Bericht über das Saarland-Rheinland-Pfalz-Ranglistenturnier 9. Ensdorf Open im Relax am 22./23.11.2008

Angesichts des engen Terminplans des Deutschen Squashverbandes blieb uns in diesem Jahr als Termin unserer berühmt/berüchtigten und schon traditionellen Ensdorf Open, die Neunte, ein Wochenende im November, welches einerseits den Vorteil haben sollte, dass wenige Spieler in Urlaub sind, andererseits aber in einer tristen Jahreszeit, exakt gar sonntags auf dem Totensonntag liegt, was aber wiederum leider ziemlich genau auf unsere Stimmungslage passt, denn dieses Turnier war das erste nach Jürgens Tod und dieses Ereignis war an diesen beiden Tagen uns auch immer präsent.

zum Vergrößern anklickenEs passte dann wie die Faust aufs Auge, dass just an diesem Samstagmorgen der Winter einbrach, was seit Menschengedenken nicht mehr in den November fiel. Also hegten wir arge Befürchtungen dahingehend, dass dieses Turnier gar nicht stattfinden kann. Geplant waren die Ligaspieler für samstags und die Hobbyspieler für sonntags. Die Meldeliste hatte für samstags 30 Spieler aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland ausgespuckt und wenn man sich die Liste genauer anschaute, waren Spieler aus weiter Ferne dabei, wie es zumindest für uns der Westerwald, Mainz und die Gegend um Speyer darstellen. Erfreulich war es, dass der Sportwart des Verbandes aus Rheinland-Pfalz Anders Kroscky als erster der zum Vergrößern anklickenSpieler da war und besonders toll war es, dass er sich bereit erklärt hatte, die Turnierleitung zu übernehmen, was doch für uns Verantwortliche des Squashclubs eine deutliche Entlastung darstellte. Anders war professionell ausgestattet, brachte Laptop und Drucker und die passenden Programme mit und gab eine Turnierleitung ab, die nicht nur perfekt und souverän, sondern auch äußerst locker und angenehm war. Hierfür dem sympathischen Studenten aus Germersheim nochmals unserenzum Vergrößern anklicken allerherzlichsten Dank. Sodann liefen die Telefondrähte heiß und der Vorteil des Handyzeitalters zeigte sich deutlich: man wusste ähnlich einer Navigation, wo sich die einzelnen Spieler befinden, und hatte schnell einen Überblick, dass letztlich von den 30 angemeldeten Spielern nur vier nicht kamen. Offizieller Turnierbeginn war 10:00 Uhr und um 12:00 Uhr waren dann alle heil und ohne Blechschäden hereingeschneit (!). Somit konnten wir zwar mit Verspätung, aber mit doch fast vollem Teilnehmerfeld das Turnier beginnen.

Es gab ein A-Feld mit den 14 bestplatziertesten Spielern der Rangliste und ein B-Feld mit 12 Spielern, die im Ranking darunter stehen.zum Vergrößern anklicken Im B-Feld bildete Anders vier Gruppen und für unseren Club sehr erfreulich war, dass sich Oliver, Marc Graner und seine Hoheit Präsident Frank jeweils als Erste der Gruppen durchsetzten. Besonderer Erwähnung bedarf es, dass unser "relativer" Nachwuchsmann Marc, derzeit in einem Formhoch, sich in fünf Sätzen gegen den Routinier und erfahrenen Oberligaspieler Roland Haas durchsetzen konnte. Oliver besiegte den Senior aus Wiesental Walter Jung und den Junior aus Konz Timo Mühlenthaler und Frank setzte sich gegen den immer gut gelaunten zum Vergrößern anklickenlanghaarigen Uwe Wendel aus Beindersheim sowie gegen die einzige Dame des Turniers, Roland Freundin Silke Thurat durch, die anschließend die Damenkonkurrenz ganz souverän für sich entscheiden konnte und sogar ein Spiel gegen einen männlichen Mitbewerber gewann. In der vierten Gruppe war unser Timo als Liganeuling erwartungsgemäß ohne Chance gegen Frank Petry aus St. Wendel und Benjamin Göttlich aus Konz. Aber er konnte Erfahrungen sammeln und dies wird ihn weiter bringen.

zum Vergrößern anklickenDiese Resultate hatten zur Folge, dass im Halbfinale drei Einheimische waren. Im internen Duell spielte Frank gegen Oliver und hatte nach offenem Spiel gegen einen an diesem Tag sehr konzentrierten Oliver keine Chance. Bemerkenswert ist das Ritual dieser beiden, welches im Netz zu publizieren ich mich sehr schwer getan habe, aber das Insiderwissen wird jetzt Outsiderwissen: die beiden Underberg-Fans tranken schon vor dem Spiel eine zum Vergrößern anklickenganze Flasche dieses Kräuterelixiers, welches wohl auf Miraculix zurückzuführen ist und wie Asterix und Obelix bekamen sie ungeahnte Kräfte - wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass eine Flasche Underberg schwerlich in mehr als einem Schluck getrunken werden kann. Oliver konnte dieses Teufelszeug offensichtlich etwas besser verkraften als unser wieder an den Tabak in Zigarilloform gewöhnter Präsident und dies mag ausschlaggebend für den Sieg gewesen sein. Das zweitezum Vergrößern anklicken Halbfinale bestritten der völlig nüchterne, wenn auch nikotinversetzte Marc gegen Frank Petry und hier hatte Marc mal wieder in fünf spannenden Sätzen die Nase vorn, wobei Frank, der aus St. Wendel, im fünften Satz etwas Luftnot bekam. Kampflos ging die Bronzemedaille in dieser Gruppe an unseren Präsidenten und im Finale setzte sich dann doch der euphorische Oliver gegen den kämpfenden Marc in vier Sätzen durch.

zum Vergrößern anklickenIn den vier Gruppen des A-Feldes dominierten die Favoriten, nämlich der auf Nummer 1 gesetzte Anders, der gestresste und mit deutlicher Verspätung wegen Schneeverwehungen angekommene Stefan Alt aus Illingen, der junge Spieler aus Idar-Oberstein und Physiotherapeut Julian Messerschmidt sowie unser rühriger Pressewart des Verbandes mit Bundesligaerfahrung Tobias Baab aus Wiesental. Roland belegte in der Anders-zum Vergrößern anklickenGruppe einen hervorragenden zweiten Platz und in der Endabrechnung Platz 8. Die beiden Halbfinals sahen die Favoriten Anders und Tobias als Sieger und ein spannendes und hochklassiges Endspiel über fünf Sätze bot den zahlreichen Zuschauern, unter anderem auch dem Ensdorfer Bürgermeister Thomas Hartz, der anschließend auch die Siegerehrung vornahm, hervorragenden Squashsport. Anders setzte sich knapp, aber durchauszum Vergrößern anklicken verdient in einem tollen Krimi durch und erhielt aus den Händen des Bürgermeisters Pokal, Preisgeld und Sachpreise. Auch die Zweiten und Dritten des A-Feldes wurden finanziell und sachlich belohnt, ebenso wie die drei Sieger des B-Feldes schöne Sachpreise erhielten. Auch Silke als Gewinnerin des Damenfeldes strahlte über die nützlichen Gegenstände, die sie mit nach Hause nehmen durfte.

zum Vergrößern anklickenZurück zum Liga-A-Feld: dritter wurde Stefan ebenfalls in einem packenden Fünf- Satzspiel gegen Julian und die weiteren Platzierungen waren Maurizio Diaz aus Mainz auf Platz 5, der junge und sehr talentierte Nils Kempf auf Platz 6, Siebter wurde der Germersheimer Fritz Bus und Achter, wie erwähnt, unser Roland.

 

zum Vergrößern anklickenSonntags waren dann die Laien dran, wobei man zur Klarstellung sagen muss, dass zumindest vier dieser Spieler von der Leistung her auch in einer Liga spielen könnten. Diese vier bis fünf sind Stammgäste und machen in aller Regel den Sieg unter sich aus, was dieses Mal nicht anders sein sollte. 11 Leute hatten sich gemeldet und die Witterung war sonntags doch so stabil, dass keiner mit der Ausrede von Schneeverwehungen kommen konnte. Pünktlich um 11:00 Uhr ging es los und in drei Gruppen spielten die Squasher eine weitere obere, eine mittlere und eine untere Platzierungsgruppe aus. Erfreulicherweise waren mit Simon Schmitt, Maurice Rekrut, Benjamin Theobald, Lukas Waßmuth, zum Vergrößern anklickenJohannes Thilmont und Marc Fries auch einige jüngere Burschen dabei, die teilweise über großes Talent verfügen und die Lust am Squashsport bekommen sollten. Erwähnenswert ist beispielhaft Simon Schmitt, der in der kommenden Woche im Racket-Quadrathlon bei den Weltmeisterschaften in Deutschland starten wird und für den in den Disziplinen Tennis, Badminton, Tischtennis und Squash ein Wettkampf zu bestreiten ist. Speziell im Squash wollte er sich den letzten Schliff holen und wir sind mal gespannt, ob dies geklappt hat.

In den Gruppen setzten sich erwartungsgemäß die Profis unter den Amateuren Reimund Seidel, genannt zum Vergrößern anklickenOtto (warum auch immer), Andreas Schmidt und Peter Masion durch. Die Plätze vier bis sechs sollten unser Relax-Chef Volker, Oldie Hannes Maes und besagter Simon ausspielen, während die anderen Genannten auf den unteren Plätzen landeten. Erwähnenswert ist vor allem das Spiel um Platz vier zwischen Volker und Hannes, was sehr an die besten Zeiten von Walter Matthau und Jack Lemmon erinnerte. Die beiden kannten keine Gnade, kämpften bis aufs Messer und Techniker Hannes verlor letztlich im fünften Satz nach mehrmaliger Verlängerung das Spiel gegen unseren technischen noch stark ausbaufähigen, aber kämpferisch vorbildlichen Volker, der sein Minimalziel, den vierten Platz, damit erreichte und zum Vergrößern anklickendessen Körpergröße mittlerweile an diejenige von Dirk Nowitzki heranreicht. Der dritte Platz ging an Peter, der zweite an einen in guter Form befindlichen Andreas und Dauersieger Raimund-Otto wurde auch dieses Mal wieder Gewinner des Pokals und ich wiederhole mich jedes Jahr, aber es ist immer wieder faszinierend: dieser Mensch spielt nur Vorhand, wechselt folglich je nach Seite des Rückschlags die Schlaghand, was staunen lässt und ihn völlig unberechenbar macht. Probiert es mal aus, es wird euch nicht gelingen. Etwas früher als samstags war das Turnier beendet und auch hier wurden vorweihnachtliche Gaben verteilt. Vielleicht bleibt der eine oder andere junge Spieler bei uns im Club hängen, dann wäre auf jeden Fall auch ein eigenes Ziel unseres Vereins bei der Durchführung des Hobbyturniers erreicht.

zum Vergrößern anklickenFür das Startgeld gab es für die Spieler neben einem hellblauen Turnier-T-Shirt ein Gutschein für ein Essen, welches Andrea, Volker, Laura und wohl auch Marius in handwerklich hervorragender Kleinarbeit äußerst geschmackvoll zubereitet haben. Der Rollbraten mit Kartoffelsalat, Möhrensalat und grünem Salat war fantastisch. Daher an dieser Stelle einen herzlichen Dank für die Betreiber des Relax nicht nur für das schmackhafte Essen, sondern auch für den hohen Einsatz an beiden Turniertagen. Dank auch an unsere vielen kleinen Anzeigenschalter auf zum Vergrößern anklickenunserer Homepage, die ein solches Turnier erst möglich machen, und insbesondere Dank an unsere beiden großen Sponsoren, IVECO Becker und Schmidt, in Form vor allem des langjährigen Freundes des Vereins Dietmar Becker, sowie die Commerzbank, die in wahrlich schweren Zeiten für Banken unserer Ranglistenturnier erstmals gesponsert haben, besten Dank hierfür den Herren Schäfer und Dorfmann. Nicht zuletzt gilt auch der Dank den Spendern der Siegerpokale für die Felder des zum Vergrößern anklickenLigaturniers und für den Gewinner des Hobbyfeldes, den Ensdorfer Bürgermeister Thomas Hartz, der Landrätin Monika Bachmann und dem Sportminister Klaus Meiser. Auch diese Institutionen sind immer großzügig, wenn unser Verein Turniere organisiert. Zum Vorschluss Dank an die vielen Helfer des Clubs, angefangen von Frank für das Organisieren von T-Shirts und der Hilfe bei den sonstigen kleinen und großen Dingen um ein Turnier, Oliver für die Unterstützung im sportlichen zum Vergrößern anklickenBereich und die vielen Sachgeschenke des ehemaligen Getränkegroßhandels Schneider, Timo (auch Dank für mindestens 1000 Spiegelreflexfotos), Rüdiger und Marc für die Hilfe an den Turniertagen und insgesamt an alle Spieler, die trotz der widrigen Verhältnisse nach Ensdorf in die schöne Squashanlage kamen und die eine hervorragende Stimmung, spannende Spiele und ein harmonisches Miteinander erzeugten. Eine will ich am Schluss nicht vergessen: die zweite Silke dieses Berichts, bessere Hälfte unseres Präsidenten,zum Vergrößern anklicken die mit unermüdlichem Einsatz und absoluter Zuverlässigkeit unsere wunderschöne Homepage gestaltet, schmückt und betreut und schmackhafte Bollas backt. Fällt nur ein einziges Mosaiksteinchen aus, gibt es Sand im Getriebe, der dieses Mal nur kurz zu Beginn der Spiele durch die Witterungsbedingungen kurz rieselte, aber nichts beschädigte.

(Anm.d.Redaktion: Ein ebenso wichtiges Mosaiksteinchen, ich möchte fast sagen ein riesiger Findling (im übertragenen Sinne versteht sich;-)) ist natürlich der Verfasser dieses Berichtes. Dies sollte an dieser Stelle auf jeden Fall erwähnt sein: ohne die immer wieder unterhaltsamen und informativen Berichte von Kurt wäre die Webseite des Vereins garnichts! Deshalb sei auch ihm hier für sein unermüdliches Engagement rund um die Vereinsarbeit, das Sposoring und die vielen anderen Dinge herzlich gedankt.)

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Zurück zu unserem unvergessenen Freund Jürgen: die 9. Ensdorf Open sollten die Fortsetzung Deiner unermüdlichen und hervorragenden Arbeit werden und ich hoffe, dies ist uns recht ordentlich gelungen. Ich bin sicher, Du hast zugeschaut und warst zufrieden!!

Verfasser: Kurt Rauch / November. 2008

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