Mal wieder verschlug es die erste Mannschaft nach Bexbach, denn dort spielt nicht nur der Gegner des zweiten Spieltags, der SRC Blieskastel, sondern auch das Team der Freunde des SC Homburg, die sich bislang wacker und äußerst erfolgreich als Neuling in der Oberliga schlugen. Zweiter Gegner war der SC Germersheim II, der im letzten Jahr einen Mittelfeldplatz erreichte, aber nunmehr Mühe hat, den Anschluss zu finden.
Gegen die Pfälzer kam ohne den in England befindlichen Roland Gerhard auf Position 4 zu seinem ersten Einsatz in der ersten Mannschaft und sein Gegner, Markus Wünstel, hatte noch ein traumatisches Erlebnis zu verkraften, denn im Spiel gegen Saarlouis II hatte er es auch mit Gerhard zu tun und Gerhard verhängte die Höchststrafe mit dreimal 9:0 und ich versichere an Eides statt, dass dieses Ergebnis nicht dadurch zu Stande kam, dass der Gegner gar nicht angetreten war. Diesmal reichten Gerhard zwar wieder drei Sätze, aber der tapfere Markus stellte sich doch etwas besser dran und erreichte wenigstens acht Punkte. Im Spiel der Positionen 3 machte Jürgen einen sehr konzentrieren Eindruck. Er spielte fast fehlerfrei und ließ Andreas Seifert nur einen Punkt mehr in drei Sätzen als es Gerhard mit seinem Gegner tat. Thomas konnte dann gegen den sympathischen Fritz Bus die Sache schon klar machen, aber Fritz war an diesem Tag doch der konditionell und spielerisch Stärkere, was nicht verwundert, weil Thomas noch zwei Tage zuvor mit Grippe im Bett lag. Nach ausgeglichenen ersten beiden Sätzen setzte sich der Pfälzer knapp im dritten und deutlich im vierten Satz durch. Dies war aber nicht schlimm, denn unser Luxemburger Meisterspieler Marc ließ gegen Bernd Lintz nichts anbrennen, hatte zwar im zweiten Satz etwas Schwierigkeiten, schaffte aber dennoch souverän durch druckvolles und genaues Spiel einen glatten 3:0-Sieg. Ein 3:1 war damit geschafft.
Das Spiel gegen Homburg sollte mit demselben Ergebnis enden. Und Gerhard hatte zwar mit dem Hallenbesitzer Steffen Schindler im ersten Satz Mühe, konnte jedoch die drei anderen souverän und klar gestalten. Gerhard befindet sich derzeit in einer bestechenden Form und zeigte dies auch dem Dauerläufer Steffen, dem nach dem ersten Satz nur noch ganze vier Punkte gelangen. Im nächsten Spiel hatte Jürgen zwar einiges vor, aber es blieb bei der Absicht. Er wirkte unkonzentriert und beging jede Menge leichte Fehler, die sein Gegner, Schlitzohr Michael Schwenk, dem die Oberliga offenbar gut tut, dankend annahm. Jürgen verlor glatt in drei Sätzen. Thomas war demgegenüber etwas besser drauf als im ersten Spiel und er besiegte den im Court zu kaum einer Gemütsregung fähigen oder bereiten Hauke Rensing in vier Sätzen. Nachdem der erste verloren war, drehte Thomas auf und machte in den drei folgenden kurzen Prozess. Marc hatte es schließlich mit dem Super-Techniker Udo Holzmann zu tun, den er aber deutlicher beherrschte als angenommen. Marc brauchte auch hier nur drei Sätze, um schließlich den zweiten Sieg am Tag unter Dach und Fach zu bringen. Damit bleibt man den Roller-Squashern aus Idar-Oberstein auf den Fersen und der Nachholspieltag am kommenden Wochenende wird zeigen, ob die Herbstmeisterschaft für Saarlouis I eingefahren werden kann.
Saarlouis II spielte in derselben Klasse zu Hause im schmucken Relax-Studio
von Volker zunächst gegen Blieskastel, das als einzige Mannschaft bislang Saarlouis I einen Punkt abluchste. Schon das Spiel der Position 4 war sehenswert, nicht nur, weil das Squash-Unikum Patrick Hooß antrat, sondern wie er antrat. Noch deutlich in inneren Werten lädiert von einer Feier, Orgie oder sonstigen Festlichkeit war er nicht so richtig bei der Sache und unser Rüdiger, der sich trotz des Wechsels des Kanzlers nicht umbenennen will, spielte sein mittlerweile sehr ausgereiftes Squash derart, dass Patrick keine Chance hatte. Rüdiger siegte überraschend in 3:1 Sätzen. Frank auf Position 3 hatte es mit dem jungen und ehrgeizigen Benjamin Rohrbacher zu tun und vor dem Spiel setzte eigentlich kaum einer auf unseren linkshändigen Präsidenten. Was Frank dann aber mit seiner unorthodoxen Nutzung der Schlagwaffe zeigte, war schon beachtlich. Nur der dritte Satz verlief schlecht, aber die anderen gewann Frank doch überraschend und überwiegend deutlich. Mit dem 3:1 war damit schon ein Unentschieden erreicht. Dass es sensationell sogar noch mehr wurde, lag an unserem Marathonläufer Christoph, der dennoch das Squashspielen nicht verlernt hat bzw. der seine Gegner mit seinem Volley-und Stopp-Spiel zur Verzweiflung bringen kann. Der gute Erik Moschel fand jedenfalls kein Mittel gegen Christoph, der beamtenmäßig korrekt und genau alle drei Sätze mit 9:5 gewann.
Siegestrunken musste dann Oliver auf Position 1 gegen den Chef der Blieskasteler Jörg Emser antreten und nach ausgeglichenen zwei Sätzen setzte sich das routinierte Spiel von Jörg doch durch und unser Sonnyboy musste ja auch nicht mehr gewinnen. Jörg gewann 3:1, was aber nichts daran änderte, dass Blieskastel 1:3 verlor.
Noch voller Euphorie über diesen nicht geglaubten Sieg gab es dann gegen die sympathischen Squasher dem Westerwald, aus Staudt, richtig auf die Ohren. Thomas Wolff, Michael Jung und Adrian Jukic machen ganz kurzen Prozess mit Rüdiger, Frank und Christoph. Lediglich Oliver blieb es vorbehalten, gegen Thomas Köhler im vierten Satz zu gewinnen und damit dafür zu sorgen, dass auf dem Spielberichtsbogen nicht der Eindruck entsteht, wir wären gar nicht angetreten. Staudt ist einfach eine Nummer zu groß für unser Team und wird möglicherweise auch um den Aufstieg zur Regionalliga mitspielen. Dennoch ein äußerst erfolgreicher Nachmittag für unsere zweite Mannschaft, die nunmehr vier Punkte auf dem Habenkonto hat.
Noch kurz zur dritten Mannschaft, zu deren Spiel es dieses Mal Bilder gibt.
In der normalerweise sehr kühlen Halle von Illingen, die noch überraschend wohltemperiert war, waren zunächst die Kiddys von Blieskastel II Gegner. Und was diese Teenies, die von Jörg Emser engagiert und systematisch trainiert werden, schon leisten, ist sehenswert. Die tapfere Laura Kitza hatte zwar gegen Marc Graner von unserem Team nichts zu bestellen, was aber auch daran lag, dass Macho-Marc keine Gnade kannte und damit Laura deutlich unter Wert geschlagen wurde.
Was der körperlich noch kleine Jens Hennes leistet, ist bewundernswert.
Christof Maurer hatte seine liebe Mühe und Not, das Nachwuchstalent in vier Sätzen auf Distanz zuhalten. Seine Schwester Franziska, schon groß gewachsen und trotz schlanker Gestalt mit enormer Schlagkraft ausgestattet, verlor zwar auch gegen Alex in drei Sätzen, zeigte aber durchaus, dass sie mitspielen und technisch zumindest auf gleichem Niveau ist.
Kurt hatte es in seinem ersten Einsatz in dieser Saison nach langer Verletzung mit dem technischen sehr starken Nils Kempf zu tun, dem aber doch einige unnötige Fehler unterliefen und der mit den langen Bällen des Oldys nicht zurechtkam. Kurt hatte leichteres Spiel als erwartet und siegte doch recht deutlich in drei Sätzen. Das 4:0 war sicher.
Im Spiel gegen die zweite Mannschaft aus Illingen gibt es Interessantes zu berichten. Marc musste gegen einen konzentriert und gleichmäßig gut spielenden Michael Schmitt seinerseits Lehrgeld zahlen, denn trotz großer Laufleistung gelangen ihm keine durchdachten Schläge. Michael spielte genau und unspektakulär, was zu einem deutlichen 3:0 reichte.
Christof machte gegen Johann Janto ein sehenswertes Spiel. Beide hatten sehr gute Phasen, in denen richtig überlegtes Squash gespielt wurde, aber auch Zeiten, in denen das technische Spiel nicht unbedingt im Vordergrund stand. Christof sah schon nach zwei knappen ersten Sätzen und Matchbällen im dritten wie der Sieger aus, ehe Johann aufdrehte und mit unbändiger Kampfkraft Satz drei in der Verlängerung gewann. Dann war es um unseren "Mister Wet T-Shirt" und dessen alkoholbedingt etwas eingeschränkte Kraft geschehen und er musste die letzten beiden Sätze kraftlos gegen einen nun wie in Trance spielenden Johann abgeben.
Alex hatte gegen den "Dressman" Thomas Knichel leichteres Spiel als erwartet,
was einerseits an seinem druckvollen Spiel, andererseits aber auch daran lag, dass Thomas im zweiten Satz umknickte und damit kampflos das weitere Spiel abgeben musste. Gute Besserung, Thomas. Schließlich musste sich auch Kurt im abschließenden Spiel nicht allzu sehr anstrengen, denn sein Gegner Rainer Bönnemann war etwas am Schlagarm behindert und so kam es statt -wie erwartet- zu einem recht knappen Spiel zu einem deutlichen 9:4,9:4 und 9:5-Sieg der Nummer 1 der Saarlouiser.
Wie schon angekündigt kommt es zum Show-down am kommenden Samstag,
dem 26.11., wiederum in Illingen. Dort treffen beide Saarlouiser Oberliga-Teams aufeinander und auf Illingen I, auch Fassianien genannt. Sind wir mal gespannt, wie dies ausgeht und wie die Temperaturen dieses Mal in Illingen sind.
Verfasser: Kurt Rauch / Nov. 2005