Spielbericht des dritten Spieltags der Saison 2006/2007 am 28.10.2006

Der dritte Spieltag brachte für die erste Mannschaft in der Regionalliga die ersten Heimspiele in unserer schönen Anlage im RELAX in Ensdorf. Gegner war zunächst das bärenstarke Team aus Worms, konkreter gesagt, die zweite Mannschaft des Bundesligisten. Ferner traf man auf die alten Freunde und Konkurrenten in der Oberliga, nämlich die Mannschaft aus Idar-Oberstein um den squashbegeisterten Michael Roller, seines Zeichens Stammgast bei unseren Turnieren und Freund unseres Clubs. Gerade gegen Idar-Oberstein rechnete sich die Mannschaft um Thomas Jenner die Chance auf einen Punkt aus.

Gegen Worms war die Messe schnell gelesen. Jürgen auf Position 4 hatte es mit Thomas Schmidt zu tun und das Spiel des Wormsers sah zwar wenig spektakulär aus, er spielt aber derart sicher und konstant, dass unser Jürgen nie die Chance hatte, sein Volley- und Stopp-Spiel anzusetzen. Das klare Ergebnis von 0:3 war Folge des reiferen Spiels von Thomas Schmidt. Nicht besser erging es Roland auf Position 3 gegen Michael Huber. Bei Roland kommt hinzu, dass er sich vor der Saison in einer unglaublichen Form befand, aber derzeit diese Form bei Spielen nicht richtig abrufen kann. Michael hatte daher relativ leichtes Spiel und dem entnervten Roland gelangen lediglich fünf Punkte. Auch auf Position 2 waren die Fronten schnell geklärt. Der äußerst talentierte Christian Barz nutzte seine technische Überlegenheit gegenüber dem schnellen und druckvollen Spiel von Stefan, der zwar in jedem Satz mitspielen, die entscheidenden Punkte jedoch nicht machen konnte. Auch dieses Spiel endete 0:3. Auf Position 1 spielte einer der besten deutschen Jugendlichen Carsten Schoor gegen unseren Luxemburger Marc Thrill. Auch hier gab es keine Chance für unser Team, denn Carsten spielte seine Technik und Kondition gnadenlos aus und Marc konnte nur teilweise seine Technik und Routine entgegensetzen. Auch hier gab es keinen Satzgewinn und damit war die deutliche 0:4/0:12-Niederlage gegen den Meisterschaftsfavoriten perfekt.

Gegen Idar-Oberstein spielte Thomas auf Position 4 gegen seinen alten, pardon: jungen Rivalen Julian Messerschmidt. Es entwickelte sich - wie zu vermuten war - ein temporeiches Spiel zweier Dauerläufer, bei denen aber dieses Mal Thomas nicht den fünften Ersatz erreichen konnte, weil Julian bereits im vierten nach bis dahin ausgeglichenem Spiel den Sack zumachte. Thomas fand nicht den Weg zu einem Gewinn bringenden Schlag und insgesamt war das Spiel von Julian etwas genauer. Ergebnis: 1:3. Der ehemalige Kaiserslauterer Patrik Huber war Gegner von Roland und Roland hielt den Beginn des Matches offen. Die ersten beiden Sätze wurden wechselseitig gewonnen und im dritten Satz behielt Patrik die Oberhand, womit Rolands Widerstand gebrochen war, denn im vierten Satz kam er überhaupt nicht ins Spiel. Kurios war, dass Roland zweimal gegen Huber antreten musste und leider keines dieser Spiele gewinnen konnte. Beruhigend: am nächsten Spieltag gibt es keinen Huber. Match des Tages war das Spiel der beiden Nummer 2 Michael Roller gegen Stefan. Das Spiel Technik gegen Schnellkraft und Kondition verlief denkbar offen. Beide gewannen je zwei Sätze und im fünften Satz war es bis zum Schluss spannend. Mit etwas Glück siegte Michael mit 10:8 in der Verlängerung und damit war der Sieg von Idar-Oberstein bereits vor dem letzten Spiel perfekt. In diesem Match der beiden Nummer 1, dem blutjungen Anglo-Luxemburger Daniel Hutchins und unserem Marc, war die Spannung fast genauso groß wie in dem Spiel zuvor. Beide schenkten sich nichts und die Sätze waren alle bis zum Schluss offen. Nach zwei knappen verlorenen ersten gewann Marc den dritten Satz, musste aber mit viel Pech den vierten Satz mit 8:9 abgeben und so war die Höchststrafe für den ersten Heimspieltag mit zwei 0:4-Niederlagen perfekt. Dennoch: die Zuschauer in unserer Anlage sahen ein hervorragendes Squash.

Noch ein Wort zu den intendierten Fotos von diesem ersten Heimspieltag. Wie bereits in einem der Vorberichte erwähnt, soll Jürgen eigentlich Fotos schießen. Nach ersten guten Ansätzen am Spieltag zuvor dachte er zwar nach 15 Erinnerungstelefonaten wider Erwarten dieses Mal daran, seinen Fotoapparat mitzubringen, was schon löblich ist und der Erwähnung bedarf. Dass aber Fotografieren nicht zu seinen Leidenschaften zu zählen ist, wird dieses Mal dadurch belegt, dass die Batterien leer waren. Selbiges Schicksal ereilte übrigens auch die Akkus der Kamera von Frank in der 2. Mannschaft, welcher die Kamera zwar (wenn auch eher zufällig) mit nach St. Wendel nahm, aber aus gegebenen Umständen nicht zum Einsatz bringen konnte. Also, Freunde unseres Vereins: Bilder gibt’s dieses Mal von der dritten Mannschaft und wenn ihr Fotos von der Regionalliga sehen wollt, schaut mal bei Idar-Oberstein unter www.squashfreunde.de rein, Michael ist diesbezüglich viiiiiiel verlässlicher.

Übrigens gewann Worms auch gegen Idar-Oberstein mit 4:0.

Die Geschichte der zweiten Mannschaft aus der Verbandsliga ist demgegenüber schnell erzählt. Man traf in der schönen Anlage in St. Wendel auf deren zweite Mannschaft sowie auf Illingen 2. Oliver, Frank, Christoph und Rüdiger ließen in beiden Spielen nicht das Geringste anbrennen, zogen ihre spielerische Überlegenheit durch und ließen in beiden Spielen ihren Gegnern keinen einzigen Satz. So waren die Illinger Rene Riehm, Johann Janto, Thomas Knichel und Maximailian Saar ebenso wie die ersatzgeschwächten St. Wendeler Michael Graeber, Charly Recktenwald, Katja Junker und Christian Ley darum bemüht, die Sätze knapp zu halten, was aber auch lediglich Maximilian Saar mit einmal sechs Punkten gelang. Alle anderen erzielten weniger und damit setzte unsere zweite Mannschaft erneut ein großes Ausrufezeichen hinter die Ambition, Meister zu werden. Zu beachten war noch, dass Gerhard gar nicht mitgespielt hat, weil er das Spiel der Regionalliga anschauen wollte.

Die dritte Mannschaft hatte es mit beiden Verbandsligateams aus Wiesental zu3. Spieltag 2006 tun. Im Spiel gegen Wiesental IV hatten Markus Burg in seinem ersten Auftritt mit deutlich erkennbarer Nervosität gegen die technisch bereits sehr starke Janine Weydmann und Marc Graner gegen die äußerst talentierte Steffi Siebenschuch harte 5-Satz-Spiele zu absolvieren, Markus mit für ihn schlechtem Ausgang und Marc für uns gutem. Benjamin spielte gegen die ebenfalls bereits spielerisch beachtliche Nathalie Becker etwas souveräner und er gewann 3:0. Kurt auf Position eins und3. Spieltag 2006 als Senior wurde insoweit geschont, als er nicht gegen eine der Teenies antreten musste, sondern gegen den doch etwas reiferen Thomas Baab, der aber bereits mit den Aufschlägen Kurts nicht zurechtkam, sehr viele Fehler machte, und insgesamt nur vier Punkte in drei Sätzen erreichte, damit deutlich unter Wert geschlagen wurde.

Spannender verlief es gegen Wiesenthal III. Hier hatte Markus gegen den3. Spieltag 2006 erfahrenen Präsidenten des Bundesligisten Roland Degen keine Chance. Markus zeigte zwar in einigen Ballwechseln gute Ansätze, aber gegen das technisch gute Spiel von Roland hatte er nichts zu melden. Benjamin besiegte in einem spannenden Spiel Markus Hauch relativ glatt in drei Sätzen, wobei die Sätze aber teilweise offen waren und Benjamin schon eine gute Form brauchte, um seinen Gegner in Schach zu halten. Marc wiederholte sein Fünfsatzspiel gegen den langen Ralph Moses. Die Führung wechselte ständig und nach je zwei gewonnenen Sätzen entschied sich der fünfte relativ knapp für Ralph, der einen Tick konstanter spielte als unser Marc. Auch das Match der beiden Nummer 1 Christoph Lofi gegen Kurt ging über die volle Distanz. Beide kennen sich zur Genüge und Christophs Squash wurde schon mehrfach auf dieser Homepage beschrieben. Kurt wusste, was ihn3. Spieltag 2006 erwartete, besser: er glaubte zu wissen, was ihn erwartete. Er wollte ruhig bleiben und schafft es nicht, denn Christoph setzte mal wieder fast sämtliche physikalischen Gesetze außer Kraft und setzte einen Zuckerstopp nach dem anderen millimeterknapp über das Tin, ins Nick oder sonstwohin, fast alle tödlich. Unglaublich ! Mit Benjamin schaute gar ein Physiker zu, der Kurt erklären sollte, wie man - belegbar durch die bislang bekannten physikalischen Gesetze diese perfekten Bälle spielen kann. Auch er fand keine Erläuterung, und so lag nicht nur Kurt, sondern auch Benjamin anschließend eine Stunde auf der Couch eines Psychotherapeuten. Ernsthaft: Christoph nutzte seine Stärken gnadenlos aus, hatte ein paar Konzentrationsfehler in den Sätzen 2 und 3, fand dann aber wieder zu seinem perfekten Kurzspiel und siegte verdient in fünf Sätzen, was dazu führte, dass unsere dritte Mannschaft gegen Wiesental IV mit 3:1 gewann, gegen Wiesental III aber mit dem selben Ergebnis verlor.3. Spieltag 2006

Und dass und wie Schiedsrichten Spaß machen kann, zeigt unser Foto von Marc……

Verfasser: Kurt Rauch / 29.10. 2006

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