Bericht über den 11. Spieltag der Saison 2014/2015 der Verbandsliga Südwest am 14.03.2014

Angesagt war ein Heimspiel der 1. Mannschaft und zwar, wie noch auszuführen sein wird, ein entscheidendes, sowie ein Auswärtsspiel der 2. Mannschaft in Idar-Oberstein, wobei wiederum klar wurde, dass es eigentlich in dieser Saison personell nicht für eine 2. Mannschaft reicht, obwohl genügend Spieler gemeldet sind. Aber auch hierzu später mehr.

Dieses Mal sei das Ergebnis der Heimspiele unserer 1. gegen Illtal II und Zweibrücken I vorweggenommen und zwar sowohl objektiv als auch subjektiv. Objektiv heißt es: es ist vollbracht, und subjektiv: es ist prachtvoll! Die Jungs um Marc brauchten eigentlich nur noch einen Punkt, um sicher die Vizemeisterschaft schon am vorletzten Spieltag einzufahren und dies sollte eigentlich gegen die beiden starken Teams der Gäste möglich sein, obwohl beide den 4. und 5. Platz belegen und durchaus Qualitäten in ihren Reihen haben. Unsere Jungs spielten aber derart stark, dass sogar ein Sieg und ein positives Unentschieden herauskamen und durch den Spielverlust von Germersheim bei Stroke Eleven mittlerweile 14 Punkte Vorsprung auf den 3. Platz bestehen. Viel souveräner kann man eine Vizemeisterschaft nicht erreichen, deshalb auch hierfür herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle vom Chronisten.

Im Einzelnen: die Jungs mussten auf den lädierten Frank verzichten und deshalb hatte Tom wiederum die Gelegenheit, auf Platz 4 zu spielen. Überraschenderweise waren sogar dann 5 Spieler anwesend, denn unser Phantom Rüdiger tauchte ebenso plötzlich und unerwartet wie in Traueranzeigen auf, ohne natürlich bei Mailantwortkarenz zuvor mit Marc Kontakt aufzunehmen. Wie sich herausstellte, war dies ein „Deal“ zwischen den Kumpels Frank und Rüdiger, die wegen angeborener Sorglosigkeit vergaßen, Marc Bescheid zu sagen. Hätte unser Spielführer und engagierter 1. Sportwart dies gewusst, hätte natürlich Tom in Idar-Oberstein spielen können und die Cracks dort hätten nicht nur zu Dritt anreisen müssen. Man sieht: Kommunikation ist nicht immer Stärke unseres Vereins und eigentlich sollte man wenigstens ab und zu mal auf Anfragemails unseres Sportwarts (der sich vor den Spieltagen ein Körperteil dorsal und caudal gelegen gewaltsam öffnet, um nicht aufreißt zu schreiben, um die Spieler einzuteilen) hinsichtlich der Spieltage antworten, was vereinzelte Spieler bedenken sollten.

Das 1. Spiel fand gegen Illtal statt und Tom schlug sich wacker gegen Fabio Pati, gewann sogar den 1. Satz und verlor den 2. sehr unglücklich in der Verlängerung. Auch der 3. und 4. war sehr ausgeglichen, allerdings war Fabio doch der sicherere Spieler und gewann daher in 4 Sätzen verdient. Oliver hatte gegen den Ex-Malstatter Matthias Diehl vor allem im 2. Satz Probleme, den er in der Verlängerung abgeben musste. Die anderen Sätze zeigten aber, dass Oliver mit seinem druckvollen und schnellen Spiel Matthias an diesem Tag doch überlegen war. Besonderer Höhepunkt war auf Position 2 unser Rookie Marius, der gegen den routinierten Rainer Bönnemann, seines Zeichens sympathischer Westfale, was man am Slang noch gut erkennen kann, ein sensationelles Spiel zeigte. Der wirklich nicht schlechte Rainer erreichte lediglich 11 Punkte in 3 Sätzen und Marius war derart überlegen, wie sie man es sich kaum vorstellen konnte. Marc auf Position 1 hatte ebenfalls überraschenderweise recht leichtes Spiel gegen den ehemaligen Regionalliga-Spieler und rühriger Chef der Illinger, Jörg Fassian, der aber an diesem Tag indisponiert war und daher nicht zu seiner Form fand. Marc gewann relativ deutlich in 3 Sätzen und somit waren 3 Punkte und der Aufstieg schon nach dem 1. Spiel sicher.

Im 2. Spiel gegen Zweibrücken wurde es dann doch etwas schwerer. Tom machte ein gutes Spiel gegen den allerdings noch nicht so erfahrenen Marco Weidler, er hatte seinen Gegner eigentlich recht gut im Griff, ließ im 3. Satz allerdings in der Konzentration nach und musste daher diesen in der Verlängerung abgeben. Dennoch machte er keine Gefangenen und siegte deutlich in 4 Sätzen. Ebenso wenige Probleme hatte Oliver gegen Chris Ulrich und Oliver musste noch nicht einmal voll spielen, um in 3 Sätzen die Oberhand zu beahlten. Marius machte mal wieder das spannendste Spiel, ebenfalls gegen den ehemaligen Regionalliga-Spieler Jörg Emser, der die Partie in den 1. beiden Sätzen beherrschte, um dann aber einen Deut nachzulassen, was Marius direkt nutzte, um mit druckvollem Spiel die Fehler seines Gegners auszunutzen. 2:2 hieß es nach 4 Sätzen, im 5. hatte aber Marius dann doch sein Pulver verschossen und Jörg fand seine Konzentration wieder. Er ließ unserem Nachwuchsstar im letzten Satz dann keine Chancen mehr. Marius spielte dennoch gut und konnte mit seinem Match sichtlich zufrieden sein. Marc auf Position 1 hatte im 1. Satz gegen den starken Thorsten Kiehm viele Siegchancen, vergeigte diesen aber mit 13:15, um dann kräftemäßig und konditionsmäßig doch abzubauen und im Zeichen des sicheren Aufstiegs dann auch das Spiel ausklingen zu lassen. 0:3 war zwar eine herbe, aber dennoch völlig unbedeutende Niederlage unserer Nr. 1.

Im Anschluss daran gab es dann standesgemäß Schampus und die 2. Mannschaft schaffte es zeitlich leider nicht mehr ganz auf dem Rückweg von Idar-Oberstein, etwas vom Alkohol abzubekommen. Allerdings soll in einem Sommerfest, einer Vereinsmeisterschaft und einer Saison-Abschlussfeier bei wärmeren Wetter dann eine entsprechende Feier nachgeholt werden. Noch einmal herzlichen Glückwunsch für diesen Aufstieg, den habt Ihr euch wirklich verdient, auch wenn jetzt spielerisch noch einiges dazu kommen muss, um die Oberliga halten zu können.

Die Probleme der 2. Mannschaft wurden bereits angesprochen und Marc hat fast jeden Spieltag einen Riesenaufwand, um genug Leute zusammen zu bekommen. Jedenfalls war es wieder schwierig, zumindest 3 Leute aufzusammeln, was natürlich auch daran liegt, dass krankheitsbedingt einige ausfallen. Es war mal wieder die Familie Fries, die Zuverlässigkeiten in Personen, die den Ball am Rollen hielten und in Form von Vater Harald und Sohn Rudolf 2/3 des Teams ausmachten. In letzter Sekunde sprang dann noch dankenswerterweise Patrick ein, der die Nr. 3 ausfüllte, für einen vierten Spieler oder eine Spielerin reichte es dann erneut nicht mehr. Das 1. Spiel gegen St. Wendel II sah Patrick auf verlorenem Terrain gegen Alexander Klein, der sehr gut spielte und Patrick in 3 Sätzen auf Distanz hielt. Im Spiel der Nr. 2 zwischen dem Engländer James Coughlan und Harald war mit Sicherheit mehr drin. Harald spielte gut, außer im 1., in allen 3 Sätzen mit, gewann den 2. sogar, war aber einen Tick zu sehr unkonzentriert, um das Spiel für sich entscheiden zu können. Rudi hatte es mit der sehr starken Claudia Hennes zu tun und konnte den 2. Satz auch 11:7 gewinnen, die anderen verlor er relativ knapp gegen eine der stärksten saarländischen Squasherinnen. Also insofern durchaus eine gute Leistung von Rudi.

Im Spiel gegen die Gastgeber war Rainer Lichtenberger der Gegner von Patrick und Patrick gewann überraschenderweise gegen den starken Rainer den 3. Satz, musste aber in den anderen Sätzen anerkennen, dass Rainer doch genauer, technisch besser und fehlerfreier spielt. Harald hatte im Seniorenmatch Stefan Messerschmitt zum Gegner und die gut 120 Jahre im Court lieferten sich ein rassisches Match, wobei Stefan dann doch der routiniertere in Form von Spielerfahrung war und in 4 Sätzen gewinnen konnte. Im Spitzenspiel trennte sich Rudi von dem außergewöhnlichen Squasher Robert Yaghoubi mit 1:3 und Highlight war, dass Rudi in der Tat den 1. Satz in der Verlängerung gewinnen konnte und im 3. sehr gut mithielt gegen Robert, die Unkonventionalität in Form eines Squashers, der sehr hoch in der Rangliste steht und mehr Mühe hatte gegen unseren technisch immer stärker werdenden Rudi, als ihm lieb war. Nichtsdestotrotz waren es wiederum 2 Niederlagen, was letztlich egal ist, weil der letzten Tabellenplatz doch nicht mehr verlassen werden konnte und ein Abstieg nicht möglich ist. Dennoch erneut ein Appell insbesondere an ein oder zwei oder drei Gemeldete der 2. Mannschaft, zuverlässig an den Spieltagen zur Verfügung zu stehen. Die Existenz der 2. Mannschaft speziell dann, wenn in der kommenden Saison die 1. in einer anderen Klasse spielt, steht arg auf der Kippe. Wenn die Möglichkeit oder Bereitschaft zu den Spielen der kommenden Saison nicht besser wird, hat es keinen Sinn, erneut mit 2 Mannschaften anzutreten, auch wenn Verstärkungen kommen. Deshalb der mindestens 10. Appell in den letzten 3 Jahren an wenige, sich stärker den Spieltagen verpflichtet zu fühlen. Beim Rest klappt es ja sehr gut.

Auf ein Wiederschreiben und –lesen am kommenden Spieltag, dem letzten der Saison, ergo dem Saisonabschluss!

Verfasser: Kurt Rauch / 07.März 2015