Bericht über den 6. Spieltag der Saison 2017-2018 am 13.1.2018

Endlich ist er da: der 1. Heimspieltag für unser Regionalliga-Team in unserer schönen Anlage RELAX in Saarlouis. Dies hat lange gedauert, sind denn schon 5 Spieltage und das Jahr 2017 vorüber, bevor die Verantwortlichen des Verbandes für uns als Neuling einen Spieltag ohne Reise angesetzt haben. Absolut kein Vorwurf, denn Vorteil ist natürlich, dass es nicht nur bei dem einen Heimspieltag in der Rückrunde bleibt, sondern im Frühjahr 2018 unser Team mehrfach in heimischen Gefilden zu sehen sein wird.

So kam es dazu, dass wir als Gäste unsere Freunde aus St. Wendel und den ehemaligen Bundesligisten aus Koblenz des SC Schängel als Gäste begrüßen durften und darüber hinaus auch unseren Spitzenspieler Nathan Sneyd, der nach seinem Aufenthalt in seiner Heimat Neuseeland wieder in mitteleuropäischen Arealen zu finden ist und für diesen Spieltag zu Hause auch zugesagt hat. Und deswegen kam es auch zu regem Zuschauerinteresse für die Spiele unseres Regionalliga-Teams.

Im 1. Spiel gegen die Koblenzer (O-Ton: Kowwelänzer – so wie in aus der Bundeswehrzeit kurz nach dem ersten Weltkrieg weiß) hatte Rudi ein sehr knappes Spiel gegen Andreas Verhagen. Bei all seiner guten Technik spielte er etwas unruhig und zappelig und so kam es, dass in den 4 Sätzen 3 in die Verlängerung gingen und gegen Ende der Sätze Andreas mehr Fortune und mehr Ruhe hatte, diese für sich zu entscheiden. Die Differenz waren nur 5 Punkte, allerdings siegte Koblenz mit 3:1 und bei etwas mehr Glück hätte das Ergebnis genauso gut andersrum ausgehen können. Marius zeigte eine kämpferisch eindrucksvolle Leistung gegen Andreas Michel, den Routinier aus Koblenz. Andreas gewann den 1. Satz und sah auch wie der Gewinner des 2. aus, bis Marius konzentrierter spielte und diesen sowie die beiden nächsten für sich entscheiden konnte, wobei ähnlich wie bei Rudi auch bei Marius etwas Unruhe im Spiel zu erkennen war und er eher auf den Druck in den Schlägen als auf Genauigkeit setzte, was gefährlich ist. Er fand allerdings seine Form gegen Ende des Spiels und siegte durchaus verdient mit 3:1. Auf Position 2 war der Koblenzer Jens Weigel technisch und spieltaktisch der überlegene Spieler, weshalb für uns bei 1:3 dort nichts zu holen war. Und Nathan auf Position 1 hatte frisurentechnisch mit Angel Fernandez einen ebenbürtigen Gegner, spielerisch war er jedoch deutlich überlegen und konnte bei durchaus erkennbarer Luft nach oben das Spiel ganz souverän mit 3:0 für sich entscheiden. Es ist faszinierend zuzuschauen, wie Nathan ohne großen Druck in den Schlägen auskommt und einfach durch Genauigkeit und gutem Auge die Spiele beherrscht. Ein hervorragendes Anschauungsmaterial für unsere jungen Spieler, die mit Begeisterung bei ihm trainieren. Damit war ein gewonnenes Unentschieden Ausbeute des 1. Spiels.

Gegen unsere Freunde aus St. Wendel setzte Rudi die Spannung nahtlos fort, indem er auch in den 1. beiden Sätzen gegen Frank  Barczynski in die Verlängerung musste, wobei schiedlich-friedlich beide je einen Satz mit 14:12 gewinnen konnten. Anschließend wurde es deutlicher, zunächst jedoch im 3. Satz für Frank, der die Unruhe im Spiel von Rudi auszunutzen wusste, dann allerdings setzte sich die Technik von Rudi durch, der auch mehr Sicherheit und mehr Ruhe in sein Spiel bekam und die letzten beiden Sätze relativ deutlich für sich entscheiden konnte. Damit war auch gegen St. Wendel der 1. Punkt verbucht. Marius hatte gegen unseren Verbands-Capo Rüdiger Göddel, einen ungemein sympathischen Vertreter der Spezies der Nordsaarländer, lediglich im 2. Satz Probleme. In den anderen waren erneut sein kämpferischer Einsatz und seine Kondition entscheidend, dass Rüdiger zwar nicht enttäuschte, in den entscheidenden Phasen allerdings den Kürzeren zog. Kompliment an Marius, wie er trotz der einen oder anderen Ungenauigkeit im Spiel Negativerlebnisse ausblendet und recht fokussiert sein Ding zu Ende spielt. 3:1 war das Ergebnis. Auf Position 2 war allerdings James Coughlan der dominierende Spieler, der nach einem wackligen 1. Satz die Folgesätze deutlich und verdient gewinnen konnte. Und im Spiel der Spitzenspieler sah es zu Beginn relativ kurz nach einer Überraschung aus, als unser alter Freund und ehemaliger Mitspieler Roland Laures in der Tat gegen Nathan einen Satz in der Verlängerung gewinnen konnte, bis allerdings Nathan die Zügel etwas anzog und in den Folgesätzen deutlich die Oberhand behielt gegen einen nicht enttäuschenden und technisch ebenfalls sehr starken Roland. Das Ergebnis war 3:1 und insgesamt war die Ausbeute von 5 Punkten an diesem Spieltag hervorragend. Der Anschluss ans Mittelfeld ist damit geschafft.

In der Verbandsliga stand für unsere 2. Mannschaft eine Reise nach Frankenthal auf dem Plan und Gegner waren Rhein-Neckar III und Heidenkopf-Saarbrücken III. Sieht man auf die Mannschaftsbezeichnungen, hätte unser Team eigentlich deutlich gewinnen müssen, denn 2. Mannschaft gegen zwei 3. Mannschaften sieht schon auf den ersten Blick nach Erfolg aus. Dass es sich anders entwickelte, war aber nicht ganz unerwartet. Im Einzelnen: Stephan spielte gegen die Saarbrücker gegen Gabriele Schrag und hatte in den ersten Sätzen doch deutliche Probleme gegen die Dame mit dem guten Händchen. Den 2. verlor er in der Verlängerung, ehe sich die Körperlichkeit und Robustheit von Stephan durchsetzte, der mit Tempospiel in den folgenden Sätzen keine Schwierigkeiten hatte und mit 3:1 gewann. Auch André zeigte gegen Christoph Scherer sein bekanntes temporeiches und schnelles Spiel und dies reichte, um in 3 Sätzen überhaupt nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Arturs Gegner war der routinierte Oldie Peter Ries, der aber mit Arturs exaktem und genauem Spiel überhaupt nicht zurechtkam. Dass Artur überhaupt keine Probleme mit Peter hatte, war so nicht vorauszusehen, die 15 Punkte, die Peter lediglich erreichte, sind aber eher Kompliment für ein fast fehlerfreies Spiel von Artur als eine Kritik an Peter. Und im alten und Murmeltier ähnlich jährlich wiederkehrenden Duell Marc gegen Thomas Schmitt scheint sich die Waage doch langsam in Richtung Marc zu neigen, denn erneut gewann Marc ebenfalls in einem konzentrierten Spiel in 3 Sätzen, ohne dass es einer einzigen Verlängerung bedurfte, auch wenn das Spiel recht offen war, Marc aber am Ende immer die besseren Antworten wusste. Dieses deutliche 4:0 war sehr überzeugend und auch in der Art des Zustandekommens positiv.

Dass das 2. Spiel schwerer wurde, war klar. Stephan hatte Cornel Götz zum Gegner und der routinierte Südpfälzer beherrschte dank Erfahrung und besserer Technik die Partie. Ähnliches ist über das Spiel Marco Brettel gegen André zu berichten. Dort fand André nicht zu seiner Form, musste die ersten beiden Sätze deutlich abgeben und der 3. knappe Satz ging ebenfalls verloren. Marco war der konstantere Spieler und gewann daher ebenso deutlich wie zu Recht. Sieger der nächsten Partie war Artur, der gegen den erfahrenen Rainer Tscheschel eine beeindruckende Partie zeigte, nur im 3. Satz in der Verlängerung den Kürzeren zog, die anderen 3 zwar knapp, aber nicht unverdient für sich entscheiden konnte. Die Differenz der Punkte war lediglich 7, Artur gewann aber mit überzeugender Leistung in 4 Sätzen. Auf Position 1 hatte Marc gegen Max Steinebach erst gegen Ende des Spiels eine stabile Form gefunden, zuvor machte er zu viele Fehler, um Max in Verlegenheit zu bringen. Auch dieses Spiel ging daher zu unseren Ungunsten aus, weshalb ein 1:3 zu verbuchen war, dies allerdings gegen den Tabellenzweiten, was somit durchaus zu verkraften ist. Die 2. Mannschaft liegt weiter auf Position 5 und hat den Anschluss an den 3. Platz noch nicht verloren.

Es gilt es für die 3. Mannschaft aus Zweibrücken zu berichten. Auch hier gab es ein Duell Saarlouis gegen Rhein-Neckar, wobei die Nummern anschließend andere waren, denn es geht um Saarlouis III gegen Rhein-Neckar IV. Unsere junge und talentierte Lea hatte ein Duell unter Mädels mit der deutlich routinierteren Svenja Zink. Und Lea hielt recht gut mit, auch wenn sie letztlich noch keine Chance hatte und die Routine und technische Versiertheit von Svenja den Ausschlag gaben in 3 glatten Sätzen. Elisabeth auf Position 3 musste gegen einen Burschen antreten namens Paul Schmid und unsere trainingsfleißige und sich sehr gut technisch entwickelnde Elisabeth musste anerkennen, dass ein Duell gegen Männer ein anderes Tempo hat und dies wusste Paul zu nutzen – ebenfalls in 3 klaren Sätzen, ohne dass Elisabeth enttäuschte. Eigentlich ist die Kommentierung der Spiele sehr ähnlich, denn auch bei Markus auf Position 2 und seinem Gegner Mohammad Ahmapo wurde es in 3 Sätzen recht deutlich für den Spieler aus Frankenthal. Markus hatte im 1. Satz gute Szenen, den er vielleicht offen hätte gestalten können, in den anderen war er aber ohne Chance. Und Routinier Thorsten Janz war gegen Christian Brachmann ebenfalls der technisch bessere Spieler, der auf die spielerischen Fragen von Christian fast immer eine noch bessere spielerische Antwort hatte und ebenfalls die Partie beherrschte. Gegen die in sehr starker Besetzung angetretenen Spieler aus dem Zweiflüssegebiet reichte es daher noch nicht einmal für einen Satzgewinn, aber dafür, dass man gute Erfahrungen sammeln konnte.

Letzter Bericht ist derjenige der 3. Mannschaft gegen das Heimteam von Zweibrücken II. Hier hatte Lea im 1. Satz gegen Paul Drechsel eine Sternstunde, weil sie kurz davor war, diesen zu gewinnen. 8 Punkte gegen den starken Paul sind eine hervorragende Ausbeute, die allerdings Paul dazu veranlasste, die nächsten beiden Sätze konzentrierter anzugehen, was für Lea dann doch eine Nr. zu groß war. Dennoch Kompliment, liebe Lea, zu dieser sehr guten Leistung. Ein weiteres Duell von Mädels absolvierte Elisabeth gegen Tatjana Bauer und hier konnte Elisabeth zeigen, was sie derzeit drauf hat. Sie beherrschte das Spiel durch druckvolle Schläge und Tempo, spielte konzentriert und ließ ihrer tapferen Gegnerin lediglich 10 Punkte. Dies führte dann zum Ehrenpunkt. in diesem Spiel durch die Chefin der 3. Mannschaft. Jan Liedtke gegen Markus hieß die Partie auf Position 2 und auch hier zeigte Markus im 1. Satz, dass er absolut mithalten kann, da er diesen nur mit einigen Unkonzentriertheiten abgeben musste. Die nächsten beiden verliefen deutlicher für Jan, der dann das Spiel doch beherrschte. Und unser Freund und Dauersquasher Heiko Doll brachte im Spiel mit Christian das Kunststück fertig, alle 3 Sätze mit demselben Ergebnis und dies erfolgreich für ihn zu beenden. Die Sätze verliefen auch ähnlich und Heiko war anzumerken, dass er schon Tausende von Ligaspielen absolviert hatte, die ihm das Auge gaben, was gegen Christian zu machen ist. Dass Christian jeweils 5 Punkte erreichte, heißt nicht, dass er mangelhaft spielte. An diesem Tag war allerdings Heiko eine Nr. zu groß für ihn. Damit brachte die 3. Mannschaft nix mit aus Zweibrücken und musste wieder ans Ende der Tabelle, dies aber hoffentlich nur bis zum nächsten Spieltags, der schon bald kommen wird.