Spielbericht des sechsten Spieltags der Saison 2011/2012 am am 07. und 14.01.2012

Dieser Spieltag war für unsere Mannschaften wegweisend; die erste Mannschaft zog das Spiel in Idar-Oberstein um eine Woche vor. Da es sich dennoch um einen einzigen Spieltag handelte, sollen die Berichte gemeinsam verfasst werden.

Die Aufgabe für unser Team I war mit den Matchs gegen die beiden Spitzenteams aus Homburg und Idar-Oberstein II nicht einfach und nachdem man nicht besonders erfolgreich in die Saison gestartet war, waren dies schon entscheidende Spiele darüber, in welche Richtung der Tabelle die Mannschaft tendiert. Erstmals seit gefühlten 50 Jahren spielte Harald mal wieder in einer unserer Mannschaften, der in der Winterpause als Puffer zwischen erster und zweiter Mannschaft installiert wurde. Unser Trainingsweltmeister und Senior, der bislang mit einem gnadenlosen Volley- und Stoppspiel seine Gegner reihenweise zu freiwilligen Aufenthalten in geschlossenen psychiatrischen zum Vergrößern anklickenAnstalten getrieben hatte, sollte dies nunmehr seine Gegner außerhalb des Vereins spüren lassen. Er hatte es gleich im ersten Spiel gegen Homburg mit dem jungen und talentierten Simon Holzmann zu tun, wobei Harald aber, mittlerweile zum echten Squasher geläutert, auch solches echtes Squash anbot und dem jungen Simon nur den dritten Satz überließ. Die übrigen Sätze gewann Harald, wobei der zweite in die Verlängerung gehen musste. Dennoch konnte Harald den ersten Punkt einfahren. Spiel des Tages war dann das folgende Match zwischen Frank und unserem alten Kumpel Michael Schwenk, der in dieser Saison noch ungeschlagen ist beziehungsweise war, um das Ergebnis schon vorwegzunehmen. Frank zeigte seine beste Saisonleistung, schaffte es immer wieder, Rückstände in den einzelnen Sätzen aufzuholen und unser Präsident gewann die ersten beiden knapp, verlor dann kurz den Faden und den dritten Satz relativ deutlich, um dann im vierten in unnachahmlicher Weise über Michael herzufallen wie ein Tsunami. Dieser ging ganz deutlich mit 11:3 an Frank und Michael fiel in eine tiefe Depression ob der Tatsache, dass seine Liga-Jungfräulichkeit zerstört wurde. Lieber Michael, es gibt Schlimmeres, jetzt kannst du befreit aufspielen und hast den Druck der Unbesiegbarkeit nicht mehr!

zum Vergrößern anklickenDamit war das Unentschieden schon gesichert, wie sich zeigen sollte, war dies gut so, denn die ersten beiden Spieler unserer ersten Mannschaft hatten doch gegen ihre Gegner nicht den Hauch einer Chance. Marc musste dabei anerkennen, dass Christoph Mohr mittlerweile zu einem richtig guten Squasher gereift ist, technisch sauber und sicher spielt und leichte Fehler, wie Marc sie teilweise beging, gleich und gnadenlos bestraft. Marc schaffte es nur im ersten Satz mitzuhalten, verlor die anderen beiden dann deutlich. Ähnlich ging es Oli auf Position 1 gegen den Homburger Spitzenspieler Udo Holzmann, der nichts von seiner Schnelligkeit und technischen Reife verloren hat. Auch Oliver gelang es nicht, ins Spiel zu kommen und Udo beherrschte das Spiel nach Belieben, auch im Ergebnis mit 3:0. Immerhin: dem Tabellenzweiten ein, wenn auch schlechtes, Unentschieden abzutrotzen, verlangt Respekt und Anerkennung.

Im zweiten Spiel gegen das Team aus Idar-Oberstein schaffte Harald auf Position 4 wenigstens den längsten Satz des Tages gegen Rainer Lichtenberger, dieser ging aber mit 16:14 verloren. Harald gewann den ersten Satz, musste dann aber die technische Überlegenheit seines Gegners anerkennen und konnte auch mit seinem Volleyspiel nichts mehr ausrichten. Harald war zwar der flinkere Spieler zweier Senioren, aber die technische Überlegenheit gab den Ausschlag. Frank hatte es mit dem Oldie Dietmar Geyer zu tun und spielte weiter trotz einiger Probleme auf hohem Niveau. Beide Spieler lieferten ein ausgeglichenes Match und Frank schaffte eine Stabilität dahingehend, dass er alle drei Sätze mit dem gleichen Ergebnis von 11:9 glücklich gewinnen konnte. Beide Spitzenspieler sorgten dieses Mal für Spannung pur. Marc hatte gegen den jungen und talentierten Alexander Hiery die eine oder andere Schwierigkeit. Die ersten beiden Sätze verlor Marc ganz deutlich und es gab schon niemand einen Pfifferling auf ihn. Dann rappelte er sich aber auf und bot das beste Saisonspiel, was unter anderem daran lag, dass er ab dem dritten Satz seinen uralten Schläger Marke Johannes Heesters auspackte und mit diesem gleich einem Zauberstab ein anderer Spieler wurde. Marc gewann die nächsten beiden Durchgänge mit 11:5 und 11:9, um dann im letzten ein glattes Ergebnis zu erzielen gegen einen dann aber auch entnervten Alexander mit 11:4.

zum Vergrößern anklickenDie Krone setzte dann Oliver auf, der gegen den routinierten Stefan Messerschmidt das spannendste Spiel des Tages absolvierte. Auch Oliver lag mit 2:1 zurück, um dann nochmal alles kämpferisch und läuferisch aus sich heraus zu holen, gespickt mit Hechtsprüngen, Salti und Pirouetten wie in Boris Beckers besten Zeiten. Den vierten gewann er deutlich und im fünften entwickelte sich ein komplett ausgeglichenes Spiel mit dem glücklicheren Ende für Oliver, der in der Verlängerung mit 12:10 das Spiel und damit auch den Gesamtsieg für unser Team verbuchen konnte. Ein äußerst erfolgreicher Spieltag mit einem Unentschieden und einem Sieg gegen zwei Spitzenmannschaften der Liga ist eine mehr als optimale Ausbeute für unsere erste Mannschaft, die damit an die obere der beiden Tabellenhälften andocken konnte.

zum Vergrößern anklickenEine Woche später bei wieder einmal bestem, sonnigen Wetter, wie auch an den Spieltagen zuvor, fand das Heimspiel unserer zweiten Mannschaft statt, zudem wir fünf Spieler aufbieten konnten, wobei bei zweien, Karl und Marius, aus wahrscheinlich unterschiedlichen Gründen ob des Altersunterschieds die rechte Schulter schmerzte und die deshalb etwas lädiert waren, obwohl man dies in den Spielen nur wenig merkte. Interessant war, dass die Freunde von Heidenkopf III vor dem Spiel nicht genau wussten, ob sie überhaupt eine Mannschaft komplett aufbieten konnten, sich aber dann zeigte, dass sie auf einmal 7 (in Worten: sieben) Spieler zur Verfügung hatten, wobei dann aber doch nur vier aufgeboten wurden. Der weitere Gegner aus Beindersheim III konnte hingegen nur drei zum Vergrößern anklickenSpieler zur Verfügung stellen, weshalb Rudolf als Nr. 4 des ersten Matchs einen deutlichen Sieg gegen "nicht angetreten" verbuchen konnte. Marius auf Nr. 3 hatte mit Claus Kappes wohl den spielerisch besten Spieler des Gegners aus Beindersheim zum Gegner und obwohl Marius kämpfte und rackerte wie immer und auch gute Bälle spielte, wusste Claus mit einem perfekten Longline- und Cross-Spiel in die Ecken die Schwächen von Marius auszuloten, der mit den langen Bällen seine Schwierigkeiten hatte. Dennoch, lieber Marius, dies ist kein Beinbruch, Du hast gut gespielt und die Schwierigkeiten mit den langen Bällen werden wir bis zum nächsten Spieltag wegtrainieren! Sascha zeigte gegen Jürgen Schmitz seine beste Saisonleistung. Er kämpfte nicht nur überragend, spielte vielmehr richtig gutes Squash, machte wenig Fehler und gewann gegen Jürgen Schmitz in vier Sätzen, wobei das Punktergebnis von 41:40 zeigte, dass es ein völlig ausgeglichenes Spiel war. Herzlichen Glückwunsch unserem lustigen und sympathischen Wahlsaarländer, der etwa 10 cm größer den Court verließ als er, sowieso ein zum Vergrößern anklickenRiese, in diesen gegangen war. Es lag nun an unserem Senior Karl, den ersten Sieg einzufahren. Ein schneller und flinker Gegner Joachim Ziegler machte ihm dies aber äußerst schwer. Die ersten beiden Sätze verlor Karl nach mäßiger Leistung, denn er versuchte zu sehr zu "klimpern“, was sich dann aber ab dem dritten Satz komplett wandelte. Karl war konzentriert, spielte druckvoll und brachte seinen Gegner Joachim von einer Verlegenheit in die andere. Im vierten Satz wurde es in der Verlängerung nochmals denkbar knapp, den fünften aber beherrschte er mit 11:5 souverän; er zeigte in den letzten drei Sätzen, wozu er noch in der Lage ist. Damit war der erste Sieg für die Saison eingefahren und dies nach einer wirklich ansprechenden Leistung, bedenkt man, dass im zweiten Spiel der Gäste aus Beindersheim gegen Heidenkopf ein klarer Sieg heraussprang.

zum Vergrößern anklickenUnser Team hatte dann aber gegen Heidenkopf keine Chance. Hervorzuheben ist das Spiel der beiden Rudis, unser zwölfjähriger gegen den ehemaligen Saarlandmeister und 56-jährigen Rudi Thomas. Dieser hatte vor dem Spiel noch genüsslich einen riesengroßen Salat mit Hühnerbruststreifen vertilgt und noch kauend den Court betreten, was ihn allerdings nicht störte. Mit doch deutlich angezogener Handbremse entwickelte sich ein schönes Trainingsspiel gegen unseren talentierten Rudi oder Fries II, wobei das Ergebnis von 3:2 für den alten der Handbremse geschuldet war. Rudi jung jedenfalls zeigte ein beherztes Spiel und nutzte die Chancen, die ihm Rudi alt im gab; er konnte als moralischer Sieger den Court verlassen. Marius zeigte dann gegen den zum Vergrößern anklickenebenfalls routinierten Johann Janto aus Heidenkopf wiederum ein beherztes Spiel; er hatte durchaus Chancen, das Spiel weiter offen zuhalten, und das Punktergebnis von 37:41 zeigt, dass nicht viel Unterschied zwischen den beiden festzustellen war. Marius spielte, bedingt durch seine lädierte Schulter, nicht mit der gebotenen Sicherheit, so dass Johann mit doch genaueren Schlägen die Oberhand behielt. Dennoch zeigte Marius auch hier eine sehr erfreuliche Leistung und es ist eine Frage der Zeit, wann er seine Gegner besiegt und später auch beherrschen wird. Auch Markus konnte man kämpferisch auf Position 2 gegen den Verbandspräsidenten Wolfgang Summer keinen Vorwurf machen. Wolfgang ist spielerisch stärker, aber Markus zeigte zumindest in den Sätzen 2 und 3, dass zum Vergrößern anklickener mithalten kann. Satz 2 gewann er und Satz 3 verlor er relativ knapp, was aber dennoch nicht reichte, um Wolfgang in Verlegenheit zu bringen. Schließlich nahm sich Karl im letzten Spiel gegen Peter Ries viel vor und die rund 122 Jahre im Court (ohne Schiedsrichter) zeigten durchaus ansehnliches Squash, wobei der flinke und schnelle Peter einem schon in den Wahnsinn treiben kann, was der Schreiber dieser Zeilen häufig an eigenem Leib erfahren hat. Karl jedenfalls kam nicht richtig ins Spiel, gewann zwar den ersten Satz, musste dann aber in den folgenden die Überlegenheit seines Gegners an diesem Tag anerkennen, zumal es ihm nicht gelang, Peter hinten zu halten und vorne ist der drahtige Heidenkopfer fast unschlagbar. Die Niederlage gegen Heidenkopf war aber nicht so tragisch, denn mit drei Punkten aus dem ersten Spiel war das Soll sowieso erfüllt.

In zwei Wochen geht es dann weiter; wahrscheinlich wieder bei strahlendem Sonnenschein!!

 

Verfasser: Kurt Rauch / 17.Januar 2012

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