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Bericht über den 1. Spieltag der Rückrunde der Saison 2015/2016 am 9.1.2016

Zunächst ein Prosit Neujahr allen unseren Vereinsmitgliedern, Freunden, Helfern, Sponsoren und Besuchern unserer Seiten. Lasst es gut angehen und bleibt gesund und unserem Sport treu erhalten!

Der Restalkohol von Silvester war noch nicht verflogen, als schon der 1. Spieltag der Rückrunde anstand, so früh wie seit Menschengedenken im Jahr nicht mehr. Also machte sich unser Oberligateam auf dem Weg nach St. Wendel, um dort die Rackets mit den Freunden aus dem Nordsaarland und unseren anderen Freunden aus Saarbrücken, den geschlagenen 11 (Stroke 11), zu kreuzen. Durch eine Ummeldung für die Rückrunde, die schon deshalb erforderlich war, weil sich die Verpflichtung des Luxemburgers Marc Thrill in mehr der weniger heiße Luft aufgelöst hatte, war die Reihenfolge der Rangliste geändert worden. So kam es dazu, dass Tom gegen Saarbrücken als Nr. 4 auf Jens Enge traf. Es entwickelte sich zwar ein recht ausgeglichenes Spiel, aber Tom war wiederum derjenige, der durch Unkonzentriertheiten und leichten Fehler seinen Gegner aufbaute. Die Sätze 2 und 3 waren knapp, im 1. Satz kam Tom aber gar nicht zu seinem Spiel, so dass ein verdienter Sieg für Jens, der schlichtweg weniger Fehler machen, das Ergebnis war. Oliver, unser Dauerrenner und Dauerbrenner auf Position 3, spielte gegen den Franzosen Eric Casas und dies wiederum mit dem nötigen Biss und der erforderlichen Konzentration. Oliver legte los wie die Feuerwehr, ließ seinem Gegner im 1. Satz gerade mal 2 Punkte, um dann sogar etwas das Tempo herauszunehmen, ohne in Gefahr zu geraten, das Spiel zu verlieren. Lediglich im 4. Satz musste er in die Verlängerung, konnte diese aber absolut verdient für sich entscheiden, so dass bei 1:1 alles gerade wieder von vorne anfing. Auf Position 2 spielt jetzt Marius und was er gegen den technisch starken und sehr routinierten Marco Groh an diesem Samstag anbot, war wohl sein bislang bestes Spiel. Marco spielt sicherlich nicht schlecht, aber Marius hatte auf alles eine bessere Antwort. Fokussiert und vollkommen im Tunnel machte er Druck, Tempo, lief wie um sein Leben und hielt seinen technischen ungemein starken Gegner in allen Sätzen auf Distanz. War der 1. Satz noch knapp und musste in die Verlängerung, dominierte Marius die nächsten beiden Sätze und schaffte ein sensationelles 3:0 gegen die Nr. 2 der Saarbrücker. Erneut Riesenkompliment, Marius, Du bist auf einem Superweg und ein absoluter Leistungsträger des Vereins und eigentlich unverzichtbar. Ein Sensationssieg gegen die Saarbrücker, Nr. 3 in der Tabelle, lag nun nahe, zumindest ein positives Unentschieden war am Horizont. Alles lag jetzt an Marc, der aber auf einen Michael Steigleiter traf, der schon eine Granate ist. Marc musste mit einer Fußverletzung lange aussetzen. Hier hätte es einer Sensation bedurft, um einen Sieg einzufahren. Es entwickelte sich ein Spiel, welches in den Sätzen immer spannend war, in den entscheidenden Momenten hatte aber Michael aufgrund seiner besseren Form immer eine Antwort auf Marc parat, der kämpfte und dran blieb, aber spielerisch merkte man ihm doch den Trainingsrückstand an. Immerhin schaffte er es, in allen 3 Sätzen 7 Punkte zu erringen, ohne aber Michael letztlich in Verlegenheit bringen zu können. Nachdem nun alle Spiele beendet waren, musste der Rechenschieber heran. Und dies dürfte ein Novum in der Geschichte unseres gemeinsamen Squashverbandes sein, denn wir hatten absolute Gleichheit nicht nur in den einzelnen Matches, sondern auch in den Sätzen und vor allem in den einzelnen erzielten Spielpunkten. Und so war es dann wie beim Roulette oder beim Glücksspiel: die Eintragung ins Ligasystem musste ergeben, für wen 2 Punkte gutgeschrieben wurden und für wen einer. Und diese Eingabe ergab, dass die Saarbrücker den Sonderpunkt erhielten und ein Blick in die Spielordnung, genauer § 27, ergab auch die Lösung: in diesem Fall zählt das Spiel der Nr. 1 und dort waren es die Saarbrücker, die in Form von Michael gewannen. Schade, ein einziger Punkt mehr in einem einzigen Spiel hätte unsere Punkte verdoppelt, so waren es die Saarbrücker, die von dieser letztlich nicht zu beanstanden Regelung in der Spielordnung profitierten. Dennoch ein hervorragendes Spiel unseres Teams.

Das Spiel gegen die Gastgeber verlief dann doch leider etwas anders. Hier spielte Tom auf Nr. 4 gegen den Road-Runner Ralf Dudenhoeffer, ein Defensivspezialist von höchstem Format, der durch seine Kondition und seinen Kampfgeist Tom auf Distanz halten konnte.

Tom kam nie in das Spiel und Ralf gewann in 3 Sätzen recht deutlich. Unser Punktegarant Oliver auf Position 3 hatte wiederum – wie häufig in der Vorrunde – ein ganz enges Match gegen den „alt“(im übertragenen Sinne)-bekannten Rüdiger Göddel, der Oliver alles abverlangte. Die Sätze gingen schön abwechselnd an jeden von beiden und der 5. musste letztlich entscheiden und da hatte Oliver mit mehr Kraft, Kondition und größerem Siegeswillen keinerlei Probleme mehr, um diesen mit 11:3 nachhause zu fahren. Marius konnte leider nicht an die starke Form im 1. Spiel anknüpfen, sein Gegner Frank Barczynski profitierte von einigen leichten Fehlern von Marius und auch einigen Unkonzentriertheiten, so dass Marius in 3 Sätzen verlor. Und unser alter Freund und ehemaliger Mannschaftskamerad Roland Laures machte im Spiel mit Marc letztlich keine Gefangenen. Roland, ausgestattet mit blitzsauberer Technik, guter Spielübersicht und einer Unmenge Erfahrung hatte nicht die geringsten Schwierigkeiten, mit punktgenauen Schlägen Marc auf Distanz zu halten, der alles probierte, aber dem man wiederum den Trainingsrückstand deutlich anmerkte. Das 1:3 führte nicht zu etwas Zählbarem, dennoch war der eine Punkt gegen Saarbrücken letztlich unerwartet (obwohl Hadern wegen des Versäumens des zweiten Punktgewinns erlaubt sei!), so dass man auf dem letzten Tabellenplatz bleibt, aber seinen Punktestand insgesamt verdoppeln konnte.

Die 2. Mannschaft in der Verbandsliga Südwest hatte leider und mal wieder nur 3 Spieler zur Verfügung, war dennoch mit André, Rudolf und Frank sehr stark besetzt. Die anderen fielen wegen Verletzungen und krankheitsbedingt aus, so dass diese 3 in Skatspielstärke nach Zweibrücken fuhren. Dort war zunächst der Gegner St. Wendel 2, die mit 4 Spielern antreten konnten und deshalb schon auf Position 4 kampflos einen Punkt einsackten. André spielte dann gegen Tino Nagel und hatte diesen ganz gut im Griff, wenn man mal den 2. Satz ausnimmt, den André in der Verlängerung verlor. In den übrigen knappen Sätzen hatte er aber doch die besseren Antworten, so dass der 1. Punkt von unserem Kämpfer und Renner gesichert werden konnte. Sehr viel Pech hatte wieder mal Rudi auf Position 2 gegen Claus Welsch. Nach ausgeglichenem Spiel und 1:1-Sätzen verlor Rudi im 3. Satz etwas den Faden, den er im 4. wieder fand, in diesem aber gegen den konstanten Claus sehr knapp mit 9:11 verlor. Es war ein absolut ausgeglichenes Spiel und hier gab die Ruhe des Alters letztlich den Ausschlag. Frank auf Position 1 hatte gegen die starke Claudia Hennes eigentlich alles beherrscht, wenn man mal den 2. Satz absieht, den Frank in einer ellenlangen Verlängerung mit 14:16 verlor. Dann setzte sich wieder sein kraftvolles und druckvolles Spiel durch und da gibt es sicherlich einen Gender-Vorteil des Mannes gegenüber den Mädels im Squash. Frank gewann mit 3:1 und so konnte man ein Unentschieden, aber ein schlechtes wegen des glatten 0:3-Spiels kampflos auf Position 4, verbuchen.

Das 2. Spiel fand gegen den SC Zweibrücken statt, also gegen die Gastgeber. Auch hier mussten wir das Spiel der Position 4 abgeben und dies ohne Schweiß, während auf Position 3 André gegen Chris Ulrich deutliche körperliche Vorteile mit seiner Schnelligkeit hatte. André gewann relativ unproblematisch in 3 Sätzen, wobei er vor allem im 2. Satz kurzen Prozess machte. Dann kam es aber knüppeldick, denn Rudi und Frank mussten gegen 2 der stärksten Spieler der Verbandsliga antreten, die Oberliga erfahrenen Jörg Emser und Martin Stahl. Bemerkenswert ist, dass Rudi gegen Jörg Emser ein hervorragendes Spiel ablieferte und in allen Sätzen „dran“ war. Dass es dennoch nicht reichte, lag daran, dass Jörg einfach zu viel Routine und Spielerfahrung hat und dazu die Ruhe, unseren Jungspund auf Distanz zu halten. Bei Frank lief es sogar noch etwas besser, denn Frank hatte gegen das Lauf- und Kampfwunder Martin wenigstens den 3. Satz gewinnen können, während er doch in den anderen chancenlos war. Hier darf man aber nicht außer Acht lassen, dass Zweibrücken der Tabellenführer ist und mit Jörg und Martin über die Nr. 1 und Nr. 10 der Liga Rangliste verfügt. Also alles noch im grünen Bereich, auch wenn mit einem weiteren Spieler auf Position 4 vielleicht ein Punkt drin gewesen wäre.

Nicht verzagen, am kommenden Wochenende geht es wieder weiter und dies mit einem Heimspiel unserer 1. Mannschaft, die wild entschlossen ist, endlich den 1. Sieg in der Oberliga einzufahren.

Verfasser:  Kurt Rauch / 16. Januar 2016