlich. Der 2. Satz war klar, in den anderen Sätzen konnte Tatjana ein wenig mitspielen, was aber nichts daran ändert, dass Benjamin deutlich stärker war und souverän ebenfalls in 3 Sätzen gewinnen konnte. André spielte gegen Jan Liedtke und auch hier gibt es zu wenig zu berichten; auch hier merkte man die technische, spielerische und körperliche Überlegenheit von André in ebenfalls 3 glatten Sätzen. Und Marc hatte schließlich das Vergnügen, gegen unseren rührigen und sehr netten Sportwart Uwe Daum zu spielen, was letztlich ein etwas offeneres Spiel bedeutete, obwohl Marc nie den Zweifel daran ließ, an diesem Tag nicht in Gefahr geraten zu wollen, was ihm dann auch gelangen. Kurzes Fazit: 4 Spiele, 3 Siege, keinen Satzverlust und damit deutliche 3 Punkte auf dem Weg nach oben.

Dass es gegen die Gastgeber aus St. Wendel etwas schwerer werden würde, war zu erwarten. Spiel des Tages war dann dasjenige auf Position 4 des sehr erfahrenen Frank Petry gegen unseren Neuling Stephan. Es entwickelte sich ein ungemein knappes, ausgeglichenes, kämpferisch hervorragendes und letztlich für uns mit glücklichem Ende geprägtes Spiel. Nachdem jeder der beiden 2 Sätze gewinnen konnte, war es Stephan, der im letzten Satz etwas mehr Fortune mit seinen Schlägen hatte und diesen mit 8:11 gewann. Kompliment für diese läuferisch und kämpferisch sehr gute Leistung gegen den sympathischen Frank, der mit einem Squashschläger geboren wurde. Auf Position 3 hatte Benjamin wiederum ein Mädel als Gegner, er wusste aber, dass dies kein Spaziergang werden würde, denn Silke Thurat beherrscht das Squashspiel in beeindruckender Art und Weise. So gewann Silke den 1. Satz und auch die nächsten beiden waren äußerst knapp und ausgeglichen, letztlich war es trotz vieler Fehler die bessere Kraft und das Tempo, welches Benjamin zugute kam. Nach 3 knappen Sätzen und dem Spielstand 2:1 zugunsten Benjamin ließ dann die Kraft und Konzentration von Silke etwas nach und im 4. Satz lief es dann etwas deutlicher für Benjamin. Er konnte somit 3:1 gewinnen, musste sich aber arg strecken. Christian Ley war der Gegner von André und hier zeigte sich überraschenderweise doch, dass André deutlicher überlegen war als erwartet. Nur im 2. Satz hatte er Schwierigkeiten, in den anderen beiden beherrschte er seinen Gegner mit seinem druckvollen Spiel doch deutlich. Und Marc auf Position 1 musste die undankbare Aufgabe lösen, gegen Christian Laures, den Sohn unseres ehemaligen Mitspielers und immer noch guten Freundes Roland zu spielen, der erst seit Januar dieses Jahres offiziell den Kautschuk prügelt. Und Marc musste sich nach deutlichem 1. Satz doch gewaltig strecken, um seinen Gegner in Schach zu halten. Christian spielt technisch sauberes und gutes Squash und Marc muss im 2. Satz in die mehrfache Verlängerung, die etwas glücklich mit 16:14 für ihn ausging. Auch der 3. Satz war sehr knapp, letztlich waren es aber die größere Erfahrung und schließlich die glücklicheren Schläge, die dieses Spiel mit 3:0 für uns ausgehen ließ. Dennoch ist Christian ein Riesentalent und wird sicher seinen Weg machen.

Damit waren 2 Siege eingefahren, beide sogar ohne Spielverlust, was doch speziell gegen St. Wendel überraschend war. Umso besser, der 5. Tabellenplatz ist Ausdruck dieser guten Spiele.

Heimvorteil hatte demgegenüber die 3. Mannschaft, die in unserer schönen Anlage RELAX die Gegner von Rhein-Neckar IV und Germersheim II begrüßen durfte. Zunächst ging es gegen die Frankenthaler, gegen die unsere liebe junge Lea, die im Sommer 16 Jahre alt wurde, ihr erstes Liga-Spiel machen durfte. Naturgemäß war ihr eine gewisse Nervosität anzusehen. Dennoch traf sie mit Detlef Lönard auf einen Gegner, der mit einer großen Portion sportlicher Fairness gesegnet ist und der gegen die wirklich gut spielende Lea nicht alles abrief. Lea, die jüngste Tochter unseres vor 10 Jahren viel zu früh verstorbenen ehemaligen Spielers, Sportwarts und guten Freundes Jürgen Recktenwald, machte vieles richtig, konnte natürlich den Klassenunterschied nicht verbergen. Sie spielte aber im 2. Satz richtig gut mit und immerhin gelangen ihr insgesamt 7 Punkte, was ein guter Einstand ist. Benedict auf Position 3 spielte gegen Paul Schmid und es war das typische Benedict-Spiel: geprägt von Struddelfehlern ohne Ende und dem Bestreben, alles sensationell gut zu machen. Dies funktioniert dann nicht, wenn der Gegner einerseits überlegen und andererseits selbst beim besten Willen nicht dafür sorgen konnte, dass Benedict besser ins Spiel kam. Ein paar geniale Bälle Benedicts reichten nicht aus, um die ungeheure Vielzahl von Fehlern zu kompensieren, sodass ihm insgesamt nur 2 Punkte in 3 Sätzen gelangen. Unser Mannschaftskapitän Elisabeth hatte Uwe Wendel zum Gegner und dieser kann richtig gut Squash spielen. Elisabeth zeigte aber, dass sie dies auch kann und es entwickelte sich ein hervorragendes Spiel mit sehr guten Ballwechseln, die aber den ruhigen und konzentrierten Uwe nicht beunruhigten, es wurde ein sehr knappes Spiel mit jeweils einem besseren Ende für den erfahrenen Uwe, aber Elisabeth zeigte eine der stärksten Leistungen und mit 28 Punkten in 3 Sätzen kann sich dies durchaus sehen lassen. Eine umgekehrte Geschlechterrolle prägte das Spiel auf Position 1 zwischen Markus und der hübschen squashverrückten Mai-Li Nguyen aus Frankenthal. Markus versuchte zwar, mit kraftvollen Schlägen die technisch blitzsaubere Gegnerin in Schach zu halten; dies gelang ihm aber überhaupt nicht. Fehler kamen hinzu und Markus hatte letztlich keine Chance gegen die ungemein routinierte junge Pfälzerin.

Auch das 2. Spiel gegen Germersheim war letztlich erfolglos. Unsere 3. Dame im Bunde, die trainingsfleißige und sich sehr gut entwickelnde Viktoria hatte mit Florian Peukert einen Gegner, der ihr in Erfahrung im Squashsport weit überlegen war. Viktoria machte es nicht schlecht, konnte in den ersten beiden Sätzen ganz gut mitspielen, hatte aber dann muskuläre Probleme in den Beinen. Sie kämpfte dennoch vorbildlich und holte das raus, was letztlich drin war. Dies waren 7 Punkte in 3 Sätzen und das ist ein ordentliches Ergebnis für unser Mädel, das in diesem Jahr erstmals Ligaspiele bestreitet und überhaupt erst seit einem guten halben Jahr Squash spielt. Bei Benedict lief es dann etwas besser gegen Alexander Kurth-Barbier. Sein Gegner war natürlich spieltechnisch, taktisch und seitens der Erfahrung überlegen, Benedict konnte aber seine Nervosität nicht ganz ablegen und den gebrauchten Tag, den er erwischte, nicht ungebraucht machen. Bei ihm kommt häufig der Ehrgeiz auf, die Bälle schnell zu Ende zu spielen, was ihm dann leider auch meistens mit negativem Ergebnis gelingt. Etwas mehr Geduld und Ruhe wären gefragt, aber ich bin absolut sicher, dass er bei regelmäßigem Training diese Eigenschaften herausarbeiten kann. Ergebnis: wiederum 3 klar verlorene Sätze. Elisabeth spielte gegen Benjamin Göttlich und sie konnte gegen den guten Gegner relativ lange Ballwechsel generieren, machte aber einige unnötige Fehler beim Aufschlag und auf der Rückhand. In dem Wissen, dass Benjamin der Stärkere war, versuchte Elisabeth im Vorfeld, mit ein paar Schlucken Weizengebrautes die Form zu steigern, was aber nur punktuell zu positiven Ergebnissen führte. Immerhin fiel dann der Ärger über die Niederlage nicht allzu groß aus, aber Elisabeth wusste es richtig einzuschätzen, dass sie unabhängig davon, wie viel Alkohol im Blut ist, gegen Benjamin keine Chance haben würde, es sei denn, Benjamin würde noch stärker dem Rausch verfallen, als es bei Elisabeth bei den paar Schlucken an diesem Tag der Fall war. Schließlich konnte auch Markus gegen Jürgen Schmidt nichts gewinnen, auch keinen Blumentopf, obwohl Markus in diesem Spiel besser zurecht kam und ihm auch mehr Punkte gelangen, möglicherweise auch deshalb, weil Jürgen nicht unbedingt kurz und schmerzlos das Spiel beenden wollte. Es ergaben sich zwischendrin doch ein paar gute Ballwechsel, was aber nichts daran änderte, dass Markus auch hier unterlegen war.

Damit ist das Fazit für die 3. Mannschaft genau das Gegenteil dessen der 2. Mannschaft: 2 Spiele, kein Spiel gewonnen und auch kein Satzgewinn, was aber absolut nicht schlimm ist, weil es einfach nur Freude macht, dass die Mischung von Erfahrenen und Unerfahrenen, Männlein und Weiblein, Jugendlichen und Oldies in dieser 3. Mannschaft stimmt und jeder auf seine Weise in der Liga Spielerfahrung sammelt. Dies ist unter hervorragender Leitung von Markus und Elisabeth gut und richtig und alle werden auch von negativen Erfahrungen profitieren.

Verfasser: Kurt Rauch, 30.10.2017