Der erste Spieltag im neuen Jahr bescherte für unser Regionalligateam
mal
wieder ein Auswärtsspiel fernab in der Südpfalz, konkret in Bornheim.
Dort traf man auf die Gastgeber und die sehr stark eingeschätzte Truppe aus
Mainz. Unsere Spieler waren bis auf Thomas komplett, allerdings wusste man nicht
so genau, welche Auswirkungen die Weihnachtstage hatten. Jürgen auf Position
4 hatte gute Vorsätze im neuen Jahr und wollte nicht nur daran denken, dass
er einen Fotoapparat mitnimmt, sondern ihn auch lädt, bestückt und benutzt
und siehe da: er hat wirklich daran gedacht, obwohl die Bilder immer noch nicht
bei unserer Webmasterin sind
Versprochen ist aber von ihm, dass sie in diesem Jahr dort ankommen! (Anm. d. Webm.: Sie sind da!!!)
Jürgen jedenfalls war sich nicht ganz sicher, ob er in Form ist. Gegner
war Frank Brunswig, etwas kräftiger als Jürgen, der sich mit seiner
Fitness Chancen ausrechnete. Eine solche ließ der gepflegt und sauber spielende
Frank unserem Jürgen aber nur im zweiten Satz, den Jürgen mit etwas
Pech in der Verlängerung
abgab. Jürgen machte mehr Fehler und verlor
dadurch relativ deutlich mit 0:3. Auf Position 3 spielte Roland, in letzter Zeit
in deutlich aufsteigender Form, gegen Jens Jäger. Jens zeigte sich als äußerst
fit und legte los wie die Feuerwehr. Roland hatte in den ersten beiden Sätzen
keine Chancen, legte dann aber eine gewaltige Schippe drauf und ließ in
folgenden Sätzen dem schon am Sieg schnuppernden Jens nicht den Hauch einer
Chance, sogar ein 9:0 war dabei. Damit lag es an Stefan auf Position 2, einen
Punkt zu sichern. Stefan hatte es mit Maurizio Diaz zu tun und es entwickelte
sich, ähnlich wie bei Roland, ein Spiel, das zunächst den Mainzer deutlich
im Vorteil sah. Maurizio gewann die beiden ersten Sätze und dann war Stefan
warm: er gewann die nächsten drei Sätze, wobei es im vierten Satz in
der Verlängerung nochmals äußerst knapp wurde, und zeigte, dass
er von zwei top-fiten Spielern doch der etwas fittere war. Auch etliche Let-Situationen
brachten
Stefan nicht aus der Ruhe und er gewann mit 3:2. Auf Position 1 spielte
Marc gegen Christian Seichter und auch Marc hatte durchaus seine Chancen. Er gewann
den ersten Satz deutlich, wirkte dann aber nicht mehr so konzentriert und musste
dem starken Christian die nächsten beiden Sätze überlassen. Der
vierte war noch einmal knapp, aber Marc fand seine Konzentration und sein technisch
sauberes Spiel nicht mehr und musste auch diesen in der Verlängerung abgeben.
Damit war aber das Ziel, einen Punkt gegen Mainz einzustreichen, erreicht.
Dieses Ziel wollte man auch gegen die Gastgeber umsetzen.
Unser Dreitagebart
Jürgen hatte es mit Peter Schneider zu tun. Auch hier entwickelte sich ein
offenes Spiel mit wechselnden Führungen im ersten Satz, den er gewann. Aber
Jürgen schraubte das Risiko zu hoch und Peter siegte in den nächsten
beiden Sätze souverän. Im vierten Satz wurde es wieder offen, aber Jürgen
setzte sein riskantes Spiel erfolglos fort und musste diesen vierten Satz ebenfalls
knapp abgeben. Im nächsten Spiel knüpfte Roland nahtlos an seine überragende
Form an diesem Spieltag an. Gegner Gernot Fess konnte nur im vierten Satz eine
Unachtsamkeit von Roland nutzen, der aber in den anderen drei Sätzen souverän
das Spiel beherrschte und trotz Unterzuckerung, der er aber mit Kohlenhydraten
erfolgreich begegnete, das Spiel deutlich gewinnen. Stefan erlebte gegen Bernd
Magin jedoch einen Einbruch im Vergleich zum vorhergehenden Spiel. Bernd traf
den Ball überragend und Stefan hatte nichts entgegenzusetzen, ihm gelangen
lediglich acht Punkte in drei Sätzen. Schließlich hatte es Marc auf
Position 1 mit einem der besten Spieler der Regionalliga, Sandro Deeg, zu tun.
Sandro ist technisch sehr stark, hat ein gutes Auge und ließ Marc nicht
zur Entfaltung kommen. Herauskam eine 0:3-Niederlage für Marc und der erhoffte
Punktgewinn gegen die Bornheimer, die in sehr starker Besetzung antraten, blieb
aus. Dennoch musste unser Regionalligateam den Nichtabstiegsplatz nicht verlassen.
In der Saarlandliga kam es zum Spiel der Spiele. Nicht nur die beiden
Mannschaften aus Saarlouis II und III trafen aufeinander, Gegner war auch noch zudem die Mannschaft aus Blieskastel, der stärkste Aufstiegskonkurrent unserer zweiten Mannschaft. Zunächst spielte Saarlouis II gegen Blieskastel und die Sache war für den Tabellenführer, der punktgleich mit unserer zweiten Mannschaft ist, aber einen einzigen Satz mehr gewonnen hat, kein Problem. Unsere dritte Mannschaft musste auch mit Harry, Alex und Kurt auf drei Stammspieler verzichten und so war es allein einem sehr stark spielenden Stefan Cavelius vergönnt, gegen das Urgestein Patrik Hooß in einem Satz in die Verlängerung zu gehen.
Alle anderen (Benjamin, Marc Graner und Markus Burg) sahen einen Satzgewinn lediglich ganz weit am Horizont.
Relativ schnell erzählt ist auch das Spiel zwischen unseren beiden Mannschaften. Auch hier war klar, dass Saarlouis II nichts anbrennen lassen würde. Umso überraschender war es, dass Marc von der dritten Mannschaft gegen Michael Braun von der zweiten im Spitzenspiel nach einem fast perfekten Satz jubeln konnte. Marc gewann nämlich den zweiten Satz deutlich und sensationell mit 9:5, was aber Michael nicht daran hinderte, in den nächsten beiden Sätzen wieder alles klar zu machen und zu einem standesgemäßen 3:1 zu kommen. Oliver gegen Benjamin, Gerhard gegen Stefan und Christoph gegen Markus kontern lockere Siege einfahren.
Das Spitzenspiel war an Klasse und Spannung kaum zu überbieten. Auf Position
4 spielte unser „Luftikus“ Christoph im intergeschlechtlichen Duell
gegen die technisch und spielerisch äußerst starke junge Franziska
Hennes. Franziska machte es unserem Graukopf in den ersten beiden Sätzen
sehr schwer und den zweiten hätte sie eigentlich gewinnen müssen. Mangelnde
Routine und ein cooles Spiel von Christoph verhinderten dies aber. Franziska verlor
daher mit 0:3.
Das Spiel auf Position 3 war denkwürdig. Unser Bodenturner Gerhard traf auf
die Blieskasteler Antwort auf Poppey, folglich unseren alten Freund Patrick Hooß,
dem es mit Mütze, Pfeife und Muskulatur nur noch am Spinat fehlte, um der
Karikaturfigur Konkurrenz zu machen. Patricks Spiel wurde schon oft beschrieben,
aber nie kopiert. Gerhard überrannte Patrick im ersten Satz ebenso wie im
dritten, in denen Patrick die Höchststrafe zuteil wurde. Dazwischen, in den
Sätzen zwei und vier, war es sehr knapp, aber mit dem besseren Ende für
Patrick.
Gerhard
ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen, was aus Sicht des Chronisten
das erste Mal in fast 15 Jahren Squashgeschichte in Saarlouis war. Kalt für
eine Hundeschnauze ging er den fünften Satz an und gewann ihn etwas glücklich
mit 9:7 gegen einen durchaus nicht enttäuschenden Patrick.Ähnlich spannend
war es auf Position 2, als der nicht mehr ganz so junge (ausdrücklicher Wunsch
von ihm) Eric Moschel auf Oli traf, dem die Weihnachtsfeiertage doch merklich
zu schaffen machten, ihn aber nicht daran hinderten, mit unserem erkrankten Präsidenten
den ein oder anderen Underberg in den Satzpausen zu vernichten.
Oliver begann stark und gewann die ersten beiden Sätze, ehe Eric zur Konstanz fand, was sich nicht nur in drei gewonnenen Sätzen, sondern auch in jeweils demselben Ergebnis dieser Sätze, nämlich 9:5, kenntlich machte. Michael schließlich rechnete sich gegen Jörg Emser, zumal nach ausgeprägten Dehnübungen, Chancen aus, die aber nicht da waren, weil einerseits Michael doch deutlich unter
einem Trainingsrückstand litt und andererseits Jörg in bestechender Form war, kaum Fehler spielte und ein hohes Tempo ging. Jörg gewann daher 3:0 und man trennte sich schiedlich-friedlich mit 2:2 nach Spielen und 8:8 nach Sätzen. Folglich geht das Kopf-an-Kopf-Rennen an der Tabellenspitze mit Punktgleichheit wahrscheinlich bis zum Saisonende weiter.
Verfasser: Kurt Rauch / 18.01. 2007