Bericht über den 3. Oberliga-Spieltag der Saison 2015/2016 am 28.11.2015

Scheinbar ist es in unserem Verein immer etwas aufreibend, Spieltage zu organisieren. Dieses Mal ging es zunächst darum, den Mainzern Bescheid zu geben, ob eine Vorverlegung möglich sein könnte, dies die Verbandsliga und somit unsere 2. Mannschaft betreffend. Nachdem dies zu Gunsten der Vorverlegung organisiert schien, hagelte es Absagen für die Spiele beider Mannschaften aus organisatorischen und gesundheitlichen Gründen, so dass letztlich mit 2 ganz jungen Spielern die Fahrt nach Mainz der Verbandsliga theoretisch möglich gewesen, praktisch aber nicht umsetzbar war, weil ein Fahrzeug nebst Fahrer nicht zur Verfügung standen. Frank hat sich den Leib aus der Seele telefoniert und gemailt und whats-appt, aber letztlich ging es nicht anders, als schweren Herzens den Spieltag der 2. Mannschaft abzusagen und eine Strafe in Kauf zu nehmen. Dies tut uns allen unheimlich leid, ist aber der Situation geschuldet, dass es mit den gemeldeten 2 Mannschaften bei Unpässlichkeiten mehrerer Spieler relativ knapp ist. Zum andern hatten wir auf unseren Neuzugang Marc Thrill aus Luxemburg gehofft, dessen Einsatz sich aber leider wohl für diese Saison zerschlagen hat, wobei es mir schwer fällt, Euch, liebe Leserinnen und Leser, mitzuteilen, warum dies gescheitert ist. Obwohl beruflich geübt, Argumente aufzunehmen, abzuwägen und in den Kontext der zu Grunde liegenden Tatsachen und Überlegungen zu setzen, kann ich es in diesem Fall leider –noch- nicht, bin aber bemüht, dies sachlich aufzuklären. Unabhängig von dieser Hintergrundarbeit blieb es aber dabei, dass an diesem Spieltag nur das Oberligateam zum Heimspiel antreten konnte, und dies gegen den Tabellennachbarn SC Heidenkopf II sowie des SRC Wiesental II.

Also nun zum Wesentlichen, dem Sportlichen: gegen die Heidenkopfer rechnete man sich die ersten Punkte aus und es ergaben sich in der Tat offene und spannende Spiele. Rudi, unser Jüngling, hatte auf Position 4 Thomas Schmitt zum Gegner, der normalerweise Marcs (Graner) Gegner ist, dieses Mal aber zuschauen musste, weil er immer noch fußkrank aufgrund der Verletzung des 2. Spieltags ist. Rudi zeigte ein beherztes Spiel gegen den Routinier, gewann den 1. Satz und gestaltete die anderen sehr offen. Er verlor nur mit sehr viel Pech nach einer hervorragenden Leistung in 4 Sätzen, wobei er nur im 2. Satz chancenlos war, die anderen aber völlig ausgeglichen mit sehr viel Fortüne auf Seiten von Thomas gestaltete. Auch unser aufgrund seiner Kommunikationsarbeit vor dem Spiel etwas aufgeriebene Präsident Frank hatte den guten Squasher und netten und eher ruhigen Zeitgenossen Rainer Bender mit hoher Spielerfahrung aus höheren Klassen zum Gegner. Frank schlug sich prächtig. Er verlor die 1. beiden Sätze, kämpfte sich dann in 2 hervorragenden Durchgängen auf ein 2:2 heran, um aber im letzten Satz sehr viel Pech mit 8:11 zu verlieren. Schade, denn dies hätte der Schlüssel zu einem Punktgewinn sein können. Oliver fand gegen den Linkshänder Frank Wunn allerdings nicht so in sein Spiel, weil es gewöhnungsbedürftig ist, mit dem Squashfossil die Rackets zu kreuzen. Oli verlor mit 1:3, wobei er den 3. Satz sehr deutlich 11:2 gewann und somit das Punktverhältnis aller Sätze lediglich mit 4 Punkten Vorsprung an den grauen Linkshänder von Heidenkopf gegangen ist. Dass unser 2. Jüngling, Marius, auf der Position 1 gegen den ebenfalls routinierten ehemaligen Royal-Spacer Klaus Maas in souveräner und eindeutiger Manier mit 3:0 gewann, ist seiner unglaublich konzentrierten, druckvollen und starken Spielweise zu verdanken. Die Sätze waren knapp, aber dennoch äußerst verdient für Marius ausgegangen, der eines seiner besten Spiele in seinen jungen Jahren machte. Nichts desto trotz: leider 1:3 verloren, obwohl es im Punktverhältnis nur insgesamt 9 Zähler Unterschied waren.

Gegen die ehemaligen Regionalliga-Spieler von Wiesental II gab es aber nichts zu ernten. Rudi hatte mit einem gut aufgelegten Michael Bauer erhebliche Probleme, fand nicht in sein Spiel und musste eine deutliche 0:3 Niederlage hinnehmen. Auch Frank hatte deutlich mehr Schwierigkeiten als gedacht gegen seinen Vornamens Kollegen Frank Andreas, gegen den er auch in 3 glatten Sätzen unterlag, ohne an die Leistung zuvor gegen Rainer anknüpfen zu können. Oliver machte es gegen Christian Vollger zumindest teilweise spannend, denn die 1. beiden Sätzen verlor er nur sehr knapp. Dennoch hatte Christian in den entscheidenden Momenten die besseren Bälle und auch Oliver gelang ein Satzgewinn. Marius schließlich konnte nahtlos an sein Spiel im 1. Match anknüpfen und stellte Christian Tietz vor erhebliche Probleme. Die 1. beiden Sätze gingen jeweils in die Verlängerung und jeweils an einen von den beiden und den 3. gewann Christian, den 4. wiederum Marius, der im 5. Satz mehrfach die Chance hatte, den Sack zu seinen Gunsten gutzumachen, aber da der Nikolaus erst einige Zeit später kommt, war es mit dem Sack leider nichts. Auch der 5. Satz ging in die Verlängerung und der heilige Ingberter benötigte sehr viel Glück, um diesen mit 13:11 zu gewinnen.

Fazit: Riesen-Kompliment an unsere beiden Jungs, die sich unglaublich gut verkauften, und keine Vorwürfe an Frank und Oliver, denen insbesondere gegen Heidenkopf nur Kleinigkeiten fehlten, um in der Oberliga etwas Zählbares zu erzielen. Am 12.12.2015 geht es weiter und wir hoffen dann am 4. Spieltag einerseits, dass wir wieder 2 Teams zusammen bekommen, und andererseits, dass mal für beide Mannschaften etwas Weihnachtliches, nämlich geschenkt Mitnehmbares herauskommt.

Verfasser: Kurt Rauch / 06.Dezember 2015