Das Wetter war eigentlich viel zu schön zum Squashen, aber hierauf kann
man
natürlich keinen Einfluss nehmen. Die erste Mannschaft hatte ihr erstes Heimspiel
und die zweite musste wiederum zum zweiten Mal nach St. Wendel - wie bereits am
Spieltag zuvor.
Die erste Mannschaft musste wiederum auf Roland verzichten, der noch im Urlaub
weilte, aber mittlerweile hoffentlich wohlbehalten wieder eingetroffen sein müsste.
Außerdem fehlte Gerhard. Dafür bestritt Marc Thrill seine ersten
Saisonspiele
und dies durchaus überzeugend. Die Gäste mussten sehr weit anreisen,
einerseits aus Koblenz und andererseits aus Idar-Oberstein, oder aus Mainz? So
genau weiß das niemand, Fakt ist nur, dass die Einreise der sympathischen
Rheinland-Pfälzer sehr weit war. Gegen Koblenz III, genauer gesagt gegen
die dritte Mannschaft des berühmten Schängel-Clubs, auch durchweg sehr
angenehme Typen, musste Rüdiger auf Position 4 gegen den Senior Dieter Aurass
antreten und gewann den ersten
Satz knapp, was Hoffnung gab. Allerdings war unser
Tiger an diesem Tag eher ein zahmes Kätzchen, denn er fühlte sich gesundheitlich
nicht wohl und hatte deshalb deutliche Atemprobleme, was sich letztlich auch auf
seine Spielkunst auswirkte und dazu führte, dass sein Gegner recht deutlich
die restlichen drei Sätze gewann. Oliver auf Nr. 3 hatte Klaus Deptalla zum
Gegner und es entwickelte sich ein recht spannendes Spiel mit langen Ballwechseln
und einem läuferischen kämpferisch überzeugenden Oliver, der aber
wiederum bei recht einfachen Stopps seine Probleme
hatte, während sein Gegner
sehr sicher spielte. Folge war daher, dass der Koblenzer die Sätze 3 und
4 recht deutlich für sich entschied. Hoffnung macht der Marc auf Position
2. Sein Gegner Andreas Michel hielt im ersten Satz noch gut mit, musste aber in
den folgenden Sätzen erkennen, dass Marc technisch und spielerisch sehr stark
ist und seinen Trainingsrückstand in diesem Spiel gut kompensieren konnte.
Marc siegte in den nächsten beiden Sätzen sehr deutlich. Die Hoffnungen
ruhten nunmehr auf der Kampfmaschine Stefan, der aber den Jungen und äußerst
talentierten Samuel Stott zum Gegner hatte, der von Beginn an überzeugend
spielte, technisch vieles zu bieten hatte und Stefan nie ins Spiel kommen ließ.
Drei ganz deutliche Sätze für den Gast führten dazu, dass die Koblenzer
mit 3:1 gewannen und damit den Gesamtsieg einfuhren.
Im zweiten Spiel gegen Idar-Oberstein II aus Mainz hielt Rüdiger trotz
seiner Schwierigkeiten in den ersten beiden Sätzen, die ausgeglichen waren,
gut mit, ließ dann aber die Flügel hängen und musste wie im ersten
Spiel eine 1:3-Niederlage, diesmal gegen Bernd Hoffmann hinnehmen. Oliver zeigte
im zweiten Spiel ähnliche Ballwechsel wie zuvor, die teilweise überzeugend
und gut waren, teilweise aber auch mit relativ leichten Fehlern abgeschlossen
wurden, so dass sein routinierter Gegner Ulf Merk ebenfalls nur seine
Sicherheit
ausspielen musste und Oliver die Fehler machte. Auch hier setzte es eine unglückliche
1:3-Niederlage. Marc spielte anschließend das spannendste Match des Tages
gegen Thomas Rohleder. Thomas führte schon deutlich mit 2:0, ehe Marc seine
technischen Kabinettstücke zeigte und überzeugend den Ausgleich schaffte.
Im letzten Satz waren es dann Kleinigkeiten, die zum Sieg von Thomas führten
und zu einem 11:7 in diesem letzten Satz. Schade, ein Punkt war sicher drin. Stefan
zeigte nämlich im Spiel der Positionen 1 gegen Marco Staffel
eine überragende
Leistung und ließ dem Gast nicht die Spur einer Chance, den letzten Satz
gewann er gar mit 11:1. Fazit: Zwei knappe und unerwartete Niederlagen und ein
Abrutschen auf den drittletzten Tabellenplatz.
Besser machte es die zweite Mannschaft, die ohne Kurt antrat. Erster Gegner
war die dritte Mannschaft von Wiesental mit einer gemischten Mannschaft. Markus
auf Position 4 hatte gleich die Freude, gegen die talentierte und junge Janine
Weydmann spielen zu müssen und Markus
kämpfte wie ein Stier. In den
einzelnen Sätzen wechselten die Führungen ständig, ehe Janine ernst
machte und im vierten Satz Matchball hatte. Markus zauberte sämtliche unorthodoxen
Schläge aus seinem Handgelenk und schaffte dann auch den vierten Satz sowie
gegen eine sichtlich entnervte Janine auch noch den fünften zur glücklichen
1:0-Führung. Marc Graner hatte es mit dem ungewöhnlichsten Squasher
westlich des Urals zu tun mit dem Namen Patrick Hooß, der der Squashgemeinde
in Deutschland nicht näher vorgestellt werden muss. Marc jedenfalls war viel
zu
jung, um dieses Spiel ertragen zu können, und so ließ er sich von
dem stoischen Spiel seines Gegners entnerven und in durchaus knappen vier Sätzen
schlagen, wobei doch der Eindruck entstand, dass Patrick das Spiel immer im Griff
hatte. Auf Position 2 ließ Christoph gegen Thomas Baab nichts anbrennen.
Nach einem knappen ersten Satz beherrschte er die nächsten beiden souverän
und ließ seinem Gegner keine Chance. Schließlich spielte Frank auf
Position 1 gegen das zweite Mädel, die sehr starke Stephanie Siebenschuch,
wobei Frank gut beraten war, keine Gefangenen zu machen, sondern sein Tempospiel
und seine harten Schläge gnadenlos umzusetzen, was die junge, technisch reife
und spielerisch starke Stephanie gar nicht gut vertragen konnte. Frank siegte
daher in drei glasklaren Sätzen.
Das zweite Spiel gegen die zweite Mannschaft aus St. Wendel II sah einen fast
identischen Spielverlauf. Auch in diesem Spiel ging Markus über fünf
Sätze und wir hoffen, dass er sich mittlerweile wieder bewegen kann. Sein
Gegner Jens
Schillinger stand im vierten Satz kurz vor einer Niederlage, schaffte
aber die Wende und gewann den fünften knapp mit 11:8; aber wir wollen nicht
übertreiben, ein knapper Fünfsatzsieg im Spiel zuvor ist schon in Ordnung.
Marc hatte nicht nur vom Körpergewicht her einen durchaus leichteren Gegner
beziehungsweise eine durchaus leichtere Gegnerin als zuvor Patrick, der das geschätzte
doppelte Gewicht wie Gegnerin Katja Junker im Court verteilte. Katja kämpfte
leichtfüßig, Marc spielte aber temporeich und gut und gewann locker
in drei Sätzen.
Christoph spielte auf Position 2 gegen den stark eingeschätzten
Lars Haßdenteufel bestes Squash und ließ seinem verzweifelten Gegner
lediglich acht Punkte in drei Sätzen. Frank schließlich auf Position
1 hatte ausnahmsweise mal einen Linkshänder zum Gegner mit Jörg Beicht,
der aber mit den Hammerschlägen von Frank überhaupt nicht zurechtkam
und vor allem in den Sätzen 2 und 3 völlig überfordert wirkte.
Frank siegte souverän in drei Sätzen. Damit hatte die zweite Mannschaft
gerade das umgekehrte Ergebnis erreicht wie die erste Mannschaft, nämlich
zwei
Siege mit jeweils 3:1, und kann etwas optimistischer in die Zukunft schauen.
Verfasser: Kurt Rauch / 20.Oktober 2008