Für unser Regionalligateam ging am letzten Wochenende die rheinland -
pfälzische Rundfahrt weiter. Touristischer und sportlicher Zielort war dieses
Mal Montabaur, genauer gesagt das schmucke Squashcenter in Höhr-Grenzhausen.
Dort traf man ohne Marc Thrill, der seine Rückenbeschwerden auskurierte,
auf die Gastgeber und das starke Team aus Germersheim.
Im Spiel gegen die Gastgeber traf Jürgen auf Position 4 auf Herbert Essers.
Die Eingewöhnung auf das Spiel in der Regionalliga ist Jürgen noch nicht
ganz gelungen und so lässt es sich zwanglos erklären, dass er in den
beiden ersten Sätze gegen Herbert auf verlorenem Posten stand. In der Folge
ging es deutlich besser, Satz 3 gewann Jürgen mit 9:2 und seine kurz platzierten
Bälle kamen genauer. Im vierten Satz war dann Spannung angesagt, aber Jürgen
gewann diesen in der Verlängerung mit 10:8. Dann war der Widerstand von Herbert
gebrochen und Jürgen gab ihm im Satz 5, konditionell deutlich überlegen,
die Höchststrafe. Im Spiel der beiden Thomase traf unserer auf denjenigen
namens Wolf aus Höhr-Grenzhausen. Es zeigte sich, dass das Spiel unseres
Thomas mit Tempo und Schnelligkeit an diesem Tag dem technisch etwas ausgereifteren
des Gastgebers doch überlegen war. Thomas gewann alle drei Sätze recht
deutlich und sorgte damit für den
Zwischenstand 2:0. Es erlag nun an Roland,
vorzeitig für den ersten Sieg in der Regionalliga zu sorgen. Gegner war auf
Position 2 der letztjährige Spitzenspieler der zweiten Mannschaft der Westerwälder
Thomas Köhler. Roland tat sich etwas schwer, fand nicht zu seinem variablen
und technisch guten Spiel und fühlte sich auch nicht so richtig wohl. Dies
soll aber die Leistung von Thomas Köhler nicht schmälern, der ohne viele
Fehler konstant sein Spiel durchzog und in drei mehr oder weniger knappen Sätzen
den ersten Punkt für sein Team holte. Ungemein spannend wurde es dann im
Spitzenspiel zwischen Stefan und dem einheimischen Tilmann Specht. Stefan gewann
den ersten Satz, Tilmann den zweiten und dritten und im vierten brauchte unser
Konditionswunder schon die Verlängerung, um im Spiel zu bleiben. Beide waren
läuferisch und konditionell sehr gut drauf und in diesem engen Match behielt
schließlich Stefan im letzten Satz mit 9:7 die Oberhand, glücklich,
aber nicht unverdient. Damit ist der historisch erste Sieg in der Regionalliga
perfekt und das Minimalziel von zwei Punkten an diesem Spieltag war erreicht.
Hingegen erwies sich das sehr starke Team des Vizemeisters aus
Germersheim
für unsere Gruppe doch zu übermächtig. Jürgen hatte es mit
Jürgen Schmitt zu tun und unser Jürgen hatte gegen den andern Jürgen
durchaus seine Chancen. Er lag zwar mit 2:1 zurück, führte aber im vierten
Satz schon mit 7:2, um dann wieder in seine Gier zu verfallen, möglichst
schnell die Punkte zu machen, dieses Mal aber leider für den Gegner, der
den vierten Satz doch noch gewann. Thomas hatte es mit Andre Guldi zu tun, der
läuferisch ähnlich stark war wie unser Mann, aber dazu noch äußerst
genau und druckvoll spielte. Es entwickelte sich ein sehenswertes Match mit vielen
Tempobällen, einem Thomas, der zwei verlorene Sätze aufholte, im vierten
sich dann aber doch der reiferen Spielweise von Andre geschlagen geben musste.
Roland auf Position 2 spielte gegen Axel Stalp und auch hier zeigte sich, dass
Roland von seiner Bestform weit entfernt ist. Axel spielte zwar äußerst
sehenswertes Squash, aber Roland ließ ihn auch gewähren und spielte
viele Fehler, so dass er deutlich mit 0:3 verlor. Besser machte es auch nicht
Stefan auf Position 1 gegen den ehemaligen
Bundesligaspieler Sven Peter, der mit
unglaublichem Auge, hervorragendem Stellungsspiel und sauberer Technik unserem
Dauerläufer nicht den Hauch einer Chance ließ. In den Sätzen war
es klar: 3:0 für Sven und die Einzelpunkte, die Stefan erreichte, könnt
ihr der Homepage des Squashverbundes nachlesen...........
Immerhin: 2 Punkte aus der fernen Fremde sind eine gute Ausbeute
Besser machte es die zweite Mannschaft in der Verbandsliga bei ihrem ersten Heimspiel. Gegner war zunächst das Team aus Wiesental, genauer deren dritte Mannschaft. Diese spielte aber stark ersatzgeschwächt, so dass es letztlich kein Problem war, die Spiele recht deutlich zu gewinnen. Christoph auf Position 4 hatte noch gegen den routinierten Thomas Baab das knappste Spiel, denn im ersten Satz musste er in der Verlängerung, um dann aber doch sein gutes Volley- und Stoppspiel umzusetzen, gegen das Thomas keine Mittel fand. Die Position 3 sah ein überlegenes Match von Linkshänder Frank, dem sehr viel gelang und dessen Spiel wie bekannt äußerst druckvoll und unberechenbar ist, gegen Matthias Siebenschuch. Frank machte Druck und die Punkte und für Matthias blieb es sich lediglich bei sechs zählbaren Erfolgserlebnissen. Auf Nummer 2 hatte Gerhard gegen Markus Hauch ebenfalls keinerlei Schwierigkeiten, er spielte sein Spiel und ließ den Gegner laufen und ihm nur acht Punkte. Den Tagesrekord schaffte aber Oliver, der dem armen Ralph Moses nur im ersten Satz zwei Punkte ließ, dann aber recht locker die nächsten beiden mit dem höchsten Ergebnis gewann.
Nicht ganz so deutlich verlief das Spiel gegen Malstatt, obwohl auch dies überlegen begann. Christoph hatte gegen Frank Wobido keinerlei Probleme, zog sein Spiel durch und kam nie in Bedrängnis. Ein klares 3:0 war die Folge. Frank hatte mit dem routinierteren Matthias Diehl ein paar mehr Schwierigkeiten und Matthias spielt auch ein gepflegtes Squash. Dieses Mal war aber Frank in wirklich guter Verfassung und ließ nichts anbrennen, baute Druck auf und setzte einen Punkt nach dem anderen. Auch er gewann mit etwas knappen Sätzen 3:0. Im Spiel der beiden Routiniers Gerhard gegen den Verbandspräsidenten Wolfgang Summer ging es im ersten Satz recht heiß her. Wolfgang hielt diesen Satz offen und verlor mit etwas Pech 7:9. Dann setzte sich aber das schnellere Spiel von Gerhard und die bessere Fitness durch und auch Gerhard ließ Wolfgang keinen Satz. Im Spitzenspiel schließlich traf Oliver auf unseren alten Trainer Norbert Kreis und Oliver hatte den Ehrgeiz, ihn zu schlagen. Norbert zeigte nach langer Squashpause aber immer noch, dass er das Racket und die Kugel gut beherrscht und nichts verlernt hat. Also hat sich sein Training bei uns für ihn bezahlt gemacht. Gegen das genaue Spiel fand Oliver kein Mittel und er verlor mit 0:3 recht deutlich, ohne aber zu enttäuschen. Dies war auch egal, denn die beiden Siege waren perfekt und mit Blieskastel teilt man sich die Tabellenführung.
Ähnlich gut lief es für die dritte Mannschaft in St. Wendel. Gegen den Gastgeber, die zweite Mannschaft der sympathischen Nordsaarländer, gab es aber lediglich ein Unentschieden. Benjamin, in letzter Zeit recht gut in Form, litt noch unter den Auswirkungen einer Influenza dubiosa und fand gegen den starken Michael Gräber kein Mittel. Der erste Satz war noch ausgeglichen, dann aber haderte Benjamin sehr mit sich selbst und konnte letztlich Michael nichts entgegensetzen. Michael gewann ohne Satzverlust. Im Ergebnis besser machte es Marc gegen den erfahrenen Lars Haßdenteufel. Es entwickelte sich ein langes und wechselhaftes Spiel, in dem Marc schon mit 1:2 zurücklag, den vierten Satz in der Verlängerung knapp gewann und den fünften letztlich auch für sich entschied, was Ausdruck seiner Schnelligkeit war. Alex auf Position 2 hatte es mit dem anderen Routinier aus St. Wendel zu tun, nämlich mit Frank Petri. Unser frisch gebackener Vater von Jakob (herzlichen Glückwunsch) hatte aber wohl zu sehr die Nachwehen der Geburt in sich stecken und ein Trainingsrückstand machte sich bemerkbar. Frank kannte keine Gnade, spielte souverän sein Spiel und ließ Alex die Fehler machen. Alex schaffte damit keinen Satzgewinn. Für das Unentschieden sorgte dann schließlich auf Position 1 Rüdiger, der gegen den anderen Rüdiger namens Göddel ein Marathonmatch von fast eineinhalb Stunden absolvierte, ehe er in fünf Sätzen zwar glücklich, aber dennoch letztlich verdient gewann.
Deutlicher verlief das Spiel gegen die zweite Mannschaft von Homburg. Benjamin hatte gegen Bernd Moog keine Schwierigkeiten und siegte dieses Mal deutlich, spielte auch konzentrierter. Im Spiel der beiden Marcs (Graner gegen Hartz) setzte sich der ältere junge (unserer) Marc gegen den jüngeren jungen Marc (den andern) nach einem 0:2 doch noch in fünf Sätzen durch, wobei die letzten drei Sätze deutlich waren. Der Homburger Marc begann wirklich gut und er zeigte, dass er durch die Turniere, die er mittlerweile spielt, deutlich besser geworden ist. Dieses Mal reichte es aber noch nicht. Auf Position 2 hatte Alex gegen Christoph Mohr zwar drei Sätze lang Schwierigkeiten. Weil er den dritten aber in der Verlängerung gewann, war der Widerstand von dem jungen Christoph doch gebrochen und der vierte ging deutlich an Alex. Im Spiel der beiden erfahrenen Michael Trautmann gegen Rüdiger entwickelte sich mal wieder ein Fünfsatzspiel, das Rüdiger so gerne mag. Der sympathische Homburger lag mit zwei Sätzen zurück, kämpfte sich dann gegen einen nachlassenden Rüdiger ins Spiel, um dann aber wieder im fünften unserem Filou den Vortritt lassen zu müssen. Resultat: mit etwas Glück 4:0 und der erste Saisonsieg.
Fazit: sechs Spiele, vier Siege und nur eine Niederlage. So kann es weitergehen.
Verfasser: Kurt Rauch / 11.10. 2006