Ohne
die beiden am höchsten eingestuften Spieler Roland und Marc ging es an
diesem Spieltag zum Einzeltreffen ab ins Nordsaarland nach St. Wendel zur
dortigen ersten Mannschaft und zu einer der schönsten Squashanlagen in
Südwestdeutschland. Das St. Wendeler Urgestein Charly Recktenwald begrüßte
uns und hatte die Qual der Wahl, da fünf Spieler aufgetaucht waren. Man
wurde sich schnell einig und das Spiel begann auf der Position vier zwischen
Markus und dem ehemaligen Spitzenspieler der Gastgeber Jörg Recktenwald.
Der Sohn von Charly hat zwar einige orthopädische Probleme, ist aber
zwischenzeitlich wieder gut in Form und gestaltete das Spiel gegen unseren
Kämpfer Markus spielerisch überlegen. Im dritten Satz jedoch hatte
Markus die Chance zu gewinnen und verlor nur unglücklich in der Verlängerung.
Dies war aber kein Beinbruch, da man sich in den übrigen Spielen bessere
Ergebnisse erwartet hatte. Auf Position 3 trat Kurt gegen Rüdiger Göddel
an und eigentlich sollte dies ein offenes Spiel sein.
Dass
dies letztlich nicht der Fall war, lag daran, dass Kurt keine Einstellung
zu Gegner und Spiel und möglicherweise auch zu sich selbst bekam, viele
Fehler und Ungenauigkeiten das Spiel prägten und die Dynamik fehlte.
Lediglich im zweiten Satz war Kurt überlegen, was aber nichts daran änderte,
dass er in den übrigen Sätzen keine Chance hatte und der Rüdiger
relativ deutlich mit 3:1 gewinnen konnte.
Unser
Rüdiger war dann dran und das Spiel gegen seinen Gegner Ralf Dudenhoeffer
verhieß nichts Gutes, denn Ralf zeichnet sich durch eine hohe Schnelligkeit
und gute Kondition aus, was sich im Spiel dann auch überdeutlich zeigte.
Rüdiger machte ein richtig gutes Spiel, gewann den ersten Satz durch
sein druckvolles Spiel recht überlegen, verzweifelte dann aber in den
nächsten Sätzen nach und nach, denn Ralf holte fast jeden Ball,
spielte keine spektakulären Schläge, hielt aber den Ball einfach
im Spiel, ging lange Ballwechsel ohne Erschöpfung und Rüdiger wusste
nicht mehr, wie er seinen Gegner in Bedrängnis bringen konnte. Trotz
des richtig guten Spiels von Rüdiger verlor er ebenfalls in vier Sätzen.
Spiel
des Tages war dann auf Position 1 das Match zwischen Frank und der Nummer
1 aus St. Wendel Detlef Nierich. Detlef kam gerade frisch von einer Kreuzfahrt
in den Arabischen Emiraten, war noch ganz hin und weg und musste erst einmal
die saarländische Kälte und die zugelegten Pfunde verkraften, was
sich dadurch zeigte, dass Frank die ersten beiden Sätze mit gutem Squash
2:0 gewinnen konnte. Dann aber entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel
mit Vorteilen mal für den einen und mal für den andern, Detlef schafft
es zum Satzausgleich und im fünften Satz ging es wieder hin und her bis
zum Spielstand 9:9. Dann hatte Frank die gute Chance, den 10. Punkt zu machen,
hatte Detlef schon liegen und schlug ihm einen festen Ball genau auf den Schläger;
den Rückschlag konnte Frank nicht mehr erreichen. Der nächste Punkt
ging dann relativ schnell, denn Frank schlug den Aufschlag relativ unbedrängt
ins Aus und damit war uns noch nicht einmal der Ehrenpunkt vergönnt.
Fazit: Frank und Rüdiger spielten richtig gut und hätten etwas Positives
verdient, dennoch siegte der Tabellenzweite aus St. Wendel mit seinen sympathischen
Spielern absolut verdient und deutlich mit 4:0.
Verfasser: Kurt Rauch / 26. Januar 2010