Recht früh in diesem Jahr begann die Rückrunde in unseren Ligen in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Schon Mitte Januar kreuzten sich die Wege der Spielerinnen und Spieler in unserer Ecke im Land. Hierbei gab es die Besonderheit in der Oberliga und in der Verbandsliga, in denen unsere beiden Teams antreten, dass just an diesem Spieltag rein saarländische Paarungen stattfanden. Leider war es so, dass in der Verbandsliga die einzige Mannschaft aus Rheinalnd-Pfalz, Mainz IV, wegen Personalnot nicht antreten konnte und dies rechtzeitig mitteilte. Folge hiervon war, dass unsere 2. Mannschaft in Güdingen nur ein Spiel gegen die Strokies aus Saarbrücken, Mannschaft 2, absolvieren musste.




Doch zurück in die Oberliga: Hier hatten wir Heimrecht gegen die „Traditionsmannschaften“ aus St. Wendel und Homburg. Mit diesen beiden Teams verbindet uns eine innige Freundschaft und es ist immer wieder schön, in der Nostalgie zu wühlen und von alten Zeiten zu schwärmen. Sei es die Holzmann-Familie aus Homburg mit den beiden seit Jahren erfolgreichen Mitstreitern Marc und Christoph, seien es die Ex-Saarlouiser aus St. Wendel mit Oliver, der in diesem Jahr von den Nord-Saarländern abgeworben wurde und nunmehr unser Gegner ist (mit Rückkaufpflicht unsererseits in der Folgesaison!!!!!) , oder Roland, der auch geraume Zeit für uns auflief und ein ungemein guter Squasher, lieber Mensch und toller Kamerad ist. Es ist immer wieder schön, euch noch fit, kämpfend und überhaupt zu sehen.
Jetzt wird es Zeit für das Sportliche: das erste Match in den Heimspielen ging gegen St. Wendel. Marc (Gladel) hatte es mit Christian Ley zu tun, der ihm schon einiges abverlangte. Er musste schon an seine Grenzen gehen, um die Sätze unbeschadet für sich verbuchen zu können, schaffte dies aber in eindrucksvoller Manier. Christian enttäuschte nicht, hatte aber letztlich allenfalls dem 3. Satz eine reelle Chance zu punkten. Letztlich siegte Marc aber ungefährdet mit 3:0. André machte es gegen Michael Bauer ähnlich, hatte aber in den einzelnen Sätzen doch noch mehr zu kämpfen als Marc zuvor. Hier waren die Sätze knapp, André konnte sich aber durch ein konzentriertes Spiel am Ende der Sätze mit 11:8,11:8 und 11:9 gegen einen sehr starken Gegner durchsetzen, der Pech hatte und den am Ende die Kräfte verließen. Das vereinsinterne Duell zwischen Philip und Oliver auf Position 2 war ebenfalls sehr knapp, wobei Oliver besonders konzentriert wirkte und Philip gerade gegen Ende der Sätze überrumpelte. Philip spielte gut mit, Oliver hatte aber meist bessere Antwort und konnte in 3 Sätzen knapp gewinnen, wobei nur 9 Punkte Differenz den Unterschied machen. Phil machte den einen oder anderen Flüchtigkeitsfehler zu viel. Glückwunsch Olli und dieses Mal sogar ohne 5 Sätze. So lag es an Enas auf Position 1 gegen erwähnten Roland Laures, der sich in einer sehr guten Form befindet, noch einen Sieg einzufahren. Schon zu Beginn zeigte sich, dass Roland eine gute Taktik gewählt hatte. Er spielte geduldig, bereitete seine Angriffbälle gut vor und brachte damit Enas, gegen die er in der Hinrunde noch verloren hatte, in Verlegenheit. Seine Grundschläge waren exakt wie ein Uhrwerk und Enas meist in der Defensive, sodass Roland nur im 2. Satz den Kürzeren zog, sonst aber mit einem bärenstarken Spiel unsere Spitzenspielerin aus Luxemburg, die nicht ganz ihre Topfprm fand, auf Distanz halten konnte. Glückwunsch an Roland für diese meisterhafte Leistung und schade für Enas, die mit sich haderte. Damit gab es den ersten Punktverlust für uns in der Oberliga, dieses aber mit einem gewonnenen Unentschieden, denn wir konnten einen Satz mehr auf der Habenseite verbuchen als der Gegner.
Das anschließende Spiel gegen Homburg sah zunächst einen guten Fight zwischen Marc und Udo. Die ersten Sätze waren noch ausgeglichen, im letzten Satz überrannte dann Marc mit seiner Power und seinem Tempo Udo, der abreißen lassen musste. Der klasse 3:0-Sieg von Marc ist überraschend und zeigt, wie formstark unser Ex-Handballer auf Position 4 derzeit spielt. Kompliment für diese Leistung. André spielte das Match des Tages gegen den starken Christoph Mohr auf Position 3.sage und schreibe 3 der 5 Sätze gingen in die Verlängerung, die anderen beiden lauteten 11:6 jeweils für den einen und dann für den anderen. Der 5. Satz war an Spannung kaum zu überbieten, ging mehrfach in die Overtime und dort hatte Christoph in den entscheidenden Momenten das glücklichere Händchen und gewann diesen mit 14:12. Es war ein Riesenspiel, spannend, hochwertig und sehr fordernd für beide Gladiatoren. Philip hatte auf Position 2 mit Holzmann-Sohn Simon zunächst deutliche Schwierigkeiten, um in sein Spiel zu finden. Der technisch starke Simon siegte im 1. Satz, ehe dann Philipp doch zu seinem Spiel fand, um in den letzten 3 Sätzen recht souverän, wenn auch immer fast auf Augenhöhe, die entscheidenden Bälle zu setzen. Nach starkem Spiel gewann Philip mit 3:1.
Auf Position 1 kam es dann wiederum auf Enas an, die aber nicht mehr gegen Marc Hartz antreten musste, der sich zuvor verletzt hatte; eine ältere Verletzung brach auf. Gute Genesung, Marc. Somit gingen diese Punkte kampflos an uns und wir konnten das Match gegen Homburg damit mit 3:1 und 11:4 Sätzen gewinnen.
Damit liegen wir weiterhin mit 5 Siegen und einem positiven Unentschieden bei 2 Spielen Rückstand an der Tabellenspitze, was eine tolle Leistung ist und was im Laufe der Saison mit dem Aufstieg in die Regionalliga gekrönt werden könnte. Weiter so! Und am Ende dieses Spieltags bestellten sich noch die erschöpften Protagonisten in unserem schönen Center Relax mit Marius als Gastgeber etliche Pizzen, um die verlorenen Kalorien wieder aufzufüllen. Bei freundschaftlichem Plaudern über Squash und andere weniger wichtige Dinge in der Welt ließ man den Abend ausklingen. Danke auch an Marius, dass er das Center länger offenhalten konnte.
In der Verbandsliga gab es, wie ausgeführt, nur ein Match in Güdingen. Es unterstützten uns wieder unsere beiden Luxemburger Vater Evgheni und Sohnemann Matvei auf Positionen 1 und 2, unser Neuling Jörg spielte Position 3 und unsere Lea Position 4. Lea hatte einige Mühe mit Florian Merscher. Sie startete souverän mit ihrer feinen Technik und ihrer Übersicht mit Satz 1, ließ dann etwas nach und überließ Florian in der Verlängerung den 2. Satz, ehe sich dann doch das routiniertere und technisch saubere Spiel von Lea in den Folgesätzen durchsetzte. 3:1 somit für unsere Studentin. Jörg spielte ein spannendes Match gegen Boris Neben auf Position 3. Er beherrschte die ersten beiden Sätze souverän, ließ dann aber etwas nach und Boris konnte Oberwasser bekommen. Jörg fand nicht mehr in sein Spiel, Boris wurde immer stärker und entschied die letzten 3 Sätze relativ deutlich für sich. Somit gab es eine 5-Satz-Niederlage für Jörg gegen einen sehr starken Boris, wobei insgesamt die Punkte nur +3 für den Saarbrücker lauteten. Unser junger Bursche Matvei zeigte wieder seine ganze Klasse in seinen jungen Jahren. Gaetan Cadej hieß sein Gegner und Matvei spielte seine ganze Klasse aus, ließ seinem Gegner insgesamt nur 6 Punkte und siegte souverän in 3 Sätzen. Sein Vater Evgheni macht es auf Position 1 nicht ganz so glatt. Sein Gegner Jens Enge ist auch ein ganz erfahrener und starker Squasher, sodass Evgheni voll konzentriert seine Klasse ausspielen musste. Dies gelang ihm im 2. Satz nicht, in den anderen aber besser und so sorgten die besseren Grundschläge und die genaueren Bälle für einen 3:1-Sieg, zu dem ein kampfloser Sieg gegen Mainz 4 aus oben genannten Gründen hinzukam. Diese 6 Punkte sorgen dafür, dass unsere Mannschaft punktgleich mit dem Tabellenführer Heidenkopf 2 auf den 2. Tabellenplatz der Verbandsliga Saar gerutscht ist und somit ebenfalls wie die erste auf Aufstiegskurs ist. Hierbei ist allerdings zu hoffen, dass wir auch in den kommenden Spielen von einem größeren Pool an Sportkameraden mit Spielerpass aus unserem Verein zurückgreifen können, um nicht in die Verlegenheit zu geraten, mit weniger als 4 Aufrechten antreten zu müssen.
Weiter geht es am 31. Januar mit den Ligaspielen. Euch allen ein tolles und gesundes neues Jahr, bleibt unserem Sport treu, was, wie ihr mitbekommt, äußerst wichtig ist, damit wir nicht aussterben, und macht viel Werbung für diesen tollen Sport, der denjenigen oder diejenige, der oder die sie neu betreiben will, sicherlich begeistern wird.
Verfasser: Kurt Rauch, 19.01.2026





