Mit einer Woche Verspätung startete die Regionalliga in die neue Saison.
Für unser
Team der ersten Mannschaft hieß dies gleichzeitig, auf zwei Stammspieler
zu verzichten. Der Spitzenspieler Marc Thrill aus Luxemburg hatte zeitliche Schwierigkeiten
und Spielführer Jürgen ist erkrankt. So kamen mit Michael Braun und
Oliver Müller gleich zwei Spieler zum Einsatz, die nicht zu den Stammspieler
gehören.
Dennoch frohen Mutes und voller Hoffnung fuhr man nach Bornheim in die Pfalz, um auf das dortige Team um den Halleneigentümer Christoph Müller zu treffen und zudem die Rackets mit den Westerwäldern aus Staudt zu kreuzen.
Im Spiel gegen Bornheim gab es nichts zu ernten. Oliver fand in seinem ersten
Regionalligaspiel auf Position 4 nie zu seiner Form. Er machte gegen seinen Gegner
Peter Schneider viele leichte Fehler und alleine körperliche Fitness und
Schnelligkeit reichten an diesem Tag nicht aus, um zu gewinnen. Oliver unterlag
mit 0:3. Auf Position 3 hatte es Michael mit den drahtigen Christoph Müller
zu tun und Michael spielte ansehnliches und technisch gutes Squash, war aber dennoch
seinem älteren, aber unglaublich fitten Gegner unterlegen und erzielte ebenfalls
wie Oliver keinen Satzgewinn. Auf Position 2 spielte Roland unter äußerst
ungünstigen Vorzeichen, denn er war in der Woche zuvor beruflich äußerst
angespannt in Frankreich unterwegs, kam erst freitags nachts an und war daher
nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Zum Prototyp Rügener Eisenbahnromantik
namens "Rasender Roland" fehlte doch einiges und Roland musste sich
seinem Gegner Bernd Magin deutlich unterlegen zeigen. Ganze fünf Punkte gelangen
ihm und dies auch nur im dritten Satz. Folge ist, dass auch er von einem Satzgewinn
weit entfernt war. Schließlich gelang es Stefan auf Position 1, wenigstens
einen Satz zu gewinnen und damit auch nach außen zu dokumentieren, dass
man gegen Bornheim wenigstens angetreten ist. Die Position 1 ist in der Regionalliga
im Allgemeinen und in Bornheim im Speziellen aber derart gut besetzt, dass Stefan
kein Vorwurf zu machen ist, dass ihm nicht mehr gelang als dieser eine Satzgewinn.
Kurz zusammengefasst: eine richtig herbe Packung mit 0:4 Spielen und 1:12 Sätzen
und es konnte nur besser werden.
Gegen die Mannschaft aus Staudt wurde es in der Tat spannender. Oliver auf
Position 4 hatte es mit dem außerhalb des Courts umgänglichen, aber
innerhalb
der vier Wände oftmals übermotiviert wirkenden Thomas Jung zu tun. Hier
hätte sich ein offenes Spiel ergeben können, wenn Oliver in Normalform
gewesen wäre. So setzte sich aber das doch erfahrenere Spiel von Thomas mit
relativ deutlichem Ergebnis (9:5, 9:6, 9:2) durch. Auf Position 3 gab es eines
von zwei spannenden Spielen. Michael traf auf Adrian Jukic und beide zeigten technisch
gutes Squash. Die ersten drei Sätze waren denkbar knapp und Michael hatte
das Glück, zwei von diesen zu gewinnen. Im vierten Satz gab Adrian nocheinmal
alles und siegte relativ deutlich mit 9:1, ehe sich das technich doch etwas stärkere
Spiel von Michael im fünften
Satz durchsetzte, den Michael mit 9:6 gewann. Ebenso spannend machte es Roland
gegen den sympathischen Thomas Köhler. Auch hier gewann der Saarlouiser zwei
der ersten drei Sätze, ehe dann doch die Strapazen der letzten Tage durchschlugen
und Roland gegen den kräftemäßig stärkeren Thomas die letzten
beiden Sätze relativ deutlich verlor. Dass schließlich Stefan auf Position
1 gegen den sehr guten Tilmann Specht ganz klar den kürzeren zog, war nicht
weiter überraschend, denn Tilmann war einfach der bessere Spieler an diesem
Tag.
Also gab es auch gegen Staudt eine Niederlage, die vielleicht mit etwas mehr Glück
und besseren äußeren Umständen hätte vermieden werden können.
Es nützt aber kein Wenn und Aber und man muss nach vorne, konkret zum nächsten
Spieltag am kommenden Wochenende mit zwei Heimspielen unserer Mannschaften, schauen
und dann hoffen, dass es mit Marc etwas besser läuft. Und weiter an Jürgen
die besten Genesungswünsche aus der saarländischen Ferne!
Verfasser: Kurt Rauch / 30.09. 2007