Spielbericht des zweiten Spieltags der Saison 2010/2011 am 09.10.2010

Der Verband hat es zu Beginn der neuen Saison sehr gut mit uns gemeint, denn die ersten beiden Spieltage mussten wir nicht reisen. Eine Einschränkung gilt aber natürlich für Karl, der sich jedes Mal die Mühe nimmt, von Kandel zu uns anzureisen, was bestimmt keine Stippvisite ist. Ihm gehört großer Dank für die Mühen, die er auf sich nimmt. Aber mit dem BMW und unter großzügiger Auslegung der Verkehrsvorschriften ist man auch relativ flott von der Südpfalz im Saarland.

zum Vergrößern anklickenGegner waren dieses Mal an einem sonnigen Samstag zwei dritte Mannschaften, diejenigen aus Wiesental und die vom Heidenkopf. Ein besonderer Spieltag war es für uns auch deshalb, weil die neuen Spielklamotten fertig waren und verteilt werden konnten. Für das Design verantwortlich zeichnete unser Design-Student Marc, der sich besonders viel Mühe gegeben hat mit Logo und Aufdruck und natürlich Diskussionen im Verein verursachte ob der kleinen Größe (der Altersschnitt unserer Spieler hat natürlich zur Folge, dass die Augen größere Schriften besser wahrnehmen als kleinere!!) und der Platzierung der Aufdrucke. Solche Diskussionen gibt es aber immer und unserem Künstler gebührt ebenfalls großer Dank für seinen Hirnschmalz, den er für den ästhetischen Druck auf Shirts und Jacken eingebracht hat. Besonderer Gag ist, dass auch die Vornamen der Spieler auf den Shirts stehen, was den Gegnern verdeutlichen soll, gegen wen sie denn da gerade verloren haben…….

zum Vergrößern anklickenNach den obligatorischen Fotos mit den neuen Kleidern musste zunächst Kurt in seinem ersten Saisonspiel gegen Matthias Mayer aus Wiesental ran. Matthias machte sein erstes Spiel überhaupt, zeigte sich aber sehr schnell, technisch ordentlich und in der Lage, auch das Spiel schnell zu machen. Der junge Matthias brachte dabei Kurt sehr stark ins Schwitzen und es sollte gleich das längste und spannendste Spiel des Tages werden. In feiner Regelmäßigkeit wechselten sich die beiden in Satzgewinnen ab, wobei jeder zwei Sätze mit 11:9 und 11:8 gewann. Im letzten Satz führte Kurt bereits mit 10:6, wollte vom guten Schiedsrichter Johann Janto einen glasklaren Stroke erhalten (aus der untrüglichen und nicht in Zweifel zu ziehenden (??) Sicht von Kurt), was aber aus der zugegebenermaßen maßgeblichen Sicht von Johann überhaupt kein Let war, was Diskussionen entfachte und Matthias wieder ins Spiel brachte. Es ging in die Verlängerung und hierbei hatte Kurt das glückliche Ende auf seiner Seite. Es war aber ein großes Stück Arbeit und etwas Glück, gegen den flinken und druckvoll spielenden Matthias die Punkte zu sichern. Auf Position 3 war der Altersunterschied noch deutlicher mit fast 50 Jahren, denn der Gegner von Karl hieß Philipp Becker, ist im Führerscheinalter von 17 Jahren und verfügt über ebenso viel Talent wie seine Schwester Natalie, über die noch später die Rede sein wird. Prompt verlor Karl den ersten Satz mit 6:11, besann sich dann aber auf sein technisch starkes Spiel und siegte in den nächsten drei Sätzen, wobei der dritte Satz hart umkämpft war und mit 14:12 etwas glücklich zu zum Vergrößern anklickenunseren Gunsten ausging. Auf Position 2 haderte Frank, gestärkt von wunderbaren Muffins mit Heidelbeeren seiner guten Seele Silke, unserer Web-Fee, mit seiner Spielumsetzung. Er kam gegen Christian Vollger in den ersten beiden Sätzen überhaupt nicht zurecht, spielte dann im dritten Satz etwas konzentrierter, um dann im vierten wieder in ungenaue Bälle zu verfallen und letzteren recht sang-und klanglos mit 11:4 zu verlieren. Es kam folglich auf Position 1 auf das Spiel von Marc an, dessen Gegnerin ebenso talentierte wie hübsche 23-jährige Natalie Becker war. Natalie hielt im ersten Satz noch gut mit, bevor Marc gnadenlos seine druckvollen Bälle und harten Schläge ausspielte und keine geschlechtsspezifische Gnade walten ließ. In den nächsten beiden Sätzen gelangen der tapferen Natalie jeweils nur ein Punkt. Und damit war nicht nur Natalie, sondern auch Wiesental mit seiner jungen Mannschaft 3:1 besiegt.

zum Vergrößern anklickenIm folgenden Spiel gegen Heidenkopf hatte absprachegemäß Rüdiger für Kurt Einsatz. Rüdiger, genannt Rü-Tiger oder dies ohne Rü, war aber noch von einer Grippe etwas lädiert und damit nicht im vollen Besitz seiner Kräfte. Es begann aber mit Nummer 4 und dem Spiel der Oldies Karl gegen Johann Janto. Die beiden kennen sich durch viele Turniere bundesweit sehr genau und somit entwickelte sich ein spannendes Spiel zwischen zwei raffinierten Taktikern. Die ersten beiden Sätze waren extrem knapp und jeder von beiden konnte einen für sich verbuchen. Der dritte sollte sich als Vorentscheidung erweisen mit einem fast rekordverdächtigen 17:15 für Karl, der zum Vergrößern anklickenauch im vierten Satz dem etwas entmutigten Johann die Gegenwehr schwer machte und Karl gewann auch diesen mit 11:7. Rüdiger gegen Stefan Montag hieß die Partie auf 3 und Rüdiger fand in den ersten beiden Sätzen überhaupt nicht ins Spiel, zeigte sich als Tiger eher zahnlos. Wenig Druck, wenig Risiko und noch ausbaufähige Laufbereitschaft sorgten dafür, dass Stefan keine Probleme hatte. Rüdiger stellte aber im dritten Satz den Schalter um und gewann diesen verdient in der Verlängerung. Auch der vierte Satz zeigte einen deutlich willensstärkeren Rüdiger, der lange in Führung lag, aber am Schluss unglücklich, möglicherweise wegen fehlender Kraft, mit 10:12 in der Verlängerung verlor. Frank musste gegen den pfeilschnellen Franzosen David Meyer auf Position 2 antreten und Frank hielt lange Zeit gut mit. Der erste Satz war sehr knapp, dennoch verlor Frank diesen knapp mit 9:11. Im zweiten fegte David wie die Feuerwehr über unseren Linkshänder hinweg und siegte relativ deutlich, während im dritten Satz Frank wiederum mithalten konnte, genaue Bälle spielte, aber beim Stand von 9:9 zwei unglückliche Ballwechsel verlor, so dass David dieses Spiel mit 3:0 gewinnen konnte. Im Match der Spitzenspieler auf Position 1 mussten wir schon das Schlimmste befürchten. Die alten Rivalen Marc und Thomas Schmitt kennen sich schon lange, spielten etliche Matches und immer war Thomas, wenn auch häufig kanpp, der Sieger. So sah es auch zum Vergrößern anklickendieses Mal aus, denn Thomas gewann die ersten beiden Sätze gegen Marc. In einem ausgeglichenen dritten Satz zu Beginn fasste sich Thomas an seinen Oberschenkel und musste wegen einer Zerrung aufgeben. Damit war das Glück auf unserer Seite und wir freuen uns sehr über den einen Punkt, denn dass es nicht mehr wurden, lag auch daran, dass das Satzverhältnis für die Gäste sprach und diese damit 2, wir hingegen nur einen verbuchen können. Gute Besserung Thomas; es war ein déja vu, denn vor drei Jahren in Staudt zog sich Thomas ebenfalls in einem Spiel gegen uns, gegen Kurt, eine Zerrung zu, was ihm den Rat einbringt, gegen uns besser nicht mehr anzutreten.

Die Ausbeute aus den beiden Spielen waren somit vier Punkte, drei gegen Wiesental und einer gegen Heidenkopf. Dies bringt uns auf den zweiten Tabellenplatz hinter den starken Illingern. Jetzt sind erst einmal fünf Wochen Pause und dann geht es nach Zweibrücken, dort wird versucht, den doch recht überraschenden Erfolg fortzusetzen.

Verfasser: Kurt Rauch / 10.September 2010

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