Die Vorzeichen standen gut, denn bis auf Gerhard und Kurt standen alle Stammspieler den beiden Mannschaften zur Verfügung und die erste Mannschaft hatte zudem den Vorteil, dass man nicht fahren musste, sondern zuhause in unserem Schmuckkästchen RELAX Heimspiel hatte. Die zweite Mannschaft musste im Nebel nicht nur nach Zweibrücken fahren, sondern dies auch finden, was wegen der großen und nicht beschilderten Umleitung in Zweibrücken gar nicht so einfach war, was der Schreiber dieser Zeilen leidvoll erfahren musste, dazu aber später mehr.
Im Heimspiel der ersten Mannschaft waren Gegner die alten Rivalen und Freunde aus Illingen. Im Spiel der Mannschaftskapitäne traf zunächst Oliver auf den Mister Illtal Jörg Fassian. Es entwickelte sich ein hochinteressantes und dramatisches Spiel, bei dem Oliver eine gute Form zeigte, was auf den sehr schlagsicheren Jörg zunächst wirkte. Jeder der beiden gewann am Anfang einen Satz und jeder der beiden gewann auch einen weiteren, bevor es im fünften richtig spannend wurde mit gutem Ende und etwas mehr Glück auf unserer Seite, was auch einmal sein muss. Damit war der erste Punkt in dem Match gegen den Tabellenführer gesichert. Im zweiten Spiel traf unser Luxemburger Marc auf den glücklicherweise wieder gelesenen Michael Wöffler, der beim letzten Spieltag anwesende medizinische Hilfe im Court benötigt hat, die dafür gesorgt hat, dass Michael unbeschadet aus dieser für ihn dramatischen Situation herauskam. Wir sind alle sehr froh, dass Michael wieder spielen kann und weiter der verlässliche und faire Spielpartner ist, der er schon immer war. Jedenfalls zeigte sich in diesem Spiel, dass Marc mit all seiner Routine und Technik doch noch ein Stückchen besser ist als Michael, so dass Marc diese Partie in vier Sätzen relativ klar für sich entscheiden konnte. Das spannendste Spiel des Tages lieferten sich Roland auf Position 2 und Jonathan Bergmann, der Franzose im Trikot der Illinger, der sehr stark geworden ist. Auch hier lief es ähnlich wie bei Oliver und Jörg im ersten Spiel. In schöner Gleichmäßigkeit holte sich jeder der beiden einen Satz, um dann im fünften Satz völlig ausgeglichen auf die Ziellinie zuzuschreiten. Hier war es dann Roland, der etwas mehr Glück hatte und die Verlängerung mit 12:10 gewann. Herzlichen Glückwunsch an diesen Arbeitssieg, der gleichzeitig dafür sorgte, dass ein nicht für möglich gehaltener Erfolg gegen Illingen Realität wurde. Nicht so wesentlich war dann aus unserer Sicht, dass Stefan auf Position 1 gegen den sehr starken und sympathischen Stefan Alt unterlegen war. Der jüngere der beiden Dauerläufer Stefan Alt war im Match der Konditionswunder doch der bessere und siegte völlig verdient in vier Sätzen gegen einen dennoch nicht enttäuschenden Stefan aus Saarlouis.
Zweiter Gegner an diesem Samstag, der leider wegen der Vergesslichkeit von Oliver keine Bilddokumente hervorgebracht hat, war die Pfälzer Truppe aus Beindersheim. Gegner von Oliver war Elmar Wagner, der aber mit dem kraftvollen und schnellen Spiel Olivers nur im zweiten Satz zurecht kam, den er nach mehrmaliger Verlängerung mit 14:12 gewann. Die übrigen Sätze dominierte aber Oliver, so dass auch hier der Initialpunkt flott eingefahren war. Marc spielte gegen Klaus Cappes sehr souverän, hatte im ersten Satz einige Schwierigkeiten, konnte dann aber nach Belieben seine starke Technik ausspielen und gewann locker in drei Sätzen. Auf Position 2 hatte Roland gegen unseren Freund und ständigen Turnierspieler Uwe Wendel, der squashmäßig schon den ganzen Südwesten bereist hat, zum Gegner. Hier war doch ein Klassenunterschied zu erkennen und Roland ließ nichts anbrennen und gab seinem Gegner lediglich 4-5 Punkte pro Satz. Den sympathischen Uwe konnte dies natürlich nicht erschüttern. Schließlich holte auf Position 1 Stefan nach verlorenem ersten Satz gegen seinen Gegner Rainer Tscheschel den erhofften Sieg, wobei Stefan sich doch recht schwer tat und im dritten Satz rekordverdächtige 30 Punkte nötig waren, um diesen für uns nachhause zu bringen. Aufgabe an die Leser: wie ging dieser Satz für uns aus? Auch ohne dieses Rätsel stand daher fest, dass die Gäste aus Beindersheim ohne Punkt die Heimreise antreten mussten und sich unser Team mit dem überraschenden Doppelsieg deutlich vom Tabellenende absetzte.
Bei der zweiten Mannschaft lief es ähnlich gut. Nachdem die Spieler im
Gegensatz zum Pressewart die Halle in Zweibrücken gefunden hatten, war das
Schwierigste fast schon überstanden. Ich selbst hatte die mehr oder weniger
angenehme Aufgabe, als Besucher des Auswärtsspiels meiner Gattin zunächst
in das Outlet-Center nach Zweibrücken zu folgen und das (beabsichtigte) Einkaufen
weiblicher Kleidungsstücke mit Engelsgeduld zu beobachten. Kurz vor 14:00
Uhr machte ich mich dann wohlgelaunt mit Freude auf die Einkaufspause auf den
kurzen Weg Richtung Tennis-Center Zweibrücken, um für die Luftlinie
circa 5 km eine dreiviertel Stunde zu benötigen, zumal auch die Navigation
ihren Geist aufgab. Nach gefühlten 30 km und der Befragung von 3 Zweibrücker
Zeuginnen am Straßenrand, die bereitwillig Auskunft gaben und die ich auch
verstanden habe, konnte ich die Halle finden, um dann dort festzustellen, dass
wir das erste Spiel gar nicht bestritten haben. Da die Gattin auch wartete, konnte
ich nur die ersten Ballwechsel von Marcs Spiel gegen Stefanie beobachten und auch
ein paar Fotos fertigen, um dann völlig frustriert wieder die Rückreise
ins Outlet-Center und die Heimreise anzutreten. Wir lassen jetzt die Odysee beiseite
und kommen zum Sportlichen: unser Team begann gegen Wiesental II und Marc
Graner
gegen die sympathische Stephanie Siebenschuch und beiliegendes Foto zeigt, dass
beide ein hübsches Paar abgeben würden. Hiervon wollte Marc aber jedenfalls
im Court nichts wissen und legte los wie die Feuerwehr. Heraus kam ein deutlicher
3:0-Sieg. Weniger klar war das zweite Spiel zwischen Christoph und dem langen
Ralph Moses. Ralf trotzte unserem Volley- und Stoppspezialisten schon eine Marathonleistung
ab und Christoph siegte knapp in einem völlig offenen Spiel in fünf
Sätzen. Präsident Frank machte es Christoph im dritten Spiel der beiden
zweier Positionen fast deckungsgleich nach und meinte auch, es besser sehr spannend
machen zu müssen. Sein Gegner Walter Jung war zwar körperlich kompakter,
aber letztlich unglücklicher Verlierer in fünf Sätzen gegen einen
aufopferungsvoll kämpfenden und ziemlich ausgepumpten Frank. Rüdiger
schließlich auf Position 1 musste sich doch dem Spitzenspieler aus Wiesental
Frank Andreas deutlich in drei Sätzen geschlagen geben, wobei er möglicherweise
mit den Gedanken noch am Abend zuvor war, wo er sich – mit dem Schreiber
der Zeilen – den Lachsalven in Folge der kabarettistischen Wortgebilden
des genialen Urban Priol in der Saarbrücker Saarlandhalle hingab, so dass
er konditionell noch etwas angeschlagen war.
Dennoch war der Sieg eingefahren und das zweite
Match lief dann ebenfalls etwas entspannter. Die zweite Mannschaft aus Zweibrücken
hat noch nicht viel Routine und Spielerfahrung und so verliefen alle Spiele kurz
und in drei Sätzen für uns. Marc hatte es zu tun mit Gunter Hindenberger
und hatte nur im zweiten Satz Probleme. Christoph spielte mit seinem Gegner Stefan
Horn in den beiden ersten Sätzen souverän, um dann im dritten doch eine
30-Punkte-Verlängerung zu bieten, aber mit glücklichem Ausgang. Ergebnis:
Siehe Rätsel oben. Frank ließ Jörg Düker gerade mal 13 Punkte
in drei Sätzen und Rüdiger spielte auch einen 30-Punkte-Satz auf Position
1 gegen Thomas Mettendorf, ohne aber einen Satz abgeben zu müssen.
Damit
gab es zum ersten Mal seit langem vier Siege für die beiden Mannschaften
und wir sind gerüstet für das Turnier am kommenden Wochenende, auf das
ihr alle eingeladen seit, sofern noch Plätze frei sind. Wir freuen uns, schaut
euch die Plakate und unsere Angebote im Internet an und pilgert nach Ensdorf,
sei es Ligaspieler oder Hobbyspieler. Es wird sich lohnen!
Übrigens: die Ausbeute des Einkaufs in Zweibrücken nach gut 3 h und permanenter Anprobe war ein Schal und sonst nichts: da verstehe einer die Frauen!!
Anm. d. Webfee ;-)) Dann war nicht das Passende im Angebot, was gibt´s daran nicht zu verstehen???
Verfasser: Kurt Rauch / 14.November 2008