Der letzte Spieltag war ein Heimspieltag und, wie es sich gehört, war das Wetter derart schön, dass nur die echten Squash-Fans sich abhalten ließen, den Tag an der freien Luft zu verbringen. Dennoch waren zwölf Squascher in unsere schöne Anlage Relax nach Ensdorf angereist, um diesen Spieltag zu absolvieren. Gegner waren der FC Beindersheim III aus der Pfalz sowie die Neulinge der Liga des SC Güdingen.
Unser
Team musste auf Rüdiger verzichten, unseren Kommunikationskünstler,
der zwar E-Mails liest, diese aber selten beantwortet. Erst im Verlauf des
Spieltags war zu erfahren, dass „Rü-Tiger“ die Ballsportart
gewechselt hatte. Schon seit geraumer Zeit liebäugelt er mit etwas härteren
und größeren Bällen, nämlich denjenigen des Feldhockey,
und er weilte zu einem Spieltag in der Pfalz. An den Informationswegen lässt
sich zwar etwas verbessern, aber diese Untreue war deshalb nicht tragisch,
weil sowieso fünf Spieler auf unserer Seite zur Verfügung standen.
Allerdings gibt es Gerüchte, dass Rüdiger auch in dieser neuen Sportart
ab und zu ein Let bekommen will, was der dortige Schiedsrichter aber bislang
unverständlicherweise und kopfschüttelnd verweigerte.
Schon
beim ersten Spiel gegen Beindersheim war Frank sich nicht sicher, welches
der beiden ersten Matchs er sich mit Kurt anschauen sollte. Er sowie die übrigen
zahlreichen Zuschauer hatten die Auswahl zwischen Alter und Schönheit.
Mit Alter war das Spiel auf Position 3 gemeint, wo unser Senior Karl gegen
den jüngeren und schnellen Joachim Ziegler spielen musste. Im anderen
Court auf Position 4 war die Schönheit zugange. Ohne Benjamin zu nahe
treten zu wollen, war er der zweitschönste im Court. Seine Gegnerin war
die bildhübsche, zierliche Mai-Ly Nguyen, jüngst Idar-Obersteiner
Squash-Meisterin, die technisch hochwertiges Squash spielt und, so bestätigt
von ihren Beindersheimern Mitspielern, ständig am Essen ist. Irgendwie
ungerecht, dass das zarte Mädel von wohl kaum 50 kg dies problemlos verkraftet,
während andere schon beim Zuschauen zunehmen. Naja, gönnen wir es
ihr! Verbleiben wir zunächst einmal auf Position 4: Benjamin musste sich
ganz schön strecken, um dem Mädel aus Beindersheim Paroli bieten
zu können. Er schaffte es in vier Sätzen, wobei sein druckvolles
Spiel den Ausschlag gab, Mai-Ly aber mit ihrer blitzsauberen Technik und ihrem
fantasievollen
Spiel lange mithielt und auch den dritten Satz gewann. Letztlich verliefen
der hübschen Lady zu viele einfache Fehler, die Benjamin gerne mitnahm.
Benjamin erwischte zudem einen Tag, an dem er selbst wenig Fehler machte und
so war der erste Punkt gesichert. Auf Position 3 entwickelte sich mal wieder
ein abwechslungsreiches Spiel, wobei Karl in den ersten beiden Sätzen,
wenn auch knapp, die Oberhand behielt. Sodann, so erklärte es Physiker
Benjamin später, kam es zu einem physikalischen Phänomen: Joachim
lief wesentlich mehr im Court und verbrauchte daher derart viel Sauerstoff,
dass für Karl nicht mehr viel übrig blieb. Karl versuchte es mit
seinen technischen Fähigkeiten, ließ aber doch gegenüber den
ersten beiden Sätzen stärker nach und hatte das Spiel nicht mehr
im Griff. Die nächsten drei gewann daher Joachim glücklich, dennoch
verdient, so dass nach fünf Sätzen Karl die Segel streichen musste.
Ähnlich verlief das Spiel auf Position 2 zwischen Frank und Klaus Kappes.
Frank gewann den ersten Satz, musste dann aber mit ansehen, dass Klaus weniger
Fehler machte und dieser Frank immer wieder Aufgaben stellte, die jener nicht
bewältigen konnte. Die Überlegenheit wurde deutlicher und Klaus
gewann
letztlich deutlichen vier Sätzen. Demgegenüber hatte Marc auf Position
1 einen Sahnetag erwischt. Wie das Wetter draußen so spielte er heiter
und sonnig gegen den gewiss nicht schwachen Jürgen Schmitz. Marc gewann
viele Ballwechsel durch sein schnelles und variables Spiel und Jürgen
wusste sich im Laufe der Begegnung nicht mehr zu helfen. Marc überrannte
ihn mit exakten Schlägen und gewann klar und deutlich in drei klaren
Sätzen. Ergebnis war somit ein positives Unentschieden, somit zwei Punkte,
und mit etwas mehr Glück, insbesondere bei Karl, wäre ein Sieg möglich
gewesen.
Im zweiten Spiel ging es dann etwas schneller. Hier hatte Kurt nach langer
Pause mal wieder Einsatz und musste gegen den jungen und läuferisch starken
Ruven Klein antreten. Der Linkshänder aus Güdingen hatte aber noch
technische Schwächen und so entwickelte sich ein recht einseitiges Spiel,
in dem der Sieger schnell feststand. Ruven gelangen insgesamt nur zwölf
Punkte in drei Sätzen. Karl hatte aber im nächsten Spiel gegen Stefan
Pelke leichtes Spiel, denn sein Gegner hatte Probleme mit der Optik und insgesamt
nur neun Punkte auf seiner Seite zu verbuchen. Beide ersten Spiele verliefen
daher sehr schnell. Gestärkt von den
wiederum
fantastischen Bollas (nordisches Gebäck von unserer Webfee Silke, die
später erklärte, sie hießen zwar Bollas, schrieben sich aber
Bullas, was wir im Hinblick auf unserer weiblichen Freundinnen und Helferinnen
der Polizei dann doch nicht so stehen lassen wollen!!) hatte Frank nunmehr
lediglich im dritten Satz gegen Jens Engel Schwierigkeiten. Diesen Satz verlor
unser Linkshänder mit 6:11, während er die anderen Sätze doch
klar mit seinem druckvollen Spiel beherrschte. Auf der Spitzenposition hatte
Marc noch eine Rechnung offen mit dem Urgestein der Güdinger, Johannes
Wessela, der unseren Jungspund im Hinspiel noch besiegt hatte. Es entwickelte
sich ein abwechslungsreiches Spiel, bei dem Johannes insbesondere im zweiten
Satz, in dem er unnötigerweise mit dem Schiedsrichter haderte, eine Siegchance
hatte, diese aber in der Verlängerung vergab. In anderen beiden Sätzen
knüpfte Marc an die Leistung zuvor an und ließ dem Chef der Gäste
keine Chance. Ein deutliches 3:0 und ein zerborstener Schläger von Johannes
waren das Ergebnis und die Revanche für die Niederlage zuvor.
Fazit: fünf von sechs möglichen Punkten am letzten Spieltag und damit Platz 5 in der Tabelle der Verbandsliga Südwest, nur einen einzigen Punkt Rückstand auf Platz 3, sind ein passables Ergebnis, auch wenn es hätte besser laufen können. Nichts desto trotz kann man mit dem Verlauf der Saison zufrieden sein.
Abends
gab es dann bei unserem Haus- und Hofgriechen des Restaurants Poseidon in
Saarlouis einen Saisonabschluss für die Spieler und ihren Anhang bei
viel gegrilltem Gemüse, schmackhaften Fleischgerichten und dem einen
oder anderen Bier, Retsina, Ouzo und Späßchen.
Verfasser: Kurt Rauch / 14. Januar 2011