In der Regionalliga ging die Reise für die erste Mannschaft in die schmucke Schmucktadt Idar-Oberstein, wo unser langjähriger Freund Michael Roller eine hervorragende Infrastruktur für den Squashsport geschaffen hat. Gegner war zudem der alte Rivale aus Illingen um Jörg Fassian, der aber auf zwei wichtige Spieler verzichten musste. Insofern war man guten Mutes, zumindest gegen Illingen zu punkten, zumal man auch selbst in stärkster Besetzung sogar mit fünf Leuten antreten konnte
Oliver spielte gegen Illingen auf Position 4 und hatte es mit dem Leader der zweiten Mannschaft Rainer Bönnemann zu tun. Nach etwas Gaukelei im ersten Satz fand Oliver aber in sein Spiel und dominierte die nächsten drei Sätzen mit Tempospiel nach Belieben. Der normalerweise zwei Klassen tiefer spielende Rainer erzielte in dieser Phase lediglich vier Punkte. Auf Position 3 war Gegner von Michael Braun Jörg Fassian. Es entwickelte sich ein sehr spannendes Spiel, wobei in jedem der vier Sätze der Zwischenstand 7:7 war. Michael fehlte etwas die Sicherheit in seinem Spiel und Jörg nutzte jede Chance zum Punktgewinn, so dass das glücklichere Ende auf Seiten des Illingers war. Die beiden Zweier toppten in Bezug auf Spannung und Dramatik dieses Match noch. Es ist schon ein Klassiker in der Regionalliga, wenn Stefan gegen seinen Vornamenskollegen Alt trifft. Der Illinger erwischte einen Traumstaat und nahm unserem Stefan gleich die ersten beiden Sätze, den zweiten gar mit einem echten "Loch", ab. Dann fand aber unser Stefan besser ins Spiel, entschied die beiden nächsten Sätze durch läuferische und kämpferische Glanzleistung für sich, um dann im fünften Satz nach äußerst spannenden Spiel mit Pech und 7:9 zu verlieren. Auf Position 1 zeigte sich unser Luxemburger Marc deutlich verbessert. Er lieferte dem jungen und technisch sehr versierten Andreas Janto in den ersten beiden Sätzen ein ausgeglichenes Spiel, musste dann aber in den Sätzen 3 und mit sehr viel Pech auch in Satz 4 die Punkte dem Gegner überlassen. So kam es zu einem 3:1-Sieg für Illingen, der durchaus etwas glücklich zu nennen ist, der aber mit Sicherheit nicht unverdient ist, lässt man vor allem die Partien untereinander in der Vergangenheit Revue passieren, in denen das Glück häufig auf unserer Seite war.
Hingegen ist das Spiel gegen die Gastgeber relativ schnell kommentiert. Diese zeigten sich nämlich ungemein stark. Michael spielte auf Position 4 gegen den sympathischen, aber äußerst unkonventionell spielenden Robert Yaghoubi nicht besonders gut. Lediglich den dritten Satz hielt er sich, technisch durchaus überlegen, offen, hatte dann aber Pech, als er auch diesen in der Verlängerung verlor. Julian Messerschmidt aus Idar-Oberstein war der Gegner von Roland, der aber wegen eines Magen-Darm-Infekts bei weitem nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Julian kannte keine Gnade und ließ Roland in seinem Tempospiel keine Chancen und insgesamt nur 8 Punkte. Nicht wesentlich anders erging es Stefan auf Position 2 gegen Michael Roller. Stefan fand nicht in sein Spiel und Michael spielte hervorragendes Squash, so dass ein überraschender 3:0-Sieg für Michael und insgesamt sogar nur sechs Punkte für Stefan das Ergebnis waren. Und auf Position 1 hatte Idar-Oberstein mit Dani Hutchines ein sicheres Faustpfand. Marc hielt phasenweise gut mit, konnte aber in keinem Satz den jungen Luxo-Anglaisen in Verlegenheit bringen. Damit waren zwei empfindliche Niederlagen das Ergebnis und die Abstiegszone ist wieder näher gerückt. Bilder gibt es übrigens von diesen Spielen leider nicht, da Oliver nur kurz anwesend war und keine Fotos machen konnte.
In
der Oberliga musste die zweite Mannschaft ohne Rüdiger bei den Squashern
aus Blieskastel antreten, die wie die Homburger in Bexbach spielen. Dass Rüdiger
in Mexiko weilte, führte zwar dazu, dass alle anderen eine Position höher
spielen mussten, war aber auch deshalb nicht so schlimm, weil Rüdiger wahrscheinlich
sowieso wieder die Halle in Bexbach nicht gefunden hätte (siehe Bericht vom
Spieltag zuvor). Eine Besonderheit lag darin, dass es sich um einen Doppel-Spieltag
handelte, da auch unsere Freunde aus Homburg Heimspiel hatten und deshalb sechs
der neun Oberligamannschaften sich ein sportliches Stelldichein in Bexbach lieferten.
Zunächst ging es gegen den SC Heidenkopf um unseren Freund Frank Skowronek.
Auf Nummer 4 spielte dort Frank Wunn, der graue Linkshänder. Kurt erwischte
gegen ihn einen brauchbaren Start, lag mit 8:2 in Führung, vergeigte
diesen
Satz aber dennoch, weil der letzte Biss fehlte. Noch beeindruckt von diesem Spielverlauf
sah er im zweiten Satz kein Land, um dann den dritten wieder ausgeglichen zu halten,
ihn aber auch wieder knapp mit 9:7 zu verlieren. Auf Position 3 spielte Christoph
gegen den starken Franzosen Damien Bellot, mit dessen druckvollem und schnellem
Spiel Christoph nicht zurechtkam. Er hatte keine Zeit, seine Stopps zu setzen
und daher ging das Spiel relativ deutlich mit 3:0 an Heidenkopf. Ähnlich
erging es Frank auf Position 2, der aber mit dem ehemaligen Konzer Herbert Britten
einen noch stärkeren Gegner hatte. Die technische und spielerische Überlegenheit
von Herbert war deutlich und obwohl Frank sich redlich bemühte, hatte er
gegen die genauen und druckvollen Schläge seines Gegners kein richtiges Mittel.
Auch hier gab es lediglich das Motto: außer
Spesenund
einem Ehrenpunkt nichts gewesen. Gerhard auf Position 1 spielte gegen den ehemaligen
Saarlandmeister Frank zumindest im dritten Satz gutes Squash und brachte Frank
doch in der ein oder anderen Situation in Verlegenheit. Dennoch reichte es nicht
für einen Satzgewinn, denn Frank war doch zu stark für Gerhard, der
wie immer wacker kämpfte und sich nicht hängen ließ. Daher gab
es gegen den Tabellenzweiten keinen einzigen Satz und damit eine deutliche 0:4-Niederlage.
Gegen
die Gastgeber hatte Senior Kurt die schwierige Aufgabe, gegen die Nummer 1 der
deutschen U-16 Rangliste der Mädels Franziska Hennes anzutreten, was zwar
insoweit positiv war, als das Durchschnittsalter im Squashcourt sich deutlich
auf circa 34 Jahre senkte, aber auch deshalb schwierig, weil es nicht gerade aufbauend
ist, gegen eine Fünfzehnjährige in der Oberliga die Ohren lang gezogen
zu bekommen. Die technisch und spielerisch ungemein starke Franziska legte auch
gleich los wie die Feuerwehr und gewann den ersten Satz relativ deutlich. Im zweiten
Satz allerdings bei einem Spiel stand von 4:5 und einem sehr guten Trickle-Boast
des hübschen Teenagers verzog Franziska ihr Gesicht und hielt sich den linken
Oberschenkel. Die vorläufige Diagnose des anwesenden Mediziners Hauke von
den Homburgern, dessen Gegenwart alleine wegen des hohen Durchschnittsalters unserer
Squasher zur Spontanbehandlung geriartrischer Leiden äußerst beruhigend
ist, lautete Muskelfaserriss oder -zerrung, jedenfalls war sie nicht mehr in der
Lage, weiter zu spielen und musste unter Tränen das Spiel abgeben, was Kurt
ebenso peinlich war als wenn er das
Spiel
verloren hätte. Schade, aber es wird versprochen, dass dieses Duell irgendwann
demnächst außer Konkurrenz nachgeholt wird. Franziska hatte daher nichts
anderes zu tun als ihre verletzte Stelle mit Eis zu kühlen und ihr Bein den
übrigen Spielern zur Unterschrift zur Verfügung zu stellen, wie es früher
bei Gipsbeinen häufig gemacht wurde. Gute Besserung und schau, dass Du bald
wieder fit wirst. Auf Position 3 spielte Christoph gegen den langen Eric Moschel.
Man rechnete sich zwar geringe Chancen auf einen Sieg aus, aber genauso konstant,
wie Erik sein Spiel gestaltete, machte Christoph in entscheidenden Phasen die
Fehler und konnte auch hier seine
millimetergenauen
Stopps nicht setzen wie gewohnt. Folge war, dass Christoph in drei Sätzen
verlor. Frank auf Position 2 hatte es mit dem ungemein starken jungen Niels Kempf
zu tun, der sich im Verlauf des letzten Jahres deutlich verbessert hat und mittlerweile
zu den stärksten Spielern der Liga gehört, jedenfalls dann, wenn er
sich mit den Dingen innerhalb des Courts beschäftigt und sich nicht durch
die eigenen Nerven oder Situationen außerhalb des Courts aus der Ruhe bringen
ließe. Jedenfalls konnte Frank dem genauen
und druckvollen Tempospiel des jungen Blieskastelers nichts entgegensetzen und
Frank gelangen lediglich 4 Punkte. Gerhard auf Position 1 hatte mit Jörg
Emser, dem Chef der Blieskasteler, zwar keine Siegchancen, hielt aber in manchen
Phasen des Spiels doch gut mit, schaffte sogar einen Satzgewinn, mehr aber nicht,
so dass absolut verdient der Sieg mit 3:1 in Blieskastel verblieb.
Verfasser: Kurt Rauch / 19.02. 2008