Zu Beginn der Rückrunde kam es wiederum zum heiß ersehnten vereinsinternen Duell in der Oberliga zwischen den beiden Teams unseres Klubs. Diesmal in der heimischen Anlage und Gast war wiederum - wie bereits am Nachholspieltags der Hinrunde - das Fassian-Team aus Illingen.
Zunächst spielte Saarlouis I gegen Illingen. Jürgen auf Position 4 war heiß motiviert und legte los wie die Feuerwehr. Gegner Michael Wöffler wusste gar nicht, wie ihm geschah, als er nach zwei Sätzen noch keinen Punkt hatte. Im letzten Satz gelang ihm wenigstens derer drei und die Höchststrafe war umgangen, allerdings änderte sich nichts daran, dass unser Unrasierter glasklar mit 3:0 gewann. Etwas schwerer hatte es auf Position 3 Roland mit dem unorthodoxen Spiel von Jörg Fassian. Roland gewann zwar die ersten beiden Sätze, musste dann sich aber im dritten Satz dem druckvollen Stopp-Spiel von Jörg beugen. Auch im vierten Satz war es sehr knapp, aber Roland war glücklicher Sieger mit 10:9 und damit war schon ein Unentschieden gerettet. Das spannendste Spiel des Tages lieferte sich das Illinger Supertalent Andreas Janto mit unserem Thomas. Hier trafen zwei sehr unterschiedliche Stile aufeinander: Andreas mit feiner Technik und Thomas mit Kampfgeist, Laufbereitschaft und Tempo. In schöner Regelmäßigkeit nahmen sich beide abwechselnd die Sätze ab, bevor im fünften Satz Andreas bereits mit 7:1 und 8:4 führte, dennoch das Spiel mit 10:9 gegen einen nie aufgebenden Thomas abgeben musste. Wahrscheinlich waren es die Rauchschwaden in der Lunge von Andreas, die ausschlaggebend waren. Schließlich setzte sich unser Luxemburger Spitzenspieler Marc gegen das Lauf- und Konditionswunder Stefan Alt in vier Sätzen mit seinem sehr druckvollen Spiel durch. Damit war ein sehr deutlicher 4:0-Sieg unter Dach und Fach.
Genau umgekehrt erging es Saarlouis II gegen Illingen. Überraschend war dabei zunächst, dass Rüdiger auf Position 4 indisponiert und unkonzentriert auftrat. Gegen Christoph Damanik aus Illingen verlor Rüdiger die ersten beiden Sätze fast ohne Gegenwehr mit je 3:9. Im dritten Satz gewann er zwar nach Verlängerung und im vierten lief es auch etwas besser, Christoph gewann diesen jedoch mit 9:7 und damit war ein einkalkulierter Punkt vergeben und Christoph gewann sein erstes Spiel in der Oberliga, herzlichen Glückwunsch hierzu. Frank auf Position 3 erlebte einen sehr starken Jörg Fassian, der fast in Perfektion die Stopps setzte und Frank fast zur Verzweiflung brachte. Auch hier hatte man sich Chancen ausgerechnet, aber Frank gelangen gerade mal acht Punkte in drei Sätzen. Christoph hielt dagegen auf Position 2 sehr lange sehr gut gegen Andreas Janto mit. Er verlor die ersten beiden Sätze sehr unglücklich in der Verlängerung und spielte hervorragendes Squash. Dennoch konnte er das 0:3 nicht verhindern. Schließlich erwischte auch Oliver gegen Stefan Alt einen guten Tag. Oliver hielt gegen einen sehr starken Stefan mit, konnte die Sätze knapp gestalten, aber ebenfalls die Niederlage nicht verhindern. Damit war einzige Ausbeute gegen die Gäste für das Team II ein einziger Satz. Also 0:4 für Team II.
Im anschließenden vereinsinternen Duell sah es zu Beginn nach einer
Überraschung
aus. Gerhard vom Team II spielte gegen Jürgen vom Team I hervorragend mit.
Gerhard ist sowieso in ausgezeichneter Form und schickte Jürgen in den fünften
Satz. Dort siegte Gerhard mit 9:7 nach sehr starker Leistung und damit durfte
sich der Tabellenführer keinen Ausrutscher mehr erlauben. Dies tat er natürlich
auch nicht. Roland spielte mit Rüdiger nach Belieben und geriet nie in Schwierigkeiten.
Die alten Mannschaftskameraden aus Honzrath Christoph und Thomas trafen auf Position
2 aufeinander. Auch hier geriet Thomas nicht in Gefahr, obwohl Christoph sich
tapfer wehrte. Oliver konnte im Spitzenspiel gegen Marc auch sehr gut mithalten,
hielt die einzelnen Sätze lang offen, musste sich dann aber doch dem ausgereiften
Spiel des Luxemburgers beugen. Oli konnte aber hoch erhobenen Hauptes den Court
verlassen. Dennoch war die Ausbeute nach dem Sieg von Gerhard für das Team
II äußerst gering, man gewann nämlich danach keinen Satz. Damit
3:1-Sieg für Team I und die Behauptung der Tabellenführung, während
Team II weiter um den Abstieg bangen muss.
In der Verbandsliga traf das Team III in St. Wendel auf die dortige zweite
Mannschaft und auf Homburg II. Das erste Spiel gegen die tapfer kämpfenden
jungen Hamburger um den " Leithammel" Michael Trautmann gewannen die
4 Saarlouiser sehr deutlich. Stefan Cavelius auf Position 4 gab zwar gegen den
immer kämpfenden Christoph Mohr den 2. Satz ab, ließ aber in den anderen
Sätzen dem jungen Homburger keine Chance und insgesamt nur zwei Punkte. Auch
Marc Graner auf Position 3 hatte gegen seinen Vornamenskollegen Hartz aus Homburg
keine
Schwierigkeiten und überließ seinen Gegner ebenfalls nur zwei
Punkte. Michael Walter in seinem ersten diesjährigen Einsatz spielte auch
konzentriert gegen einen technisch schon ausgereiften Bernd Moog. Michael siegte
aber auch in drei Sätzen klar. Kurt auf Nr. 1 hatte Michael Trautmann zum
Gegner, der aber gesundheitlich angeschlagen war und daher bei langen Ballwechseln
den Kürzeren zog. Auch hier gab es keine Schwierigkeiten bei einem 3:0, sodass
die dritte Mannschaft mit 4:0 und 12:1 Sätzen deutlich siegte.
Knapp und sehr spannend verlief demgegenüber das Spiel gegen St. Wendel.
Stefan zeigte sich weiterhin in guter Form und gewann gegen die sich immer wehrende
Katja Junker deutlich in drei Sätzen. Marc hatte es mit der routinierten
Doris Pohl zu tun, immer noch eine der besten Spielerinnen im Saarland. In den
ersten beiden Sätzen setzten sich die technische Stärke und die Variabilität
von Doris durch. Marc kämpfte sich aber in den nächsten beiden Sätzen
heran und gewann diese. Im letzten allerdings wollte er zu viel und Doris blieb
bei ihrem ruhigen und technisch überlegenen Spiel. Doris gewann diesen Satz
9:3 und Marc damit das Spiel. Dennoch sieht man bei Marc deutlich eine Spielverbesserung.
Michael auf Position 2 spielte drei ganz enge Sätze gegen den wohlgelaunten
Rüdiger Göddel aus St. Wendel. Aber er verlor unglücklich jeden
Satz mit nur zwei Punkten Differenz. Ihm fehlte ein Quäntchen Glück
und vielleicht hätte er dann das Spiel noch gedreht. Im Spitzenspiel des
Tages traf Kurt auf den routinierten Detlef Nierich, der in der Liga bislang noch
kein Spiel verlorenhatte. Es
Entwickelte sich ein schönes und technisch hochwertiges
Spiel, in dem Kurt konzentriert und variabel spielte. In den ersten beiden Sätzen
machte es Detlef dem Saarlouiser etwas leichter, indem er nicht zu exakt spielte.
Den dritten Satz gewann Detlef nach überzeugender Leistung deutlich, während
Kurt im vierten wieder an die Leistung zuvor anknüpfte und nach langen und
teilweise auch spektakulären Ballwechseln Detlef keine Chance ließ.
Kurt gewann damit 3:1 und ein Unentschieden gegen St. Wendel II war erreicht.
Verfasser: Kurt Rauch /Jan. 2006