Bei
den diesjährigen Vereinsmeisterschaften gab es insoweit eine Revolution,
als erstmals ein Jugendfeld ausgespielt werden konnte, bei dem die Teilnehmer
nicht qua Definition zu Jugendlichen gemacht wurden, wie in früheren
Zeiten, als man Leute unter 40 das Prädikat "Jugendlicher“
aufgedrückt hatte. Dieses Mal waren es wirklich vier Jungens, die mangels
Stimmbruchs eindeutig als Jugendliche zu qualifizieren waren. Leider konnten
unsere Mädels, die bei den Jugendlichen die quantitative Macht haben,
nicht teilnehmen, was mit Sicherheit ein Manko ist, wäre es doch toll
gewesen, wenn auch noch ein eigenes Feld für die Mädels zustande
gekommen wäre. Aber wir wollen nicht so anspruchsvoll sein und uns freuen,
dass überhaupt so viele Jugendliche derzeit im Verein und dort auch sehr
trainingsfleißig sind.
Fangen
wir auch gerade mit unseren Jugendlichen an: Teilnehmer waren die beiden Söhne
von Karl Carlos und Jonas, die gegen unsere Jugendspieler Marius und Rudolf
antreten mussten. Es stellte sich aber doch relativ schnell heraus, dass unsere
beiden eigenen Gewächse mit ihrem Trainingsfleiß und dem schon
langjährigen Training technisch und taktisch etwas stärker waren
und sich letztlich gegen die beiden Gäste aus der Pfalz durchsetzen konnten.
Insbesondere Marius zeigte auch gegen Rudolf ein gutes und technisch ansprechend
aussehendes Spiel mit vielen Raffinessen und Feinheiten, so dass der Ausblick
gewagt werden kann, dass Marius in ein oder zwei Jahren unsere alten Stammkräfte
mit seinem Squash zum Suizid treiben wird. Großes Kompliment damit an
Marius, aber auch an Rudolf, der sich technisch und taktisch deutlich verbessert
hat, und auch große Anerkennung für die beiden Söhne von Karl,
die gut mitgespielt haben und richtig Spaß an der Teilnahme bei uns
hatten. Glückwunsch daher an den ersten Vereinsmeister in der Jugend
in der Geschichte des Squashclubs: Marius
Bei
den Großen hatten sich 8 gemeldet, besser gesagt 9, aber Rüdiger
in seiner unendlichen freigeistigen Leichtigkeit war dann doch nicht anwesend,
sondern weiter entfernt zugange, was leider nicht zu den Organisatoren der
Veranstaltung gedrungen war. Vorteil war ohne Zweifel, dass man mit acht Spielern
und zwei Gruppen einen relativ schönen Modus hinbekommt. In den beiden
Vierer-Gruppen ist insbesondere erwähnenswert, dass Benjamin trotz großen
Trainingsrückstands wieder ungemein spannende und Kampf betonte Spiele
ablieferte und diese denkbar knapp verlor. So hatte er gegen Marc bereits
2:0 geführt und auch unser filigraner Senior Karl musste über die
volle Distanz gehen. Denkbar knapp verlor Benjamin seine Gruppenspiele, in
denen sich ohne Niederlage unser Urgestein und hoffentlich Bald-Rückkehrer
Oliver auf Nr. 1 und Marc auf Nr. 2 durchsetzten. In der anderen, etwas schwächer
besetzten Gruppe traten neben unserem immer noch linkshändigen Präsidenten
Frank der Rudolf-Erzeuger Harald, den man partout nicht überzeugen kann,
sich seinen Spielerpass abzuholen, der talentierte Neuling Sascha und unser
Kämpferherz Markus an. In dieser Gruppe setzte sich Frank relativ locker
durch und auch Harald gelang durch Siege gegen Sascha und Markus die Qualifikation
für das Halbfinale. Sascha gewann dann auch gegen Markus 3:2 und überließ
daher Letzterem die Laterne.
Bei
den Platzierungsspielen setzte sich zunächst Benjamin gegen Markus durch
und unser Lehrer konnte sich über Platz 7 freuen. Im Match um den fünften
Platz konnte Karl, bis dahin typisch mit technischer Extraklasse und schlitzohrigen
Verhaltensweisen auffällig, leider nicht durchspielen, denn eine Achillessehnenverletzung
stoppte ihn und das Konditionswunder Marius ersetzte ihn. Marius hatte nicht
genug vom Sieg in der Jugendgruppe, sondern setzte auch Sascha gewaltig zu,
der in fünf Sätzen aber gewinnen konnte. Die Halbfinals sahen als
Sieger Frank und Oliver mit jeweils 3:0 gegen Marc, der bitterlich beklagte,
dass das Doping namens Bolla (kein Mädel, sondern Silkes legendäres
Gebäck) nicht zur Verfügung stand und daher seine Blutkörperchen
kollabiert sind, und Harald. Jener gewann dann auch in fünf Sätzen
gegen Marc und erreichte Bronze. Im Endspiel durfte Frank jubilieren, der
es fertig brachte, im gesamten Verlauf der Vereinsmeisterschaften keinen einzigen
Satz zu verlieren und dies mit einem Schläger für 16 €. Oliver
spielte ein sehr gutes Turnier, hatte aber dann konditionell und seitens der
Kraft gegen den trainingsfleißigen Frank nichts mehr zuzusetzen und
der frühere regelmäßige Vierte Frank konnte endlich mal Vereinsmeister
werden und hat damit seine Wiederwahl als Präsident des Vereins so gut
wie sicher in der Tasche.
Abends
ging es dann beim Sommerfest in Saarwellingen in der „Laube“ noch
heiß her bei gutem Wetter, Grillspezialitäten draußen und
dem ersten internen Pflegen des Muskelkaters durch entsprechend lockernde
Getränke.
Verfasser: Kurt Rauch / 05.Juni 2011