Obwohl
das vorhergesagte Schneechaos ausgeblieben ist, begann der Spieltag für
uns mit einer schlechten Nachricht, denn unser junger Spitzenspieler Marc
musste familiär kurzfristig absagen und Roland weilt derzeit dort, wo
richtig Schnee liegt. Zwar nicht im Winterurlaub, sondern beruflich in Bremen
und es wird für uns wahrscheinlich schwierig sein, ihn noch einmal in
dieser Saison für ein Spiel zu reaktivieren. Dennoch war das Team recht
gut bestückt und man rechnete sich zumindest gegen den zweiten Gast,
die Reserve der Homburger, Chancen auf einen Punkt aus.
Markus
spielte auf Position 4 und sein Gegner hieß Bernd Moog, ein talentierter
junger Squasher, gegen den Markus aber nur phasenweise im ersten Satz mithalten
konnte. Dann setzte sich das genauere und technisch bessere Spiel von Bernd
durch und er gewann glatt in drei Sätzen. Auf Position 3 gab es mal wieder
ein Match mit einem Riesenaltersunterschied zwischen Kurt und dem jungen und
talentierten fünfzehnjährigen Simon Holzmann, einem Spross aus einer
bekannten Homburger Squashfamilie. Simon spielte insgesamt vor allem im zweiten
und dritten Satz ordentliches Squash mit guten Returns und sauberen Stopps,
war
auch
nahe an einem Satzgewinn, konnte jedoch aufgrund leichterer Fehler zwischendrin
keine Überraschung verbuchen. Kurt siegte in drei Sätzen mit 11:2,11:9,11:7
in den eisigen Squashcourts des ehemaligen Nationalspielers Christian Bernard
in der schönen Anlage in Rohrbach. Auf Position 2 sollte eigentlich Rüdiger
gegen den Homburger Routinier Frank Schneller die Nase vorne haben. Rüdiger
leistete sich aber in den Sätzen viele Unkonzentriertheiten, ohne die
mit Sicherheit mehr drin gewesen wäre. Die Sätze waren insgesamt
knapp, Frank
spielte
aber ruhiger und sicherer und vor allen Dingen nicht in der Konzentration
so schwankend wie Rüdiger, so dass trotz dreier knapper Sätze Rüdiger
nichts Zählbares vorweisen konnte. Unser Frank, seines Zeichens auch
2010 Präsident und Linkshänder, sollte zwar auch in der Lage sein,
seinen jungen Gegner, den schon stark verbesserten Marc Hartz auf Distanz
zu halten. Frank schaffte dies im ersten Satz in der Verlängerung, hatte
dann aber auffallend viele leichte Ballverluste in den folgenden Sätzen,
was auch daran lag, dass ihm die Courts in Rohrbach nicht so liegen wie unsere
in Ensdorf, die sein druckvolles Spiel besser umsetzen können. Frank
verlor auch die nächsten drei Sätze relativ knapp. Damit war die
Folge eine durchaus überraschende 1:3-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten.
Im
weiteren Spiel gegen den Spitzenreiter aus Wiesental II war von vornherein
keine große Siegchance gegeben. Markus‘ Gegner hieß Walter
Jung, dessen Nachnamen zwar nicht vollständig seinen Aggregatzustand
wiedergibt, der aber flink und flott im Court unterwegs ist und die Kugel
auch gut trifft. Walter kannte keine Gnade mit unserem Markus, der sich zwar
bemühte, der aber nicht verhindern konnte, dass ein deutlicher Leistungsunterschied
gegeben war und ihm nur insgesamt 6 Punkte in drei Sätzen gelangen. Im
nächsten Spiel hatte Kurt mit zwei Gegnern zu tun: Einmal dem routinierten
und technisch gut spielenden
Frank
Andreas und zum anderen dem ungewohnten Centercourt in der Anlage, der nicht
nur mit dunkler Werbung auf der Stirnseite die Optik beinträchtigte,
sondern bei dem auch etliche Lampen kaputt waren, so dass dieser Court eher
geeignet war, Bilder zu entwickeln als Squash im hohen Alter mit entsprechenden
Defiziten beim Augenlicht zu spielen. Dennoch: Beide Spieler hatten dieselben
Voraussetzungen und es entwickelte sich ein recht spannendes Spiel mit zwei
gewonnenen Sätzen für Frank mit jeweils 11:7, ehe Kurt den dritten
Satz aufgrund vieler leichter Fehler seines Gegners mit 11:5 gewann. Der vierte
Satz war äußerst spannend und
ausgeglichen
und hatte in mehrfacher Verlängerung mit Frank einen glücklichen,
aber dennoch hochverdienten 14:12-Sieger. Knapp war es trotzdem, was die Gesamtpunkte
von 41:37 zeigen. Das folgende Spiel verlief leider weniger spektakulär
als erwartet. Unser allseits bekannter, berühmter und berüchtigter
Patrick Hooß traf auf Rüdiger und leider verspürte Rüdiger
nicht den ganz großen Ehrgeiz, dem unkonventionellen Spiel von Patrick
eigene Stärken wie sein Longline-Spiel, das zum besten der Liga gehört,
entgegenzuhalten. Nur teilweise motiviert ergab sich Rüdiger vor allem
in den Sätzen 2 und 3 in sein Schicksal und zu Buche stand daher ein
deutlicher 3:0-Sieg von Patrick. Auch im Spitzenspiel lief ein Patrick auf,
für uns überraschend, denn Patrick Klein gab der zweiten Mannschaft
die Ehre und seinem Gegner Frank schwierig zu lösbare Aufgaben auf. Der
regionalligaerfahrene Patrick spielte im Dunkel-Court mit schmucker Brille,
die wahrscheinlich Infrarotfunktionen zur besseren Ballkontrolle hatte, seine
technischen Stärken aus. Frank lief und rackerte und hielt phasenweise
gut dagegen, konnte aber nicht verhindern, dass die drei Sätze für
Patrick relativ deutlich ausfielen. Daher konnte man lediglich einen Ehrensatz
verbuchen, aber ansonsten nichts Zählbares.
Daher: erstes Spiel der Rückrunde, keine Punkte und Mund abputzen, in zwei Wochen geht es zum Einzelspieltag nach St. Wendel, wo vielleicht etwas Positives herausspringen könnte.
Verfasser: Kurt Rauch / 10. Januar 2010