Spielberichte des 6. Spieltags der Saison 2005/2006 am 4. März 2006

In der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar hatten die beiden Teams unseres Vereins benachbarte Auswärtsspiele. Während die erste Mannschaft kurz hinter der Saumagen-Grenze in Zweibrücken anzutreten hatten, konnte die 2. Mannschaft kurz zuvor in Bexbach anhalten und dort in den Hallen des SC Homburg ihre Spiele austragen. Kurz vor dem Spieltag gab es noch etwas Nervosität wegen der Witterungsverhältnisse, aber die Spiele konnten dennoch wie vorgesehen stattfinden.

Team I hatte es also mit Zweibrücken und den Westerwäldern der SG Staudt-Höhr-Grenzhausen zu tun, die als Tabellendritter theoretisch noch unserer ersten Mannschaft als Tabellenführer hätten auf die Pelle rücken können. Jürgen auf Position 4 musste gegen Matthias Junge antreten und hatte nach konzentriertem, schnellem Spiel seinen sich tapfer wehrenden Gegner nach zwei Sätzen problemlos im Griff. Wie so oft lässt dann aber die Konzentration nach und Matthias schaffte im dritten Satz eine komfortable 8:0-Führung, die er - wie schon so häufig in Squashspielen erlebt - nicht zum Satzgewinn nutzen konnte, denn Jürgen schaffte mal wieder eine Serie und gewann auch noch diesen Satz in der Verlängerung. Diesem ersten Punkt folgte dann sogleich ein zweiter, denn Roland machte mit Thomas Wolf in den ersten Sätzen, was er wollte. Thomas erzielte mal gerade einen Punkt, um sich dann aber im dritten Satz aufzuraffen und diesen mit 9:7 zu gewinnen. Vielleicht ließ sich Roland etwas durch das intensive Let-Spiel des ansonsten recht ausgeglichenen Thomas aus der Ruhe bringen, aber im dritten Satz drehte er das Ergebnis um, und trotz herzhafter Let-Diskussionen, die auch Thomas etwas um sein Spiel brachten, setzte sich Roland mit 3:1 durch. Unser Lauf-und Kampfwunder Thomas hatte mit Michael Jung relativ wenig Schwierigkeiten. Er hielt das Tempo sehr hoch und damit kam Michael nicht zurecht. Thomas siegte, damit stand es schon 3:0 und der Sieg gegen die Westerwälder war unter Dach und Fach. Das letzte Spiel war damit bedeutungslos. Mit dem technisch guten und taktisch variablen Thomas Köhler hatte Marc auf Position 1 eine harte Nuss zu knacken. Es ging über fünf Sätze und schließlich setzte sich der konzentriert spielende Thomas mit 9:4 im fünften Satz durch, wobei natürlich Marc nicht ganz die Motivation aufbrachte, die er mit Sicherheit aufgebracht hätte, wenn es um Sieg oder Unentschieden gegangen wäre. Dennoch war Thomas einfach diesen einen Tick besser. Mit dem 3:1 gegen Staudt dürfte einer der beiden ersten Plätze in der Oberliga auf jeden Fall gesichert sein. Herzlichen Glückwunsch hierfür.

Gegen die sympathischen Westpfälzer aus Zweibrücken ging es dann doch etwas leichter. Jürgen hatte es mit dem Neuzugang Steven Bukenberger zu tun, der gegen das aggressive und schnelle Spiel unseres Jürgen kein Rezept fand. Der Gastgeber schaffte nur drei Punkte in drei Sätzen, aber Jürgen zeigte auch eine Glanzleistung. Roland hatte es mit dem Lehramtsinhaber Jürgen Heinz zu tun, der ein gutes Squash spielen kann, aber gegen Roland mit dessen technischen und taktischen Raffinessen deutlich auf der Verliererstraße war. Jürgen schaffte aber gegen den fantastisch spielenden Roland immerhin sieben Punkte in drei Sätzen, was aber letztlich der Zweibrücker Mannschaft auch nichts nutzte. Im Duell der Dauerläufer hatte Thomas Martin Stahl als Gegner. Martin kam in diesem Spiel die Ehre zuteil, wenigstens den Ehrensatz für Zweibrücken zu schaffen. Dies war der 3. Satz im Duell mit Thomas, der mit 9:6 an Zweibrücken ging. Zu mehr reichte es aber nicht, denn Thomas schickte den tapfer kämpfenden Martin in alle Ecken des Courts und zeigte vor allem im dritten Satz Killerinstinkt (was an privaten Terminen von Thomas lag, die der Verfasser der Zeilen nicht weiter ausbreiten möchte). Unser Luxemburger Marc spielte schließlich mit dem nie aufgebenden Heiko Doll Katz und Maus und ließ der Nummer 1 der Pfälzer ebenso wie Jürgen nur drei Punkte in drei Sätzen. Damit war ein 4:0 gesichert und die volle Ausbeute im Gepäck.

Dass es bei der 2. Mannschaft nicht ganz so optimal aussehen würde, konnte6. Spieltag 2005-2006 man bereits vor den Spielen gegen Homburg und Idar-Oberstein realistisch einschätzen. Im Spiel gegen die sympathischen Tabellenzweiten aus Idar-Oberstein begann Kurt auf Position 4 gegen Robert Yaghoubi. Es stellte sich heraus, dass ziemlich exakt 100 Jahre im Court waren, ohne das Alter des Balles und der Schläger hinzuzurechnen. Es entwickelte sich dennoch ein interessantes Spiel, vor allem aus Sicht von Idar-Oberstein. Robert lag zwar relativ schnell im ersten Satz zurück, spielte dann aber sein außergewöhnliches, aber ungemein sicheres und platziertes Spiel mit Boasts und Stopps in Perfektion, sodass Kurt fast verzweifelte und immer unsicherer wurde. Das Ergebnis war damit klar: 3:0 für Robert. Gerhard auf Position 3 erwischte es noch schlimmer mit dem druckvollen und technisch ausgereiften Spiel von Michael Dreusicke, der unserem Gummimenschen nicht den Hauch einer Chance ließ. Frank auf Position 2. hielt jedenfalls phasenweise mit dem Talent der Idar-Obersteiner Julian Messerschmidt mit, ohne aber eine realistische Chance zu haben. Das beste Spiel lieferte noch Oliver auf Position 1 gegen den Allesmacher und Alleskönner, den bislang besten Spieler der Oberliga und langjährigen Freund unseres Vereins Michael Roller, der für Idar-Oberstein eine phantastische Domain mit immer brandaktuellen Beiträgen verfasst. Schaut rein, es lohnt sich immer (www.squashfreunde.de). Alle Achtung hierfür, Michael. Zurück zum Spiel: mit etwas mehr Glück hätte Oliver den ersten Satz gewonnen und die anderen beiden hielt er auch offen, ohne aber etwas Zählbares zu erreichen. Fazit für Team II: Höchststrafe!

Gegen Homburg hatte man sich mehr ausgerechnet. Allerdings war schon nach6. Spieltag 2005-2006 dem ersten Spiel zwischen Kurt und Steffen Schindler alles gegen unser Team gelaufen. Irgendwie hatte Kurt wohl Steffen unterschätzt und wenn man hinzunimmt, dass Steffen einen jener Tage erwischt hatte, die im Squash nur allzu selten auftauchen, nämlich dass alles gelingt, kommt ein Ergebnis heraus, das seitens unseres Klubs nicht eingeplant war. Kurt hielt zwar zwei der drei Sätze offen, hatte letztlich aber keine Chance gegen das sehr präzise Spiel von Steffen, der völlig verdient mit 3:0 gewann. Mal wieder Highlight war der allseits bekannte Klassiker zwischen Gerhard und Michael Schwenk, vor allem für den sehr guten Schiedsrichter Michael Dreusicke. Gerhard voll geladen mit Emotionen und Michael auch kein Kind von Traurigkeit lieferten sich wieder einen verbalen und körperbetonten Schlagabtausch, wie man ihn eigentlich schon gewohnt ist. Trotz guter Vorsätze ist es Gerhard nicht gelungen, die Ruhe zu bewahren und Michael, der das T mit Zähnen und Klauen verteidigte, von dort weg zu bekommen. Jedenfalls war es Michael, der mit den Emotionen besser zurechtkam und gegen Gerhard mit 3:1 gewann. Der Spruch des Tages kam dann auch von Gerhard: "Hier hat man in einer halben Stunde mehr Körperkontakt als in (Anmerkung: ich habe das folgende Wort etwas entschärft) gewissen Etablissements !". Weniger intim ging es dann im Spiel der Nr. 2 zu. Hier hatte Christoph die Chance, wie im Pokalspiel des Vorjahres gegen Hauke Rensing seinen Sieg zu wiederholen, was aber schon deshalb nicht gelang, weil auch Christoph nicht die Form der letzten Wochen erreichte und gegen einen konzentrierten Hauke fast keinen seiner gefürchteten Stopps setzen konnte. Damit gelang auch Christoph kein Satzgewinn. Im Spiel der Nr. 1 konnte auch Oliver an seine hervorragende Form gegen Michael Roller nicht anknüpfen und damit hatte Supertechniker Udo Holzmann keine Schwierigkeiten, in drei glatten Sätzen Oliver auf Distanz zu halten. Sehr traurige Saarlouiser verließen nach geplatztem Traum von einem Punkt ziemlich deprimiert Bexbach, aber dennoch Glückwunsch an einer hervorragende Leistung von den Freunden aus Homburg, auch wenn meinerseits ein Tipp an meinen alten Kumpel Michael Schwenk dokumentiert werden soll: T freimachen, wenn man einen ungenauen Ball spielt, ansonsten besteht die realistische Gefahr eines Stroke auch ohne die Möglichkeit eines gewinnbringenden Schlags durch den Gegner. Ich zeige dir das, wenn wir mal wieder gegeneinander spielen sollten (grins !). Damit ist man dem Abstieg einen guten Schritt näher gekommen, natürlich äußerst unfreiwillig.

Besser machte es in der Verbandsliga das Team um den Spielführer Alex Stein, 6. Spieltag 2005-2006im vorigen Leben Roj. Gegner waren zuhause in unserer schmucken Anlage im Relax beide Teams aus Wiesental, nämlich Team III und Team IV. Im Spiel gegen die junge Mannschaft von Wiesental IV mit dem alten (sorry, Thomas) Thomas Baab als Leithammel schaffte man einen Sieg. Der Kämpfer und Läufer Harry spielte auf Position 1 und lieferte sich mit Thomas ein packendes Duell in drei recht knappen Sätzen, die aber allesamt Harry mit etwas reiferem Spiel für sich entschied.

Alex hatte mit Britta Dabrock keine Schwierigkeiten und legte mal wieder sein hartes Tempospiel auf, was der jungen und der talentierten Britta nicht gefiel. Sie wehrte sich aber tapfer, hatte aber dennoch (noch) keine Chancen.

Marc schließlich, unserem jungen Squashtalent, war es vorbehalten, für den6. Spieltag 2005-2006 einzigen Punktverlust zu sorgen. Gegen die schon technisch hochwertige und ausgebufft spielende Steffi Siebenschuh konnte Marc nur den ersten Satz gewinnen, musste die anderen trotz großen Einsatzes, aber mit unkonzentrierten Bällen, an die junge Wiesentalerin abgeben. Glückwunsch, Steffi, für diesen absolut verdienten Sieg.

Unser Physiotherapeut Stefan schließlich hatte auch etwas Mühe mit Janine Weydmann, machte die technischen Defizite gegenüber der gut spielenden Janine aber mit Power wett und siegte nicht ganz ungefährdet mit 3:0.

Diesem Sieg folgte dann ein Unentschieden gegen das höhere Team aus 6. Spieltag 2005-2006Wiesental. Stefan lieferte sich auf Pos. 4 mit Ralph Moser ein spannendes und offenes Duell. Stefan war der etwas Glücklichere im fünften Satz, den er mit 9:5 gewann. Marc machte es ihm nach und siegte im Familienduell gegen Matthias Siebenschuh im Gegensatz zu seinem ersten Spiel doch relativ deutlich mit 3:0 und zeigte dort eine deutlich bessere Leistung.

Alex hatte einen schweren Brocken als Gegner, denn der Präsident und Manager von Wiesental Roland Degen hat eine gehörige Portion Erfahrung auch aus höheren Klassen. Alex lieferte ein packendes Spiel und hatte schließlich im fünften Satz etwas Pech, als Konzentration und Kraft doch etwas nachließen und Roland seine Routine ausspielte und letztlich diesen Satz mit 9:3 gewann.

Harry schließlich auf Position 1 hatte die undankbarste Aufgabe im6. Spieltag 2005-2006 südwestdeutschen Squash, denn er musste gegen den Stopp-Spezialisten Christoph Lofi antreten, der reihenweise seine Gegner zur Verzweiflung bringt mit Stopps von einem anderen Stern, die die Betriebstemperatur des Spielgeräts nur knapp über null Grad halten.Harry jedenfalls verzweifelte, konnte in den ersten beiden Sätzen noch mitspielen und Paroli bieten, hatte aber im dritten Satz gegen das unkonventionelle Spiel keine Chance mehr. Dennoch haben sich die Jungs wacker geschlagen und gegen Wiesental III, das man publizistisch wunderbar als Reserve der Bundesligamannschaft bezeichnen kann, immerhin ein Unentschieden erreicht.

Verfasser: Kurt Rauch / März 2006

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