Spielbericht des siebten Spieltags der Saison 2010/2011 am 26.02.2011

Der vorletzte Spieltag führte unsere Sportler nach Illingen in die ach so kalten Courts, in denen man am besten im Sommer spielt. Positiv jedenfalls ist, dass mittlerweile die Restauration wieder geöffnet hat und damit Möglichkeiten der diversen Methoden des Erwärmens vorhanden waren. Die Aufgabe erwies sich umso schwerer, als Gegner die beiden Tabellenführer waren und außerdem das Team ohne Rüdiger nicht in Bestbesetzung antreten konnte.

Im Spiel gegen den Tabellenführer aus Zweibrücken hatte Markus mal wieder Einsatz und traf auf den Routinier Rainer Ritschel. Der feine Techniker aus der Pfalz ließ von Anfang an keinen Zweifel aufkommen, wer der Sieger sein würde. Markus kämpfte und rackerte zwar wie immer, musste aber die spielerische Überlegenheit von Rainer anerkennen, der in klaren drei Sätzen gewann. Auf Position 3 entwickelte sich zwischen dem flotten Heiko Doll und unserem Senior Karl ein spannendes und abwechslungsreiches Spiel. Nach zwei gewonnenen Sätzen sah es schon gut für uns aus, bis Heiko aufdrehte und die nächsten beiden Sätze relativ deutlich gewann. Im fünften Satz hatte dann Karl die besseren Schläge auf seiner Seite und zog den Kopf aus der Schlinge. Ein beachtliches 3:2 sorgte daher für das vorübergehende Unentschieden. Frank auf Position 2 spielte gegen Thorsten Kiehm, den bislang ungeschlagenen Zweibrücker, gut mit und schaffte es sogar, Thorsten den ersten Satz in der Saison abzunehmen. Dass dies nicht zu mehr reichte, lag daran, dass Thorsten insgesamt die technisch besseren Bälle spielte und Frank eine höhere Fehlerquote hatte als sein Gegner. Endergebnis 3:1, dies war aus unserer Sicht in Ordnung. Dass Marc auf Position 1 keine großen Chancen gegen das Zweibrücker Urgestein Martin Stahl hatte, war von vornherein klar, dennoch zeigte Marc, immer noch mit Trainingsrückstand ob seines „Auslandsaufenthalts“ in Düsseldorf, speziell im zweiten Satz ein offenes Spiel. Diesen Satz verlor er unglücklich in der Verlängerung. Dass es dennoch nicht zu einem Satzgewinn führte, lag an der unfassbaren Defensivstärke von Martin und seinen absolut sicheren Schlägen, gegen die Marc letztlich nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Fazit: 3:1 gegen uns, aber dies war letztlich zu erwarten.

Das Spiel gegen den Gastgeber aus Illingen verlief umso knapper und spannender. Markus hatte es mit dem saarländischen Squash-Fossil Stefan Voit, der Vater der allseits bekannten und selbstredend namensgleichenBundesliga-Brüder, ist ab und zu noch im Bereich Kautschuk und Squashkabine aktiv und trifft die Kugel noch recht gut. Markus hatte in den beiden ersten Sätzen nicht den Hauch einer Chance, drehte aber im dritten Satz gewaltig auf, den er aber knapp in der Verlängerung verlor. An Markus‘ kämpferischem Einsatz lag es nicht, Stefan spielte viel cleverer. Das Spiel des Tages absolvierte mal wieder Karl gegen den Illinger Kapitän Rene Riehm. Während die ersten beiden Sätze relativ deutlich an je einen der Spieler gingen, mussten die nächsten drei Sätze allesamt in die Verlängerung. Den dritten gewann Karl, den nächsten Rene und der letzte Satz verlief rekordverdächtig. Karl hatte mehrfach den Sieg auf der Keule, hätte bei einem Ball einfach nur ein Let fordern können, um den Sieg zu erreichen, tat dies aber nicht und so kam es zu einem legendären 18:16 für Rene. Schade, aber - wie es sich noch zeigen wird - zum Sieg hätte es nicht gereicht, lediglich zu einem Unentschieden. Frank spielte in der Folge gegen Rainer Bönnemann. Nach ausgeglichenen ersten beiden Sätzen machte sich das druckvolle Spiel von Frank bei erhöhter Fehlerquote des Westfalen Rainer bemerkbar und Frank konnte die beiden letzten Sätze für sich entscheiden. Damit war der Ehrenpunkt gesichert. Marc auf Position 1 hielt gegen den routinierten Franzosen Christian Lortat recht gut mit, hatte vor allem im zweiten Satz wieder einmal die Siegchance, die er nach mehrfacher Verlängerung vergab, konnte auch im dritten Satz mithalten, aber die deutliche 3:0-Niederlage gegen den schnellen, technisch und geburtsjahrbezüglich reifen Christian nicht verhindern.

Ob es mit Rüdiger oder dem einen oder anderen abwesenden Spieler besser gelaufen wäre, bleibt hypothetisch. Gezeigt hat sich aber, dass beide Gegner zu Recht an der Tabellenspitze stehen und klar ist auch, dass wir am letzten Spieltag die Chance haben, den dritten Platz zu sichern.

Verfasser: Kurt Rauch / 27. Februar 2012

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