Bevor es in die wohl verdiente Winterpause geht, mussten zunächst zwei der drei Mannschaften des Squashclub Saarlouis noch einmal die Kräfte mit den Gegnern messen. Dass unsere zweite Mannschaft keinen Einsatz hatte, lag daran, dass deren Spiel in den Dezember verlegt worden ist.
Das Team der Regionalliga hatte erneut Heimrecht. Gegner war der Squashclub
Alzey und der innersaarländische Konkurrent aus Wiesental-St. Ingbert, konkreter,
die zweite Mannschaft des Bundesligateams. Diese hatte sich einiges vorgenommen
und kam daher mit dem besten, was Wiesental II aufzubieten hat: darunter auch
unser alter (Sorry, dies ist nicht auf die Lebensjahre bezogen gemeint, diese
Anspielung würde ich mir bei meinem Alter gar nicht zutrauen) Freund Christian
Bernard, seines Zeichens ehemaliger Nationalspieler und mehrfacher Deutscher Vizemeister
und noch immer einer der besten deutschen Squashspieler. Auf Position 4 spielte
bei Wiesental Thorsten Schmees,
ebenfalls ein Freund unseres Clubs. Gegner war
Jürgen, der den ersten Satz offen halten konnte, anschließend aber
die technische Überlegenheit und Erfahrung von Thorsten neidlos anerkennen
musste. Jürgen verlor klar mit 0:3. Auf Position 3 spielte Roland gegen Erik
Dabrock. Hier rechnete sich unser Team durchaus Chancen aus und diese Hoffnung
war nicht vergeblich. Zwar verliefen die ersten beiden Sätze relativ knapp,
im dritten zeigt aber Roland, dass er wieder über aufsteigende Form verfügt
und Erik hatte in diesem Spiel, wohl noch etwas verletzt, noch nicht einmal die
Möglichkeit, einen einzigen Punkt zu erhalten. Sehenswert war dann das Match
zwischen Christian und unserem Stefan. Der erste Satz war geprägt von ob
der feudalen Holzwände in den Courts
verständlichen Eingewöhnungsschwierigkeiten
von Christian und einem sehr konzentrierten Spiel von Stefan. Christian gewann
diesen Satz nur relativ knapp, während er in den beiden nächsten seine
spielerische Klasse, sein Auge und seine Routine einsetzte und unserem armen Stefan
keinen einzigen Punkt ließ. Im Spiel der beiden Nummer 1, dem jungen und
äußerst talentierten Tobias Baab und unserem Luxemburger Marc Thrill
setzte sich in den ersten beiden Sätzen das dynamischere, schnellere und
läuferisch aufwändigere Spiel von Tobias, seines Zeichens zumindest
genauso talentierter Pressewart des Verbandes, deutlich durch. Im dritten Satz
dann verlief das Spiel plötzlich sehr ausgeglichen. Marc fand immer besser
ins Spiel und Tobias ließ die Zügel etwas schleifen. Dennoch gewann
Tobias auch diesen Satz nach Verlängerung und unsere Niederlage mit 1:3 war
gegen das an diesem Tag wirklich stärkere Team aus Wiesental besiegelt.
Deutlich besser lief es dann gegen Alzey. Hier spielten alle unsere Cracks
äußerst konzentriert. Jürgen hatte es mit Kim Müller-Steinbrech
zu tun und es entwickelte sich ein recht spannendes, dennoch unseren Sieg nie
gefährdendes Spiel. Jürgen setzte seine tödlichen Punkte relativ
regelmäßig und nach drei mehr oder weniger offenen, dennoch aber gewonnenen
Sätzen hatte Jürgen gegen einen nie aufgebenden Kim den ersten Punkt
eingefahren. Und das Besondere: Jürgen hatte nicht nur den Fotoapparat dabei,
er nutzte ihn auch und tatsächlich: es kamen Fotos heraus, wie ihr hoffentlich
sehen könnt – bei „Redaktionsschluss“ am Montag Abend waren
sie jedenfalls noch nicht bei mir, aber Silke, unsere Administratora, wird sie
schon einfügen. Auf Position 3 spielte Roland gegen Jürgen Henschel
seine ungeheueren technischen und spielerischen Fähigkeiten aus. In keinem
der Sätze kam er in Schwierigkeiten und so kam es zu einem recht deutlichen
3:0. Stefan auf Position zwei machte mit Rainer Wasyliyk, dessen Name besser zu
sprechen als zu schreiben ist, kurzen Prozess. Stefan setzte seine konditionellen
und läuferischen Fähigkeiten gnadenlos ein und ließ seinem Gegner
ganze 6 Punkte. Auch auf der Position
1 gab es auf dem Papier ein klares Spiel
von Marc gegen Ralf Gispert, aber die Sätze waren doch recht eng. Marc spielte
einen Tick bessere Bälle und so kam es dazu, dass er ebenfalls mit 3:0 gewann
und unser Team, was nicht zu erwarten war, nicht nur kein Spiel, sondern auch
keinen Satz gegen die nie aufgebenden Gegner aus Alzey abgeben musste.
Derzeit liegt unsere Mannschaft auf dem drittletzten und damit dem Platz, der zueinem Klassenerhalt reicht. Man kann daher relativ entspannt überwintern.
Die dritte Mannschaft trat neben Marc G. und Kurt mit dem doppelten
vereinseigenen
Finanzminister (ganz einfach: Alex Stein und Benlamin Brück, also Stein-Brück)
an und hatte es auswärts und zwar in Güdingen, weil derzeit das Squashcenter
in Malstatt umgebaut wird, mit Malstatt und Illingen II zu tun. Gegen Illingen
legte auf Position 4 Benjamin verheißungsvoll los. Gegen seinen jungen Gegner
Maximilian Schlott machte er zwischendrin zwar die eine oder andere Pause, aber
dennoch siegte er ganz souverän mit 3:0. Ähnlich lief es bei Marc Graner
auf Position drei gegen den Routinier Johann Janto. Marc spielte seine Schnelligkeit
und seinen kämpferischen Einsatz aus und Johann zeigte in Ansätzen sein
spielerisches Vermögen, was aber an diesem Tag gegen Marc
nicht reichte.
Auch Marc gewann mit 3:0. Zum spannendsten Spiel trat Alex auf Position 2 gegen
den Kapitän der Illinger René Riehm an. Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches
und dramatisches Spiel mit wechselnden Führungen, das René dann schließlich
im fünften Satz denkbar knapp mit 9:7 gewann. Diese Niederlage von Alex,
der trotz Trainingsrückstands gut spielte, war aber nicht entscheidend, denn
Kurt konnte sich auf Position 1 in einem zunächst sehr knappen und offenen,
jederzeit aber absolut fairem Spiel gegen den gleichaltrigen Rainer Bönnemann
mit 3:1 durchsetzen, wobei vor allem in den letzten beiden Sätzen Rainer
etwas nachließ. Kurt bekam zwar Probleme mit dem Blutdruck und Kreislauf,
konnte aber das Spiel dennoch erfolgreich zu Ende bringen. Damit war ein Sieg
gegen Illingen perfekt.
Gegen Malstatt verlief es seitens der Ergebnisse fast identisch. Benjamin gab
noch etwas mehr Gas und der ebenfalls junge Jens Ecker konnte einem wirklich Leid
tun, denn Benjamin machte Druck ohne Ende. Hintergrund war aber, dass er unbedingt
noch einkaufen musste und das Elektronik-Geschäft um 18:00 Uhr schloss. Benjamin
erreichte übrigens diese zeitliche Vorgabe. Auf Position 3 hatte Marc mit
Frank Wobido nur im ersten Satz Probleme. Er siegte aber dennoch deutlich mit
3:0, was ebenfalls seiner Schnelligkeit und seinem druckvollen Spiel zu verdanken
war. Marc hat mittlerweile einen großen Sprung gemacht; die Ruhe des Alters
fehlt ihm noch naturgemäß! Auf Position 2 hatte Alex weiter mit dem
Trainingsrückstand und dem starken Spieler aus Malstatt Matthias Diehl zu
kämpfen. Matthias hatte nur im letzten Satz Schwierigkeiten, als Alex noch
einmal aufdrehte. Dennoch reichte es für Alex nicht zu einem Satzgewinn.
Damit kam es zu einem Unentschieden, denn Kurt gab im Spiel gegen Wolfgang Summer,
das, um bestehen zu können, volle körperliche Leistungsfähigkeit
verlangt hätte, wegen der weiterhin bestehenden Blutdruckprobleme auf. Dennoch
könnt ihr beruhigt sein, denn auch wenn es am Samstag für normales Squash
nicht reichte, geht es mir seither besser, so dass ich zumindest wieder Berichte
schreiben kann. Die gesundheitlichen Schwierigkeiten, so mein Arzt heute, die
es noch abzuklären gilt, hätten aber nichts mit dem Spiel gegen Christoph
Lofi (siehe Bericht zum dritten Spieltag) zu tun !!!
Saarlouis III belegt zur Halbzeit einen beachtlichen vierten Platz in der Saarlandliga.
Demnächst dann noch der Bericht über die zweite Mannschaft !!
Verfasser: Kurt Rauch / 23.11. 2006