Spielbericht des achten Spieltags der Saison 2010/2011 am 12.03.2011

Der letzte Spieltag war ein Heimspieltag und, wie es sich gehört, war das Wetter derart schön, dass nur die echten Squash-Fans sich abhalten ließen, den Tag an der freien Luft zu verbringen. Dennoch waren zwölf Squascher in unsere schöne Anlage Relax nach Ensdorf angereist, um diesen Spieltag zu absolvieren. Gegner waren der FC Beindersheim III aus der Pfalz sowie die Neulinge der Liga des SC Güdingen.

zum Vergrößern anklickenUnser Team musste auf Rüdiger verzichten, unseren Kommunikationskünstler, der zwar E-Mails liest, diese aber selten beantwortet. Erst im Verlauf des Spieltags war zu erfahren, dass „Rü-Tiger“ die Ballsportart gewechselt hatte. Schon seit geraumer Zeit liebäugelt er mit etwas härteren und größeren Bällen, nämlich denjenigen des Feldhockey, und er weilte zu einem Spieltag in der Pfalz. An den Informationswegen lässt sich zwar etwas verbessern, aber diese Untreue war deshalb nicht tragisch, weil sowieso fünf Spieler auf unserer Seite zur Verfügung standen. Allerdings gibt es Gerüchte, dass Rüdiger auch in dieser neuen Sportart ab und zu ein Let bekommen will, was der dortige Schiedsrichter aber bislang unverständlicherweise und kopfschüttelnd verweigerte.

zum Vergrößern anklickenSchon beim ersten Spiel gegen Beindersheim war Frank sich nicht sicher, welches der beiden ersten Matchs er sich mit Kurt anschauen sollte. Er sowie die übrigen zahlreichen Zuschauer hatten die Auswahl zwischen Alter und Schönheit. Mit Alter war das Spiel auf Position 3 gemeint, wo unser Senior Karl gegen den jüngeren und schnellen Joachim Ziegler spielen musste. Im anderen Court auf Position 4 war die Schönheit zugange. Ohne Benjamin zu nahe treten zu wollen, war er der zweitschönste im Court. Seine Gegnerin war die bildhübsche, zierliche Mai-Ly Nguyen, jüngst Idar-Obersteiner Squash-Meisterin, die technisch hochwertiges Squash spielt und, so bestätigt von ihren Beindersheimern Mitspielern, ständig am Essen ist. Irgendwie ungerecht, dass das zarte Mädel von wohl kaum 50 kg dies problemlos verkraftet, während andere schon beim Zuschauen zunehmen. Naja, gönnen wir es ihr! Verbleiben wir zunächst einmal auf Position 4: Benjamin musste sich ganz schön strecken, um dem Mädel aus Beindersheim Paroli bieten zu können. Er schaffte es in vier Sätzen, wobei sein druckvolles Spiel den Ausschlag gab, Mai-Ly aber mit ihrer blitzsauberen Technik und ihrem zum Vergrößern anklickenfantasievollen Spiel lange mithielt und auch den dritten Satz gewann. Letztlich verliefen der hübschen Lady zu viele einfache Fehler, die Benjamin gerne mitnahm. Benjamin erwischte zudem einen Tag, an dem er selbst wenig Fehler machte und so war der erste Punkt gesichert. Auf Position 3 entwickelte sich mal wieder ein abwechslungsreiches Spiel, wobei Karl in den ersten beiden Sätzen, wenn auch knapp, die Oberhand behielt. Sodann, so erklärte es Physiker Benjamin später, kam es zu einem physikalischen Phänomen: Joachim lief wesentlich mehr im Court und verbrauchte daher derart viel Sauerstoff, dass für Karl nicht mehr viel übrig blieb. Karl versuchte es mit seinen technischen Fähigkeiten, ließ aber doch gegenüber den ersten beiden Sätzen stärker nach und hatte das Spiel nicht mehr im Griff. Die nächsten drei gewann daher Joachim glücklich, dennoch verdient, so dass nach fünf Sätzen Karl die Segel streichen musste. Ähnlich verlief das Spiel auf Position 2 zwischen Frank und Klaus Kappes. Frank gewann den ersten Satz, musste dann aber mit ansehen, dass Klaus weniger Fehler machte und dieser Frank immer wieder Aufgaben stellte, die jener nicht bewältigen konnte. Die Überlegenheit wurde deutlicher und Klaus zum Vergrößern anklickengewann letztlich deutlichen vier Sätzen. Demgegenüber hatte Marc auf Position 1 einen Sahnetag erwischt. Wie das Wetter draußen so spielte er heiter und sonnig gegen den gewiss nicht schwachen Jürgen Schmitz. Marc gewann viele Ballwechsel durch sein schnelles und variables Spiel und Jürgen wusste sich im Laufe der Begegnung nicht mehr zu helfen. Marc überrannte ihn mit exakten Schlägen und gewann klar und deutlich in drei klaren Sätzen. Ergebnis war somit ein positives Unentschieden, somit zwei Punkte, und mit etwas mehr Glück, insbesondere bei Karl, wäre ein Sieg möglich gewesen.

Im zweiten Spiel ging es dann etwas schneller. Hier hatte Kurt nach langer Pause mal wieder Einsatz und musste gegen den jungen und läuferisch starken Ruven Klein antreten. Der Linkshänder aus Güdingen hatte aber noch technische Schwächen und so entwickelte sich ein recht einseitiges Spiel, in dem der Sieger schnell feststand. Ruven gelangen insgesamt nur zwölf Punkte in drei Sätzen. Karl hatte aber im nächsten Spiel gegen Stefan Pelke leichtes Spiel, denn sein Gegner hatte Probleme mit der Optik und insgesamt nur neun Punkte auf seiner Seite zu verbuchen. Beide ersten Spiele verliefen daher sehr schnell. Gestärkt von den zum Vergrößern anklickenwiederum fantastischen Bollas (nordisches Gebäck von unserer Webfee Silke, die später erklärte, sie hießen zwar Bollas, schrieben sich aber Bullas, was wir im Hinblick auf unserer weiblichen Freundinnen und Helferinnen der Polizei dann doch nicht so stehen lassen wollen!!) hatte Frank nunmehr lediglich im dritten Satz gegen Jens Engel Schwierigkeiten. Diesen Satz verlor unser Linkshänder mit 6:11, während er die anderen Sätze doch klar mit seinem druckvollen Spiel beherrschte. Auf der Spitzenposition hatte Marc noch eine Rechnung offen mit dem Urgestein der Güdinger, Johannes Wessela, der unseren Jungspund im Hinspiel noch besiegt hatte. Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel, bei dem Johannes insbesondere im zweiten Satz, in dem er unnötigerweise mit dem Schiedsrichter haderte, eine Siegchance hatte, diese aber in der Verlängerung vergab. In anderen beiden Sätzen knüpfte Marc an die Leistung zuvor an und ließ dem Chef der Gäste keine Chance. Ein deutliches 3:0 und ein zerborstener Schläger von Johannes waren das Ergebnis und die Revanche für die Niederlage zuvor.

Fazit: fünf von sechs möglichen Punkten am letzten Spieltag und damit Platz 5 in der Tabelle der Verbandsliga Südwest, nur einen einzigen Punkt Rückstand auf Platz 3, sind ein passables Ergebnis, auch wenn es hätte besser laufen können. Nichts desto trotz kann man mit dem Verlauf der Saison zufrieden sein.

zum Vergrößern anklickenAbends gab es dann bei unserem Haus- und Hofgriechen des Restaurants Poseidon in Saarlouis einen Saisonabschluss für die Spieler und ihren Anhang bei viel gegrilltem Gemüse, schmackhaften Fleischgerichten und dem einen oder anderen Bier, Retsina, Ouzo und Späßchen.

Verfasser: Kurt Rauch / 14. Januar 2011

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