Entweder war das Wetter zu schön, die Saison zu lang oder der Termin einfach
zu ungünstig. Jedenfalls nahm nur knapp die Hälfte unserer gemeldeten
Spieler an den Vereinsmeisterschaften teil. Von den Spitzenspielern fehlten insbesondere
Marc Thrill, Neuzugang Stephan Oelpke und Thomas sowie Oliver.
Vor Beginn loste Jürgen nach Spielstärke die einzelnen Gruppen zusammen. In der sportlich etwas besser bestückten Fünfergruppe spielte auch unser Freund und Hallenbesitzer Volker mit, der in gnadenlosen Spielen sich selbst und seinen Gegnern gegenüber alles aus sich herausholte, aber dennoch lediglich den 5. Platz in dieser Gruppe belegte.
4. wurde Marc Graner, der vor allem im Spiel gegen den sehr starken Gerhard
kurz vor einer Sensation war, denn er luchste dem Routinier in der Tat einen Satz
ab. Sehr spannend wurde es in dieser Gruppe im letztlich entscheidenden Spiel
um den Einzug ins Halbfinale, in dem Frank auf Gerhard traf. Gerhard machte aber
weniger Fehler und siegte somit in zwei Sätzen gegen Frank, der damit das
Halbfinale als Präsident knapp verpasste. Der schon seit Jahren für
ihn reservierte vierte Platz bei Vereinsmeisterschaften war damit nicht mehr ganz
erreichbar. Die beiden besten der Gruppe, Roland und Gerhard, setzten sich damit
durch und Roland zeigte schon in der Vorrunde seine überragende Form, indem
er Gerhard wirklich keine Chance ließ.
In der anderen Gruppe machte unser neuer Spieler Markus Burg seiner ersten
Erfahrungen im Rahmen einer Vereinsmeisterschaft. Trotz noch vorhandener technischer
und spieltaktischer Schwächen hat er sich gut verbessert und zeigte dies
auch schon in den Gruppenspielen, in denen er den einen anderen Punkt erzielte.
Dennoch reichte es lediglich zum vierten Platz. Das Spiel um den Einzug ins Halbfinale
zwischen Alex und Kurt war sehr spannend, führte doch Alex im ersten Satz
bereits mit 8:5, was aber fast schon ein traumatisches Ergebnis für Alex
zu sein scheint, denn in aller Regelmäßigkeit verliert er diese Sätze,
in denen er schon acht Punkte hat. So auch hier, wobei er zusätzlich beklagen
musste, dass in einem entscheidenden Ballwechsel kurz vor einem Siegpunkt der
Ball in Brüche ging. Im zweiten Satz dominierte dann Kurt und qualifizierte
sich fürs Halbfinale. Das Spiel um Platz 1 zwischen Jürgen und Kurt
war spannender als erwartet, denn der Favorit Jürgen hatte im zweiten Satz
Probleme, den er nicht für sich entscheiden konnte, und auch im dritten Satz
sah es offen aus, ehe sich die exaktere und druckvollere Spielweise von Jürgen
durchsetzte.
In der Platzierungsrunde erreichte Volker gegen Markus einen beachtlichen
achten Platz, Siebter wurde unser stark verbesserter Jungstar Marc Graner. Das
Spiel um Platz 5 gewann Frank gegen Alex in zwei Sätzen, natürlich wieder
nach einem Satz, in dem Alex acht Punkte erreichte und nicht gewann.
Anschließend sah man zwei völlig unterschiedliche Halbfinals. Während
das Spiel zwischen Roland und Kurt völlig eindeutig war und Kurt dem variablen,
druckvollen, fast fehlerfreien und technisch perfekten Spiel von Roland nichts
entgegenzusetzen hatte, entwickelte sich im Spiel der alten Rivalen Jürgen
und Gerhard eine spannende Dramaturgie. Jürgen gewann recht souverän
die ersten beiden Sätze, als er Gerhard deutlich in
Schach hielt. Anschließend
aber legte Gerhard zwei Gänge zusätzlich ein und lief Jürgen, der
manch ungenauen Ball spielte, in Grund und Boden. Im fünften Satz schließlich
zeigte sich die bessere Konditionen von Jürgen, der das Spiel erneut drehte,
und den platten Gerhard doch noch in die Schranken verwies. Folge hiervon war
zum einen, dass Jürgen das Finale gegen Roland erreichte, zum andern, dass
Gerhard, völlig ausgebrannt und an der Wade verhärtet, das Spiel um
Platz drei schenken musste, was Kurt kampflos zur Bronzemedaille verhalf.
Im Finale schließlich zeigte Roland seine fantastische Form an diesem Tag
erneut. Mit spielerischem Glanz, läuferischer Fitness, stoischer Ruhe und perfekten Schlägen ließ er Jürgen nur phasenweise die Möglichkeiten zum Mitspielen und zum Punkten. Ohne größere Probleme siegte er 9:5,9:6,9:5 und wurde damit völlig verdient und souverän Vereinsmeister des Jahres 2006.
Beim anschließenden Sommerfest mit fantastischer Pizza und wohl schmeckenden Spagetti, gerichtet von Andrea und Volker, verbrachte man einige Stunden im Freien vor der Anlage, um eine
erfolgreiche Saison mit dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die Regionalliga gebührend zu feiern.
Verfasser: Kurt Rauch / Mai 2006