Eigentlich war das Wetter viel zu gut zum Squash spielen, aber die echten Hardcore-Squasher
kennen keinen Frühling. Für unsere Mannschaften hieß es am letzten
Spieltag, diese Saison auf einem jeweiligen Mittelfeldplatz abzuschließen,
wozu es einerseits Gelegenheit gab, dies in Heimspielen zu tun (zweite Mannschaft),
und andererseits für die erste Mannschaft in Beindersheim die letzten Zweifel
am direkten Klassenerhalt und an dem Zwang zur Absolvierung der Relegationspiele
zu zerstreuen.
Die erste Mannschaft konnte dabei komplett antreten, wobei die Einschränkung
zu machen war, dass sich unser Luxemburger Marc trotz einer schmerzhaften
Sehnenentzündung
im Schlagarm zur Verfügung stellte. Gegner in Beindersheim, genauer in der
schönen Anlage in Oggersheim, waren die alten Konkurrenten aus Illingen,
die den Aufstieg zur Regionalliga klarmachen wollten, sowie die Gastgeber, als
Tabellenletzter schon feststehender Absteiger.
Im Spiel gegen Illingen kam es auf der Position 4 zum bekannten Duell zwischen
Oliver und Michael Wöffler und wie so häufig bei Spielen von Oliver
in dieser Saison ging
es
zwischen den beiden Kämpfern spannend zu. Oliver führte bereits 2:1,
verlor dann mit Pech den vierten Satz in der Verlängerung, ehe er im fünften
doch die besseren Bälle spielte und diesen mit 11:7 gewinnen konnte. Marc
auf Position 3 versuchte sich trotz der Sehnenscheidenentzündung im Schlagarm,
merkte schnell, dass diese noch nicht ganz ausgeheilt war und der starken Franzose
Jonathan Bergmann war zu fit, so dass die angezogene Handbremse nicht ausreichte.
Jonathan siegte deutlich mit 3:0. Auf Position 2 kam es mal wieder zum Duell Erfahrung
gegen Jugend, Roland gegen Andreas Janto. Die einzelnen Sätze waren sehransehnlich
und jeweils äußerst spannend. Die Routine von Roland gab den Ausschlag
im vierten Satz in der Verlängerung mit 13:11 und damit gab es mal wieder
gegen den Lieblingsgegner unserer ersten Mannschaft einen Punktgewinn.
Im
ebenfalls altbekannten Duell der beiden Stefane Oelpke gegen Alt war es dieses
Mal unser Stefan, der gegen seinen ungemein spielfreudigen Gegner so aussah, wie
der Gegner hieß: nachdem unser Stefan den ersten Satz noch gewinnen konnte,
drehte der andere Stefan in den nächsten drei Sätzen richtig auf, lief,
kämpfte und spielte sehr gutes Squash und gewann schließlich verdient
mit 3:1. Dennoch reichte es für Illingen, den zweiten Tabellenplatz zu behaupten
und in die Regionalliga aufzusteigen. Herzlichen Glückwunsch hierzu an ein
äußerst spielstarkes Team um den engagierten Teamchef Jörg Fassian.
Im
zweiten Spiel gegen die Gastgeber aus Beindersheim lief es relativ unspektakulär.
Olivers Gegner hieß Claus Kappes und Oliver machte es nur im dritten Satz
spannend, den er relativ knapp gewann. Ansonsten war er Herr des Spiels und trotz
Trainingsrückstands in der Lage, seinen Gegner auf Distanz zu halten. Ebenso
deutlich mit 3:0 ging das Spiel der Positionen 3 zwischen Marc und dem fröhlichen
Uwe Wendel aus, allerdings andersherum, denn Marc war trotz Versuchs nicht in
der Lage, den Schläger zu halten und musste daher zu Beginn des Spiels aufgeben.
Auf Position 2 spielte Roland gegen Rolf Helder und hatte ebenfalls keine Schwierigkeiten,
dieses Spiel mit genauen Schlägen und technischer Überlegenheit deutlich
ohne Satzverlust zu gewinnen. Stefan schließlich spielte gegen den Ebenfalls-Routinier
Cornel Götz, was ihm keine großen Schwierigkeiten bereitete und er
an Gegenpunkten jeweils lediglich zwischen 6 und 7 zuließ, aber auch nur
drei Sätze benötigte. Ergebnisse aus Beindersheim: die Relegationsspiele
wurden vermieden, Platz 6 erreicht und die Freunde aus Idar-Oberstein II müssen
diese Quali-Spiele austragen gegen die Vizemeister aus Saarland und Rheinland-Pfalz
St. Wendel und Staudt 2.
Auch die zweite Mannschaft konnte in relativ starker Besetzung antreten, sieht
man davon ab, dass der diesjährige Dauerausfall Gerhard mit seinem wackeligen
Handgelenk und Frank mit einer Muskelzerrung im Oberschenkel nicht dabei sein
konnten. Gegner in den Heimspielen waren die Truppen aus Wiesental II und Zweibrücken
II, die mit AVERNA einen äußerst interessanten Sponsor haben, der -
wie in der Umkleidekabine am Ende der Spiele deutlich zu bemerken war - nicht
nur finanziell, sondern auch in Sachleistungen die lustige Mannschaft unterstützt.
Im Spiel gegen Zweibrücken hieß der Gegner von Marc Graner Gunter
Hindenberger und Marc hatte relativ leichtes Spiel mit dem doch technisch noch
etwas unsicheren Gunter. In drei klaren Sätzen ließ er keinen Zweifel
aufkommen, wer an diesem Tag der bessere Squasher war. Kurt spielte gegen den
schon spielerisch recht ausgereiften Neuling der Zweibrücker Uwe Daum. Beide
brachten insgesamt exakt 100 Jahre in den Court, was aber bei der Altersstruktur
in den Ligen nicht unbedingt eine ganz außergewöhnliche Besonderheit
ist. Im ersten Satz spielte Kurt relativ viele Fehler, ließ aber dann in
den folgenden drei Sätzen seinem Gegner, der seinerseits die Fehler machte,
keine reelle Chance und gewann mit 3:1. Christoph auf Position 2 macht es gegen
den Zweibrücker
Chef Heiko Doll mal wieder spannend. Er lag schon gegen den
sympathischen Pfälzer 1:2 in Sätzen zurück, besann sich dann aber
auf sein gutes Volley- und Stoppspiel und siegte in den beiden letzten Sätzen
letztlich relativ deutlich, so dass der Sieg gegen den Tabellenvorletzten schon
unter Dach und Fach war. Rüdigers Gegner war mit Jürgen Heinz ein sehr
schneller und starker Spieler und Rüdiger wehrte sich nach Kräften,
musste aber anerkennen, dass Jürgen letztlich die besseren Bälle spielte
und doch deutlich mit 3:0 siegte.
Die Jungs aus Wiesental waren in starker Besetzung in Saarlouis angereist.
Konkreter ausgedrückt hieß es, dass Marc gegen den Routinier Walter
Jung spielen musste und im Gegensatz zum ersten Spiel hatte Marc keine Spielstruktur
und auch letztlich keinen Plan, wie er das sichere Spiel von Walter bekämpfen
sollte. Die Sätze waren zwar alle knapp, dennoch hatte Walter immer die Nase
vorn und Marc
gewann keinen Satz. Kurt spielte gegen Frank Andreas, der bislang
eine Supersaison hingelegt hat. Während Kurt im ersten Satz noch konzentriert
spielte und diesen mit 11:8 gewann, klimperte er im zweiten Satz herum und brachte
Frank in sein Spiel. Nur ein Punkt war die Ausbeute in diesem Satz. Die anderen
beiden Sätze waren zwar knapper, aber Frank ließ sich von seinem druckvollen
und exakten Spiel nicht abbringen und gewann diese beiden zwar enger, aber dennoch
das Spiel insgesamt hoch verdient in vier Sätzen (und außerdem als
Spielfolge ein dickes Knie des Saarlouiser Oldies am folgenden Sonntag!). Christophs
erster Satz gegen den jungen Christian Schmees, ein Spieler mit Regionalligaerfahrung,
wird von dem Mantel der Verschwiegenheit verhüllt. Konzentrieren sollte man
sich auf die beiden nächsten Sätze, in denen Christoph gut mitspielte
und mit sehr viel Pech dennoch knapp verlor. Nichtsdestotrotz hat sich Christian
sehr
stark verbessert und war technisch der reifere Spieler. Rüdiger auf
Position 1 spielte gegen den jungen Eric Dabrock, ebenfalls Regelspieler in der
Regionalliga, vor allem im dritten Satz sein bestes Squash und ließ Eric
manchmal verzweifeln. Dennoch machte es die Erfahrung von vielen höherklassigen
Spielen aus, dass Eric auch in diesem dritten Satz gewann und somit die zweite
Mannschaft mit 0:4 und 1:12 Sätzen gegen den Tabellenzweiten hoch, letztlich
etwas zu hoch verloren hatte. Dennoch hat auch dieser Heimspieltag viel Spaß
gemacht, wozu auch wieder mal Silke mit den berühmten Bollas (nordisches
Gebäck) beitrug, die auch den beiden Gastmannschaften gut gemundet haben,
so dass sie vollständig (natürlich bis auf das Backpapier darunter)
vernichtet wurden. Tabellenplatz 4 ist die Ausbeute.
Abends traf man sich dann noch zu der nachgeholten Weihnachtsfeier bei dem Griechen POSEIDON in Saarlouis, wo man die Saison ausklingen ließ und schon in die ersten Planungen für die neue Saison eintrat, die wohl personell Aderlass bringen wird. Allerdings ist ja noch etwas Zeit mit der konkreten Diskussion und die in Bier, Uzo und Wein ertränkte und mit Knoblauch geschwängerte Freude überwog, dass beide Mannschaften gute Mittelfeldplätze in den Ligen erreicht hatten.
Verfasser: Kurt Rauch / 16.März 2009