Bericht über den 4. bzw. 6. Spieltag der Saison 2015/2016 im Südwesten

Obwohl es noch eine Woche vor dem Spieltag der Hinrunde wiederum mau ausgesehen hatte ob des Ziels, beide Mannschaften vollständig antreten zu lassen, hatte sich dann doch durch gutes Heilfleisch und Terminsentspannungen ergeben, dass wir genügend Spieler zusammen bekamen und sogar noch die Möglichkeit hatten, mit Ersatz zu arbeiten. Also insofern gute Vorzeichen für die Rückrunde, dass wir mit 2 Teams die Saison zu Ende spielen können.

Die 1. Mannschaft trat in Worms an, dort naturgemäß gegen das Heimteam Black & White III oder genauer gesagt: den Tabellenvierten, sowie gegen den Tabellendritten aus Bornheim. Auch wenn die Chancen recht gering waren, rechnete man sich doch eine Überraschung aus.

Diese blieb zunächst gegen das Team aus Bornheim aus. Benjamin, unser Mathematicus, hatte Einsatz auf Position 4 und sein Gegner hieß Matthias Malcher. Benjamin zeigte beherztes Squash, kämpfte und rackerte wie immer und brachte seinen Gegner auch das eine oder andere Mal in arge Bedrängnis. Dass dies nicht zu einem Satzgewinn reichte, hat mit den falschen Schlägen im falschen Zeitpunkt zu tun und auch mit etwas Pech, denn die Dreisatz-Niederlage von Benjamin beruhte lediglich auf 8 Punkten Differenz. Also durchaus eine ansehnliche Leistung von Benjamin. Oliver hatte den richtig guten Neuling Ben Benz zum Gegner und der Bursche spielt schon richtig ansehnliches Squash. Oliver musste schon auf Nachlässigkeiten verzichten, die ihm allenfalls im 3. Satz unterliefen, den er aber auch knapp gewann, während die beiden 1. Satzgewinne deutlich waren. Oliver knüpfte jedenfalls sein guten Saisonleistungen nahtlos an. Der 3:0 Sieg musste nun in den nächsten beiden Spielen vergoldet werden. Dass der noch lädierte Marc auf Position 2 gegen den sehr erfahrenen und guten Christoph Müller keine Chance hatte, war von vornherein klar. Chancen hätte er auch kaum gehabt, wenn er gesund und fit und nicht fußkrank gewesen wäre. Christoph siegte daher deutlich und ungefährdet in 3 glatten Söätzen. Marius auf Position 1 spielte gegen den routinierten Claus Brandenburger eine völlig ausgeglichene Partie. Er hielt in allen Sätzen gut mit, verpasste aber in den entscheidenden Phasen, den Sack zuzumachen. Auch Marius spielt in bestechender Form und für seine 18 Jahre ist er nach dem Ausfall von Marc Thrill eine sehr gute Position 1 der Oberliga, wo schon Leute spielen, die richtig gut squashen und die Kugel regelmäßig treffen können. Etwas mehr Erfahrung und unser Marius hätte als Sieger den Court verlassen können. So gewann Claus in 3 knappen Sätzen und die Punktdifferenz insgesamt betrug ebenfalls lediglich 9 Zähler. Damit war es gegen Bornheim nichts mit einem Punktgewinn.

Im Spiel gegen die Heimmannschaft begann es schon deutlich besser. Benjamin knüpfte an die Leistungen zuvor an und sein Gegner Jonas Merz wehrte sich nach Kräften, Benjamin hatte aber in der Endphase der Sätze immer die besseren Antworten, so dass Benjamin unser Team in 3 gewonnenen Sätzen in Führung brachte. Oliver spielte gegen Bernhard Helmling das Match des Tages. Die 1. beiden Sätze gingen jeweils mit 13:11 an jeden der beiden, so dass das Spiel letztlich im 3. Satz neu begann. Auch in diesem Satz ging es in die Verlängerung mit schlechterem Ende für Oliver, was nur an Kleinigkeiten lag. Hingegen konzentrierte sich Oliver in den Durchgängen 4 und 5 derart mit einem Tunnelblick, dass Bernhard doch einsehen musste, dass Oliver den einen Tick stärker war und in 5 äußerst knappen Sätzen das Match verdient gewann. Auch hier ist erwähnenswert, dass die Punktedifferenz insgesamt nur aus 3 Zählern bestand. Die 2:0-Führung sorgte jedenfalls schon dafür, dass man erstmals etwas Zählbares in der Oberliga verbuchen konnte. Dass Marc mit seiner Fußverletzung auf Position 2 gegen den starken Armen Hezsö keine Chance haben würde, war klar, so dass man dieses Spiel abschenken musste, obwohl Marc sich sehr bemühte, sein Handicap aber doch nicht ausgleichen konnte. 3 verlorene Sätze waren logische Folge hiervon. Und Marius gegen den Super-Squasher Jörg Schoor wehrte sich nach Kräften, aber einer der besten Spieler der Oberliga war doch noch eine Nummer zu groß für unseren Nachwuchsmann, der in den Sätzen dennoch mitspielen konnte, aber die 3 verlorenen Sätze musste man dennoch einkalkulieren.

Dennoch ein Super-Ergebnis gegen die starken Wormser mit einem Punkt aus einem verlorenen Unentschieden und der Anfang ist gemacht, um vielleicht doch mit neuer Kraft und mehr Erfahrung in der Rückrunde das Ziel Klassenerhalt angehen zu können.

Die 2. Mannschaft hatte Heimspiel und konnte in recht starker Besetzung antreten. Leider ging es dem Team aus Güdingen II ähnlich wie uns am Spieltag zuvor, dass sie nämlich keine Leute zusammen bekamen und daher nicht antraten. Dies zur Erläuterung dessen, dass kein Missverständnis entsteht, wenn ich schreibe, wir hätten das Match am grünen Tisch gewonnen. Dies könnte darauf hindeuten, dass wir gegen Güdingen statt Squash Billard gespielt haben, was aber nicht der Fall war. Also: 3 Punkte ohne Schweiß, obwohl auch dies zu Billard passen würde. Einziges Spiel unseres Teams war daher das Match gegen St. Wendel II. André hatte auf Position 4 Philipp Göddel zum Gegner und André machte mit seinem Tempo und seiner Schlagkraft keine Gefangenen. Er siegte glatt in 3 Sätzen und konnte es sogar am Ende etwas ruhiger angehen zu lassen, ohne in Gefahr zu geraten, das Spiel zu verlieren. Unser Jüngling Rudi spielte auf Position 3 trotz einer intensiven zahnmedizinischen Behandlung unbeeindruckt gegen den erfahrenen Tino Nagel. Nach gewonnenem 1. Satz mit kaum zu erwartender Deutlichkeit ließ Rudi, der sechzehnjährige Bursche, in der Konzentration im 2. Satz etwas nach, so dass Tino diesen in der Verlängerung gewinnen konnte. Dann aber setzten sich das Kämpferherz von Rudi und seine Konzentrationsfähigkeit durch und die letzten beiden Sätze siegte Rudi deutlich mit 11:8 und 11:5, so dass er sich endlich für sein gutes Spiel und die sensationelle Entwicklung im Squash-Court belohnen konnte. Auf Position 2 hatte Tom gegen Alexander Klein Einsatz und sein Spiel ähnelte dem von Rudi. Beide Spieler gewannen einen Satz, bevor sich das doch sauberere und fehlerfreiere Spiel von Tom, der langsam mehr Ruhe in sein Spiel bekommt, durchsetzte und auch Tom mit 3:1 gewinnen konnte. Damit war der Sieg schon unter Dach und Fach, ehe sich Frank, unser linkshä ndiger Präsident und ungemein engagierter Spiele-Vorbereiter in den Court ging, um sich mit James Coughlan zu messen. Frank spielte zwar gut, musste aber akzeptieren, dass James an diesem Tag eine Nummer zu groß war, obwohl die Sätze 1 und 3 äußerst ausgeglichen waren und in diesen Frank trotz Satzverlust immerhin 9 Punkte erzielen konnte. Zu verschmerzen war diese Niederlage allemal, denn die Ausbeute von 6 Punkten in einem Spieltag hatte eine 2. Mannschaft unseres Clubs schon lange nicht mehr. Lohn dafür ist das Überwintern (oder besser: Übersommern bei den Außentemperaturen) auf dem 8. Tabellenplatz, was bei 12 Mannschaften gar nicht so schlecht ist.

Ich wünsche allen Squasherinnen und Squashern, die unsere Beiträge lesen und die Homepage besuchen, ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr und achtet auf eure Knochen, damit keine Verletzungen passieren, wobei es für die Knochen auch ganz gut ist, wenn die Gewichtszunahme über Weihnachten nicht allzu hoch ist, was der Unterzeichner diese Zeilen bekanntermaßen gut beurteilen kann. Macht’s gut und auf ein Wiedersehen und Wiederschreiben im Jahr 2016, konkret schon am 9.1.2016.

Verfasser: Kurt Rauch / 20.Dezember 2015