Nachdem die erste Mannschaft ihr Spiel bereits vorgezogen hatte, musste in
der
Oberliga Südwest die zweite Mannschaft ihre erste weite Reise antreten.
Ziel war Germersheim und die zeitliche Planung war verbesserungsfähig, denn
die Strecke nach Germersheim über die derzeit mit katastrophaler Verkehrsführung
versehene B 10 war länger als erwartet und außerdem hatte man trotz
Navigation Probleme, das Squashcenter zu finden. Dies gelang mit viertelstündiger
Verspätung und die Überraschung war, dass auch die Gegner aus Zweibrücken
noch nicht da waren. Sie kamen, aber der Zeitplan war aber völlig über
den Haufen geworfen.
Im ersten Spiel der beiden Tabellenletzten Germersheim und Saarlouis 2 traf
auf
Nummer 4 Gerhard auf den jungen Markus Wünstel, den er schon zweimal
besiegt hatte. Markus machte es dieses Mal Gerhard aber äußerst schwer
und es zeigt sich, dass Markus gut dazugelernt hat. Zwei Sätze gingen in
die Verlängerung, jeder gewann einen, schließlich setzte sich aber
doch das routiniertere und fehlerlosere Spiel von Gerhard durch, der in vier Sätzen
gewann. Frank hatte es dann auf Position 3 mit dem anderen Nachwuchsspieler aus
Germersheim zu tun, Andreas Seifert. Unglücklich verlor Frank den ersten
Satz in der Verlängerung, die beiden anderen waren dann ausgeglichen und
im letzten, dem vierten Satz ließ Franks
Konzentration und Kondition etwas
nach und der ebenfalls stark verbesserte Andreas siegte mit 3:1. Dass auf Position
2 Christoph gegen den Techniker Fritz Bus wohl nur geringe Chancen hatte, war
von vornherein klar. Fritz spielte sehr konzentriert, sehr sicher und druckvoll
und Christoph fand nicht in sein Spiel mit den vielen Stopps. Christoph hatte
nicht den Hauch einer Chance und machte gerade mal vier Punkte in drei Sätzen.
So lag es an Oliver auf Position 1, das erhoffte Unentschieden noch zu erreichen.
Gegen den routinierteren und mit stoischer Ruhe spielenden Bernd Lintz begann
Oliver äußerst erfolgreich. Der erste Satz
war einer der besten, den
er in dieser Saison gespielt hat. Anschließend ließ jedoch nicht die
Konzentration etwas nach, Oliver verlor den zweiten Satz und im dritten ging es
hin und her, ehe Bernd etwas glücklich diesen Satz mit 10:9 gewann. Anschließend
war es um Oliver geschehen und Bernd siegte in vier Sätzen. Damit stand der
erste Sieg von Germersheim fest und dass gerade wir die Opfer waren, schmerzt.
Aber die angenehmen Spieler aus Germersheim waren durchaus verdienter Sieger.
Im zweiten Spiel rechnete man sich nicht so viel aus, aber wie so häufig
kommt
es anders als man denkt. Kurt begann auf Position 4 gegen Steven Bokenburger
und der erste Satz war sehr ausgeglichen. Steven siegte in der Verlängerung
10:8, um dann aber fast gänzlich das Squashspiel aufzugeben. Unkonzentriert
und mit hoher Fehlerquote brauchte Kurt nichts anderes zu tun, als die Bälle
zu platzieren, was auch durchaus kontinuierlich gelang. Steven machte dann die
Fehler und wohl noch geschwächt von Ausschweifungen am Abend, besser gesagt
in der Nacht zuvor, war Steven auch körperlich angeschlagen. Jedenfalls machte
der junge Zweibrücker gegen den alten Hasen nur noch vier Punkte in den folgenden
drei Sätzen. Mit demselben Ergebnis, aber nach deutlich höheren Anstrengungen
gewann Gerhard gegen den schnellen und technisch ausgereiften Jürgen Heinz.
Gerhard bestätigte seine Superform und ließ dem sympathischen Lehrer
aus Zweibrücken nur den ersten Satz. Im dritten Satz ging es hin und her
und Gerhard hatte die besseren Schläge in der Verlängerung, die er mit
10:9 gewann. Satz 4 verlief dann klarer und Gerhard siegte verdiente mit 3:1.
Defensivspezialist Martin Stahl spielte gegen Christoph sein unorthodoxes,
aber
äußerst effektives Spiel in Perfektion. Die ersten beiden Sätze
wusste Christoph gar nicht, was mit ihm passiert, aber in Satz 3 spielte er besser
und den konnte er offen halten. Dennoch verlor Christoph mit 0:3. Auf Position
1 schließlich entwickelte sich ein Krimi zwischen Heiko Doll und Oliver.
Oliver spielte sehr unkonzentriert und fehlerbehaftet in den ersten beiden Sätzen,
die Heiko 9:5 und 9:4 gewann. Heiko setzte seine Millimeterbälle in dieser
Phase reihenweise und Oliver wusste nicht, wie er dem entgegnen sollte. Das Bild
änderte sich jedoch in den folgenden Sätzen, als Oliver wieder zu seiner
guten Form mit druckvollen Grundschlägen und schnellem Spiel zurückfand
und trotz Rückständen diese drei Sätze souverän gewann. Damit
war der Überraschungssieg gegen Zweibrücken perfekt und weil Zweibrücken
gegen Germersheim unentschieden spielte, konnte man Germersheim auf Distanz halten.
Übrigens verlief die Rückfahrt, die erst um 19:15 h begann, über
die Autobahn deutlich schneller und entspannter als die Hinfahrt.
Mit erheblichen personellen Problemen hat derzeit die dritte Mannschaft zu tun,
bei der offensichtlich einige wenige Spieler nicht wissen, was in einem Mannschaftssport Grundlage sein muss, nämlich wenn irgend möglich sich die Spieltage vorzumerken und zur Verfügung zu stehen oder jedenfalls dem Mannschaftskapitän, also Alex, rechtzeitig und vor allem aufforderungslos Bescheid zu sagen. Es ist auch gegenüber den Mannschaftskameraden, ganz konkret am Spieltag Harry, Alex, Marc und Stefan schlechter Stil, wenn immer wieder Absagen kommen, keiner weiß, wo sich der Spieler befindet oder permanent an die Spieltage erinnert werden muss. Gerade diese zwei bis drei Spieler, die es betrifft, sollten überlegen, was sie dem Verein und ihren Mitspielern damit antun. Jedenfalls bin ich ziemlich frustriert. Dennoch fanden sich die Zuverlässigen, die zum Teil auch Gründe hatten, nicht zu spielen, zusammen, um gegen die beiden stärksten Teams aus Sankt Wendel 1 und Heidenkopf 2 anzutreten, was aber letztlich noch nicht einmal zu einem Spielgewinn reichte. Gegen Heidenkopf verlor Harry mit 0:3, wobei sein Gegner Peter Ries in der Tat unangenehm zu spielen ist und sehr konzentriert ans Werk ging. Hinzu kommt, dass Harry gesundheitlich sehr angeschlagen war und es schon daher fast unverantwortlich war, ihn spielen zu lassen, was aber auf Grund des Verhaltens der nicht anwesenden Spieler notwendig wurde. Größten Dank an Harry für seinen Einsatz. Alex verlor ebenfalls 0:3 gegen Thomas Schmitz und Marc mit dem selben Ergebnis gegen den Routinier Klaus Maas. Klaus ließ Marc gerade mal drei Punkte. Auch Stefan war gegen den ehemaligen Saarlandmeister Rudi Thomas ohne Chance, obwohl Stefan noch gut mithielt. 0:12, 0:4 war daher das klare Ergebnis.
Nicht besser erging es gegen Sankt Wendel. Hier war Harry ebenfalls gegen den Dauerläufer Ralf Dudenhoeffer allein schon wegen seiner Erkrankung chancenlos. Harry gewann aber immerhin noch den ersten Satz. Im zweiten Spiel wurde es richtig spannend, als Alex auf Frank Petry traf und er unglücklich im 5. Satz verlor. Marc gegen den routinierten Detlef Nierich und Stefan gegen Rüdiger Goeddel schafften hingegen keinen Satzgewinn, sodass auch dieses Spiel 0:4 ausging. Im Spitzenspiel schließlich besiegte Heidenkopf Sankt Wendel mit 4:0.
Verfasser: Kurt Rauch / 2006