Erneut war das Wetter nicht unbedingt ideal für einen Nachmittag in dunklen Hallen. Bei strahlendem Sonnenschein begab sich die erste Mannschaft ohne Frank, der sich im letzten Spiel verletzt hatte, und ohne den terminlich gebundenen Rüdiger nach Ludwigshafen, wo sich zu den dreien aus dem Saarland noch Karl gesellte, der aus Kandel angereist ist und dessen Fahrstrecke daher deutlich geringer war. Dieser hatte seinen ersten Einsatz in der ersten Mannschaft in dieser Saison.
Gegner waren die Teams des SC Beindersheim III als Gastgeber und SC Schängel Koblenz II als weiterer Gast. Das Spiel gegen Koblenz begann recht erfreulich, denn Karl hatte zwar Mühe mit der routinierten Sigrid Stein-Petermann, aber er gewann in spannenden Spielen im letzten der fünf Sätze letztlich deutlich mit 11:2, während die vier Sätze zuvor doch recht ausgeglichen waren. Benjamin spielte gegen Claus Deptalla und fand nicht richtig in das Spiel. Eine gewisse Nervosität kam hinzu und während der erste Satz noch desaströs ausging, hielt er in den beiden nächsten besser mit, ohne einen für sich entscheiden zu können. Sein Gegner spielte sicherer. Hoffnung keimte wieder auf, als Marc gegen Thomas Reick ein tolles Spiel hinlegte und zwar knapp, aber dennoch deutlich in drei Sätzen gewinnen konnte. Nun lag alles an Oliver, der aber leider etwas mit einer Erkältung zu kämpfen hatte und außerdem mit Trainingsrückstand antreten musste. Sein Gegner, der routinierte Andreas Michel, hatte zwar im ersten Satz Probleme, den Oliver noch knapp, aber verdient mit 11:8 gewann, die nächsten drei Sätze verliefen aber eindeutig für den Koblenzer, so dass man mit einem Unentschieden zufrieden sein musste. Allerdings verloren wir mehr Sätze und damit konnten wir nur einen Punkt statt der zwei erhofften verbuchen.
Im Spiel gegen die Gastgeber zeigten sich dann deutliche Parallelen im Spielverlauf und Ergebnis. Auch hier musste Karl gegen ein Mädel antreten, die junge, äußerst talentierte und attraktive Mai-Ly Nguyen, die Karl ganz schön – natürlich im Squash - ins Schwitzen brachte. Karl lag schon deutlich in zwei Sätzen in Führung und musste eigentlich im dritten in der Verlängerung alles klarmachen, ließ dann aber etwas nach, verlor den vierten, um dann aber im fünften ganz deutlich mit 11:2 zu gewinnen. Benjamins Gegner hieß Claus Kappes und Benjamin hielt wiederum in den einzelnen Sätzen gut mit, hatte aber in den entscheidenden Phasen gegen Ende immer die schlechteren Bälle zu spielen als sein Gegner. Knapp in den Sätzen, aber deutlich im Spiel ging dieses Match für Benjamin mit 0:3 verloren. Marc wiederum konnte seine gute Leistung im Spiel zuvor bestätigen und gewann gegen Jürgen Schmitz nach anfänglichen Schwierigkeiten doch recht deutlich mit 3:1 und war letztlich der stärkste Spieler unseres Teams in Ludwigshafen. Oliver hatte dann gegen Joachim Ziegler wiederum mit sich selbst zu kämpfen, hatte durchaus Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden, aber in ebenfalls drei knappen Sätzen zog er jeweils den Kürzeren. Damit war das Ergebnis auch hier ein Unentschieden mit schlechteren Satzverhältnis, so dass auch gegen die Gastgeber lediglich ein Punkt verbucht werden konnte.
Die zweite Mannschaft hatte ihre ersten Heimspiele in Ensdorf im wunderschönen Studio Relax. Auch das zweite Team musste auf Erfahrung verzichten, denn neben Karl, der in der ersten Mannschaft spielte, und dem dauer-knie-verletzten Kurt konnte auch Neuling Joe ebenso nicht spielen, wie unser jüngster, der zwölfjährige Rudolf. Damit musste man ein Urgestein mit Stefan, unseren Masseur, reaktivieren, der, was noch auszuführen sein wird, trotz Trainingsrückstand einen tollen Fight lieferte. Gegner waren erneut die Bornheimer, gegen die man schon zwei Spieltage zuvor richtig auf die Ohren bekam, sowie der SC Güdingen, der am Wochenende zuvor noch die Peugeot-Open ausrichtete.
Marius, unser 14 jähriger, musste im ersten Spiel gegen die talentierte ehemalige Badmintonspielerin Runa Bruhnke, die technisch äußerst begabt ist und Marius doch ab und an mal in Schwierigkeiten brachte, antreten. Vor allem im zweiten Satz lieferten sich beide ein offenes Spiel, aber Marius war von zwei guten der bessere Spieler, ohne dass die hübsche Güdingerin enttäuschte. Markus hatte auf Position 3 gegen Stefan Pelke zu spielen und Markus hielt relativ gut mit, machte aber auch leichte Fehler, so dass Lockenkopf Stefan, der relativ fehlerfrei spielte, in drei Sätzen
relativ wenige Probleme hatte. Unser reaktivierter Stefan ohne körperlichen Kontakt mit Squashschlägern, Squashbällen und Squashcourt in den letzten anderthalb Jahren, hatte gegen den bekannten Saarbrücker Konditormeister Michael Steigleiter einen guten Lauf. Er gab alles, kämpfte und rackerte, machte aber auch leichte Fehler, erreichte dabei aber in den ersten beiden Sätzen die Verlängerung, ohne aber letztlich einen Satz für sich entscheiden zu können, denn Michael war einfach sicherer in den Schlägen. Ohne Satzgewinn blieb auch Sascha auf der ungewohnten Position 1 gegen Jens Enge, obwohl auch Sascha gut mithielt, aber letztlich dem technisch stärkeren Jens den Vortritt lassen musste. Auch hier waren es die entscheidenden Schläge, die Sascha dann nicht mehr so gut gelangen wie seinem Gegner.
Auch bei den Heimspielen von Team II gab es die murmeltierähnliche Parallelitäten der Ereignisse und Ergebnisse, denn das zweite Spiel lief genauso, d.h. mit einem souveränen Marius auf Position 4, Markus auf Position 3 mit dem fast gleichen Ergebnis gegen Ludwig Michels wie im Spiel zuvor, Stefan wiederum im Match der Bodybuilder mit gutem Kampf gegen den technisch stärkeren Torben Reuther und Sascha mit ordentlichen Bällen gegen den besten Spieler der Liga, den Bornheimer Christoph Müller. Beide Spiele gingen somit mit 1:3 verloren, aber immerhin ist eine Steigerung darin zu erkennen, dass wir zumindest jeweils ein Spiel gewinnen konnten. Was nichts daran ändert, dass die rote Laterne immer noch in unseren Händen ist.
Am Rande sei erwähnt, dass dann Christoph noch ein paar Sätze gegen Marius spielte, ihm gute Tipps gab und jetzt natürlich Marius gefordert ist, alle seine Spiele zu gewinnen – als Hoffnungsträger des Clubs!!
Verfasser: Kurt Rauch / 23.Oktober 2011