Die Terminierung dieses Spieltags war deshalb etwas unglücklich, weil im Saarland Schulferien waren und auch unser Verein hiervon betroffen war. Auch der Schreiber der Zeilen weilte in Urlaub, und außerdem entschuldigt er sich für diese verspäteten Zeilen, da es auch in der Folge zeitlich bislang nicht mit dem Schreiben klappte. Aber jetzt ist es soweit!
Da es auch weiter Verletzte gab, war es wiederum sehr schwierig, zwei schlagfertige
Mannschaften zusammen zu bekommen. Diesbezüglich muss ich aber einmal ein
großes Lob an unseren Präsidenten und den Spielführer der zweiten
Mannschaft Frank loswerden, der nicht nur seine Schäfchen zusammenhalten
musste, sondern wegen Olivers urlaubsbedingter Abwesenheit auch die Koordinierung
des Auswärtsspiels der ersten Mannschaft übernehmen musste. Dies hat
er vortrefflich gemacht und sogar die kurzfristige Absage des Verletzten Marc
Thrill, unseres Luxemburgers, konnte er kompensieren. Also ein großes Lob
für diese logistische Spitzenleistung!
Frank selbst spielte wegen der Ausfälle von Oliver, Marc und dem schon
die ganze Saison Verletzten Gerhard zusammen mit Rüdiger in der ersten Mannschaft.
Die Anreise nach Mainz zu den Gastgebern von Idar-Oberstein II war zwar weit,
aber der Weg ist mittlerweile bekannt. Frank hatte es auf Position 4 im ersten
Spiel gegen die dritte Mannschaft aus Koblenz mit Thomas Marx zu tun, mit dem
er in den Sätzen 1 und 3 gut mithalten konnte, was aber nichts daran ändert,
dass sein Gegner doch etwas
stärker war und daher deutlich mit 3:0 gewann.
Rüdiger hatte einen noch etwas stärkeren Gegner mit Stelio Berikaki
und musste sich diesen ohne Chance in drei glatten Sätzen geschlagen geben.
Roland war auf Position 2 noch etwas beeinträchtigt von einer Erkältung
und fand in diesem ersten Spiel nicht zu seiner Form. Sein Gegner Andreas Michel
hätte wohl bei einem gesunden Roland deutlich mehr Schwierigkeiten gehabt
als in den drei Sätzen, die zwar relativ knapp waren, aber dennoch verloren
gingen, weshalb man schon frühzeitig die Hoffnung auf einen Ehrenpunkt begraben
musste. Schade eigentlich, denn das Spiel auf Position 1 zwischen unserem Stefan
und dem jungen Engländer Samuel
Stott hätte es schon verdient gehabt,
Bedeutung zu haben. In einem unglaublich spannenden und hochklassigen Spiel fand
Stefan gewissermaßen über den Kampf zum Spiel, lag schon 0:2 zurück,
um dann in drei unglaublich engen, knappen und spannenden Sätzen doch noch
in der Verlängerung des letzten mit 12:10 die Arme hoch zu reißen.
Leider nur mit statistischen Wert, aber dennoch ein großes Kompliment für
unseren Dauerkämpfer.
Im
zweiten Spiel rechnete man sich mehr aus und bei stärkster Besetzung wäre
dies auch realistisch gewesen. So hatten auch hier wiederum der tapfer kämpfende
Frank und Rüdiger mit den beiden Routiniers der Gastgeber aus Idar-Oberstein
Oliver Hahn (nicht: Oliver Kahn wie meine Spracherkennung gerade auswarf!!) und
Ulf Merk nicht den Hauch einer Chance gegen die beiden stark spielenden Gegner.
Allerdings fand Roland, so richtig warm geworden,
nunmehr
in sein Spiel und besiegte Thomas Rohleder recht deutlich ohne Satzverlust. Der
in guter Form befindliche Stefan machte es ihm nach und hielt Marco Stoffel in
vier Sätzen ohne große Gefährdung auf Distanz, so dass wenigstens
ein Punkt aus der Faschingshochburg, dem Heimspielort der Gastgeber, mitgebracht
werden konnte, was schon ausreicht, dass der direkte Abstieg vermieden wird. Allerdings
droht die Relegation, was man aber am letzten Spieltag noch ändern will.
Auch die zweite Mannschaft musste reisen, dieses Mal ebenfalls stark Ersatz
geschwächt, denn neben den beiden für die erste Mannschaft spielenden
Sportsfreunden musste auch der in Urlaub befindliche Kurt ersetzt werden. Die
Reise nach Wiesental trat daher das letzte Aufgebot an und schlug sich insgesamt
doch beachtlich. Gegner war noch St. Wendel II. Wieder einmal Einsatz hatte unser
fleißiger Trainingsweltmeister Timo, der zunächst gegen St. Wendel
mit Eva Häßel die Rackets kreuzte. Jeder männliche Leser weiß,
wie angenehm/unangenehm Spiele gegen Frauen sein können, vor
allem dann,
wenn man merkt, es läuft nicht richtig. Timo hatte sozusagen zwei Gegner,
nämlich zusätzlich noch sich selbst, denn er wollte alles besonders
gut machen und verkrampfte daher in seinem Spiel völlig. Die Folge waren
drei klar verlorene Sätze, wobei Timo die Punkte meist selbst machte, was
aber die Leistung von Eva nicht schmälern soll. Dafür machte Timo erfolgreich
viele Fotos von den Spielen. Markus musste gegen Jörg Beicht antreten und
hatte gegen ihn keine Chance bei einem 0:3. Ein tolles Spiel lieferte auf Position
2
Marc gegen den unorthodoxen, sympathischen Squasher und Gewerkschaftsfunktionär
Holger Meuler. Es entwickelte sich ein schnelles Spiel mit einem guten Marc und
einem in dieser Höhe doch überraschenden 3:1-Sieg für uns; die
letzten beiden Sätze gewann Marc doch recht deutlich. Christoph musste gegen
den Routinier Jens Pohl antreten und die gespielten Sätze verliefen alle
recht knapp, überwiegend aber mit besserem Ende für den fast fehlerfrei
spielenden Jens, während das Christoph seine Bälle nicht zu platzieren
konnte, wie man es gewohnt ist. Damit gab es eine Niederlage, die aber im Hinblick
auf die personelle Situation nicht allzu tragisch ist.
Die Heimmannschaft aus Wiesenthal III war der nächste
Gegner. Timo erreichte
hier den ersten Punkt ohne Mühen, Markus hatte es mit seiner Standardgegnerin
Janine Weydmann zu tun und wie immer spielten beide fünf Sätze, die
alle spannend, knapp und mit dem besseren Ende für uns waren, was vor allem
an Kraft und Dynamik lag, denn Janine ist technisch durchaus besser als Markus.
Marc hatte gegen Matthias Siebenschuch wenig Mühe und trotz zweier knapper
Sätze gewann er deutlich mit 3:0, er beweist auch hiermit, dass er auf dem
guten Weg für die erste Mannschaft
ist, wenn er regelmäßig trainieren
kann. Damit war der Sieg schon perfekt, aber Christoph ließ sich nicht lumpen
und wollte im Spiel des Tages gegen den alten Bekannten Patrick Hooß, der
für jeden seiner Gegner ein nervenaufreibendes Spiel bietet, einen Sieg erschlagen.
Nach verlorenem ersten Satz begann Patrick zu klimpern und kam aus diesem Spiel
nicht mehr heraus. Den zweiten Satz gewann Christoph mit perfektem Volley- und
Stoppspiel überdeutlich und die nächsten beiden gegen einen sichtlich
bemühten Patrick dennoch knapp, aber erfolgreich für uns aus, weil er
einfach die besseren Bände spielte. Mit dieser Überraschung gab es ein
deutliches 4:0, bei der personellen Besetzung eine hervorragenden Leistung!
Verfasser: Kurt Rauch / 08.März 2009