Spannung pur war angesagt am letzten Spieltag, ging es doch für alle Mannschaften noch um etwas, wobei es bei der dritten Mannschaft eher die Ehre war, bei den anderen beiden die Frage, in welcher Liga man im nächsten Jahr spielt.
Die erste Mannschaft musste in Alzey antreten, wo man erfuhr, dass diese
Mannschaft
im nächsten Jahr nicht mehr existiert und zusätzlich die Squashanlage auch geschlossen
wird. Sehr schade! So kam es zu einem historischen Spieltag, nämlich dem letzten
in der Squashanlage in Alzey. Die Vorzeichen mussten auf Sieg stehen, denn die
punktgleichen Squasher aus Staudt, die den vorletzten Platz belegten, mussten
auf jeden Fall auf Distanz gehalten werden. Und dieser Sieg musste gegen den Tabellenletzten
aus Alzey eingefahren werden.
Zunächst allerdings ging es gegen die Freunde aus dem Saarland aus Wiesental
II. Die Mannschaft um Jungtalent Tobias Baab trat ohne den Über-Spieler der Regionalliga
Christian Bernard an, was für uns schon einmal positiv zu vermelden war. Auf Position
4 spielte Jürgen gegen den routinierten Patrick Klein und Jürgen rechnete sich
doch eine geringe Chance aus. Patrick aber erwies sich als technisch und spieltaktisch
überlegen und es kam hinzu, dass das Schlitzohr aus Wiesenthal mit der ein oder
anderen Let-Forderung Erfolg hatte, die nicht unbedingt unstreitig war. Von Bedeutung
war es aber nicht, da sich Patrick trotz Jürgens guter Leistung als besser erwiesen
hat.
Auf
Position 3 spielte Roland, der noch etwas lädiert von einem Ski-Urlaub zurückkam,
bei dem er sich, wie beim Skifahren üblich, das Bein verdreht hatte. Gegner Thorsten
Schmees war an diesem Tag aber übermächtig und Roland fand nicht in sein Spiel.
Roland verlor folglich und folgerichtig mit 0:3. Das Spiel der beiden 2er verlief
erwartungsgemäß, denn Stefan ließ gegen Eric Dabrock, der sich in der ganzen Saison
nicht wie in der Rangliste genannt als wahre Nummer 2 des SC Wiesental II erwiesen
hat, nichts anbrennen und ließ seinem Gegner ganze sieben Punkte in drei Sätzen.
Auf Position 1 entwickelte sich ein spannendes Spiel des übermächtig erscheinenden
jungen Tobias Baab gegen unseren Luxemburger Marc, und Marc spielte in allen Sätzen
hervorragend mit, ihm fehlte aber gegen den schon Bundesliga erfahrenen und technisch
sauber spielenden Tobias letztlich das Quäntchen Glück, um doch für eine Überraschung
sorgen zu können. Tobias gewann daher in drei knappen Sätzen, dies aber durchaus
verdient.
Damit war es nichts mit einem Punktgewinn gegen Wiesental und gegen Alzey
mussten
die Punkte her. Es begann auch äußerst erfreulich, denn Jürgen
spielte Squash wie die Feuerwehr, er machte Druck ohne Ende, traf den Ball auch
wirklich gut und sein Gegner Thomas Männer konnte einem wirklich Leid tun,
denn in den ersten beiden Sätzen kassierte er jeweils ein "Loch".
Im dritten gelangen ihm wenigstens drei Punkte, was aber völlig bedeutungslos
ist angesichts des deutlichen Leistungsunterschieds an diesem Tag. Roland machte
es Jürgen zwar im Ergebnis, nicht aber im Spielverlauf nach. Gegen den zwar
kräftigen, aber spielerisch und läuferisch durch intensives Training
deutlich verbesserten Kim Müller-Steinbrech sah es in den ersten beiden Sätze
nicht gut aus. Roland fand nicht in sein Spiel und Kim gewann diese beiden deutlich.
Anschließend jedoch, taktisch bestens eingestellt durch Marc, fand man einen
anderen Roland im Court und Kim erzielte in der letzten drei Sätzen insgesamt
nur noch vier Punkte. Für den erforderlichen Sieg sorgte dann Stefan mit
einem deutlichen 3:0-Sieg gegen Ralf Gisbert, bei dem Stefan wiederum mit seinem
Gegner keine Schwierigkeiten hatte.
Der Jubel war groß und Marc hatte dennoch
den Ehrgeiz, gegen Sascha Weingärtner auf Position 1 einen Sieg einzufahren,
was fast geklappt hätte. Marc führte schon mit 2:0 und hatte das Spiel
eigentlich im Griff, musste dann aber doch erkennen, dass sein Gegner in diesem
Tag mehr zuzusetzen hatte, was wohl auch daran lag, dass Marc mit grippalen Infekten
zu kämpfen hatte und noch Antibiotika im Körper wusste, die sich im
Laufe des Spiels offenbar auf die Seite seines Gegners schlugen. Ob dies wirklich
der Fall war, bleibt das Geheimnis der Bakterien und wird man wohl nie herausbekommen,
jedenfalls ist entscheidend, dass Sascha doch noch mit 3:2 gewann, was aber am
Sieg gegen Alzey und dem Klassenerhalt nichts änderte, denn die Freunde aus
dem Westerwald verloren beide Spiele und müssen daher den Weg in die Oberliga
antreten. Und Glückwunsch an unsere Jungs zu dieser tollen Leistung, die
kaum einer für möglich gehalten hatte.
Und das wichtigste: Jürgen hat sich nicht nur im Spiel, sondern auch auf
anderem Gebiet deutlich verbessert gezeigt. Selbst ohne Erinnerung hatte er einen
Fotoapparat dabei, nutzte ihn auch und versprach hoch und heilig noch am Sonntag,
diese unserer Web-Fee Silke zur Verfügung zu stellen, damit dieses Mal auch
Bilder der ersten Mannschaft im Netz sind. Ich ziehe meinen nicht vorhandenen
Hut vor meinem Freund und dies zeigt, dass die Hoffnung, Jürgen und den Fotoapparat
irgendwann zusammenzubringen, sich tatsächlich erfüllt zu haben scheint.
Bei der zweiten Mannschaft hat es zum direkten Aufstieg nicht ganz gereicht,
was aber schon vor dem Spieltag klar war. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle
an die Freunde aus Blieskastel um Jörg Emser, die einfach dieses Quäntchen besser
waren und verdient Meister der Saarlandliga wurden. Vielleicht sieht man sich
noch in der Oberliga, falls die Relegation gut ausgeht. Jedenfalls haben unsere
Spieler um Kapitän Frank mit zwei Siegen den Grundstein für die Relegationsspiele
gesetzt.
Ohne Oliver, der nicht anwesend war, gelangen 2 3:1-Siege gegen den SC
Homburg II und die Mädels aus Wiesental IV. Und auch Frank hatte dieses Mal ein
Fotohandy (wir bitten die schlecht Quali der Bilde zu entschuldigen) dabei und
wir können – hoffentlich - erstmals in unserer Vereinsgeschichte Aufnahmen aller
drei Mannschaften zeigen, was uns komplett mit Stolz erfüllt. Zu den Spielen ist
zum einen zu bemerken, dass Rüdiger ebenfalls wie Roland aus der ersten Mannschaft
aus einem Ski-Urlaub nicht unverletzt zurückkam, was uns veranlassen wird, in
der Vereinssatzung das Skifahren mit Todesstrafe zu belegen und als vereinsschädigend
zu behandeln. Rüdiger kam schon mit angeknackster Rippe zurück und während seines
ersten Spiels knackte es erneut und Rüdiger hatte Mühe, Luft zu holen, konnte
dann beide Matches nicht zu Ende spielen.
Auf Position 3 spielte Christoph zunächst
gegen Homburg gegen das dortige Talent Marc Hartz. Und wie es so kommt, nahm Christoph
den ersten Satz etwas locker und der trotz des jugendlichen Alters schon Turnier
erfahrene Marc gewann diesen Satz mit 9:7. Anschließend jedoch packte Christoph
ganz kräftig in seine Trickkiste und gegen das unorthodoxe gefühlvolle Stoppspiel
von Christoph hatte Marc keine Chancen mehr. Auf Position 2 prügelte sich unser
Präsident Frank mit seiner berühmt/berüchtigten linken Hand mit dem Homburger
Christoph Mohr und Christoph hielt zwar einige Zeit gut mit, kam aber dann doch
mit den harten Schlägen und den flipperartigen Bällen von Frank nicht zurecht
und hatte mit 0:3 doch deutlich das Nachsehen. Schließlich bewegte sich
Gerhard
in bekannter Gewandheit gegen den Homburger "Teamvater" Michael Trautmann gewohnt
elegant und effektiv. In den ersten beiden Sätzen wusste Michael gar nicht, wie
ihm geschah, und er wartete vergeblich auf einen Punkt. Im dritten Satz jedoch
konnte er dieses Ziel gleich fünfmal erreichen, was aber nichts daran änderte,
dass bis auf Rüdiger alle anderen ihre Spiele deutlich gewannen.
Gegen die Mädels beziehungsweise die Nummerngirls (vergleiche Spielbericht vom siebten Spieltag) aus Wiesental kamen unsere Cracks gehöriger ins Schwitzen, als sie es zuvor gedacht hatten. Janine Weydmann bekam die Punkte wegen der Verletzung von Rüdiger quasi geschenkt. Die anderen Mädels konnten sich aber zu Geschenken im Gegenzug nicht überreden lassen.
Nathalie Becker machte es Christoph vor allem im dritten Satz sehr schwer, in dem Christoph am Rande eines Satzverlustes stand und diesen nur denkbar knapp in der Verlängerung mit 9:8 gewinnen konnte. Nathalie spielte in diesem Satz gutes und ausgereiftes Squash, während sie in den beiden ersten doch etwas deutlicher unterlegen war. Frank hatte auf Position 2 mit der technisch und spielerisch hervorragenden Britta Dabrock mehr Mühe als erwartet. Sie ließ sich vor allem im ersten Satz von Franks Kanonenschlägen nicht beeindrucken und setzte überlegtes und platziertes Spiel dagegen, was Frank lange Zeit vor erhebliche Probleme stellte. Dass er dennoch relativ deutlich gewann, lag auch daran, dass
Britta im Verlauf des Spiels sich etwas durch diese Schläge hat aus dem Spiel bringen lassen. Britta hat sich aber dafür im Spiel gegen Homburg bitter gerächt, denn ihr Gegner Christoph Mohr musste büßen und verlor in der Tat gegen das Supertalent mit 0:3 und schaffte insgesamt gar nur fünf Punkte. Kompliment, Britta, für diese super Leistung! Auf Position 1 schaffte Stephanie Siebenschuch gegen Gerhard das minimale Ziel, nämlich einen Satz, konkret den ersten, nach fehlerfreiem Spiel für sich zu entscheiden. Aber auch hier merkte man, dass noch etwas Routine und Spielerfahrung fehlen, denn in den nächsten Sätzen setzte sich Gerhard mit variablen Spiel doch deutlich durch und gewann mit 3:1.
Also, liebe zweite Mannschaft, ein dickes Kompliment vom Spielführer der dritten Mannschaft für diese tolle Leistung. Mit nur zwei Minuspunkten und ohne eine einzige Niederlage die Meisterschaft zu verpassen, ist schon bitter, aber der Aufstieg, den ihr verdient habt, ist weiterhin möglich.
Die dritte Mannschaft wollte zwar noch den dritten Tabellenplatz erreichen, was aber nur mit zwei Siegen gegen Malstatt und Illingen II möglich gewesen wäre. Hierfür standen in die Vorzeichen aber denkbar schlecht, denn von den Stammspielern fehlten neben Alex, der wieder samstags arbeiten musste, und dem lange Zeit verletzten Harry nunmehr auch unser Talent Marc Graner, der terminlich außerhalb des Saarlandes unterwegs war. Das so genannte letzte Aufgebot der dritten Mannschaft schlug sich aber durchaus wacker. Gegen Malstatt, das auf unseren alten Kumpel und Ex-Trainer
Norbert Kreis nach einem Achillessehnenriss verzichten musste, das aber Norbert eigens für den letzten Spieltag als Maskottchen mitgebracht hat, was zwar nicht half, aber zu großem Hallo und ein paar Bierchen mehr führte, hatte zwar auf Position 4 der noch etwas unerfahrene Markus Burg keine Chance gegen den schon routinierteren Frank Wobido, der die technischen Schwächen von Markus, der tapfer kämpfte und alles gab, doch deutlich aufdeckte und mit 3:0 gewann. Auf Position 3 spielte
Stefan Cavelius am letzten Samstag sein bestes Squash. Nach einer kleinen Schwäche im zweiten Satz, den er nach deutlicher Führung noch abgab, verwies er den nicht schlechten Gegner Marc Lacour in den anderen Sätzen aber deutlich in die Schranken mit kraftvollem und genauem Grundlinienspiel. Auf Position 2 hatte Benjamin nicht nur mit seinem übermächtigen Gegner Matthias Diehl, sondern auch mit seinen Nerven zu kämpfen, und im dritten Satz, nachdem Benjamin die ersten beiden schon wegen Unkonzentriertheiten deutlich verloren hatte, war dann die Wut in den Augen zu erkennen, was sein Schläger deutlich zu spüren bekam. Aber auch alles half nichts, Benjamin machte sich nur selbst verrückt, fand nie in sein Spiel und verlor deutlich gegen Matthias. Auf Position 1 musste
Kurt gegen Wolfgang Summer ran, den rührigen Präsidenten das Squashverbands, und Wolfgang spielte seine unorthodoxen Cross-Stopps und Boasts relativ sicher, machte aber auch leichte Return-Fehler gegen die Lob-Aufschläge von Kurt. In den einzelnen Sätzen ging es zwar hin und her, aber in der jeweils zweiten Hälfte des Satzes machte sich das fehlerfreiere Spiel von Kurt bemerkbar und er gewann deutlich in drei Sätzen.
Absolut ähnlich lief es gegen Illingen. Hier hatte es Markus mit dem jungen und talentierten Max Schlott zu tun und obwohl Markus besser ins Spiel kam, hatte er keine Chance gegen das technisch ausgereifte Spiel des jungen Illingers. Stefan wiederum spielte hervorragendes Squash gegen den routinierten und squashbesessenen Johann Janto. Nach der Papierform erwartete man einen Favoriten aus Illingen, in Realität jedoch rief Stephan sein ganzes Potenzial und deutlich mehr ab, spielte technisch sauberes Squash (also ungeahnte Qualitäten, lieber Stefan) und gewann überraschend deutlich gegen einen fast verzweifelten Johann in drei Sätzen. Auf Position 2 wiederholte sich Benjamins vergeblicher Versuch, gegen einen übermächtigen Rainer Bönnemann Chancen zu einem Satzgewinn zu erspähen.
Benjamin spielte dieses Mal konzentrierter und ruhiger, Rainer ist aber einfach noch eine Nummer zu stark für Benjamin und Rainer gewann aufgrund seiner technischen und spielerischen Überlegenheit wiederum klar in drei Sätzen. Auf Position 1 schließlich hatte es Kurt mit Christian Eydt zu tun, der Kurt im ersten Satz mit druckvollem und variablem Spiel überraschte und schon mit 8:5 führte, ehe Kurt zu seinem Spiel fand und diesen Satz noch in der Verlängerung gewann. In den anderen beiden Sätzen machte es sich dann bemerkbar, dass Kurt über die bessere Kondition und das sicherere Spiel verfügte und Christian, der trotz seiner körperlichen "Stabilität" pfeilschnell ist, hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Kurt gewann daher auch wiederum in drei Sätzen.
Damit war für die dritte Mannschaft bei dieser Aufstellung das optimale Ergebnis erreicht, der vierte Platz gesichert und das gesteckte Saisonziel erreicht.
Verfasser: Kurt Rauch /19.03.2007