Dieses Mal trug uns der Spielplan nach Ludwigshafen, wo die Squasher aus Beindersheim ihr Zuhause gefunden haben. Der Gegner war nicht nur die dritte Mannschaft der Gastgeber, sondern auch das neu entstandene Team aus Güdingen um das Squashfossil Johannes Wessela. Der Blick auf die Tabelle zeigte, dass die beiden Tabellenletzten unsere Gegner waren, was von der Papierform her vorausblickend als leichte Aufgabe hätte durchgehen können.
Dass es letztlich anders wurde, lag nicht nur daran, dass mit Frank (termins-), Benjamin und Kurt (verletzungsbedingt), der nicht nur wegen der fast obligaten Fotos, sondern auch einer um den Spieltag herum geplanten Weinprobe in Freinsheim dem Team einen Kur(ts)zbesuch abstattete, drei Spieler fehlten, sondern auch daran, dass sich der Tabellenletzte aus Güdingen mit Macht und letztlich Erfolg gegen eine Niederlage stemmte und spannende Spiele lieferte.
Doch
zunächst zum ersten Spiel gegen die Beindersheimer, die ebenfalls ersatzgeschwächt
antreten mussten. Hier hatte Markus auf Position 4 seinen ersten Einsatz in
dieser Saison und sein Gegner hieß Florian Schwind. Kämpferherz
Markus tat zwar alles, rackerte, kämpfte und verteidigte, dennoch war
sein Gegner technisch überlegen und trotz knapper Sätze gelang Markus
nichts Zählbares. Unser Seniorenzauberer Karl hatte es mit einem Mädel
zu tun, der sympathischen Blondine Tanja Serr. Beide kennen sich trotz eines
nicht zu beziffernden Altersunterschiedes recht gut und es entwickelte sich
ein schönes Spiel, bei dem Karl, knapp, mit seinen technischen Feinheiten
die Oberhand behalten konnte. Rüdiger auf Position 2 musste gegen die
hübsche, zierliche Mai-Ly Nguyen antreten und tat sich schwerer als gedacht.
Alle vier Sätze verliefen äußerst knapp mit jeweils nur zwei
Punkten Differenz und die technisch beschlagene und läuferisch überzeugende
Mai-Ly war die etwas glücklose Verliererin gegen unseren "Tiger".
Folglich lag es an Marc, für einen Sieg zu sorgen, welcher auch gelang,
denn dessen Gegner Andreas Stelzig hielt zwar gut mit, war aber in den entscheidenden
Phasen der Sätze zu unkonzentriert, um Marc - mit berufsbedingtem Trainingsrückstand
- ernsthaft gefährden zu können. Damit waren die ersten drei Punkte,
wenn auch etwas glücklich, eingefahren.
Das
nächste Spiel gegen Güdingen schien relativ einfach zu werden, denn
die Saarländer waren nur mit drei Spielern angetreten. Dies führte
dazu, dass Markus souverän seinen ersten Saisonsieg feiern konnte, während
Karl auf Position 3 gegen den flotten Stefan Klein nach der ersten Hälfte
seines Matchs wie der sichere Sieger aussah. Auch hier spielte Karl seine
technische Überlegenheit aus, lies es aber schon in den ersten Sätzen
etwas arg locker angehen. Sein Gegner lief sich die Lungen aus dem Leib, war
aber plötzlich im Spiel. Nach zwei ersten gewonnenen Sätzen lief
es dann in den beiden anderen genau umgekehrt und Karl musste im fünften
Satz schon äußerst konzentriert spielen, um diesen mit 11:8 für
sich zu entscheiden. Ähnlich spannend machte es Rüdiger, der wegen
der Verletzungsmisere gar einen Fußballbesuch beim FC Kaiserslautern
absagen musste, was aber wegen eines arg dürftigen 0:0 gegen Wolfsburg
zum Glücksfall wurde, im Spiel gegen Jens Enge. Auch hier verliefen die
ersten drei Sätze äußerst ausgeglichen mit zweimal Verlängerung,
jeweils für einen der
beiden,
und einem weiteren Satzgewinn für den Güdinger. Auch wenn Rüdiger
versuchte, den vierten Satz für sich zu entscheiden, war sein Gegner
immer einen Tick besser am Ball und sorgte dann dafür, dass Rüdiger
den vierten Satz ebenfalls knapp verlor. Wiederum lag es an Marc, für
den Sieg zu sorgen, was aber gegen bereits bezeichneten Johannes von vornherein
als gewaltiges Stück Arbeit erwarten ließ. Es war ein Spiel Reife
gegen Jugend, Erfahrung und Kniffe gegen Laufbereitschaft und Kampf und natürlich
auch Diskussionen um Schiedsrichterentscheidungen der tapferen Tanja, die
letztlich an diesem Nachmittag als Spielführerin der Heimmannschaft,
assistiert nur von Mai-Ly (die Herren der Schöpfung hatten schon früh
das Weite gesucht und gefunden!) für fast alles verantwortlich war, was
sich in der schönen Anlage abspielte; dafür muss man der Blondine
sehr danken. Beide lieferten sich ein packendes Duell mit jeweils abwechselnden
Satzgewinnen, dem besseren Ende aber für Johannes, der schließlich
im fünften Satz mehr Fortune hatte als unser Dauerläufer Marc, dem
man den Trainingsrückstand dann doch anmerken konnte.
Folge
davon war logischerweise, dass es aus dem eingeplanten Sieg gegen Güdingen
nichts wurde, dass aber dennoch ein positives Unentschieden und damit zwei
Punkte auf der Habenseite verbucht werden konnten. Immerhin sind wir damit
punktgleich mit zwei anderen Mannschaften hinter dem Tabellenführer und
in der Rückrunde sollte alles zu korrigieren sein.
Abends hatte dann Frank seinen legendären Nikolausabend, dem die Fortsetzung am kommenden Freitag, dem 17.12., mit unserer Weihnachtsfeier in der LAUBE folgt.
Für alle Spieler und Nichtspieler unseres Vereins, die Teams aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland und für die anderen Gäste unserer Homepage: lasst es Euch in der Weihnachtszeit gut gehen, genießt den Schnee, vergesst unseren schönen Sport nicht und auf einen tolles und gesundes Jahr 2011 und einen fünften Spieltag im Januar mit alter oder neuer Frische und jeder Menge Motivation!
Verfasser: Kurt Rauch / 15.Dezember 2010