Es ist mal wieder soweit! Die Regeneration des Sommers ist vorbei und ab kommendem Wochenende beginnt wieder der regelmäßige Hallensport in Form des Spielens für die Unermüdlichen des Squashclub Saarlouis. Immerhin haben sich neun Wackere bereit erklärt, für die Verbandsligamannschaft unseres Squashclubs anzutreten. Wechsel gab es nicht viele. Spielerisch und menschlich geschwächt sind wir aber durch den Abgang von Roland, der beruflich einige Zeit in Bremen zu verbringen hat und daher nur noch sporadisch für unsere Freunde aus St. Wendel antreten kann und will. St. Wendel ist der Verein, der in der Nähe seines Wohnorts Bosen liegt.
Neuzugang ist der im Verband allseits bekannte Karl Moster, der sich uns schon am Ende der letzten Saison angeschlossen hat und der zu den besten Seniorenspielern Deutschlands in seiner Altersklasse Ü 60 gehört. Karl wird die weite Anreise aus der Nähe von Landau auf sich nehmen, um uns in den Spielern verstärken zu können. Statistischer Nebeneffekt: zwar erhöht sich der Altersschnitt dadurch, der eine oder andere ist aber froh, nicht mehr der Älteste zu sein oder zu den Ältesten zu gehören!! Ansonsten ist seitens der Spieler erwähnenswert, dass sich Benjamin mit einer eindrucksvollen Leistung zurückgemeldet hat. Unser Lehrer hatte einige Jahre kürzer getreten, ist voll des Ehrgeizes, trainingsfleißig und hat sich technisch, taktisch und körperlich immens verbessert. Mit ihm steht eine hervorragende Alternative für die Startplätze zur Verfügung.
Neuerungen gibt es auch insoweit, als sich der Schwund der einzelnen Vereine auch auf die Ligaeinteilung ausgewirkt hat. Es war nicht mehr möglich, in Rheinland-Pfalz eine eigene Verbandsliga zu gründen und so sah sich der Verband gezwungen, auch in dieser unteren Klasse eine Zusammenlegung zu beschließen. Waren es ursprünglich noch 10 Mannschaften, so sind es, wie bei den kleinen Negerlein, mittlerweile nur noch neun Mannschaften, da auch die Freunde aus Blieskastel es vorgezogen haben, dem Ligabetrieb fernzubleiben. Dies ist schade, lässt sich offenbar das Desinteresse am Squashsport respektive am vereinsmäßigen Betreiben dieses schnellen und schönen Sports nicht weiter aufhalten.
Dennoch gibt es bei uns auch Erfreuliches zu berichten: so sind zwei Jugendspieler sehr trainingsfleißig und werden wohl in der kommenden Saison an dem einen oder anderen Jugendturnier teilnehmen können: es handelt sich um den zehnjährigen Rudolf Fries, Allroundsportler im Bereich Basketball, Fußball und Baseball und sehr ehrgeizig - Vater Harald ist ein Urgestein des Clubs, auch wenn er keine Ligaspiele bestreitet, was die Gegner zur Verzweiflung bringen würde (Schade!), sowie um den dreizehnjährigen Marius Röttgerding, seines Zeichens Sohn vom berühmt-berüchtigten Volker und der Chefin Andrea, der diesen Sport ebenfalls mit dem Fußball teilt und der technisch in der letzten Zeit einen Riesenfortschritt gemacht hat. Die Hoffnung bleibt, dass beide dem Verein aus der Altersfalle helfen und über kurz oder lang am offiziellen Spielbetrieb teilnehmen.
Am kommenden Wochenende geht es los mit den Heimspielen gegen Mainz III und Idar-Oberstein II; beides Teams, die zu den stärksten gezählt werden und gegen die wir zeigen wollen, dass wir durchaus mithalten können. Also: drückt uns die Daumen und allen Squashern viel Spaß in der neuen Saison.
Verfasser: Kurt Rauch / 19.September 2010