Dieses Mal gab es ein Auswärtsspiel in Wiesental, der ehemaligen Bundesligastätte, in den Courts des saarländischen Squash-Pioniers und ehemaligen Nationalspielers Christian Bernard. Und zudem konnte man in stärkster Besetzung antreten, nämlich mit den ersten vier der Setzliste.
Im
ersten Spiel trafen unsere wackeren Kämpfer auf die Spieler des SC Heidenkopf
III. Hier kam es direkt zum Kampf der jeweiligen Senioren mit Johann Janto
und Karl. Beide kennen sich in- und auswendig von verschiedenen Ligaspielen
und Turnieren und trotz teilweise knappen Ausgangs siegte unser Karl nach
konzentrierter Leistung gegen einen verbesserten Johann doch relativ klar
in drei Sätzen. Auf Position 3 musste Rüdiger feststellen, dass
regelmäßiges Training
mit
Routine und einem nunmehr erreichten besten Squashalter alleine nicht ausreichen,
andere Routiniers so ohne weiteres zu bezwingen. Sein Gegner war der schon
in vielen Vereinen gespielt habende Wolfgang Summer, der Rüdiger den
Trainingsrückstand spüren ließ. Trotz teilweise technisch
guter Bälle musste Rüdiger anerkennen, dass Wolfgang an diesem Tag
spritziger, flotter auf den Beinen und konzentrierter im Abschluss war. Rüdiger
konnte nur den dritten Satz in der
Verlängerung
gewinnen, war aber in den anderen doch relativ klar unterlegen. Im Spiel auf
Position 2 kam es erneut zum Duell zwischen dem Franzosen David Meyer und
unserem linkshändigen Präsidenten Frank, der wieder einmal für
die spannendsten Spiele des Tages sorgte. Frank, um 5 kg erleichtert, bot
David, der ein paar Kilogramm zugelegt hatte, bei wechselnden Satzgewinnen
gut Paroli, um dann im fünften Satz mit 11:8 nach kämpferisch beeindruckendem
Spiel die
Oberhand
zu behalten. Die Hexe des Spieltags zuvor hatte weitgehend ausgeschossen und
man merkte auch Frank die bessere Beweglichkeit mit schnellem Spiel deutlich
an. Auf Position 1 kam es wiederum zu einer Begegnung, die mindestens die
sechste und siebte Wiederauflage fand, nämlich zwischen Marc und seinem
ewigen Kontrahenten aus Heidenkopf Thomas Schmidt. Hier zeigte sich Marc läuferisch
extrem stark, kämpferisch und trotz einiger technischer Mängel erstmals
seinem Gegner, der nur einen Satz für sich entscheiden konnte, spielerisch
überlegen. Großes Kompliment für den ersten Sieg von Marc
gegen Thomas in vier spannenden Sätzen. Somit konnte man Heidenkopf mit
3:1 auf Distanz halten.
Im
Spiel gegen die Gastgeber aus Wiesental III sollte es dann extrem spannend
und denkbar knapp werden. Karl hatte im Kampf der Generationen Tobias Reichardt
zum Gegner und der junge Wiesentaler war läuferisch natürlich unserm
Senior überlegen, was aber Karl nicht abhielt, seine technischen Kabinettstückchen
getreu dem Spiel Hase und Igel vorzuführen und Tobias laufen zu lassen.
Tobias hat gute Ansätze, ist kämpferisch stark, aber technisch doch
(noch) unterlegen, man weiß aber nicht, wie es in zwei Jahren aussieht.
Jedenfalls
hatte Karl lediglich im dritten Satz, den er verlor, Mühe mit dem jungen
Wiesentaler, konnte sich aber in den übrigen Sätzen doch deutlich
durchsetzen. Vorausgeschickt sei, dass dies das einzige Spiel war, dass nicht
über fünf Sätze ging. Die Position 3 sah Rüdiger im Spiel
gegen den jungen Philipp Becker und Rüdiger musste seinem Umzug in der
Weise Tribut zollen, dass er seine Squashschläger nicht mehr fand. Dies
bedeutete nicht, dass er ohne Schläger gespielt hat, sondern,
dass
er mit Frank den Schläger teilen musste: selbstverständlich nicht
körperlich, das heißt nicht Frank spielte mit dem Griff und Rüdiger
mit der Schlagfläche, sondern organisatorisch musste dies so gelöst
werden, dass beide eben nicht parallel spielten. Nach dem ersten Satz gegen
Philipp kam Rüdiger schimpfend aus dem Court, beschwerte sich, dass sein
Gegner viel zu schnell war, und ließ die Mundwinkel Richtung Zehenspitzen
fallen. Nachdem seine Mitspieler ihn sachte, aber
deutlich
an seine Spielauffassung erinnert hatten, lief es plötzlich trotz Trainingsrückstands,
Rüdiger ließ die Augen blitzen und stellte seine technischen Fertigkeiten
gegen die Schnelligkeit mit dem denkbar knappen Erfolg, dass er den fünften
Satz mit 13:11 gewann. Frank spielte auf Position 2 gegen Christian Vollger,
gegen den er im Hinspiel 0:3 verlor, aber er hatte jetzt nach dem erfolgreichen
ersten Spiel Blut geleckt und es entwickelten sich kampfbetonte fünf
Sätze, von denen Frank leider nur zwei gewinnen konnte und im letzten
dann doch seinem
anstrengenden
Nachmittag Tribut zollen musste. Der tierische Muskelkater, der sich in den
Stunden danach anschloss, war zu verschmerzen, denn dieser vergeht bekanntermaßen
in einigen Tagen. Dennoch großes Kompliment nicht nur an Rüdiger,
auch an Frank. Klar ist dann auch, dass Marc auf Position 1 gegen Matthias
Siebenschuch ebenfalls über fünf Sätze zu gehen hatte, auch
diese teilweise knapp und in der Verlängerung. Marc konnte die ersten
beiden Sätze gewinnen, musste dann aber nicht nur seinem Trainingsrückstand
wegen des beruflichen Aufenthalts in Düsseldorf, sondern auch der wiederkehrenden
Nikotinsucht zollen und verlor die nächsten drei, wenn auch den letzten
nur mit zwei Punkten Differenz. Damit gab es ein Unentschieden, aber eines
mit besserem Satzverhältnis, für uns gegen Wiesental und die Ausbeute
von fünf Punkten an diesem Nachmittag war fast optimal. Ergebnis hiervon
war, dass unser Team wieder Tabellenplatz 3 der Verbandliga erreicht hat,
auf den sich in den letzten beiden Spieltagen aufbauen lässt.
Verfasser: Kurt Rauch / 31. Januar 2011