Es war wie verhext: schon im
Vorfeld hat sich abgezeichnet, dass wir wegen Verletzungen und Erkrankungen äußerst
knapp bestückt sein werden. Für die erste Mannschaft fielen Marc Thrill
und Michael Braun wegen Verletzungen des Knochengerüstes, also orthopädischer
Schäden, aus und dass Jürgen nicht zur Verfügung steht, dürfte
mittlerweile bekannt sein. Allerdings gab es endlich einmal von Jürgen und
der Uniklinik in Frankfurt am Sonntag positive Zeichen, denn nach dramatischer
gesundheitlicher Entwicklung konnte er am Samstag in einer mehrstündigen
Operation wie es derzeit aussieht erfolgreich operiert werden, so dass man weiter
hoffen und wünschen kann, dass er bald wieder bei seiner Familie sein wird.
Wie sich nunmehr gezeigt hat, ist der Ausfall des sportlichen Koordinators bei
uns trotz starker Bemühungen der anderen schwer zu verkraften. In der zweiten
Mannschaft fehlte zudem Christoph nach einer Fußverletzung und zur Krönung
der Situation zog sich Kurt noch eine starke Erkältung zu, die nicht abklingen
wollte und die es allenfalls erlaubt hätte, in den Court zu steigen und die
Hand des Gegners zu schütteln, sofern er denn keine Angst vor Ansteckung
hätte. Einen Spieler musste die zweite Mannschaft sowieso an die erste abgeben
und als dann noch Marc Graner wegen privater Termine absagen musste, war die Sache
gelaufen. Zwei fitte Spieler waren übrig für die zweite Mannschaft,
um nach Mainz zu fahren, aber dies geht ja, wie es die Regelkundigen bestätigen
werden, nicht. Also musste Team II schweren Herzens den Mainzern und den Germersheimern
absagen und bittet hiermit um Entschuldigung.
In der Regionalliga konnte dann natürlich die erste Mannschaft bei den
saarländischen Freunden und Konkurrenten aus Wiesental II antreten. Gerhard
war es vergönnt, erstmals in der Regionalliga zu spielen und die Position
4 einzunehmen. Unserer ersten Mannschaft kam es dann noch entgegen, dass auch
der Gegner aus Wiesental nicht in stärkster Besetzung spielen konnte. Neben
dem Verletzten Tobias Baab mussten sie auch auf den Superstar der Regionalliga,
den ehemaligen Nationalspieler und deutschen Vizemeister Christian Bernard verzichten,
der Nachwuchs bekommen hat. Auch an dieser Stelle, lieber Christian, als ausgewiesenen
Freund unseres Clubs und
als tollen Typen, nicht nur im Squash, sondern auch außerhalb des Courts,
die herzlichsten Glückwünsche. Und wie ich Dich kenne, hat der oder
die Kleine in seiner/ihrer Wiege bereits einen Dunlop-Gegenstand mit zwei gelben
Punkten. Zurück zum Spiel: Gerhard musste gegen Ralph Moses antreten und
ließ seinen Gegner überhaupt nicht ins Spiel kommen. Dem temporeichen
Spiel hatte Ralph, der nicht ganz konzentriert wirkte, nichts entgegenzusetzen
und Gerhard feierte einen souveränen 3:0-Sieg. Oliver hatte es auf Position
3 mit Martin Baumann zu tun. Nach zwei ausgeglichenen ersten Sätzen, von
denen jeder einen gewann, zeigte Oliver das druckvollere und genauere Spiel und
siegte schließlich ebenfalls relativ deutlich mit 3:1. Der Gegner von Roland
hieß Erik Dabrock und wer Roland kennt, weiß, dass er im ersten Satz
erst einmal warm werden muss.
Dies
nutzte Eric zu einem Satzgewinn. Anschließend setzte sich aber das reife,
abwechslungsreichere und genauere Spiel von Roland durch und Eric hatte keine
Chancen mehr. Damit hatte Roland dasselbe Ergebnis wie Oliver erreicht. Ein nicht
unbedingt für möglich gehaltener Sieg gegen Wiesental war damit schon
unter Dach und Fach und Stefan konnte es gegen seinen alten Rivalen Thorsten Schmees,
den er bei unserem Turnier noch besiegen konnte, eigentlich locker angehen. Bei
Stefan ist es aber so, dass er ein lockeres Spiel nicht kennt und immer Vollgas
gibt. Dennoch war in diesem Tag Thorsten einfach eine Nummer zu groß und
Stefan hatte nach gewonnenem zweiten Satz doch erhebliche Probleme mit dem sympathischen
Wiesentaler. Thorsten siegte in vier Sätzen, was aber lediglich statistische
Bedeutung hat.
Ideal wäre es gewesen, hätte man
gegen
Germersheim auch noch punkten können. Hier musste aber Gerhard gegen Thomas
Waldmann eine deutliche Schlappe einstecken. Thomas zeigte sich in allen Belangen
überlegen und ließ unserem Dauerläufer lediglich vier Punkte im
gesamten Spiel. Oliver hatte es in der Hand, das Unentschieden zu holen. Sein
Gegner Jürgen Schmitt war schon am Rande einer Niederlage, als Oliver mit
2:1 in Führung ging. Dann allerdings zeigte sich die leider bei Oliver ab
und zu zu beobachtende Phase unkonzentrierten Spiels mit vielen leichten Fehlern
und aus dieser Phase kam er leider nicht mehr heraus. Jürgen Schmitt siegte
also in fünf Sätzen und dies durchaus verdient. Ein Weihnachtsgeschenk
konnte dann Roland
abholen,
den Gegner André Guldi ging schon gesundheitlich sehr angeschlagen in den
Court und musste schließlich passen. Nur leider war die Nummer 1 von Germersheim,
der ehemalige Bundesligaspieler Sven Peter gesund und dass Stefan gegen diesen
Superspieler keine Chance hat, war von Anfang an klar. Umso überraschender
war man, als Stefan im ersten Satz kurz vor der Sensation stand, aber doch in
der Verlängerung verlor. Die beiden anderen Sätze schließlich
waren klar und damit musste gegen Germersheim eine Niederlage verbucht werden.
Immerhin: Platz 6 erreicht und dort lässt sich gut überwintern!!
Nicht zu erwähnen braucht man, dass die
zweite
Mannschaft wegen der ersten Spielabsage in der Vereinsgeschichte, die uns peinlich
genug ist, ihren Abstiegsplatz festigte, um es nicht allzu negativ auszudrücken.
Nun hat man Zeit zur Regeneration, körperlich und geistig, und in der Rückrunde
möchte ich mit einem deutlichen Appell an meine Mitspieler versprechen, dass
die Teams aus unserem Verein sportlich Gegner sein wollen und nicht die Punkte
auf dem Papier herschenken, was teuer genug sein dürfte.
Kommt gut über den Winter und drückt unserem Jürgen weiter die Daumen!!
Verfasser: Kurt Rauch / 13.11. 2007