Der
Beginn der Rückrunde in der südwestdeutschen Verbandsliga führte
unsere Spieler nach Idar-Oberstein, um dort gegen die zweite Mannschaft der
Roller-Boys und die dritte Mannschaft der Mainzer anzutreten. Zunächst
aber in eigener Sache einen herzlichen Glückwunsch für unseren „Tiger“,
auch genannt Rüdiger, der am Sonntag seinen 40. Geburtstag erleben durfte
und der in großer Runde in seinem neuen Domizil in diesen Tag hinein
gefeiert hat, weshalb er natürlich auch nicht unser Team verstärken
konnte. Auch Kurt hatte krankheitsbedingt gefehlt und somit begaben sich Marc,
Frank, Karl und Benjamin auf den Weg in die Edelsteinstadt mit dem Ziel, von
dort nicht ohne Trophäe nachhause zurückkehren zu müssen.
Es
fing im ersten Spiel gegen Mainz auch ganz gut an. Benjamins Gegner hieß
Frank Skeries und beide zeigten ein interessantes und abwechslungsreiches
Spiel, bei dem jeder in geordneter Regelmäßigkeit von den ersten
vier Sätzen je zwei gewann, bis dann Benjamin im fünften Satz das
bessere Ende und die besseren Schläge auf seiner Seite bzw. seiner Keule
hatte und damit mit 3:2 den ersten Punkt einheimste. Karl hatte auf Position
3 Michael Fink zum Gegner und es entwickelten sich sehr knappe Spiele, jeweils
aber mit dem besseren Ende für unser altes Schlitzohr Karl, dessen 3:0-Sieg
sich klarer anhört als er in Wirklichkeit war, denn es waren
jeweils
nur zwei Bälle Unterschied in den Sätzen. Frank auf Position 2 machte
das Spiel des Tages, denn er ist nur mit angereist, damit die Mannschaft keine
Strafen zahlen muß bei Nichtantritt eines Spielers. Frank hatte sich
beim packen seiner Squashtasche einen Nerv im Lendenbereich eingeklemmt und
konnte daher weder aufrecht stehen geschweige denn laufen oder squash spielen.
Das Mitleid seines Kontrahenten Thomas Männer war ihm spätestens
nach dem 2. Satz gewiss denn er lag gegen Thomas schon ohne Hoffnung auf Sieg
in zwei Sätzen deutlich zurück, der erste sogar mit keinem einzigen
eigenen Spielpunkt, also einem „Loch“. Dann aber begann er die
Bälle die er erreichen konnte platziert zu spielen, und auch vorsichtig
zu laufen, hatte im dritten Satz noch Glück, den er in
Verlängerung
für sich entscheiden konnte. Thomas war sichtlich konsterniert und fand
in den nächsten beiden Sätzen überhaupt nicht mehr zu seinem
Spiel, sodass es Frank tatsächlich gelang den 4. und 5. Satz für
sich zu entscheiden. Großes Kompliment an Frank, der sich in diesem
Spiel trotz 5. Sätzen kaum verausgaben musste, da nur der „Laufstil“
mit einer Hand im Rücken anstrengend war. Der Sieg war damit sicher,
aber Marc sorgte dafür, dass es sogar ohne Spielverlust über die
Bühne ging. Sein Gegner, der Engländer Rickardo Laing, schaffte
zwar ebenfalls ein 11:0, dies war aber der einzige Satz, den er gegen Marc
gewinnen konnte, der das Spiel nach souveräner und guter Leistung mit
3:1 für sich entschied. Ergebnis war somit ein 4:0, ein nicht für
möglich gehaltenes Ergebnis gegen recht starke Mainzer.
Im
zweiten Spiel merkte man dann aber, dass das erste Match schon sehr viel Kraft
gekostet hat. Benjamin, unser Kämpfer und Renner, musste wiederum trotz
erhoffter Schonung nach den ersten fünf spannenden Sätzen wiederum
über die volle Distanz gehen bei fast gleichem Verlauf. Wie im Spiel
zuvor hatte diesmal aber sein Gegner Alexander Hiery im fünften Satz
mehr zuzusetzen, er überlief unseren Benjamin sogar und gewann glücklich
im letzten Satz mit 11:6. Das Spiel von Karl, dessen Sohn Carlos unter den
Zuschauern weilte, gegen Rainer Hagner war bemerkenswert ob der Emotionen,
Diskussionen, dem Spielverlauf und der verschiedenen Auslegung von Schiedsrichterentscheidungen.
Karl zeigte
in
seinen Aktionen im Court seine berühmt-berüchtigten Spielchen mit
Gegner, Schiedsrichter und Regelauslegung, wobei man nicht vergessen darf,
dass das Spiel ungemein spannend und ausgeglichen war. Die technischen Fertigkeiten
von Karl sind unbestritten und wenn er sich nur auf sein eigenes Spiel konzentriert
hätte, wäre es vielleicht auch anders ausgegangen. So aber blieb
es spannend bis zum Schluss. Jeder der beiden gewann je einen Satz und selbst
der fünfte Satz ging
mehrfach
in die Verlängerung, bevor mit 14:12 der Sieg auf Seiten von Idar-Oberstein
in Person von Rainer war - dies mit Sicherheit sehr glücklich, aber nicht
unverdient.Frank auf Position 2 lieferte sich mit Christian Anhäuser
zunächst ein ausgeglichenes Spiel, bis Frank aber merkte, dass Christian
aus dem ersten Spiel gegen Thomas gelernt hatte und auch ein „verletzen
Hund“ mit Vorsicht zu genießen ist. Somit gab es hier keinerlei
Mitleidsbonus für den „gebeugten“ Saarlouiser, weshalb Frank
dieses Spiel in vier Sätzen verlor. Trotzdem, danke an Frank, der trotz
„Hexenschuss“ angetreten war. Damit war das Match gegen den Tabellenzweiten
schon verloren und Marc versuchte noch alles, um dem Routinier Stefan Messerschmidt
ein Schnippchen zu schlagen, was ihm aber
leider
nicht gelang, noch nicht einmal in Form eines Satzgewinns, obwohl zwei Verlängerungen
zu Buche standen und bei etwas mehr Glück mehr drin gewesen wäre.
Dennoch ist der Sieg der stärkeren Gastgeber aus Idar-Oberstein unumstritten,
verdient und anzuerkennen.
Zwischenfazit dieses Spieltags ist, dass der Squashclub Saarlouis weiter
auf Tabellenplatz 4 liegt und in den nächsten Spielen noch den Anschluss
an die Spitze verkürzen könnte. Dann wieder mit Rüdiger, der
so l
angsam
in das Alter kommt, in dem man bei den Erwachsenen im Squash mitspielen darf.......
Verfasser: Kurt Rauch / 18.Januar 2011