Beginn der Rückrunde: Spielbericht des 5. Spieltages der Saison 2007/2008 am 26.01.2008

Es fällt zwar schwer, nach dem Tod von Jürgen zum Squashalltag überzugehen, aber zum einen gehen das Leben und der Sport weiter und zum anderen wollen wir im Sinne Jürgens weitermachen und für ihn gab es kein Aufgeben. Also Leute, volle Kraft voraus!

Die erste Mannschaft hatte, wenn auch zum letzten Mal für diese Saison, 5. Spieltag 2007/2008 title= Heimrecht und musste gegen den Tabellennachbarn aus dem Westerwald, den SC Staudt, sowie den starken Tabellenführer aus der Pfalz, den SC Bornheim antreten. Dieses Mal gelang sogar, bis auf den verletzten Michael Braun, der Auftritt der derzeit vier stärksten Spieler, und besonders froh war man, dass Marc aus Luxemburg anreisen konnte und damit die Mannschaft doch deutlich verstärkte, zumal die anderen eine Position tiefer spielen konnten.

5. Spieltag 2007/2008 title=Gegen den Tabellennachbarn aus Staudt wurde es wie erwartet sehr spannend. Oliver auf Position 4 hatte es mit Olaf Wille zu tun, der ihm an diesem Tag aber nicht gelegen hat. Oliver zeigte sich im Training stark verbessert und konstant, aber in diesem Spiel konnte er seinen Druck nicht ausüben, weil sein Gegner den Druck immer wieder aus dem Spiel nahm. Oliver machte zudem viele leichte Fehler und der Westerwälder siegte deutlich in drei Sätzen. Roland auf Position 3 musste gegen das HB-Männchen im Court, den diskussionsfreudigen Thomas Wolf antreten, der außerhalb des Courts die friedlichste Person ist. Roland hatte trotz 5. Spieltag 2007/2008 title=berufsbedingtem Trainingsrückstand einen guten Tag erwischt und ließ Thomas nicht die Spur einer Chance, er siegte klar in drei Sätzen. Das Spiel des Tages fand auf Position 2 zwischen unserem Dauerläufer und Konditionswunder Stefan sowie dem äußerst sympathischen Thomas Köhler aus Staudt statt, seinerseits technisch ebenfalls sehr beschlagen und mit druckvollen Spiel ausgestattet. Jedem der beiden gelangen zunächst zwei Satzgewinne und der fünfte Satz war an Spannung kaum zu überbieten. Es ging nach abwechslungsreich Spiel in die Verlängerung und hier hatte Stefan mit 10:8 das glücklichere Ende für sich.5. Spieltag 2007/2008 title= Dass schließlich Marc auf Position 1 gegen den starken Tilmann Specht auf verlorenem Posten stehen würde, war vorauszusehen, zumal Marc auch etwas dem Trainingsrückstand hinterher laufen musste. Immerhin war der begehrte Punkt gegen Staudt eingefahren.

Dass der Tabellenführer aus Bornheim eine Nummer zu groß sein würde, war zu erwarten. Dennoch hätte man mit etwas mehr Glück auch noch ein Unentschieden erreichen können. 5. Spieltag 2007/2008 title=Oliver wachte auf Position 4 gegen Peter Schneider erst in den Sätzen 2 und 3 richtig auf, hielt dort lange Zeit gut mit, konnte aber dennoch die 0:3-Niederlage nicht verhindern. Roland auf Position 3 konnte drei Sätze lang gegen Gernot Fess mithalten, brach dann aber im vierten ein und musste trotz guter Leistung mit 1:3 die Segel streichen. Stefan war es wieder, der mit unbändiger Kraft und Schnelligkeit Bernd Magin in vier Sätzen, den letzten mit 9:7, buchstäblich niederrang und der damit für den Ehrenpunkt sorgte. Unser Spitzenspieler Marc hatte mit Sandro Deeg einen sehr starken Gegner, mit dem er aber teilweise mithalten konnte. Körperlich war der Pfälzer doch zu stark und damit war die 1:3-Niederlage gegen den Tabellenführer perfekt, was aber nicht unbedingt als Rückschlag zu bezeichnen ist, zumal für uns als5. Spieltag 2007/2008 title= Tabellensechster weiterhin ein kleines Polster zu den Abstiegsrängen vorhanden ist. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Fernseh-Event in Form des Hallenhandball-Halbfinals der EM zwischen Deutschland und Dänemark in der tollen Anlage RELAX von Andrea und Volker, der sich nach den Spielen als künftige Nr. 1 der Squasher bewarb, was letztlich die Planungen für die kommende Saison entscheidend beeinflussen wird..........

Die zweite Mannschaft konnte infolge der kompletten ersten Mannschaft auch in 5. Spieltag 2007/2008 title= stärkster Besetzung antreten und war sogar in der Lage, fünf Spieler aufzubieten. Die Reise ging nach Homburg zu den Freunden um Udo Holzmann und weiterer Gegner waren die sympathischen Pfälzer aus Beindersheim, die schon geraume Zeit ohne eigenes Squashcenter auskommen müssen, eine stillgelegte Anlage nutzen und nunmehr gar in Ludwigshafen ihre Heimat gefunden haben. Schwierigkeiten gab es bereits zu Beginn, denn man vermisste Rüdiger, der auf funktelefonische Nachfrage angab, die Squashanlage in Bexbach nicht zu finden. Die Handy-Navigation von Kurt fruchtete auch nicht, 5. Spieltag 2007/2008 title=aber im Laufe des frühen Nachmittags trudelte Rüdiger entnervt ein und musste sich den Scherz gefallen lassen, dass er in Spanien blind jeden Ort findet, aber im Saarland mehrfach rund um Bexbach fährt und den schönsten Ort in diesem Flecken, das schmucke Fitness- und Squashcenter vom Homburger Spieler Steffen Schindler nicht. Dennoch begann das Spiel gegen Beindersheim, das einen schnellen Verlauf nehmen sollte. Christoph machte wie Kurt auf Position 4 nur ein Spiel und musste gerade gegen einen der stärksten Pfälzer antreten, nämlich gegen den blutjungen Dirk Garst. Christoph kam mit ihm gar nicht zurecht und der 5. Spieltag 2007/2008 title=setzte seine gute Technik und sei druckvolles Spiel gezielt ein, um Christoph überhaupt nicht aus der Defensive heraus zu lassen. Folge waren ganze sechs Punkte in drei Sätzen für Christoph und damit ein ebenso deutlicher wie verdienter Sieg des Supertalents aus Beindersheim. Frank erging es dann gegen den Routinier Cornell Götz zumindest partiell etwas besser. Im zweiten Satz hatte er ihn nämlich knapp am Rande des Satzverlustes und musste lediglich in der Verlängerung die Segel streichen. Die anderen Sätze gingen doch deutlicher an den sympathischen Beindersheimer. Gerhard spielte gegen den ebenfalls sehr routinierten und sympathischen Stefan Cambeis lediglich im dritten Satz sein gewohntes variables Squash. 5. Spieltag 2007/2008 title=Dies reicht aber nicht aus, um den Pfälzer in irgendwelche Gefahr zu bringen. Auch hier hieß es am Ende 0:3 aus unserer Sicht. Rüdiger schließlich hatte mit dem jungen Markus Hermann einen technisch, spielerisch und läuferisch überlegenen Gegner, dem er nur teilweise in den ersten beiden Sätzen Paroli bieten konnte. Dennoch hatte Rüdiger keine Chance auf einen Sieg und damit war die Höchststrafe mit keinem einzigen Satzgewinn gegen Beindersheim im Kasten.

Gegen Homburg versprach man sich doch etwas mehr, insgeheim sogar vielleicht einen Punktgewinn. Kurt auf Position 4 hatte es mit Dauergegner Steffen Schindler zu tun und im ersten Satz die große Chance, diesen zu gewinnen, die er jedoch leichtfertig vergab. 5. Spieltag 2007/2008 title=Auch im zweiten Satz war es eng, doch Steffen hatte speziell gegen Ende der Sätze immer die besseren Bälle parat. Im dritten Satz schließlich behielt Kurt die Oberhand und dachte noch an ein 5-Satz-Spiel, das aber Steffen mit einem sehr starken vierten Satz und guten Volleys gegen ungenaue Grundschläge von Kurt zu verhindern wusste. Umso schmerzlicher war dieses Ergebnis der Position 4 deshalb, weil Frank gegen Michael Schwenk ein Spiel lieferte, das in die Annalen des Squashclubs eingehen wird. Aus Sicht des Schreibers dieser Zeilen sah dies so aus, dass Frank in den ersten beiden Sätzen zwar recht brauchbar gespielt hat, aber doch einem deutlich stärkeren "Balou", dem außerhalb des Courts immer fröhlichen Homburger, unterlegen war. Nachdem Michael zu Beginn des dritten Satzes wie die Feuerwehr loslegte und Frank zunächst keinen Punkt machte, 5. Spieltag 2007/2008 title=entschloss sich der Schreiber dieser Zeilen dazu, in die wohl geheizte Sauna des Squashcenters zu gehen und seine alten Knochen mit Wärme etwas auf Vordermann zu bringen. Dusche, Schwitzraum, erneute Dusche und das Ankleiden knapp unterhalb der Zeiten der Pflegestufe 1 dauerten circa eine Dreiviertelstunde und als der Pressewart des Clubs wieder vor den Squashcourts auftauchte, glaubte er seinen Augen nicht, denn ein strahlender Frank begoss gerade seinen 3:2-Sieg nach einem 0:7-Rückstand im dritten Satz. Er enterte die Theke von Steffen (siehe Bild) und berichtete von einer unglaublichen Steigerung in den letzten drei Sätzen, als auf einmal sämtliche Konditionsprobleme hinweggewischt waren, er den dritten Satz in der Verlängerung gewann, und in den nächsten beiden einem sichtlich entnervten Michael keine Chance mehr ließ. Dass Michael dann noch den Schläger von Frank, Gott sei Dank in nur geringem und nicht schönheitschirurgisch relevantem Umfang, abbekam, was aber nicht zu sichtbaren Schäden geführt hat, war noch die Krönung für den sehr enttäuschten Homburger. Frank jedoch hatte eine super Leistung vollbracht und irgendwie muss mir der Gedanke kommen, dass der immer konditionsstarke Jürgen von einer höheren Position hinaus Frank die Luft in die mittlerweile schon mehrere Monate Nikotin freien Lungen gepumpt hat. Großes Kompliment jedenfalls an Frank. Dass dies dennoch nicht zum Punktgewinn gereicht hat, lag wie beschrieben an Kurt, der bei konzentrierterem Spiel und größerem Einsatz vielleicht die Chance gehabt hätte. Gerhard und Rüdiger gegen Udo Holzmann und Hauke Rensing hatten jedenfalls diese Chance nicht, denn die beiden Spieler aus Homburg sind doch aufgrund langjähriger Mitgliedschaft in der Oberliga unglaublich stark geworden. Gerhard gelangen sechs und Rüdiger lediglich zwei Punkte und dies zeigt schon, dass hier in einer anderen Klasse gespielt wurde. Schade, aber jetzt muss man versuchen, gegen andere Mannschaften der unteren Tabellenhälfte den einen oder anderen Punkt noch einzufahren.

 

Verfasser: Kurt Rauch / 27.01. 2008

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