Vorab etwas in eigener Sache: der Schreiber dieser Zeilen war
fortbildungsbedingt
über das verlängerte Wochenende in Bayern und ist daher bei der Verfassung
des Berichtes auf die Informationen angewiesen gewesen, die Jürgen und Frank
ihm gegeben haben. Diese waren aber so gut, dass man es wagen kann, sozusagen
im Blindflug über das Großereignis zu berichten, das man lediglich
in der Vorbereitung begleitet hat. Jürgen und Frank haben zudem jede Menge
Bilder gemacht, so dass, selbst wenn mein Text an der einen oder anderen Stelle
„schief“ sein sollte, der optische Eindruck unverfälscht erhalten
bleibt.
Samstags
fanden 27 Liga-Spieler aus den verschiedenstenEcken des Globus den Weg in Andreas
und Volkers schmuckes RELAX in Ensdorf. Es waren ähnlich wie im letzten Jahr
ein paar Freunde aus Luxemburg, genauer ausgedrückt: von der Nationalmannschaft
des Großherzogstums, dabei, die immer wieder den Hauch der Internationalität
verbreiten, weil dort Europa praktisch gelebt wird.
Neben
Engländern fand sich erstmals in der Geschichte des Squashsports mit Halldor
Magnusson gar ein Isländer in unserer Squash-Anlage ein. Dieser brauchte
sich eigentlich gar nicht vorzustellen, denn mit seinem rötlich-nordischen
Aussehen war der sympathische Nordländer sofort zu erkennen.Gäste aus
Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg vervollständigten das ansonsten
von den Saarländern beherrschte Feld.
In den Spielen, die nach dem so
genannten Hannover-System durchgeführt wurden, setzten sich letztlich
die Favoriten mit englischen Wurzeln und aus Luxemburg durch. Im ersten Halbfinale
der Luxemburger gewann der Turnierneuling Vincent Pauli, ein gebürtiger
Holländer, in einem engen und spannenden Spiel gegen Daniel Kaiser. Das
zweite Vorschlussrundenspiel unter den „Engländern“ sah einen
souveränen und technisch hervorragenden jungen Dani Hutchines, der für
Idar-Oberstein in der Regionalliga auf Position 1 spielt und der seinen Landsmann
Niall Woodger in zwei Sätzen deutlich beherrschte.
Im Spiel um Platz 3 besiegte dann Niall Daniel und im Finale über drei
Gewinnsätze kam es zum Duell Dani gegen Vincent. Der siebzehnjährige
Dani hatte im ersten Satz Schwierigkeiten, den er erst in der Verlängerung
gewann. In den folgenden Sätzen jedoch zeigte Dani sein technisches und
taktisches Können und ließ seinem Kollegen aus der Luxemburger
Nationalmannschaft Vincent keine Chance. Versehen mit einem Pokal, einem Geldpreis
und den Gratulationen unseres Präsidenten Frank konnte der junge Nationalspieler
erstmals das Turnier des Squashclub Saarlouis gewinnen.
Was machten die deutschen Teilnehmer?
Erfreulich aus Sicht unseres Vereins
ist der sechste Platz von Stefan Oelpke, der im Spiel gegen unseren Freund und
ständigen Teilnehmer Thorsten Schmees aus Wiesenthal im Spiel um Platz 5
unterlegen war. Damit ist Thorsten bester Deutscher und hat sich dies auch redlich
verdient. Platz 7 ging an den Illinger Andreas Janto, der unseren Roland Laures
auf Platz 8 schickte. Unser Freund aus Island wurde Neunter vor dem Laufwunder
aus Illingen Stefan Alt. Unsere übrigen
Squasher platzierten sich auf Platz
12 (Oliver Müller), 14 (Frank Schulz), 25 (Jürgen Recktenwald, der aber
gesundheitlich angeschlagen war) und Benjamin Brück auf Rang 26.
Nach der Siegerehrung gab es wohlschmeckendes Gulasch, von Andrea und Volker
bestens zubereitet, sowie die für unsere Sportart obligatorischen Nudeln
zum Auffüllen der Kraftreserven, begleitet von Vitaminen in Form von Salat
.
Erwähnt werden muss auch noch, dass es leider Probleme gegeben hat mit unseren
Turnier-T-Shirts. Frank hatte eine besondere Quelle in Rheinland-Pfalz aufgetan,
die bislang auch zuverlässig war, die es aber dieses Mal nicht schaffte,
die Trikots bis zum Wochenende zu liefern. Trotz aller Bemühungen von Frank
war es nicht möglich, an den Stoff rechtzeitig heranzukommen. Schweren
Herzens und mit Entschuldigungen versehen hat sich die
Turnierleitung entschlossen,
einen Abschlag beim Startgeld zu machen und auf die Gabe von stofflichen Andenken
an dieses Ereignis zu verzichten. Schön war, dass die Teilnehmer für
unsere Probleme Verständnis hatten.
Sonntags war dann der Auftritt der Hobby-Squasher. 12 waren angemeldet, 10
sind erschienen. Es ist die Erfahrung der letzten Jahre, dass die Liga-Spieler
in der Regel
zuverlässig,
die Hobbyspieler dagegen manchmal etwas struddelig sind. Dabei waren auch
die üblichen Verdächtigen, die in den Jahren zuvor das Hobbyfeld
beherrschten und über die noch zu reden sein wird. Leider gab es im Gegensatz
zu den Vorjahren nur eine einzige weibliche Spielerin mit Simone Bohn, die
sich wacker geschlagen und nie aufgegeben hat, aber mangels Spielerfahrung
keinen der Favoriten gefährden konnte. Wie unter den
Hobbyspielern des RELAX üblich, brauchte man keinen Schiedsrichter, obwohl
man überdenken sollte, dies künftig zu ändern, damit diese
meist erfahrenen Hobbyspieler sich auch langsam mal mit den Regeln vertraut
machen, die geschaffen wurden, um gefährliche Situationen zu verhindern.
Zwar lösen die Hobby-Spieler diese Situationen entweder mit Todesmut
oder mit Not-Boasts, was zwar den Spielfluss fördert, die gefährlichen
Situationen aber nicht verhindert und vor allen Dingen nicht derart
pädagogisch
auf die Spieler einwirkt, dass sie mal versuchen, den Ball genauer zu platzieren
und damit Let-Situationen zu verhindern. Na ja, wir werden uns für das
nächste Jahr etwas einfallen lassen! Einer der Teilnehmer, Johannes Maes,
wollte unbedingt einen Schiedsrichter, um auf seine Kumpels einzuwirken und
diese zu zwingen, regelkonform zu spielen, was ihm zwar in Bezug auf die Stellung
eines Schiedsrichters gelang, seine Kumpels aber nicht hinderte, ein nicht
nur Let-freies, sondern auch besseres Squash zu
spielen
und Johannes letztlich keine Chance zu lassen. Mit im Feld war auch unser
fanatischer Squasher Volker, der keine Minute auslässt, wenn er einen
Gegner im Court findet. Ehrgeizig, kampfbetont, mit wilden Flüchen (meist
über sich selbst) und mittlerweile auch mit Phasen versehen, in denen
er den Ball gut trifft, spielte Volker recht passabel mit. Im Spiel um Platz
3 verlor er zwar gegen Peter Masion recht deutlich, aber nicht derart klar
wie im Vorrundenspiel, wobei der Verfasser dieser Zeilen das Ergebnis des
Vorrundenspiels verschweigt, um nicht die Freundschaft mit Volker aufs Spiel
zu setzen. Im Finale kam es zum ewigen Duell zwischen Reimund "Otto"
Seidel und
Christian Brachmann.
Die beiden kennen sich auswendig und es kam zu einem
spannenden und offenen Spiel. Nach 2:2 in den ersten vier Sätzen gewann
dann "Otto" wie in den Vorjahren den letzten Satz und damit das
Turnier. Zu erwähnen ist erneut die besondere Technik des Siegers, der
die Bälle nur per Vorhand spielt und daher gezwungen ist, den Schläger
je nach Spielsituation von links nach rechts und von rechts nach links zu
wechseln. Es ist für den Außenstehenden nicht erkennbar, welches
seine stärkere Hand ist, und es ist immer wieder verblüffend, ihm
beim Squashen zuzusehen.
Auch für die Hobby-Spieler gab es Preise, Essen und Trinken und viel Spaß.
Zum
Schluss: Da ich in diesem Jahr wegen der beruflichen Abwesenheit mit der unmittelbaren
Organisation des Turniers nichts zu tun hatte, möchte ich den Leuten unseres
Vereins besonderen Dank aussprechen, die am Wochenende im Einsatz waren. Insbesondere
gilt der Dank Frank (beachte den Reim!), der das Wochenende fast komplett in der
Anlage verbracht hat, und an Rüdiger. Und natürlich auch Silke für
die helfende Tätigkeit und die
Gestaltung
unserer immer wieder schön anzusehenden Homepage. Besonderer Dank auch an
Jürgen, der trotz gesundheitlicher Schwierigkeiten den sportlichen Bereich
gut vorbereitet und das Siegerfeld reibungslos organisiert hat, auch wenn es offensichtlich
mit den Mails zur Bestätigung der Teilnahme Schwierigkeiten gegeben hat.
Schön war auch, dass viele unserer Spieler bei der Organisation des Turniers
mitgeholfen haben. Dank auch an Andrea, Volker und Ihr Team für die Hilfe
bei der Organisation und die Zubereitung des wohl schmeckenden Essens.
Dank
auch an den Innenminister Klaus Meiser, die Landrätin Monika Bachmann und
den Ensdorfer Bürgermeister Thomas Hartz für die Pokale und die Wünsche
zum Turnier. Und natürlich wäre ein solches Ereignis nicht denkbar ohne
die vielen größeren und kleineren Sponsoren, die Anzeigen auf unserer
Homepage geschaltet haben und uns schon jahrelang unterstützen. Beispielhaft
sei die Firma OLIVER genannt, die immer wieder Sachpreise für die Sieger
zur Verfügung stellt. Hervorzuheben ist hierbei auch das langjährige
Engagement von Dietmar Becker und seiner hervorragenden Kfz-Werkstatt Becker und
Schmidt in Ensdorf.
Und jetzt lasst uns auf dieneue Saison freuen und auf ein Wiedersehen mit vielen Spielern, die wir bei unserem Turnier begrüßen durften, im Verlauf des nächsten halben Jahres.
Und weil wir diesmal so viele Bilder haben, hier noch ein paar....
Verfasser: Kurt Rauch / Sept. 2007
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