Der Weg führte uns an diesem Spieltag in die lebhafte Anlage nach Güdingen, wo der SC Heidenkopf beheimatet ist. Dort boomt der Squash so sehr, dass man mittlerweile drei Mannschaften, jede in einer anderen Klasse, aufbieten kann. Weiterer Gegner war der SRC Blieskastel, der zwar noch den Zunamen Homburg trägt, dies aber wahrscheinlich alleine der Nostalgie geschuldet ist.
Bis
auf Roland konnten wir in stärkster Besetzung antreten, obwohl Marc etwas
verschnupft war. Erster Gegner waren die Mannen aus Blieskastel, die mit zwei
Routiniers und zwei talentierten Jugendspielern angetreten waren. Auf Position
4 schaffte es Kurt, nach vielen Jahren Squash mal wieder einen Altersdurchschnitt
von 33 Jahren in den Court zu bringen, was ihn einerseits sehr erfreute, andererseits
ihm aber auch zu denken gab, weil bei seinem zwölfjährigen Gegner
Mario Ecker er selbst derjenige war, der den Schnitt gewaltig in die Höhe
trieb. Im Spiel zeigte sich dann das schlagtechnische Talent von Mario, das
aber noch nicht ausreichte, um ernsthaft mithalten zu können. Und dennoch
kämpfte Mario und spielte auch ein paar gute und Erfolg bringende Bälle,
hatte jedoch insgesamt eine zu hohe Fehlerquote, um Kurt in ernsthafte Gefahr
zu bringen. Immerhin neun Punkte konnte der talentierte Jugendliche für
sich verbuchen und ein paar weitere Pluspunkte für den Bereich Erfahrung.
Rüdiger
auf Position 3 hatte ein ähnliches Spiel gegen den schon etwas weiteren
und in Bezug auf Mario drei Jahre älteren Dennis Wendel, der Rüdiger
im zweiten Satz doch recht nahe gekommen ist. Dennoch gilt hier das Gleiche
wie im Spiel zuvor, wobei zu befürchten ist, dass die beiden Jungen in
zwei Jahren den Rückstand zu den Routiniers aufgeholt haben dürften.
Auf Position 2 entwickelte sich ein spannendes und laufintensives Spiel zwischen
Frank und dem sympathischen langen Eric Moschel. Eric gewann die beiden ersten
Sätze wegen einiger Ungenauigkeiten von Frank, der im dritten Satz in
der Verlängerung die Oberhand behielt. Im vierten Satz dann setzte sich
aber die bessere Kondition und das genauere Spiel von Eric durch, der somit
dieses Spiel mit 3:1 für sich entscheiden konnte.
Spannend
war's auch im Spiel auf Position 1 zwischen dem erfahrenen Kapitän und
Squashvater Jörg Emser sowie unserem "jungen" Marc, der kürzlich
zum zweiten Mal Vater geworden ist und dem wir auch in diesem Bericht diesbezüglich
herzlich gratulieren wollen. Marc siegte im ersten Satz souverän mit
11:5 und spielte auch in den beiden nächsten Sätzen sein bestes
Squash, wodurch er Jörg, ab Satz 2 mit einem Leihschläger von Kurt
spielend, arg in Bedrängnis brachte. Dieser konnte sich nur mit Glück
in zwei Verlängerungen gegen unsere neue Nr. 1 durchsetzen, behielt aber
dann im vierten Satz etwas deutlicher mit 11:6 die Oberhand. Es zeigte sich
aber, dass Marc mit den Besten der Klasse durchaus mithalten kann, wenn er
selbst sein bestes Squash spielt. Dies ist zwar immer häufiger, jedoch
in einem gesamten Spiel leider nicht immer durchgängig der Fall. Dennoch
großes Kompliment für diese starke Leistung. Ergebnis war folglich
ein Unentschieden von 2:2.
Interessant
war an diesem Spieltag auch, dass gleichzeitig die Regionalliga spielte und
dort mit Stefan Oelpke, SC Heidenkopf I, und Oliver Müller, SC Illingen
I, zwei unserer Vereinsmitglieder spielten beziehungsweise nicht spielten,
denn Stefan hatte leider keinen Einsatz. Oliver verlor seine Spiele und da
muss man doch in den Raum werfen, dass er bei uns sicherlich gewonnen hätte.
Auch Oliver herzlichen Glückwunsch zum kürzlichen Vaterwerden und
lass dich mal wieder blicken; zum Siegen kannste gerne wieder in unserer Mannschaft
spielen.
Im
zweiten Spiel gegen die Gastgeber kam es zu einem interessanten Duell auf
Position 4 zwischen Kurt und der liebenswürdigen Heike Britten, formerly
known as Niewel. Auch der sympathischen Heike herzlichen Glückwunsch
zum Namenswechsel infolge Hochzeit mit unserem sehr geschätzten Squashkumpel
Herbert aus Saarburg, der jetzt auch für Heidenkopf spielt. Heike und
Kurt kennen sich schon seit ewigen Zeiten, haben aber außerhalb von
Trainingsspielchen (natürlich im Squash!) nie offiziell die Klingen gekreuzt.
Kurt sah diesem Spiel mit etwas gemischten Gefühlen entgegen, denn an
einem Spieltag einmal gegen einen Jugendlichen und einmal gegen eine Vertreterin
des anderen Geschlechts antreten zu müssen, birgt ein hohes Blamierpotenzial.
Dennoch gingen beide mit großer Freude in dieses Spiel, die bei Kurt
nach dem ersten Satz aber in blankes Entsetzen umschlug, als er mit 11:4 eindeutig
den Kürzeren zog. Eine kurze Konzentrationsphase vor Satz 2 reichte dann
aber aus, um einerseits die Sicherheit ins Spiel zu bekommen und andererseits
die ehemalige Bundesligaspielerin Heike aus dem Konzept zu bringen, die nunmehr
viele leichte Fehler beging und ernsthaft nicht mehr ins Spiel zurückfand.
Dies war schade, denn eigentlich waren die spielerischen Voraussetzungen ebenbürtig.
Heike schaffte aber in den nächsten drei Sätzen lediglich noch insgesamt
10 Punkte und Kurt konnte noch einmal den Kopf aus der Schlinge ziehen.
Rüdiger
auf Position 3 haderte im Spiel gegen Stefan Montag, der sehr druckvoll und
schnell die Kugel durch den Court trieb, zum einen mit dem jungen Schiedsrichter
Dennis, der durch solche Spiele aber unendlich viel Erfahrung gewinnt, und
zum anderen mit sich selbst, denn er ließ sich mehrfach aus dem Konzept
bringen und Stefan hatte im Verlauf des Spiels immer weniger Mühe, Rüdiger
auf Distanz zu halten. Ein klares 3:0 für Heidenkopf war die Folge. Frank
machte mit dem Franzosen Christophe Chiavazzo ähnliche Erfahrung. Man
merkte unserem linkshändigen Präsidentenkämpfer den Trainingsrückstand
wegen eines Hexenschusses (nein, Silke, ich meine wirklich einen echten und
nicht einen umschriebenen!!) an und so konnte er dem schnellen und druckvollen
Spiel von Christophe leider in den entscheidenden Phasen nichts entgegensetzen.
Auch hier war die Fehlerquote zu hoch und Frank gewann leider keinen Satz
gegen den überlegenen Gegner.
Marc auf Position 1 knüpfte schließlich im letzten Spiel an seine starke Vorstellung zuvor an, trieb den routinierten Thomas Schmidt teilweise vor sich her, vor allem in den ersten beiden Sätzen, hatte aber genau wie im Spiel zuvor in den Sätzen mit Verlängerung immer das Pech, diese knappen Spiele nicht für sich entscheiden zu können. Und zu allem Überfluss kam noch hinzu, dass der Matchball für Thomas in einer sehr umstrittenen „kein Let“-Entscheidung gegen Marc endete, was in der Verlängerung eines Satzes besonders tragisch ist. Aus Sicht des Unterzeichners, der diese Szene noch genau vor Augen hat, war die Entscheidung sehr problematisch, wobei aber dem ansonsten hervorragend leitenden Jörg kein Vorwurf zu machen ist, denn die Fehlerquote von Marc waren weitaus höher als diejenige des Schiedsrichters. Und umstrittene Entscheidungen eines Schiedsrichters gehören wie in anderen Sportarten natürlich dazu. Man muss im Spiel als Spieler vermeiden, dass diese engen Situationen entstehen. Genau wie im Spiel zuvor verlor Marc somit in vier Sätzen, davon in zweien nach Verlängerung, und Thomas war heilfroh, nicht in den fünften Satz zu müssen. Auch hier zeigte sich wieder, dass Marc phasenweise seinen Gegner beherrschen kann, in anderen Teilen des Spiels aber zu viel experimentiert und herumeiert. Kommt die Konstanz hinzu, wird aus ihm ein richtig guter Squasher.
Zum Abschluss noch etwas in eigener Sache: in der Pressemitteilung an die
Zeitungen sind mir leider zwei Namensfehler unterlaufen, die einerseits daran
lagen, dass der Spielbericht nicht rechtzeitig im Internet veröffentlicht
war, andererseits daran, dass die eigene kreative Phase am Sonntag arg auf
Sparflamme gekocht hat. Die beiden Namensfehler wurden in diesem Bericht korrigiert,
so dass die Betroffenen mir verzeihen mögen.
Verfasser: Kurt Rauch / 18.November 2009