Spielbericht des sechsten Spieltags der Saison 2008/2009 am 07.02.2009

Gewollt war dies sicherlich nicht, aber der Spieltag brachte die Besonderheit, dass sowohl die erste wie auch die zweite Mannschaft gegen die beiden Spitzenreiter der jeweiligen Ligen anzutreten hatten. Die erste Mannschaft hatte dabei ein Heimspiel, während die zweite Mannschaft in Güdingen bei den rührigen Heidenkopfern antreten musste. Bestbesetzungen waren nicht möglich, da von vornherein Roland urlaubsbedingt ausfiel und Gerhard noch unter einer Verletzung litt. Kurt musste „wegen Rücken“ absagen und sich die hilfreichen Argumente wie „Abwrackprämie“ und „betreutes Squashen“ anhören (wartet ab, die BESTE Zeit kommt noch!!!!) und kurzfristig meldete sich auch Rüdiger infektbedingt sportunfähig, versuchte es zwar, musste aber doch beide Spiele in der ersten Mannschaft, wo er auf Nummer 4 vorgesehen war, aufgeben.

Im Heimspiel in unserer schönen Anlage Relax waren Gegner die Teams aus Mainz II und Homburg. Die Homburger, die sich dadurch auszeichnen, dass sie schon Jahre mit einer knappen Spielerdecke auskommen müssen, die Spieler aber absolut verlässlich sind, begannen nach der zwangsläufigen Niederlage von Rüdiger gegen Steffen Schindler furios. Olivers Gegner war Frohnatur Michael Schwenk und Oliver hatte mal wieder ein Spiel erwischt, in dem nichts so richtig funktionierte. Leichte technische Fehler wechselten sich mit Unkonzentriertheiten ab, was aber die konstante Leistung Michaels nicht schmälern soll. Satz 1 und 3 waren knapp, der zweite Satz war klar und ebenso die Niederlage ohne Satzgewinn von Oliver. Unser Luxemburger Marc befindet sich aber wieder in hervorragender Form und das Spiel gegen den Homburger Techniker Udo Holzmann war eines von der besseren Sorte, obwohl Udo ebenfalls etwas lädiert war. In schöner Eintracht gewann jeder einen Satz und der fünfte verlief dann gegen einen doch resignierenden Udo deutlich mit 11:4 erfolgreich für Marc. Somit lag es an Stefan auf Position 1, für eine Punkteteilung zu sorgen, und er schaffte es: auch hier gab es drei spannende erste Sätze mit einem 2:1 für Stefan, der dann den vierten Satz gegen Hauke Rensing deutlich dominierte und in diesem nur drei Punkte abgab. Folge: ein unter diesen Voraussetzungen beachtliches Unentschieden gegen den Tabellenzweiten.

Das nächste Spiel gegen Mainz verlief ähnlich: Rüdigers Ergebnis war klar und Oliver spielte deutlich besser als im anderen Spiel gegen den körperlich robusten und seinen Körper auch einsetzenden Engländer Rickardo Laing aus Mainz. Es entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, das auch den Schiedsrichter in Körperwallungen versetzte und das Neu-Gatte Oliver in drei Sätzen, diese aber denkbar knapp und ordentlich mit je 11:9 gewann. Für ein weiteres Highlight sorgte wiederum Marc gegen den sehr starken Johannes Krimm. Johannes führte schon mit 2:1 und in der Verlängerung des vierten Satzes sah alles so aus, als wenn unser Luxemburger eine Niederlage einstecken müsste. Er kämpfte sich aber aus dieser misslichen Situation heraus, gewann diesen Satz und den fünften sogar deutlich mit 11:6, was schon belegt, dass Marc auch konditionell wieder auf der Höhe ist. Damit war ein Punkt schon gesichert und die Niederlage von Stefan auf Position 1 gegen Christian Seichter in drei Sätzen war zu verkraften, obwohl die ersten beiden genauso gut für Stefan hätten beendet werden können. Dennoch: zwei Unentschieden gegen die beiden derzeit stärksten Teams der Liga sind unter diesen personellen Voraussetzungen durchaus ein Erfolg. Der Abstand zu diesen Teams wurde damit auch nicht größer.

zum Vergrößern anklickenLegt man den Projektor an und beamt diese Situation in die Klasse darunter, die Saarlandliga, hatte die zweite Mannschaft einen ähnlichen Ausgangspunkt mit Spielen gegen die routinierten Männer vom Heidenkopf als Tabellenführer sowie den Tabellenzweiten aus St. Wendel. Erster Gegner waren die Ebenfalls-Kreisstädter und Stefan Cavelius, unser Physiotherapeut, hatte einen seiner besten Tage im Squashsport erwischt. Auf Position 4 hieß sein Gegner Michael Gräber und der war doch deutlich erfahrener, was aber nichts daran änderte, dass Stefan die Kugel – überraschenderweise (!!!!) - hervorragend und regelmäßig traf. Die Sätze waren zwar alle knapp, aber ebenso alle positiv für Stefan, der damit einen hervorragenden Ausgangspunkt für einen Punktgewinn gelegt hatte. Auf Position 3 traute man Marc Graner durchaus zu, seinen Gegner Frank Petri zu bezwingen, aber an diesem Tag lief für ihn Etliches schief. Letztlich hatte er nicht in einem einzigen Satz eine Chance gegen den schnellen und auch relativ fehlerfrei spielenden Frank und vielleicht war es seine hübsche kleine Tochter, die Marc begleitet hatte und ihn etwas ablenkte. Egal: ein 0:3; schnell abhaken und schauen, dass die nächsten Spiele gewonnen werden.zum Vergrößern anklickenChristoph tat der Mannschaft dann den Gefallen, als er in fünf äußerst knappen und spannenden Sätzen den starken Rüdiger Göddel in die Schranken verwies. Auch hier gewann jeder schön abwechselnd einen Satz, bevor sich im fünften Satz Christoph deutlich mit 11:3 durchsetzen konnte. Damit gewann der Spieler mit den besseren Stopps und Volleys durchaus verdient. Frank, unser linkshändiger Präsident auf Position 1, musste aber relativ schnell erkennen, dass sein ungeheuer lauffreudiger und konditionsstarker Gegner Ralf Dudenhoeffer mit Stopps nicht zu bezwingen war. Statt diesen hinten zu halten, versuchte es Frank immer wieder, hatte auch teilweise Erfolg, aber trotz zweier knapper Sätze verlor er mit 0:3, was aber nichts daran änderte, dass man mit dem Unentschieden gegen St. Wendel gut leben kann.

zum Vergrößern anklickenÜber das Spiel gegen Heidenkopf ist relativ schnell berichtet: die ersten beiden Matchs verliefen unspektakulär und deutlich. Stefan spielte gegen Stefan, aber mit anderem Nachnamen, nämlich Montag, und unser Stefan fand nicht mehr die Form des ersten Spiels, während der andere Stefan relativ wenig Mühe hatte mit einem 3:0. Marc kreuzte die Rackets mit dem erfahrenen Roland Haas, den er kürzlich noch besiegen konnte, und zeigte in zwei Sätzen, dass mit etwas mehr Fortüne etwas mehr möglich gewesen wäre, aber diese beiden Verlängerungen verlor er und insgesamt verdient auch gegen den sicherer spielenden Roland in drei Sätzen. Ungemein spannend machten es dann Christoph und Frank, deren Spiele man getrost parallel beschreiben kann. Beide lagen gegen ihre Gegnerzum Vergrößern anklickenPeter Ries und das „Frankreich-Fossil“ Bernard Burkart, genannt Titi, mit 2:1 in Front und sahen schon wie Sieger aus, ehe sie jeweils den vierten Satz relativ klar und den fünften ebenso deutlich verloren. Auch hier setzten sich diejenigen Spieler durch, die weniger Fehler machten, und dies waren leider die beiden sympathischen Gästespieler. Schade, weil es knapp war, wenn man auch von einem durchaus verdienten Sieg des Tabellenführers sprechen muss. Unser Team bleibt aber weiter Tabellenvierter mit Luft nach oben.

 

Verfasser: Kurt Rauch / 08.Februar 2009

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