Erneut
gab es ein Heimspiel in unserer Ensdorfer Anlage Relax. Wegen der einen Tatsache,
dass lediglich acht Mannschaften an den Spielen der Verbandsliga teilnehmen,
war es ein Einzelspieltag, was aufgrund der anderen Tatsache, dass um 17:00
Uhr ein fast ebenso öffentlichkeitsträchtiges Ereignis mit dem Fußballspiel
Russland gegen Deutschland anstand, gar nicht so schlecht war. Gut war darüber
hinaus auch, dass das Team in stärkster Besetzung, somit den ersten vier
antreten konnte, weniger gut in diesem Zusammenhang, dass der Gegner mit den
Freunden der ersten Mannschaft aus St. Wendel äußerst gefährlich
einzustufen war.
So ergab sich auf Position 4 ein Spiel zwischen Rüdiger und Michael
Gräber, welches zunächst den Gast im ersten Satz mit 11:7 vorne
sah, während in den
nächsten
drei Sätzen doch Rüdiger mit seinen exakten Longlines und einem
guten Spielaufbau nichts mehr anbrennen ließ. Recht konzentriert setzte
er sich im Verlauf des Spiels immer souveräner durch und sorgte für
den ersten Punkt. Auf Position 3 konnte Frank erstmals in dieser Saison gegen
einen Gegner spielen, der nicht seinen Vornamen hatte, aber möglicherweise
hat es ihn irritiert, dass sein Gegner (Göddel) wie sein alter Kumpel
mit Vornamen Rüdiger (Schröder) hieß und er sich vielleicht
hierdurch oder aber durch das Spiel des St. Wendel Urgesteins Rüdiger
Göddel irritieren ließ. Der erste Satz verlief völlig katastrophal
für Frank und im zweiten gelang ihm dann nach deutlich besserer Konzentration
und Präsenz ein knapper Satzgewinn. Sehr spannend
wurde
es im dritten Satz, den der falsche Rüdiger gegen den richtigen Frank
in der Verlängerung nach wiederum einigen Fehlern unseres Präsidenten
mit 15:13 gewinnen konnte. Im letzten Satz war Frank so konsterniert, dass
Rüdiger mit sicherem Spiel keine großen Anstrengungen unternehmen
musste, um mit 11:6 deutlich zu gewinnen. Trotz starker Leistung von Rüdiger
war in diesem Spiel eigentlich ein anderer Ausgang geplant gewesen. Noch deutlicher
wurde es auf Position 2 mit unserem Junior Marc, der es mit der Laufmaschine
Ralf Dudenhöffer zu tun hatte. Also zwei Dauerläufer, von denen
aber der eine, leider unserer, neben dem Laufen das Squashspielen vergessen
hatte. Fehlerbehaftet und entnervt musste Marc anerkennen, dass Ralf an diesem
Tag deutlich überlegen war und
einfach
sicherer und platzierter spielte. 14 Punkte in drei Sätzen für uns
sagt alles aus und zeigt die Überlegenheit an diesem Tag eines fast fehlerfrei
spielenden Ralf. Auf Position 1 hatte Roland gegen seine neuen Trainingskameraden
aus St. Wendel nur im zweiten Satz Probleme. Gegner war unser alter Freund
Detlef Nierich, der in der Verlängerung des zweiten Satzes Roland einen
Wertungspunkt abnehmen konnte, der aber in den anderen Sätzen in
Technik
und Spielkultur gegenüber unseres Ästheten-Squashers Roland deutlich
unterlegen war. Roland gewann somit völlig verdient mit 3:1 und dies
reichte gegen einen der Meisterschaftsfavoriten immerhin zu einem verdienten
Unentschieden.
Noch etwas zur Klarstellung: der Schreiber dieser Zeilen weilte nicht, wie
von unserem Präsidenten verbreitet, an diesem Samstag in der Schweiz,
sondern im Elsass, was aber im Hinblick darauf, dass unser Präsident
aus Südskandinavien, sprich der Porta Westfalica bei Minden, stammt und
auch erst einige Jahrzehnte im Saarland ist, aus grob geographischer Sicht
einerseits verzeihlich und andererseits gar nicht so falsch ist.
Zu erklären
könnte dieser topographische Missgriff auch dadurch sein, dass unser
Einmal-kurz-aber-heftig-Ferrari-Probefahrer in der Situation des Schreibers
dieser Zeilen wahrscheinlich im Elsass gebremst hätte und in der Schweiz
zum Stehen gekommen wäre. Insoweit wäre diese Verwechslung sogar
plausibel zu erklären....................
Kommt gut über die Zeitumstellung und bis November!
Verfasser: Kurt Rauch / 12.Oktober 2009