Spielberichte des zweiten Spieltags der Saison 2007/2008 am 06.10.2007

Das erste Mal fand in unseren schönen Hallen im RELAX in Ensdorf ein Doppelspieltag statt. Weil in Idar-Oberstein eine Edelsteinmesse stattfand, wurde das Heimspielrecht für die Rückrunde getauscht und unsere Freunde um Michael Roller reisten ins Saarland. Da auch das Oberliga-Team Heimrecht hatte, ging es etwas eng zu in Volkers schöner Anlage, aber weil die Regionalligamannschaften sich auf 13:00 Uhr als Beginn geeinigt hatten, ging alles trotzdem relativ zügig über die Bühne.

Bei bestem Wetter begann in der Regionalliga unsere erste Mannschaft ihr Spiel2. Spieltag 2007/2008 gegen Idar-Oberstein. Ersatzgeschwächt durch das Fehlen vom immer noch in der Klinik, aber auf dem Weg der Besserung befindlichen Jürgen sowie von Michael Braun rechnete man sich nicht allzu große Chancen aus. Beim Gegner fehlte aber auch der Spitzenspieler Dani Hutchines, so dass die Ausgangspositionen ähnlich waren. Auf Position 4 traf Oliver auf den sympathischen Boast- und Stopp-Spezialisten Robert Yaghoubi, der aber noch geschwächt von einer Magen-Darm-Erkrankung war und daher nicht seinen besten Tag erwischt hat. 2. Spieltag 2007/2008Oliver spielte lediglich im ersten Satz unkonzentriert und zeigte dann mit seiner Schnelligkeit und Kampfeslust gegen einen zwar nicht aufgebenden, aber an diesem Tag doch kräftemäßig nicht konkurrenzfähigen Robert gutes Squash und gewann mit 3:1. Ein Marathonmatch zeigte Roland gegen das Laufwunder Julian Messerschmidt, dem noch unser Glückwunsch zur bestandenen Physiotherapeuten-Prüfung gebührt. Nach einem brutalen 9:0 für Roland im ersten Satz setzte sich der junge Julian mit überlegten Bällen in den nächsten beiden Sätzen durch. Dann erwachte in Roland das Kämpferherz und er ging fast über die Grenze seiner körperlichen2. Spieltag 2007/2008 Leistungsfähigkeit hinaus, ging auf die langen Ballwechsel ein und zermürbte Julian in den Sätzen 4 und 5, die spannend, ausgeglichen waren, aber dennoch mit etwas weniger Fehlern für Roland ihn als glücklichen aber verdienten Sieger sahen. Stefan auf Position 2 wollte es an Spannung und Dramatik noch übertreffen. Nach verlorenen zwei ersten Sätzen gegen den Zuckertechniker Michael Roller packte er sein Kämpferherz aus, gewann die nächsten beiden nach großer läuferischer Leistung, um aber den letzten dann doch dem technisch einfach stärkern Michael überlassen zu müssen. Schade, mit etwas mehr Glück wäre ein Sieg möglich gewesen. Auf Position 1 hatte Marc den sehr schnellen Patrick Huber zum Gegner und obwohl Marc trotz Trainingsrückstands gute Bälle spielte, war Patrick einfach präsenter, schneller und letztlich auch konditionsstärker. Marc gewann zwar einen Satz, konnte aber dennoch die 1:3-Niederlage nicht verhindern. Immerhin: ein Punkt gegen Idar-Oberstein ist ein Erfolg.

Wer dachte, dass die spannendsten Spiele schon vorbei sind, sah sich 2. Spieltag 2007/2008getäuscht. Das Spiel gegen Illingen wurde noch dramatischer. Da Marc noch einen Termin in Luxemburg hatte, stand er in diesem Spiel neben den anderen fehlenden Spielern nicht zur Verfügung. Dies führte dazu, dass unser Präsident Frank zu seinem ersten Regionalligaspiel kam und unsere Webseiten-Fee Silke, seine bessere Hälfte, ihn dabei mit Anfeuerungen und ihren berühmten Gebäckstücken namens Bollas unterstützte. Dies half aber nichts, denn Frank traf auf einen sehr starken und druckvoll spielenden Jonathan Bergmann, der keine Gnade kannte und Frank gerade mal zwei Punkte in drei Sätzen ließ. Mit dem einen oder anderen Underberg ließ sich das aber später halbwegs verschmerzen. Auf Position 3 hatte es Oliver mit seinem Spielpartner Michael Wöffler zu tun, dessen Handyton die musikalische Untermalung dieses Spieltags war und der ein ähnliches Kampf betontes und läuferisch aufwändiges Spiel sucht wie Oliver. 2. Spieltag 2007/2008Das Spiel hatte alles, was zum Squashsport gehört: wechselnde Führungen, geniale Bälle, leichte Fehler, Auftrieb hier und dort, eine kleinere Verletzungsunterbrechung für Michael und natürlich fünf Sätze. Den fünften gewann unter großem Jubel Oliver in der Verlängerung, wobei der Schreiber dieser Zeilen den Verdacht hat, dass Michael sich noch einiges an Kraft aufgehoben hat, um später von der Theke aus ebenso lautstark wie vergeblich das Spiel seiner Nummer 1 zu kommentieren. Jedenfalls hatte man mit den Spielkommentaren Michaels großen Spaß. Möglicherweise hatte diese Kraft aber gerade im fünften Satz gefehlt! Das Spiel der beiden Zweier zwischen Roland und dem Laufwunder Stefan Alt war auch wiederum eines für die Annalen. Die lebendige Ballmaschine namens Stefan machte es Roland wirklich nicht leicht und Roland hatte schon fünf Sätze in den Gliedern. Stefan ging mit 2:1-Sätzen in Führung und keiner gab mehr einen Pfifferling auf Roland. Angestachelt durch meine letzten Kommentare über den Vergleich mit dem Rasenden Roland in Rügen legte dieser noch einige Schippen Kohle drauf und schaffte es in der Tat, Stefan unkonzentriert werden zu lassen. Stefan machte Fehler und Roland gewann die letzten beiden Sätze doch relativ deutlich mit jeweils 9:3. Damit lag es an unserem Stefan auf Position 1, gegen den gerade aus Rumänien eingeflogenen Andreas Janto den Siegeslorbeer einzufahren. Beide zeigten hervorragendes Squash mit zunächst deutlichen Vorteilen für Stefan, der die beiden ersten Sätze gewann. Dann setzte sich das technisch etwas stärkere Spiel von Andreas durch, der über beachtlich gute Kondition verfügte und durch Michael Wöfflers Kommentare motiviert wurde. 2. Spieltag 2007/2008Im fünften Satz zeigte dann Stefan seine beste Leistung seit langem, hielt dem Druck stand und setzte selbst geniale Bälle, was zwar Michael Wöffler zur Heiserkeit, aber unseren Spieler zum Sieg führte. Stefan gewann den fünften Satz mit 9:5 und damit war der Sieg gegen Illingen perfekt. Zu erwähnen ist noch, dass das Spiel der beiden Spitzenspieler vom Chef der Illinger Jörg Fassian hervorragend geleitet wurde.

Idar-Oberstein siegte gegen Illingen mit 3:1.

In der Oberliga musste unsere zweite Mannschaft außer auf Frank, der ja in der ersten spielte, auch noch auf den verletzten Gerhard und den in Italien lustwandelnden Rüdiger verzichten, so dass absolutes Notprogramm angesagt war. Damit war Ziel der Spiele gegen die erste Mannschaft vom Heidenkopf und dem Team aus Blieskastel lediglich eine Schadensbegrenzung und selbst die konnte nur bedingt erreicht werden.

Gegen Blieskastel traf unser Masseur Stefan Cavelius auf die deutsche U-15-2. Spieltag 2007/2008Meisterin Franziska Hennes, gegen die Stefan schon einschlägige negative Erfahrungen bezüglich des Spielergebnisses in den Vorjahren gemacht hat. Franziska ließ auch in diesem Spiel keine Zweifel aufkommen, wer besseres Squash spielt, und obwohl Stefan alles probierte, gelangen ihm insgesamt nur neun Punkte. Der reaktivierte Marc Graner spielte gegen den langen Eric Moschel und Marc brachte das Kunststück fertig, mehr Bollas zu vertilgen als Punkte zu machen. Wie viel Bollas es waren, weiß ich zwar nicht, ich weiß nur, dass ihm drei Punkte gelangen. Oldtimer Kurt musste gegen das fünfzehnjährige Talent Nils Kempf antreten und relativ schnell erkennen, dass der junge Blieskasteler immer stärker geworden ist und gutes, platziertes und druckvolles Squash spielen kann. Kurt gelang es nur bedingt in den Sätzen 1 und 3, mitzuhalten, aber Nils fand immer bessere Antworten und ließ keinen Zweifel aufkommen, wer Sieger des Spieles ist. Eine tolle Leistung brachte dann Christoph auf Position 1 gegen den Spitzenspieler Jörg Emser. Auch dieses Spiel gehörte zu den dramatischen mit einerseits zwei sehr klaren Sätzen an Jörg und zwei sehr knappen an Christoph. Christoph nervte mit seinen perfekten Stopps, gegen die Jörg keine Mittel fand, seinen Gegner und hatte im fünften Satz gar zwei Spielbälle, die er aber mit Pech und wegen großen Kampfs von Jörg nicht verwandeln konnte. Jörg gewann diesen dann noch mit 10:8 und somit war noch nicht einmal ein Ehrenpunkt gewonnen.

Das zweite Spiel des Tages fand gegen die noch stärker eingeschätzten Freunde2. Spieltag 2007/2008 vom Heidenkopf statt. Stefan hielt auf der hinteren Position gegen den Senior und Franzosen Bernard Burkhard lange Zeit überraschend gut mit, verlor aber im Verlauf des Spiels etwas den Faden und Grauschimmel Bernard spielte sein bekanntes schnelles und druckvolles Squash. Heidenkopf gewann dieses Spiel mit 3:0. Auf Position 3 schaffte Marc in einem perfekten dritten Satz gar einen Satzgewinn gegen den erfahrenen und ebenfalls grauen Linkshänder Frank Wunn, was aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass er in den anderen drei Sätzen ebenfalls nur drei Punkte erzielen konnte. Hier ist der Trainingsrückstand mit Sicherheit verantwortlich und vielleicht schafft unser Nachwuchsspieler noch einmal den Weg nach Ensdorf zum Trainieren. Kurt hatte es auf Position 2 mit2. Spieltag 2007/2008 seinem Standard Gegner aus Heidenkopf, dem Franzosen Damien Bellot, zu tun, der ihm eigentlich immer in gelegen hat. In den ersten beiden Sätzen war davon aber nichts zu spüren, denn Damien spielte hervorragendes Squash und hat deutlich gezeigt, dass das Training mit dem Bundesligaspieler Simon Krewel deutlich Früchte zeigt. Kurt gelang in diesen Sätzen nur ein einziger Punkt. Dann hatte er sich auf das schnelle und druckvolle Spiel eingestellt und der dritte Satz verlief offen, ging in die Verlängerung, die Kurt dann aber etwas unglücklich mit 10:8 verloren hat. Dennoch: Damien war einfach stärker und verdienter Dreisatzsieger. Christoph auf Position 1 spielte gegen den ehemaligen Saarburger und Konzer Herbert Britten und hatte gegen das schnelle, technisch ausgereifte und versierte Spiel seines Gegners nichts entgegenzusetzen. Auch Christoph verlor deutlich in drei klaren Sätzen, so dass in diesem Spiel Marc die Ehre des Clubs hochhalten konnte und mit seinem gewonnenen Satz zeigte, dass man wenigstens angetreten war.

Heidenkopf setzte sich auch gegen Blieskastel mit 3:1 durch.

Jürgen wurde in Frankfurt immer über die Ergebnisse auf dem Laufenden gehalten und speziell das hervorragende Abschneiden seiner ersten Mannschaft wird wohl dafür sorgen, dass seine Genesung weiter fortschreitet und er bald wieder in unserer Mitte ist. Weiterhin alles Gute von allen anwesenden Spielern an Jürgen.

Verfasser: Kurt Rauch / 07.10. 2007

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