Dieser Spieltag führte uns erstmals in dieser Saison raus aus unserer schönen Anlage in Ensdorf. Ziel war Zweibrücken und dies bedeutete gleichzeitig den Besuch beim derzeitigen Tabellenführer. Interessant wurde es auch deshalb, weil der weitere Gegner der Tabellenzweite, die Freunde aus Illingen, konkret deren zweite Mannschaft war. Von der Papierform her waren wir in stärkster Besetzung, also mit den ersten vier gemeldeten Spielern. Von den sonst eingesetzten fehlten somit Kurt, der sich beruflich bedingt in Nordrhein-Westfalen aufgehalten hatte, und Benjamin, der schulisch gefordert wurde. Mit der stärksten Besetzung konnte man sich somit einiges ausrechnen.
Im ersten Spiel gegen Illingen hatte auf Position 4 Karl seinen guten Ruf und seine Unbesiegbarkeit zu verteidigen. Das Problem war nur, dass sein Gegner René Riehm etwas dagegen hatte, sich schlagen zu lassen. Während der erste Satz in die Verlängerung ging und Karl diese Verlängerung unglücklich verlor, verliefen die beiden anderen Sätze unerwartet, denn René baute viel Druck auf und Karl fand nicht zu seinem sicheren technischen Spiel. René gewann somit seine beiden Sätze und Karl war seine diesjährige ligatechnische Jungfräulichkeit leider los. Spannend wurde es dann im zweiten Spiel zwischen Rüdiger und dem Routinier Rainer Bönnemann. In den ersten beiden Sätzen fand Rüdiger nicht zu seinem Spiel und verlor diese daher folgerichtig. Anschließend aber spielte er konzentriert und souverän und gewann die beiden nächsten Partien, so dass es auf den fünften Satz ankam. Hier hatte Rainer das bessere Ende auf seiner Seite und Rüdiger verlor damit unglücklich in fünf Sätzen. Auf Position 2 hatte Frank das denkbar schwere Los gezogen, denn sein Gegner hieß Christian Lortat, den der Schreiber dieser Zeilen schon seit mindestens 100 Jahren kennt, gegen den er schon einige Matches bestritten und meist den Kürzeren gezogen hat. Der emotionale Franzose Christian bevorzugt ein technisch gepflegtes und dazu sehr schnelles Spiel. Frank hielt in den beiden ersten Sätzen recht gut mit, schaffte es aber nicht, die entscheidenden Punkte für sich zu verbuchen. Der dritte Satz wurde dann noch enger und Frank hatte den schwachen Trost, hervorragend dagegenzuhalten zu haben, aber dennoch keinen einzigen Satz zu gewinnen. Glücklich, aber dennoch nicht unverdient, verließ damit Freund Christian als Sieger den Court. Im Spitzenspiel musste der wegen des Aufenthalts in Düsseldorf recht untrainierte Marc ebenfalls gegen einen Christian spielen, mit dem Nachnamen Zewe, und dieser zeigte sich in hervorragender Verfassung. Auch Marc konnte in den ersten beiden Sätzen mithalten, musste dann aber sowohl konditionell also spielerisch im dritten Satz erkennen, dass sein Gegner an diesem Tag stärker und sicherer war. Mit nur drei Punkten aus dem dritten Satz war die mannschaftiche Klatsche perfekt mit dem Endergebnis, das lediglich Rüdiger zwei Sitze gewinnen und alle anderen trotz ausgeglichener Spiele nichts Positives auf dem Konto verbuchen konnten. Damit war die erste Niederlage in dieser Saison leider perfekt.
Besser sollte es eigentlich gegen die Gastgeber laufen, obwohl auch diese auf dem Papier Favoriten waren. Gegner unseres Oldies Karl war an diesem Spieltag Jörg Düker. Es entwickelte sich ein an Spannung kaum zu überbietendes Match. Der erste Satz ging klar an Karl, der zweite mit etwas Glück und Routine auch an ihn. In der Folge gab es dann drei äußerst knappe Sätze mit je 11:9, zwei zu Gunsten des Pfälzers und gottlob der letzte ebenso knapp zu Gunsten von Karl, so dass dieser nach einem langen Match wenigstens einen Punkt für unser Team erstreiten konnte. Kompliment für diese Ausdauerleistung. Die Position 3 war auf Seiten von Zweibrücken mit dem Berufsoptimisten Heiko Doll toll besetzt, ein sehr erfahrener, schneller und immer beste Laune versprühender sympathischer Pfälzer. Heiko legte los wie die Feuerwehr und Rüdiger ließ sich dadurch beeindrucken und fand letztlich nicht zu seinem technisch sauberen Spiel. Heiko beherrschte die Partie und Rüdiger musste nach glatten 3 Sätzen anerkennen, dass ihm Heiko an diesem Tag überlegen war. Frank auf Position 2 hatte es mit dem erfahrenen Torsten Kiehm zu tun und ähnlich wie Rüdiger erhebliche Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. Der zweite Satz verlief offen, die anderen beiden aber doch relativ deutlich zu Gunsten von Torsten, der letztlich nicht so viele Fehler machte wie Frank und damit auch verdient gewann. Das Schicksal bescherte schließlich auf Position 1 Marc den Dauerläufer und das Konditionswunder Martin Stahl, gegen den man Nerven wie Drahtseile haben muss, weil er fast jeden Ball retournieren kann. Marc musste in diesem Spiel erkennen, dass seine körperliche Fitness nicht zum Besten bestellt war und Martin siegte problemlos und deutlich in 3 Sätzen, wobei er Marc lediglich 10 Punkte überließ.
Fazit: auch das zweite Spiel verloren, wenn auch nicht zu Null, was letztlich nicht weiterhilft. Damit ist die Anfangseuphorie leider etwas gedämpft, aber die nächsten beiden Gegner warten schon im Dezember und bei diesem Spiel in Beindersheim und gegen Güdingen kann man möglicherweise verlorenen Boden wieder gutmachen.
Leider gibt es von diesem Spieltag keine Fotoaufnahmen, weil der Haus- und Hoffotograf, wie bereits erwähnt, außerhalb des Landes weilte und die anderen einfach vergaßen, entsprechende Gerätschaften zur Bildberichterstattung in die Sporttasche zu stecken, respektive nicht daran dachten, diese Geräte einzusetzen. So sind sie halt, und das nächste Mal werden sie vergattert, Spielszenen zu malen…..
Verfasser: Kurt Rauch / 17.November 2010