Kurz vor Ende der Saison steigt die Spannung in allen Ligen: in der Regionalliga
geht es für unser Team um den Klassenerhalt. Und um dieses Ziel zu erreichen, wollte man vor allem gegen die Mannschaft aus Idar-Oberstein punkten. Immer noch ohne Thomas, der Probleme am Knochengerüst hat, weil er auf gut gemeinte Ratschläge eines väterlichen Freundes in Bezug auf Trainingsmethoden partout nicht hören wollte, war man dennoch guten Mutes in die Nahestadt gereist und man rechnete sich auch deshalb etwas aus, weil der gute Geist aus Idar-Oberstein, Michael Roller, grippegeschwächt im Bett lag und daher nicht für eine Punktausbeute der Gastgeber sorgen konnte.
Das erste Spiel jedoch gegen den noch verlustpunktfreien Tabellenführer aus
Worms, konkret deren zweite Mannschaft, ist schnell geschildert: Jürgen traf auf
Thomas Schmidt, er hielt lange Zeit gut mit, hatte jedoch letztlich gegen den
erfahrenen Wormser und dessen technische Stärken keine Chance. Jürgen, dieses
Mal in der Tat mit einem Fotoapparat versehen (bin mal gespannt, ob er auch genutzt
wurde oder genutzt werden konnte!! Anm. d. R. er wurde, wie Ihr hier seht!), verlor
mit 0:3. Der in guter Form befindliche Roland traf auf einen übermächtigen Alexander
Hoppe, der sich schon einmal für die Relegationsrunde zur Zweiten Bundesliga einspielte
und unserem tapferen Roland gerade einmal vier Punkte überließ. Auch Stefan auf
Position 2 hatte gegen den jungen Carsten Schoor nur Lehrgeld zu zahlen und konnte
wenigstens einen Punkt mehr als Roland erreichen. Marc auf Position 1 musste gegen
den Weltranglistenspieler Bradley Hindle antreten, der ebenfalls spielen musste,
um in den Relegationspartien das Racket schwingen zu dürfen. Marc spielte gut
mit, aber Bradley musste auch nicht vollends aus sich herausgehen, um in drei
Sätzen relativ deutlich zu gewinnen.
Gegen die Gastgeber traf Jürgen auf den allseits berühmten und berüchtigten
Robert Yaghoubi, dessen Spiel so unspektakulär aussieht, der aber mit solcher
Effizienz zu Werke geht, dass man kerngesund sein muss, um dieses Spiel ohne psychische
Schäden zu überstehen. Jürgen jedenfalls schaffte es lediglich
im zweiten Satz, sein druckvolles Spiel umzusetzen und seinen Gegner zu
beherrschen.
In den übrigen Sätzen jedoch lag der Spielverlauf einerseits an Jürgen,
der absolut nicht zu seinem Spiel fand, und andererseits natürlich auch an
Robert, der seine Stärken im Bereich des Volley- und Boastspiels gnadenlos
ausnutzte und jede Schwäche von Jürgen bestrafte. Die Sätze 1,3
und 4 gingen daher ganz deutlich an Robert. Roland auf Position 3 hatte es mit
dem jungen Laufwunder Julian Messerschmidt zu tun und Roland brauchte mal wieder
einige Zeit, um sich auf seinen Gegner einzustellen, im konkreten Fall ganze drei
Sätze, von denen er Gott sei Dank einen gewann. Die beiden letzten gingen
sehr deutlich an Roland, der seine technischen und spielerischen Stärken
einsetzte, um den völlig resignierenden Julian deutlich auf Distanz zu halten.
Roland ließ seinem Gegner einen ganzen Punkt in den letzten beiden von fünf
Sätzen. An Stefan lag es nun, für das Unentschieden zu sorgen, aber
Gegner Patrick Huber, ehemals aus Kaiserslautern, hatte etwas dagegen. Stefan
wirkte etwas verkrampft und unsicher und musste seinem Gegner das Spiel komplett
überlassen. Nur der zweite Satz verlief ausgeglichen, aber auch diesen verlor
Stefan wie die übrigen beiden, so dass der erhoffte Punkt nicht eingefahren
werden konnte. Marc auf
Position 1 traf auf den jungen Engländer Daniel Hutchines
und Marc wirkte fit, konzentriert und spritzig, gewann daher den ersten Satz relativ
klar, um aber in den nächsten drei Sätzen dem hervorragenden Spiel des
gut austrainierten und schon sehr erfahrenen jungen Engländers Tribut zu
zollen. Daher gelang den Gastgebern aus Idar-Oberstein auch ohne ihren Capo Michael
Roller ein 3:1-Sieg und es liegt nun am letzten Spieltag, den Klassenerhalt zu
sichern, was möglich sein müsste, weil der mittlerweile punktgleiche
Konkurrent aus Höhr-Grenzhausen wohl das schwerere Programm hat.
In der Saarlandliga geht das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Blieskastel und unserer zweiten Mannschaft bis zum Schluss weiter. Keine der beiden punktgleichen Spitzenmannschaften gab sich eine Blöße. Unser Team II spielte zunächst gegen St. Wendel II und Rüdiger traf auf Jens Schillinger, bei dem es unser Longline-Spezialist etwas langsamer angehen ließ, vor allem im dritten Satz, den Rüdiger nur knapp gewann. Auf Position 3 hatte es Frank mit der technisch sehr starken Katja Junker zu tun, die aber letztlich dem kraftvollen und schnellen Spiel unseres Linkshänders nichts entgegenzusetzen hatte. Im Spiel der Oldies auf Position 2 spielte Gerhard gegen das Urgestein aus St. Wendel, Charly Recktenwald, der noch einmal zum Racket griff und vor allem im zweiten Satz zeigte, was Routine und Cleverness, gepaart mit den Fähigkeiten eines Linkshänders so alles bewirken kann, denn in diesem Satz hatte Gerhard keine Chancen. In den übrigen jedoch merkte man, dass Gerhard spritzig, schnell und fit ist und die Kugel auch gut treffen kann, denn diese drei anderen Sätze gewann er souverän. Olli schließlich auf Position 1 spielte gegen Michael Gräber und trotz erheblichen Trainingsrückstandes hatte unser Sonnyboy keine Schwierigkeiten und siegte deutlich mit 3:0.
Gegen den Gastgeber aus Illingen, genauer die zweite Mannschaft aus Fassianien, wurde es etwas schwerer. Rüdiger ließ gegen den squashbesessenen sympathischen Johann Janto keine Gefangenen zu. Er spielte äußerst konzentriert und druckvoll und gegen das genaue Spiel von Rüdiger hatte Johann keine Möglichkeiten, sondern erzielte nur drei Punkte im zweiten Satz und das war's schon. Frank traf auf den Kapitän des Gastgebers, den immer fröhlichen René Riehm, und Frank, der in letzter Zeit deutlich weniger Fehler macht als zuvor, verfiel teilweise in seine Unkonzentriertheiten und hatte René den dritten Satz zu überlassen, um aber dann wieder sich auf seine Stärken zu besinnen und dem Ball die nötige Temperatur zu geben. Frank gewann also mit 3:1. Das spannendste Spiel des Tages lieferte Gerhard auf Position 2 mit dem Ebenfalls-Oldie Rainer Bönnemann. Nach zwei ausgeglichen, aber jeweils von Gerhard gewonnenen Sätzen sah es nach einem klaren Triumph aus, aber Rainer legte zu, gewann die nächsten beiden und so musste der fünfte Satz entscheiden. Diesen sah Gerhard wiederum vorne, der in einem durchaus ausgeglichenen Spiel der glückliche Gewinner war. Olli schließlich traf auf Christian Eydt, hatte in den ersten beiden Sätzen erhebliche Probleme und gewann diese nur knapp, bevor er die Nuss geknackt hatte und den dritten Satz etwas deutlicher aufgrund seiner größeren Schnelligkeit entscheiden konnte. Damit gab es für Saarlouis II keinen Spielverlust und da auch Blieskastel jungfräulich blieb, müssen wir auf einen Ausrutscher des Konkurrenten am letzten Spieltag hoffen, um doch noch Meister werden zu können.
Im letzten Heimspiel der Saison traf unsere dritte Mannschaft auf die beiden
Teams aus Wiesental. Immer noch stark ersatzgeschwächt ohne Harry, Alex und dieses Mal auch aus zeitlichen Gründen ohne Benjamin waren die Vorzeichen etwas ungünstig. Der verregnete Himmel in Ensdorf klarte aber zum einen etwas auf, als die Gäste eintrafen und man feststellte, dass Christoph Lofi, der Angstgegner aller Saarlouiser Spieler und vor allem von Kurt (Anmerkung: lieber Christoph, gute Besserung, und vielleicht klappt es doch noch einmal mit einem Duell) nicht dabei war. Man spielte zuerst gegen Wiesental III, gegen die man in der Hinrunde noch verloren hatte und die auch mit dem letzten Aufgebot antreten mussten. Markus auf Position 4, im Training deutlich verbessert, hatte mit seinem Gegner wenig Schwierigkeiten und siegte mit 3:0. Stefan Cavelius auf Position 3 hatte schon ein hartes Stück Arbeit zu bewältigen, um den routinierten und variabel
spielenden Thomas Baab in Schach zu halten. Die beiden kämpften bis zum Umfallen beziehungsweise bis der Schläger von Thomas im fünften Satz gerissen war. Akzessorisch hierzu riss auch das Spiel von Thomas und Stefan gewann diesen fünften Satz daher relativ klar, wenn auch glücklich. Marc Graner auf Position 2 spielte gegen den jungen Matthias Siebenschuch und Marc beherzigte die Tipps, überlegt und vorwiegend Longline zu spielen und dies reichte gegen einen nie aufsteckenden Matthias zu einem klaren 3:0-Sieg. Auf Position 1 war Kurt vorgewarnt, denn sein Gegner Ralph Moses hatte am Spieltag zuvor Gerhard aus dem Court gefegt und so ging Kurt sehr konzentriert in den Court (!).
Es entwickelte sich ein Spiel, das sehr einseitig war, und gezeigt hat, dass dieser Tag für Ralf einer war, an dem man besser im Bett geblieben wäre. Je mehr bei Kurt klappte, desto weniger Mittel sah Ralph, der lediglich im zweiten Satz 3 Punkte erzielen könnte, sonst aber leer ausging und deutlich unter Wert geschlagen wurde. Damit gewann die dritte Mannschaft überraschend deutlich mit 4:0.
Anschließend traf man noch auf die lustigen Weiber aus Wiesental, besser gesagt
die Mädels, die sich einen Spaß daraus machten, mit einer Schiebetafel immer das
aktuelle Spielergebnis anzuzeigen und künstlerisch wertvolle Bilder zu malen.
Die nicht nujr künstlerisch äußerst talentierten Mädels wehrten sich nach Kräften.
Vor allem auf Position 4 verlangte Janine Weydmann unserem Markus alles ab, der
mit Glück und etwas druckvollerem und genauerem Longline-Spiel schließlich in
vier Sätzen die Oberhand behielt. Auf der dritten Position ließ es Stefan im ersten
Satz gegen
Nathalie
Becker viel zu locker an und Nathalie siegte souverän. Nach einer Motivationsrede
in der Pause konzentrierte sich Stefan aber und gewann den nächsten drei Sätze
aufgrund seines kraftvolleren Spiels doch noch deutlich. Das interessanteste Spiel
lieferte sich Marc gegen die technisch und taktisch hervorragend ausgebildete
und körperlich fitte Britta Dabrock. Der schnelle Mark spielte noch nicht einmal
so schlecht, vergaß aber wieder einmal, die kompletten Maße des Corts auszunutzen
und Bälle auch einmal dorthin zu platzieren, wo der Gegner nur relativ schwierig
hinkommt, nämlich in die Ecken. Britta zeigte ihm, wie dies
funktioniert, und
die auch sehr schnell und kraftvoll schlagende Britta bewies Marc, dass die Courts
solche Ecken haben. Seine zahlreich angereisten Kumpels kamen aus dem Staunen
nicht mehr heraus, denn Britta siegte in vier Sätzen und damit wurde es noch einmal
spannend. Kurt hatte es mit der ebenfalls wie
Britta in der deutschen Jugendrangliste vertretenen Stefanie Siebenschuch zu tun
und auch Steffi zeigte, dass ihr Trainingseifer Früchte trägt. Sehr schnell am
Ball, variables Volley-Spiel und technische Fähigkeiten verlangten vom Routinier
alle Konzentration und die Erfahrung siegte noch einmal gegen die Jugend: Steffi
hatte im zweiten Satz ihre Chancen, nutzte sie nicht, und die anderen Sätze gingen
doch relativ klar an das Fossil aus Saarlouis. Damit siegte man auch gegen die
Mädels, die im Übrigen ein Unentschieden gegen?????? ihre männliche Konkurrenz
aus der dritten Mannschaft erreichten, und der dritte Platz in der Verbandsliga
ist wieder in Reichweite gerückt.
Also Freunde, der letzte Spieltag verspricht spannend zu werden, haltet uns die Treue und schreibt mal wieder was ins Gästebuch!
Verfasser: Kurt Rauch / 05.03. 2007