Ein weiteres der vielen Auswärtsspiele (das letzte Heimspiel war im Oktober 2009) führte uns zum Gastgeber des SRC Blieskastel-Homburg, der in Bexbach spielt. Diese geographische Verquickung fernöstlich gelegener saarländischer Gemeinden macht es zwar schwer, einen örtlichen Bezug zum Verein zu finden, die ständige Übung, zu welchem Verein im östlichen Saarland auch immer nach Bexbach zu fahren, lässt aber die topographischen Schwierigkeiten zurücktreten. Jedenfalls ging es dieses Mal etwas früher los, denn es waren in der schönen Anlage unseres verehrten Freundes Steffen Schindler seitens des Verbandes zwei Heimspiele angesetzt und bei nur drei Hallen bereitet dies immer besondere Schwierigkeiten.
Pünktlich
um 13:00 Uhr waren die Gastgeber und wir, nicht jedoch der zweite Gegner,
die dritte Mannschaft des SC Heidenkopf, anwesend. Letzteres war nicht tragisch,
denn man konnte ja schon mal beginnen. Es kam wiederum im ersten Spiel der
Nrn. 4 zum Duell Jung gegen Alt, wörtlich der junge talentierte Mario
Ecker aus Blieskastel und das Fossil aus Saarlouis Kurt Rauch. Mario verfügt
schon über eine gute Schlagtechnik und spielt stilistisch sauber, hat
aber noch Probleme mit Bällen an der Wand, so dass das klare Ergebnis
der Hinrunde mit 3:0 zu Gunsten des Seniors sich wiederholte. Ähnlich
war die Konstellation auf Position 3 zwischen Rüdiger und dem jungen,
aber dennoch etwas älter als Mario zu
charakterisierenden
Dennis Wendel. Rüdiger hatte ein paar mehr Schweißperlen auf seiner
Stirn als Kurt und musste sich in dem einen oder anderen Satz auch etwas strecken,
dennoch war auch sein Ergebnis mit 3:0 klar, deutlich und diskussionslos.
Die heißen Spiele folgten nun, so zum Beispiel auf Nr. 2 dasjenige des
langen Schlacks Eric Moschel gegen unseren linkshändigen, Zigarillos
vernichtenden Präsidenten Frank. Nach den ersten beiden Sätzen sah
es noch knapp aus, denn jeder entschied einen relativ engen für sich.
Der dritte Satz war dann entscheidend, bei dem Eric konzentrierter spielte,
diesen mit 11:8 gewann, was dann auch dazu führte, dass Frank resignierte
und dem gut spielenden Eric den vierten Satz deutlich überlassen musste.
Im Spitzenspiel zwischen unserem Marc und dem Blieskasteler Urvater Jörg
Emser hatten wir uns doch Chancen
ausgerechnet,
nachdem das Hinspiel über 5 Sätze denkbar knapp ausgegangen war.
Dieses Mal aber gab es einen deutlichen Unterschied: Marc war bei den entscheidenden
Bällen zu unruhig und unkonzentriert und Jörg spielte einfach mit
stoischer Ruhe und Routine sein Spiel sicher, effektiv und unspektakulär
herunter. Nach ganz klarem erstem Satz verliefen die beiden anderen zwar knapp,
dennoch war es ein deutlicher Leistungsunterschied und schade, dass unser
Nachwuchstalent die Linie im Spiel komplett verloren hatte. Damit stand ein
Unentschieden fest, im Übrigen ebenfalls dasselbe Ergebnis wie in der
Hinrunde. Zu beachten ist zu diesem Ergebnis noch, dass nach den neuen Punkteregeln
ein Unentschieden nicht mit 1:1 bewertet wird, sondern dass die Sätze
und Spielpunkte gerechnet werden. Da wir einen Satz mehr gewannen als der
Gegner, konnten wir aus diesem Unentschieden 2:1-Punkte herausholen.
Anschließend
musste man sich mit den anderen Spielen der Saarlandliga (6 der 8 Mannschaften
waren gleichzeitig beschäftigt) arrangieren, was aber relativ gut und
in zeitlichem Rahmen gelungen ist. Im zweiten Match kam es erneut, ebenfalls
wie in der Hinrunde, zum Duell auf Nr. 4 zwischen unserer alten Freundin (verzeih
mir das Wort alt, es soll nur die Dauer einer langen wunderbaren Freundschaft
belegen!) Heike Niewel, nunmehr Britten, und Kurt. War Kurt noch im Hinspiel
nach verlorenem ersten Satz relativ ungefährdet, entwickelte sich nunmehr
das spannendste Spiel des Tages. Heike hatte mit ihrer schmucken gelb-leuchtenden
Squashbrille den kompletten Durchblick und lieferte sich mit Kurt
zwar
nicht unbedingt hochklassige, aber dennoch lange und technisch passable Ballwechsel.
Nach gewonnenem erstem Satz musste Kurt in eine ellenlange Verlängerung
im zweiten Satz, den er mit 14:16 verlor, um dann den dritten Satz relativ
deutlich mit 7:11 abzugeben. Der vierte Satz zeigte dann Konzentrationsschwächen
bei Heike und ein 11:4 für Kurt und im fünften ging es hin und her.
Kurt hatte Matchball gegen sich, er rappelte sich noch aus seinem Grab und
gewann glücklich mit 12:10. Am meisten hat wohl unser junger Sportsfreund
Mario Ecker geschwitzt, der bei diesem Spiel über circa eine Stunde einige
Let-Entscheidungen treffen musste und es wie der Teufel das Weihwasser vermied,
"Ball-an" zu geben. Diese Entscheidungen traf der sympatische Jüngling,
beobachtet von Mutter und Schwester, zwar nach bestem Wissen und Gewissen;
bei den Entscheidungen machte sich dennoch eine gewisse Unsicherheit und Unerfahrenheit
bemerkbar, was aber auf denen Spielausgang letztlich bei zwei sehr fairen
Sportlern im Court keine Auswirkungen hatte. Lieber Mario, gut ist, dass Du
üben kannst und willst; also lass Dich durch Kommentare nicht aus der
Ruhe bringen!! Also zunächst ein äußerst glücklicher
Punktgewinn für Saarlouis. Das zweite Spiel zwischen Rüdiger und
dem Chef der saarländischen Squasher Wolfgang Summer, nicht unbedingt
Busenfreund zu Jörg Emser zu nennen, aber was nicht ist, kann ja noch
werden, verlief in den ersten beiden Sätzen ausgeglichen, ehe sich Rüdiger
in einem knappen dritten Satz und einem ganz deutlichen vierten Satz bei
stärkerer
Konditionen und besserer Beweglichkeit gegen eine nie aufgebenden Wolfgang
durchsetzen konnte. Ein ähnlich spannendes Spiel gab es auf Position
2 zwischen Frank und dem kämpfenden Franzosen Christophe Chiavazzo. Frank
legte los wie die Feuerwehr, zeigte sein bestes Squash und lag schnell mit
2:0 in Führung. Dann aber war Christophe richtig warm gelaufen. Er lief
Frank in Grund und Boden und bei Frank merkte man im Verlaufe des Spiels immer
mehr den Teer in den Lungen, was übersetzt heißt, dass er irgendwann
richtig platt war. Er konnte dem konditionsstarken Franzosen nichts entgegensetzen
und verlor daher trotz guter Anfangsleistung in fünf Sätzen. Bei
Marc auf Position 1 kann man das Spiel gegen Jörg zuvor fast genau übertragen,
mit dem Unterschied, dass Marc den ersten Satz in der Verlängerung gewinnen
konnte. Auch hier hatte er seine Siegchancen gegen den ehemaligen Malstatter
Thomas Schmidt, vergab aber durch einige Unkonzentriertheiten und durch taktisch
nicht immer kluges Spiel seine Möglichkeiten, das Punktekonto zu verbessern,
teilweise unnötig. Thomas behielt die Ruhe und Marc regte sich zu sehr
über eigene Fehler auf, so dass er die nächsten drei Sätze
zwar knapp, aber dennoch durchaus nachvollziehbar verlieren musste. Auch hier
war daher ein Unentschieden die Folge. Und nun erneut zur Mathematik des Verbandes:
Spielstand war 2:2, Satzverhältnis 9:9 und deshalb kam es auf die einzelnen
erzielten Spielpunkte an. Hier erzielten die Spieler aus Heidenkopf einen
einzigen Punkt mehr (167:166), was dazu führte, dass wir aus diesem Spiel
nur einen Wertungspunkt statt zweien (für Heidenkopf) herausziehen konnten.
Dies ist zwar blöd, weil man während der Spiele überhaupt nicht
überprüfen kann, ob man dann, wenn man sein Spiel zwar verliert,
einen oder zwei Punkte mehr machen sollte! Dies ist aber auch nicht zu ändern.
Diskutabel sollte es aber sein, ob man diese Wertung bundesweit beibehält.
Schönen Karneval und bis zum letzten Spieltag Ende Februar!!
Anm.d.R. Das ist ein Heimspieltag und da gibt´s endlich mal wieder Bollas!
Versprochen!
Verfasser: Kurt Rauch / 09.Februar 2010